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Die Zäsurwirkung strafrechtlicher Verurteilungen

Am Beispiel von Unterlassungsdauerstraftaten
Authors:
Series:
Studien zum Strafrecht, Volume 132
Publisher:
 14.01.2025

Summary

If offense is continuously committed beyond a conviction, the prevailing opinion is that the conviction has a caesura effect. The caesura effect is intended to ensure that the part of the conduct committed after the conviction is a new offense, which can be punished. The Federal Constitutional Court of Germany in particular has expressed doubts about this caesura effect. Using the example of continuing offenses committed by omission that are committed beyond a conviction, the work examines the question of when punishment of post-conviction conduct in these cases is compatible with the principle of guilt and proportionality as well as the double jeopardy clause. Thereby attempts to restrict the caesura effect of the conviction are examined.

Keywords



Bibliographic data

Copyright year
2025
Publication date
14.01.2025
ISBN-Print
978-3-7560-2977-8
ISBN-Online
978-3-7489-5176-6
Publisher
Nomos, Baden-Baden
Series
Studien zum Strafrecht
Volume
132
Language
German
Pages
575
Product type
Book Titles

Table of contents

ChapterPages
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis No access Pages 1 - 24
    1. I. Problemstellung No access
    2. II. Begrenzung des Untersuchungsumfangs No access
    3. III. Gang der Untersuchung No access
    1. I. Beginn des historischen Überblicks mit der Rechtsprechung des Reichsgerichts No access
    2. II. Begründung der Zäsurwirkung der Verurteilung durch das Reichsgericht No access
    3. III. Rechtsprechungs- und Literaturentwicklung bis zur Ersatzdienstverweigerungsentscheidung des Bundesverfassungsgerichts No access
    4. IV. Ersatzdienstverweigerungsentscheidung des Bundesverfassungsgerichts No access
    5. V. Rechtsprechungs- und Literaturentwicklung bis zur Kindesentziehungsentscheidung des Bundesverfassungsgerichts No access
      1. 1. Kindesentziehungsentscheidung des Bundesverfassungsgerichts 2006 No access
      2. 2. Folgeentscheidungen des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2014 No access
      3. 3. Reaktionen der Rechtsprechung und Literatur No access
    6. VII. Ausgangslage für die weitere Untersuchung No access
    1. I. Begrenzung der Untersuchung auf Unterlassungsdauerstraftaten No access
    2. II. Herkömmliche Definition des Dauerdelikts No access
      1. 1. Verschiedene Begehungsformen des Dauerdelikts und das hieraus abzuleitende verbindende Kriterium der Kontinuität No access
      2. 2. Kriterium der Unrechtssteigerung No access
      3. 3. Trennung von Dauerdelikt und Dauerstraftat insbesondere nach Hruschka No access
      4. 4. Unterlassungsdauerdelikt nach Struensee No access
      5. 5. Bestimmung des Dauerdelikts über die Auslegung des Tatbestands nach Schmitz No access
      1. 1. Unterlassungsdauerstraftaten nach der h. M. No access
      2. 2. Rechtsprechungsänderung zu § 266a StGB No access
      3. 3. Analyse der Argumentation zur Rechtsprechungsänderung No access
      1. 1. Zusammenführung der Ansichten zur Dauerstraftat und Ergänzung der Definition der h. M. No access
        1. a) Wortlautauslegung No access
        2. b) Möglicher Konflikt mit dem nemo tenetur-Grundsatz No access
      2. 3. Beispielhafte Auslegung einiger Tatbestände No access
      1. 1. Die Tat nach der Stufenlehre No access
      2. 2. Ablehnung eines formellen Tatbegriffs durch die Stufenlehre No access
      3. 3. (Materielle) Beendigung No access
      4. 4. Stellung der Konkurrenzen No access
        1. a) Sprachgebrauch No access
        2. b) Systematik der Konkurrenzlehre No access
