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Die gerichtliche Übertragung von Nachermittlungen auf die Kartellbehörde

Eine Untersuchung des Verhältnisses zwischen dem OLG Düsseldorf und dem Bundeskartellamt am Beispiel des Kartellordnungswidrigkeitenrechts
Authors:
Publisher:
 2026

Summary

Further investigations in antitrust proceedings transferred by the courts are a very important tool. However, their legal analysis has so far been largely neglected in German competition law infringement. Using the example of the Higher Regional Court of Düsseldorf and the Federal Cartel Office, the author explains in detail whether such an approach is permitted by law, what legal options are available for the court, what requirements and limitations it must observe, and how it can effectively enforce the execution of further investigations if necessary. The work combines antitrust issues with provisions of German criminal procedure, principles of the Federal Constitution and the European Convention on Human Rights.

Keywords



Bibliographic data

Copyright year
2026
ISBN-Print
978-3-7560-4266-1
ISBN-Online
978-3-7489-7094-1
Publisher
Nomos, Baden-Baden
Series
Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspolitik
Volume
331
Language
German
Pages
312
Product type
Book Titles

Table of contents

ChapterPages
    1. Vorwort No access
    1. I. Einleitung No access
    2. II. Problemstellung No access
    3. III. Gang der Untersuchung No access
    1. I. Die Praxis der Kartellgerichte im Fall der Übertragung von Nachermittlungen No access
        1. a) Der Begriff der „Nachermittlungen“ No access
        2. b) Vorbemerkung zum Begriff der „Übertragung“ No access
        1. a) Die relevanten Vorschriften des gerichtlichen Verfahrens nach dem Kartellordnungswidrigkeitenrecht No access
            1. (1) Die Grundzüge des Amtsermittlungsgrundsatzes No access
            2. (2) Der Prozessgegenstand als Grenze der Amtsermittlungspflicht No access
              1. (a) Die Grundlagen einer Bindungswirkung von Vorentscheidungen No access
              2. (b) Die Besonderheiten der §§ 81 Abs. 2 Nr. 2 und 5 GWB No access
              1. (a) Der Amtsermittlungsgrundsatz als Verpflichtung der zuständigen öffentlichen Stelle No access
              2. (b) Der Zeitpunkt der Begründung der Zuständigkeit des OLG Düsseldorf No access
              3. (c) Das Verhältnis von der Zurückverweisungsmöglichkeit an die Behörde gemäß § 69 Abs. 5 S. 1 OWiG zur gerichtlichen Aufklärungspflicht No access
              4. (d) Zusammenfassung No access
            3. (5) Fazit zur gerichtlichen Amtsermittlungspflicht No access
              1. (a) Die Entscheidungserheblichkeit als zentrale Eingrenzung der Amtsermittlungspflicht No access
              2. (b) Relevanz des Zeitpunkts der Feststellung der Lücke No access
              3. (c) Die „Bedeutung der Sache“ im Sinne des § 77 Abs. 1 S. 2 OWiG No access
            1. (2) Zusammenfassung No access
          1. cc) Defizite bei der Lückenschließung zur Erfüllung der gerichtlichen Aufklärungspflicht No access
        2. c) Das Potential des Bundeskartellamtes No access
    2. III. Ergebnis zu Kapitel B. No access
      1. 1. Anwendbarkeit des Art. 6 EMRK im Kartellordnungswidrigkeitenrecht No access
      2. 2. Die konkreten Anforderungen des Art. 6 Abs. 1 S. 1 EMRK an ein „faires Verfahren“ unter Einbeziehung der Rechtsprechung des EGMR No access
          1. aa) Die Trennung von verfolgungsbehördlicher und gerichtlicher Aufgabe No access
            1. (1) Das Verständnis des Amtsermittlungsgrundsatzes im Kartellordnungswidrigkeitenrecht No access
