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Monograph No access

Zur Strafbarkeit von digitalem Hass

Eine materiellrechtliche, rechtstatsächliche und kriminalpolitische Betrachtung unter Heranziehung empirischer Untersuchungen
Authors:
Publisher:
 2026

Summary

This work is about derogatory and threatening statements made online. An interview study with victims and perpetrators formed the basis for the subsequent examination of the criminal liability associated with this phenomenon. The author investigates what difficulties arise in the application of the law. To this end, an analysis of case files from several public prosecutor’s offices was conducted, covering proceedings under Sections 185 et seq., 130, 241, 111, 126 and 140 of the German Criminal Code, and was supplemented by interviews with experts. The thesis takes into account reforms that have already been implemented and offers further proposals for amending the substantive criminal law.

Keywords



Bibliographic data

Edition
1/2026
Copyright Year
2026
ISBN-Print
978-3-7560-4295-1
ISBN-Online
978-3-7489-7220-4
Publisher
Nomos, Baden-Baden
Series
Beiträge zum Strafrecht - Contributions to Criminal Law
Volume
36
Language
German
Pages
641
Product Type
Monograph

Table of contents

ChapterPages
    1. Danksagung No access
    1. I. Gang der Arbeit No access
      1. 1. Der Stand der Forschung und die Forschungsfragen No access
      2. 2. Explorative und qualitative Interviewstudie mit Betroffenen und Verfasser:innen von digitalem Hass No access
      3. 3. Qualitative Aktenauswertung und Interviewstudie mit Expert:innen No access
      4. 4. Limitationen der empirischen Studien No access
    1. I. Gruppenbezogene Herabwürdigungen No access
    2. II. Vage Bedrohungsszenarien, Billigungen oder Aufforderungen, Doxing und Feindeslisten No access
    3. III. Unwahre Tatsachenbehauptungen, Hate Storms und die Rolle der „Initiator:innen“ und „Strateg:innen“ No access
    4. IV. Gefahr des sog. „Silencing“-Effektes – Verdrängung von Personen und Meinungen aus dem öffentlichen Diskurs No access
      1. 1. Erfordernis einer der Meinungsfreiheit nach Art. 5 Abs. 1 S. 1 Var. 1 GG Rechnung tragenden Deutung No access
      2. 2. Die sog. beleidigungsfreie Sphäre, Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 1 Abs. 1 GG No access
        1. a) Der Tatbestand der Beleidigung nach § 185 StGB No access
              1. (a) Schmähkritik No access
              2. (b) Formalbeleidigung No access
              3. (c) Menschenwürdeverletzung No access
              1. (a) Neujustierung hinsichtlich der Vermutungsregel durch die „Mai-Beschlüsse”? No access
              2. (b) Beachtung öffentlicher Interessen No access
              3. (c) Berücksichtigung der Besonderheiten digitaler Kommunikation in den „Mai-Beschlüssen” No access
            1. (3) Zweifelsfälle und die hilfsweise Abwägung No access
          1. bb) Öffentliche Begehung und Inhaltsverbreitung als Qualifikation in § 185 StGB No access
          2. cc) Fortentwicklung: Der pluralistische gesellschaftliche Meinungsaustausch als weiteres Schutzgut der Beleidigungsdelikte? No access
          1. aa) Die Gruppenbezogenheit als deutungs- und abwägungsrelevanter Gesichtspunkt No access
          2. bb) Strafbarkeit vorgeblich „wertneutraler“ Äußerungen bei Vorliegen eines Gruppenbezugs? No access
          3. cc) Strafbarkeit des „Misgenderns” und „Deadnamings” No access
          4. dd) Berücksichtigung des Vorliegens gruppenbezogener Herabwürdigungen im Rahmen der Strafzumessung nach § 46 Abs. 2 S. 2 Var. 1 StGB No access
            1. (1) Gruppenzugehörigkeit als besonders wesentlicher Bestandteil der eigenen Identität No access
            2. (2) Marginalisierung der Gruppe als zentrales Element No access
            3. (3) Formulierungsvorschlag No access
        1. a) Die Strafbarkeit wegen frei erfundener oder verfälschter „Zitate“ – bewusst eindeutig unwahre Tatsachenbehauptungen, § 187 StGB No access
        2. b) Reformbedarf oder Strafbarkeit nach § 185 StGB bei Verbreitung bewusst eindeutig unwahrer Tatsachenbehauptungen? No access
        3. c) Strafbarkeit wegen der Aufstellung nicht erweislich wahrer Tatsachenbehauptungen und nicht wider besseren Wissens aufgestellter unwahrer Tatsachenbehauptungen, § 186 StGB No access
        4. d) Zwischenfazit und kritische Beleuchtung der Notwendigkeit eines neuen (Qualifikations-)Straftatbestandes No access
        1. a) Ratio und Schutzgut von § 188 StGB No access
          1. aa) Kommunalpolitiker:innen No access
          2. bb) Journalist:innen und weitere Personen, denen eine besondere Bedeutung im Rahmen des gesellschaftlichen Meinungsaustausches zukommt No access
        2. c) Das Erfordernis der Eignung, das öffentliche Wirken erheblich zu erschweren, und die Ergänzung um die Beleidigung No access
        3. d) Gefahr der politischen Instrumentalisierung von § 188 StGB No access
