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Die Berücksichtigung von Sondernormen bei der strafrechtlichen Fahrlässigkeit im Licht des Strafverfassungsrechts

Authors:
Series:
Studien zum Strafrecht, Volume 136
Publisher:
 26.03.2025

Summary

The legislator uses the term negligence in criminal law, among other things, for the offenses of negligent homicide and negligent bodily injury, without defining it in more detail. This raises the question of how the concept of negligence should be defined. At the same time, there are numerous written non-criminal rules of conduct that are established by both the state and private institutions. This thesis is primarily concerned with the question of whether a binding orientation towards state or private regulations is possible in order to justify an allegation of negligence, particularly in consideration of constitutional law.

Keywords



Bibliographic data

Copyright year
2025
Publication date
26.03.2025
ISBN-Print
978-3-7560-3047-7
ISBN-Online
978-3-7489-5357-9
Publisher
Nomos, Baden-Baden
Series
Studien zum Strafrecht
Volume
136
Language
German
Pages
319
Product type
Book Titles

Table of contents

ChapterPages
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis No access Pages 1 - 18
  2. Einleitung No access Pages 19 - 22
    1. A. Staatliche Regelungen No access
    2. B. Private Regelungen No access
    3. C. Normadressaten No access
    4. D. Offenheit des Begriffs der Fahrlässigkeit No access
      1. I. Folgerungen aus §§ 15 f. StGB No access
      2. II. Sprachliche Entstehungsgeschichte des Begriffs „Fahrlässigkeit“ No access
        1. 1. Römisches Recht No access
        2. 2. Germanisches Recht No access
        3. 3. Frühe deutsche Strafrechtskodifikationen No access
        4. 4. Abstandnahme des Gesetzgebers von einer Definition im Strafgesetzbuch No access
    5. F. Zwischenergebnis No access
        1. 1. Zum objektiven Tatbestand des Fahrlässigkeitsdelikts No access
        2. 2. Sonderproblem: Berücksichtigung von Sonderwissen und Sonderfähigkeiten No access
        3. 3. Zur Schuld unter Zugrundelegung des komplexen Fahrlässigkeitsbegriffs No access
      1. II. Der einteilige Fahrlässigkeitsbegriff – Individuelle Sorgfaltswidrigkeit und individuelle Vorhersehbarkeit als Tatbestandsprobleme No access
      2. III. Ausfüllung der Fahrlässigkeit nur durch Zurechnungskriterien No access
      1. I. Das allgemeine Rechtsprinzip „neminem laedere“ No access
        1. 1. Argumente gegen eine Heranziehung der in § 276 Abs. 2 BGB geregelten Definition im Strafrecht No access
        2. 2. Zivilrechtliche Pflichtenbestimmung als Höchstmaß No access
        3. 3. Argumente für eine Heranziehung der in § 276 Abs. 2 BGB geregelten Definition No access
        4. 4. Stellungnahme – Verhältnis der Sorgfaltspflicht im Strafrecht zur erforderlichen Sorgfalt im Zivilrecht No access
        5. 5. Andere Ergebnisse aufgrund der eigenüblichen Sorgfalt im Zivilrecht? No access
      2. III. Zwischenergebnis No access
        1. 1. Vorbemerkung: Wandel des Fahrlässigkeitsverständnisses in der Rechtsprechung No access
        2. 2. Sondernormen zur Konkretisierung der geforderten Sorgfalt No access
        3. 3. Sondernormen zur Beurteilung der Vorhersehbarkeit des Erfolges No access
        4. 4. Mehrfache Heranziehung von Sondernormen No access
      1. II. Intensität der Indizwirkung No access
        1. 1. Bedeutung des Anscheinsbeweises im Zivilrecht No access
          1. a. Ablehnende Ansicht der strafrechtlichen Rechtsprechung No access
          2. b. Annahme eines „faktischen“ Anscheinsbeweises (Volk) No access
      1. II. Indizienbeweis und Beweisanzeichen No access
      2. III. Stellungnahme: Relevanz der Sondernormen als materiellrechtliches Problem No access
        1. 1. Kenntnis der Sondernorm als Erkennbarkeit der Sorgfaltspflicht (Bohnert) No access
        2. 2. Abschließende Sondernormen mit Rechtssatzqualität als bindende Festlegung des Sorgfaltsmaßstabes (Kuhlen) No access
        3. 3. Verbindliche Risikobewertungen durch gesetzliche Regelungen (Dannecker) No access
      1. II. Der einteilige Fahrlässigkeitsbegriff – Auswirkungen auf die Relevanz von Sondernormen No access