            2. (2) Der Amtsermittlungsgrundsatz vor dem Hintergrund konventionsfreundlicher Auslegung am Maßstab des Art. 6 EMRK No access
            3. (3) Die Wertungsoffenheit der Rechtsgrundlagen für die Befugnis zu gerichtlichen Ermittlungen No access
            1. (1) Die Unparteilichkeit als Grenze von gerichtlichen Nachermittlungskompetenzen No access
              1. (a) Der „Inbegriff der Hauptverhandlung“ und die Unmittelbarkeit des Verfahrens No access
              2. (b) Die Besonderheit des gerichtlichen Auskunftsverlangens nach dem GWB No access
        1. b) Zusammenfassung No access
        1. a) Die Übertragung aufgrund rechtlichen Unvermögens – das „mildere Mittel“ zur Gewährleistung einer effektiveren Justiz No access
          1. aa) Besondere Ausstattung des OLG Düsseldorf zur Erfüllung der Anforderungen des Art. 6 EMRK No access
          2. bb) Die Übertragung von Nachermittlungen trotz gerichtlicher Kompetenz – Vereinbarkeit mit Art. 6 EMRK No access
          3. cc) Die Beurteilung von Art. 6 EMRK unter Berücksichtigung des besonderen Adressaten der gerichtlichen Übertragung No access
      1. 3. Konventionsrechtliche Pflicht zur Übertragung von Nachermittlungen im Fall rechtlichen und/oder tatsächlichen Unvermögens No access
    1. III. Ergebnis zu Kapitel C. No access
        1. a) Die Zuordnung von Nachermittlungen im Kartellverwaltungsrecht No access
        2. b) Die Unterschiede im Kartellordnungswidrigkeitenrecht No access
        3. c) Der Amtsermittlungsgrundsatz und das „Wer“ der Ermittlungen No access
      1. 2. Zuordnung des Bundeskartellamtes zum Gericht als Teil der rechtsprechenden Gewalt im Fall von Nachermittlungen No access
        1. a) Fehlen einer ausdrücklichen Vorschrift über eine allgemeine Mitwirkungspflicht/-obliegenheit von Verfahrensbeteiligten No access
        2. b) Mitwirkungsobliegenheiten im Rahmen der gerichtlichen Übertragung von Nachermittlungen No access
        3. c) Allgemeine Mitwirkungspflichten aufgrund von Erwägungen zur Prozessökonomie und Verfahrensbeschleunigung No access
        4. d) Besondere Mitwirkungspflicht aufgrund der ergänzenden Aufklärungspflicht des Bundeskartellamtes im Gerichtsverfahren No access
        5. e) Zusammenfassung No access
          1. aa) Der Zweck der Sachverständigenbeauftragung No access
            1. (1) Sachverständigeneigenschaft einer Behörde No access
            2. (2) Die Ablehnungsgründe für Sachverständige No access
                1. (i) Vergleich mit dem Strafbefehlsverfahren nach den §§ 407 ff. StPO No access
                2. (ii) Übertragung auf die Diskussion im Kartellordnungswidrigkeitenrecht No access
              1. (b) Die Verfahrensstellung im gerichtlichen Verfahren No access
              2. (c) Auswirkung auf die Beurteilung der Ablehnungsmöglichkeit – das Bundeskartellamt als Einheit No access
          2. cc) Fazit zur Sachverständigenstellung No access
          1. aa) Grundsätzliche Bedenken hinsichtlich der Adressatenstellung des Bundeskartellamtes No access
          2. bb) Übliche Übertragung von Nachermittlungen auf das Bundeskartellamt aufgrund richterlicher Rechtsfortbildung oder Gewohnheitsrecht No access
            1. (1) Vergleich der Übertragung von Nachermittlungen mit dem Rechtsinstitut der Amtshilfe nach verwaltungsverfahrensrechtlichen Vorschriften No access
            2. (2) Der Ausnahmecharakter der Amtshilfe No access
              1. (a) Ausschluss der Amtshilfe durch Bestehen einer Hilfeleistungspflicht des Bundeskartellamtes No access
                1. (i) Ziel der Ermittlungstätigkeit bei der Übertragung von Nachermittlungen durch das OLG Düsseldorf No access
                2. (ii) Unterschiedliche Grenzen behördlicher und gerichtlicher Ermittlungspflichten No access