        1. a) Telos und kriminalpolitischer Hintergrund der Norm No access
          1. aa) Beleidigung von Einzelpersonen durch personalisierte Zuordnung No access
          2. bb) Nähere Betrachtung der Kollektivbeleidigung bzw. Beleidigung von Einzelpersonen unter einer Kollektivbezeichnung No access
          1. aa) Inhalt (§ 11 Absatz 3) No access
          2. bb) Eignung zum Angreifen der Menschenwürde durch Beschimpfen, böswilliges Verächtlichmachen oder Verleumden No access
          3. cc) Geschützte Gruppen No access
          4. dd) Strafverfolgung von Amts wegen bei Vorliegen eines öffentlichen Interesses, § 194 Abs. 1 S. 3 StGB No access
        2. d) Zwischenfazit – Streichung von § 192a StGB No access
            1. (1) Der öffentliche Friede No access
            2. (2) Die Menschenwürde No access
            3. (3) Begrenzung auf „Minderheiten-“ oder „Antidiskriminierungsschutz“? No access
            4. (4) Fazit zu Ratio und Schutzgut der Volksverhetzung No access
          1. bb) Inlandsbezug des Gruppenschutzes – Schutzlücken und Wertungswidersprüche No access
          1. aa) Fiktion der praktischen Umsetzbarkeit als deskriptives Tatbestandsmerkmal und Reduzierung auf das Erfordernis bloßer Öffentlichkeitsfähigkeit No access
          2. bb) Umdeutung durch das BVerfG zum bloßen Korrektiv in Form einer Wertungsklausel No access
          3. cc) Überschneidung mit anderen Tatbestandsmerkmalen einerseits und Relevanz des Prüfungsinhalts der Eignungsklausel auch für eine Strafbarkeit nach Absatz 2 andererseits No access
          1. aa) Grundsätzliches No access
          2. bb) Schutz quantitativer Mehrheiten? No access
          3. cc) Gefahr des Übersehens einzelner Schutzobjekte und Verwechselung von unmittelbaren Äußerungsadressat:innen und angegriffener Gruppe No access
          4. dd) Verkennen von Codes und Chiffren No access
          1. aa) Unsaubere Handhabe des Konkurrenzverhältnisses No access
          2. bb) Voraussetzung der „Öffentlichkeitsfähigkeit“ (Absatz 1) No access
            1. (1) Das Verbreiten eines Inhalts No access
            2. (2) Das der Öffentlichkeit Zugänglichmachen No access
          3. dd) Zusammenfassende Gegenüberstellung der Reichweite der Eignungsklausel aus Absatz 1 und den beiden Varianten aus Absatz 2 No access
          4. ee) Praxisrelevante Problematik der kleineren Chats No access
          5. ff) Zwischenfazit No access
            1. (1) Der Menschenwürdeangriff No access
            2. (2) Beschimpfen, böswilliges Verächtlichmachen und Verleumden No access
            3. (3) Einfache Diskriminierungsstrafbarkeit? No access
          1. bb) Aufstacheln zum Hass No access
          2. cc) Aufforderung zu Gewalt- und Willkürmaßnahmen No access
        1. a) Abkehr vom öffentlichen Frieden als vagem Schutzgut und Tatbestandsmerkmal No access
        2. b) Einführung eines neuen Gruppenschutzkonzeptes No access
        3. c) Reform der Tatbegehungsvarianten No access
        4. d) Diskussionsvorschlag No access
      1. 1. Überblick No access
        1. a) Vorgelagerter Schutz der bei Verwirklichung der Drohung, Billigung oder Aufforderung betroffenen Rechtsgüter No access
        2. b) Schutz des Freiseins von Furcht bzw. der Handlungsfreiheit No access
        3. c) Die Ratio des neuen Straftatbestands des Gefährdenden Verbreitens personenbezogener Daten, § 126a StGB No access
            1. (1) Teleologische Reduktion No access
            2. (2) Lösung über die Ernstlichkeit oder den subjektiven Tatbestand No access
            3. (3) Neuinterpretation der „besonders gravierenden Bedrohungen“ No access
          1. bb) Einbeziehung überindividueller Interessen durch § 241 Abs. 4 StGB? No access
        1. a) Besondere Anforderungen an den Adressat:innenkreis, § 111 StGB No access
        2. b) Erfordernis des Appellcharakters (§ 111 StGB) und der Ernstlichkeit – der Meinungsfreiheit Rechnung tragende Deutung No access
        3. c) Gemeinsames Erfordernis einer hinreichend konkretisierten Tat – die Problematik im Vagen bleibender Drohkulissen No access
          1. aa) Personenbezogene Daten No access
          2. bb) Öffentliche, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Absatz 3) erfolgte Verbreitung No access
          3. cc) Eignung zur Gefährdung No access
          4. dd) Bestimmtsein No access
        1. b) Reformüberlegungen No access
      1. 1. Vorüberlegungen No access
        1. a) Allgemein zum Zueigenmachen No access
        2. b) Zueigenmachen durch Liken No access
        3. c) Zueigenmachen durch Teilen No access
      2. 3. Teilnahmestrafbarkeit No access
  1. D. Abschließende Gedanken zur Strafbarkeit digitalen Hasses und Ausblick No access Pages 573 - 584
  2. Literaturverzeichnis No access Pages 585 - 616
  3. Annex Leitfäden No access Pages 617 - 640

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