      2. III. Ausfüllung der Fahrlässigkeit alleine durch Zurechnungskriterien – Auswirkungen auf die Relevanz von Sondernormen No access
        1. 1. Frisch, Tatbestandmäßiges Verhalten und Zurechnung des Erfolges (1988): Fahrlässigkeit als Verursachung einer nicht mehr tolerierten Gefahr No access
        2. 2. Frisch, JuS 2011, S. 116 ff.: Fallgruppe der „wegen ihres Nutzens tolerierte[n] Risikoschaffungen“ No access
      3. V. Stellungnahme zur Verortung von Sondernormen in der Fahrlässigkeit No access
      1. I. Allgemeines zur Auslegung und Rechtsfortbildung No access
      2. II. Wortlautgrenze versus historischer Normzweck als Grenze No access
      3. III. Fließender Übergang zwischen Auslegung und Rechtsfortbildung No access
    1. B. Selbstständige Bedeutung des Begriffs der Konkretisierung? No access
      1. I. Ausfüllung des Fahrlässigkeitsbegriffs als Rechtsfortbildung No access
      2. II. Nichtvorliegen von Rechtsfortbildung bei Orientierung an außerstrafrechtlichen Regelungen? No access
          1. a. Verfassungsgemäße Ermächtigung zur richterlichen Rechtsfortbildung? No access
          2. b. Delegation zur Rechtsfortbildung über unbestimmte Rechtsbegriffe bei berechtigtem Grund No access
          1. a. Funktionen des Gesetzlichkeitsprinzips No access
            1. aa. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts No access
            2. bb. Literaturansichten zum Inhalt des Bestimmtheitsgrundsatzes No access
            3. cc. Differenzierung nach Allgemeinem und Besonderem Teil? No access
          2. c. Bestimmtheitsgrundsatz und richterliche Rechtsfortbildung – Präzisierungspflicht des Richters No access
          1. a. Mangelnde Bestimmtheit der heutigen Gesetzesfassung (Schmitz, Duttge) No access
          2. b. Wahrung des Bestimmtheitsgrundsatzes durch die heutige Gesetzesfassung (Dannecker, Herzberg) No access
          3. c. Stellungnahme No access
        1. 4. Besondere Begründungslast bei Durchführung der Rechtsfortbildung No access
      1. I. Berufung auf den neminem-laedere-Grundsatz No access
        1. 1. Die Annahme eines Plus-Minus-Verhältnisses zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit No access
        2. 2. Die (vollendete) Fahrlässigkeitstat als Grundform der vollendeten Straftatbegehung (Freund/Rostalski) No access
        3. 3. Die Annahme eines Aliud-Verhältnisses No access
        1. 1. Allgemeine Aussagen des Postulats der Einheit der Rechtsordnung No access
        2. 2. Folgen für die Sondernormen No access
      2. IV. Berücksichtigung von Sondernormen als Haftungsausschluss, nicht aber zur Strafbegründung (Kindhäuser) No access
      3. V. Lösung nach dem Aspekt der inhaltsreicheren Regelung (Kudlich) No access
      4. VI. „Fahrlässigkeit“ als Verweis auf außerstrafrechtliche Normen? No access
      5. VII. Berücksichtigung von Sondernormen als Gebot des Art. 103 Abs. 2 GG? – Fahrlässigkeitsvorwurf nur bei Vorliegen eines Sondernormverstoßes? (Ciacchi) No access
      6. VIII. Gesetzliche Regelungen und gesellschaftliche Richtlinien als Verengung des Beurteilungsspielraums des potenziellen Täters (Mikus) No access
      7. IX. Indizfunktion von Sondernormen (Burgstaller) No access
          1. a. Der Begriff der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt No access
          2. b. Konkretes individuelles Vertrauen erforderlich oder abstraktes (normatives) Vertrauen ausreichend? No access
            1. aa. Der Begriff der allgemein anerkannten Regeln der Technik i.S.d. § 319 StGB No access
            2. bb. Rückschlüsse aus dem Verhältnis von §§ 222, 229 StGB zu § 319 StGB No access
        1. 2. Schutzzweck der außerstrafrechtlichen Sondernorm No access
        2. 3. Bundeskompetenz und Landeskompetenz No access
        3. 4. Konkrete Normenkontrolle bei Zweifeln an der Verfassungsmäßigkeit der Sondernorm No access
        1. 1. Beeinflussung der Rechtsprechung durch private Regelwerke No access
        2. 2. Ergebnisse der KAN-Studie „Rechtsprechung zu technischen Normen und normenähnlichen Dokumenten hinsichtlich ihrer Bedeutung für Sicherheit und Gesundheitsschutz“ No access