                3. (iii) Das Tatbestandsmerkmal der „eigenen Aufgabe“ in der verfassungsrechtlichen Amtshilfe nach Art. 35 Abs. 1 GG No access
            3. (4) Analoge Anwendung der verfassungsrechtlichen Amtshilfe No access
            4. (5) Notwendigkeit einfachgesetzlicher Vorschriften für den Fall der gerichtlichen Übertragung von Nachermittlungen auf das Bundeskartellamt No access
            5. (6) Zusammenfassung No access
      2. 5. Ergebnis No access
      1. 1. Der Charakter einer Übertragung von Nachermittlungen als ausschließliche Kommunikation No access
        1. a) Der Vergleich mit der Staatsanwaltschaft im Strafverfahren No access
        2. b) Die Besonderheiten des Kartellordnungswidrigkeitenrechts No access
        3. c) Die Folge für eine Nachermittlungsübertragung auf das Bundeskartellamt No access
          1. aa) Die alleinige gerichtliche Verfahrenshoheit als Ausschluss einer kumulativen Verpflichtung No access
          2. bb) Unzulässige Doppelzuständigkeit von Behörde und Gericht aufgrund des Gebots der Rechtsklarheit No access
          3. cc) Die Voraussetzung „Gefahr im Verzug“ für die Doppelzuständigkeit No access
            1. (1) Die Aufgabe der Staatsanwaltschaft während des gerichtlichen Verfahrens No access
            2. (2) Bedeutung für die Pflicht zur ergänzenden Sachverhaltsaufklärung No access
            1. (1) Die Stellung der Verwaltungsbehörde nach dem allgemeinen Ordnungswidrigkeitenrecht No access
            2. (2) Die Vorgaben der europäischen ECN+-Richtlinie an die gesetzliche Ausgestaltung der Stellung nationaler Kartellbehörden No access
            3. (3) Das Bundeskartellamt seit der Umsetzung der ECN+-Richtlinie durch die 10. GWB-Novelle No access
        1. c) Die Auswirkung auf die Beurteilung von behördlichen Ermittlungspflichten und Ermittlungskompetenzen No access
        2. d) Die Grenze der behördlichen Ermittlungspflicht im gerichtlichen Verfahren No access
      2. 4. Ergebnis No access
    1. III. Ergebnis zu Kapitel D. No access
        1. a) Die Differenzierung nach dem gerichtlichen Verfahrensstadium No access
          1. aa) Die Zurückverweisungsmöglichkeit nach § 69 Abs. 5 S. 1 OWiG No access
            1. (1) Die Vorteile der Anordnung nach § 202 S. 1 StPO gegenüber der Zurückverweisung nach § 69 Abs. 5 S. 1 OWiG No access
            2. (2) Die Anordnung nach § 202 S. 1 StPO im Kartellordnungswidrigkeitenrecht No access
            3. (3) Zweck, Natur und Umfang des gerichtlichen Zwischenverfahrens nach dem OWiG im Vergleich zur StPO No access
          2. cc) Zusammenfassung No access
                1. (i) Beweiserhebungen nicht nur als Lösung eines strittigen Sachverhalts No access
                2. (ii) Umfang der Maßnahmen im Rahmen von Nachermittlungen und Beweiserhebungen No access
                3. (iii) Die gewonnenen Ergebnisse von Nachermittlungen und Beweiserhebungen No access
              1. (b) Zusammenfassung No access
              1. (a) Vergleich mit der Behördenbeauftragungsbefugnis des Gerichts aus § 202 S. 1 StPO in Verbindung mit § 161 StPO No access
              2. (b) Die Regelung des § 36 Abs. 2 StPO No access
              3. (c) Entsprechende Anwendung der verfassungsrechtlichen Amtshilfe als Hilfsinstitut No access
              4. (d) Das Verhältnis der Vorschrift der Beweiserhebungsanordnung zu den Vorschriften der Amtshilfe No access
            1. (3) Zusammenfassung No access
            1. (1) Die Abgabe von Erklärungen nach § 71 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 OWiG No access
            2. (2) Vorschriften der StPO und die Anordnung zu Nachermittlungen zur Vorbereitung der Hauptverhandlung No access
        2. d) Gerichtliche Nachermittlungsanordnungen während der Hauptverhandlung No access
        3. e) Ergebnis zur Rechtsgrundlage einer Anordnung nach Kapitel D. I. No access
          1. aa) Zuständigkeit No access
          2. bb) Form No access
          3. cc) Adressat No access
          4. dd) Verfahren No access
          5. ee) Bekanntmachung No access
          6. ff) Begründung No access
          1. aa) Materielle Grenzen der Anordnungsmöglichkeit nach § 71 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 OWiG No access
            1. (1) Die amtshilferechtlichen Zulässigkeitsvoraussetzungen des § 5 Abs. 1 VwVfG No access
            2. (2) Grenzen durch die Verweigerungspflicht nach § 5 Abs. 2 VwVfG sowie das Ablehnungsrecht des § 5 Abs. 3 VwVfG No access
          2. cc) Grenzen der Anordnungsmöglichkeit aus den allgemeinen Regeln des Verfahrensrechts No access
            1. (1) Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz als Maßstab einer Anordnung zu Nachermittlungen No access
              1. (a) Die Landeskartellbehörden als alternativer Adressat einer Anordnung zu Nachermittlungen No access
              2. (b) Der Einsatz eines privaten Sachverständigen zur Tatsachenfeststellung No access
              3. (c) Zusammenfassung No access
            2. (3) Die Verhältnismäßigkeit des Inhalts der Anordnung No access
          1. aa) Die Systematik der Durchsetzung von gerichtlichen Entscheidungen nach der einschlägigen Prozessordnung No access
            1. (1) Das Verfahren nach § 5 Abs. 5 VwVfG No access
              1. (a) Die Beschwerde nach § 159 GVG No access
                1. (i) Die Möglichkeit der Klage vor dem Verwaltungsgericht No access
                2. (ii) Eilrechtsschutz bei drohender Verfahrensverzögerung No access
                1. (i) Einschränkung aus einem Vergleich mit der Staatsanwaltschaft in Strafverfahren No access
                2. (ii) Unabhängigkeit des Bundeskartellamtes aufgrund der Berücksichtigung europäischer Vorgaben No access
            2. (3) Zusammenfassung No access
        1. b) Die Kostentragung für die Durchführung der angeordneten Nachermittlungen No access
      1. 4. Ergebnis zur Anordnung von Nachermittlungen No access
        1. a) Übertragung der Rechtsgrundlage für Anordnungen zu Nachermittlungen im Hauptverfahren No access
          1. aa) Die Reichweite der Aufgabe zur Verfahrensleitung des Vorsitzenden in Bezug auf Nachermittlungen No access
          2. bb) Das Verhältnis kollegialgerichtlicher Anordnungsbefugnis zur Anregungskompetenz des Vorsitzenden No access
          3. cc) Rückgriff auf die subsidiäre Anwendung der verpflichtend durchsetzbaren Amtshilfeaufforderung No access
          4. dd) Zusammenfassung No access
        2. c) Die Möglichkeit einer Anregung durch einen Beisitzer No access
      1. 2. Formelle Voraussetzungen der Anregung zu Nachermittlungen No access
      2. 3. Materielle Voraussetzungen der Anregung zu Nachermittlungen No access
      3. 4. Durchsetzbarkeit der Anregung zu Nachermittlungen No access
      4. 5. Die Kostentragung für die Durchführung der angeregten Nachermittlungen No access
    1. III. Ergebnis zu Kapitel E. No access
    1. I. Zur gerichtlichen Anordnung von Nachermittlungen No access
    2. II. Zur gerichtlichen Anregung von Nachermittlungen No access
  1. Literaturverzeichnis No access Pages 287 - 308
  2. EGMR-Entscheidungsverzeichnis No access Pages 309 - 310
  3. Verzeichnis – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache No access Pages 311 - 312

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