        1. 1. Heranziehbarkeit nur formeller Gesetze zulasten des Täters (D. Sauer) No access
        2. 2. Geltung privater Regelungen durch Richterrecht im Einzelfall (Marburger) No access
        3. 3. Verbindliche Geltung privater Regelungen (Mikus) No access
        4. 4. Verbindliche Geltung privater Regelungen unter dem Vorbehalt der Erfüllung bestimmter Kriterien (Frisch) No access
        5. 5. Geltung außerrechtlicher Regelungen über den Vertrauensgrundsatz? (U. Schroth) No access
        6. 6. Unverbindlicher Charakter privater Regelungen No access
        7. 7. Indizwirkung privater Regelungen No access
          1. a. Technische Regeln als widerlegbare Vermutung für die Sorgfaltspflichten (Lenckner u.a.) No access
          2. b. Regel-Ausnahme-Verhältnis (Kuhlen) No access
        8. 9. Einordnung privater Normen als Regelungen mit Empfehlungscharakter (Bachmann) No access
        9. 10. Antizipierte Sachverständigengutachten (Breuer) No access
        10. 11. Würdigung entsprechend einem Sachverständigengutachten (Müller-Foell) No access
        11. 12. Fahrlässigkeitsindizierende Haftungstatsachenregeln (F. Kirchhof) No access
        12. 13. Anscheinsbeweis No access
        13. 14. Weitere „unverbindliche“ Bezeichnungen No access
        1. 1. Offene Fragen in der Literatur No access
          1. a. Wertender Charakter zahlreicher privater Regelungen No access
          2. b. Fehlende demokratische Legitimation für eine unmittelbare Geltung No access
            1. aa. Verstoß gegen den institutionellen Gesetzesvorbehalt No access
            2. bb. Fehlen einer frei zugänglichen Publikation No access
            1. aa. Tatsächliche Anerkennung privater Regelungen No access
            2. bb. Pflicht des Richters zur Berücksichtigung der Normbefolgung No access
              1. (1) Eignung der Regelung zur Schadensverhinderung No access
              2. (2) Verbreitungsgrad, Geltungsdauer und Akzeptanz No access
            1. aa. Legitimationsbedürftigkeit aufgrund eines Fremdbestimmungsmomentes? (C.M. Engler) No access
            2. bb. Legitimation anhand der Kriterien der Zustimmung und des Gemeinwohls (Bachmann) No access
              1. (1) Üben Normungsverbände Staatsgewalt aus? No access
              2. (2) Geht diese formale Sichtweise an der Realität vorbei? – Modifizierte Staatsgewalt mit modifizierten Legitimationsanforderungen? No access
            1. aa. Die Problematik der Verbandsmacht No access
            2. bb. Herleitung und Inhalt staatlicher Schutzpflichten No access
              1. (1) Rückübertragung an staatliche Stellen No access
              2. (2) Beleihung von Normungsverbänden No access
              3. (3) Staatsaufsicht No access
                1. (a) Begriffsbedeutung der Gewährleistungsaufsicht No access
                2. (b) Gewährleistungsaufsicht über private Verbände? No access
            3. dd. Stellungnahme: Ausreichender Schutz auch ohne staatlichen Einfluss No access
          1. d. Vereinbarkeit einer mittelbaren Geltung privater Regelungen mit der Wesentlichkeitstheorie No access
          1. a. Der Vertrauensschutz No access
            1. aa. Ausgangspunkt No access
            2. bb. Geltung des Rückwirkungsverbots ausnahmsweise bei Rechtsprechungsänderungen im Rahmen der ergänzenden richterlichen Rechtsfortbildung? No access
            3. cc. Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Vertrauensschutz bei Rechtsprechungsänderungen No access
            4. dd. Stellungnahme No access
          1. a. Generelle Bedenken gegen die Einordnung privater Regelungen als Gewohnheitsrecht No access
          2. b. Anerkennung der Regelungen als Gewohnheitsrecht durch die Rechtsprechung als Voraussetzung für das Vorliegen von Gewohnheitsrecht? No access
            1. aa. Der Streit um die Einordnung der FIS-Verhaltensregeln als Gewohnheitsrecht No access
            2. bb. DIN-Normen als Gewohnheitsrecht? No access
          3. d. Verfassungsrechtliche Zulässigkeit von Gewohnheitsrecht im Strafrecht zur Konkretisierung der Fahrlässigkeit? No access
  3. Ergebnisse No access Pages 289 - 294
  4. Literaturverzeichnis No access Pages 295 - 319

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