        1. a) Handlung im natürlichen Sinn No access
        2. b) Natürliche Handlungseinheit No access
            1. i. Grundvoraussetzungen No access
            2. ii. Anforderung aufgrund der Begehungsweise als Dauerstraftat No access
            3. iii. Enger zeitlich-räumlicher Zusammenhang No access
            4. iv. Quantitative Steigerung (einheitliches Unrecht und einheitliche Schuld) No access
            5. v. Zwischenergebnis No access
          1. bb) Bewertungseinheit No access
          2. cc) Fortgesetzte Handlung No access
          3. dd) Verklammerung No access
        3. d) Zwischenfazit No access
      1. 1. Beendigung aus objektiven Gründen No access
        1. a) Vorsatzaufgabe No access
        2. b) „Echter“ neuer Tatentschluss No access
          1. aa) Entwicklung vom Tatentschlussansatz hin zu objektiven Kriterien bei der Aufspaltung einer Tat No access
          2. bb) Aufspaltung von § 129 StGB unter Berücksichtigung von BGHSt 60, 308 No access
          3. cc) Rezeption der neuen Rechtsprechung durch die Literatur und eigene Bewertung No access
          4. dd) Zwischenfazit No access
        1. b) Konfrontation mit dem Unrecht der Tat No access
      2. 4. Zwischenfazit No access
      1. 1. Ansichten in der Literatur No access
      2. 2. Ansichten der Rechtsprechung No access
      3. 3. Bewertung der Ansichten der Literatur und Rechtsprechung No access
    1. V. Zwischenergebnis: Keine Zäsur der materiellrechtlichen Tat durch eine Verurteilung No access
      1. 1. Doppelbestrafungsverbot No access
      2. 2. Schuldprinzip und Übermaßverbot No access
          1. aa) Strafbegründungsschuld No access
          2. bb) Strafzumessungsschuld No access
        1. b) Relevanz des Schuldprinzips für die Zulässigkeit einer Bestrafung des Nachurteilsverhaltens No access
          1. aa) Tatbestandsmäßigkeit des Nachurteilsverhaltens im konkreten Fall der Kindesentziehung No access
          2. bb) Grundsätzliche (abstrakte) Tatbestandsmäßigkeit des Nachurteilsverhaltens bei Unterlassungsdauerstraftaten No access
          3. cc) Materiellrechtlich einheitliche Tat No access
          1. aa) Lösungsansatz über die Einmaligkeit der Leistung insbesondere nach Struensee No access
          2. bb) Keine sinnvolle Abgrenzungsmöglichkeit durch das Kriterium der Einmaligkeit der Leistung No access
          3. cc) Konflikt des Kriteriums der Einmaligkeit der Leistung mit der Einordnung des Verhaltens als Unterlassungsdauerstraftat No access
          4. dd) Untauglichkeit des Vergleichs mit der Unterhaltsentziehung No access
          1. aa) Verfassungskonforme Tatbestandsauslegung nach Cording No access
          2. bb) Teleologische Tatbestandsreduktion nach Grosse-Wilde No access
          1. aa) Unrecht als maßgeblicher Strafzumessungsfaktor und dessen degressive Entwicklung No access
            1. i. Unrechtsquantifizierung nach der tatproportionalen Strafzumessungslehre No access
            2. ii. Übertragung der Überlegungen auf Dauerstraftaten No access
          2. cc) Folgerungen für die Unrechtsquantifizierung bei Unterlassungsdauerstraftaten, die über eine Verurteilung hinaus begangen werden No access
        1. a) Tatbegriff als schuldrelevantes Kriterium No access
              1. α. Begründung der Gesamtstrafenbildung durch die h. M. No access
              2. β. Begründung der Gesamtstrafenbildung als ständig abnehmende Schuld No access
              3. γ. Begründung der Gesamtstrafenbildung mit generalpräventiven Erwägungen No access
              4. δ. Eigene Begründung der Gesamtstrafenbildung No access
              1. α. Begründung der Zäsurwirkung durch die h. M. No access
              2. β. Begründung der Zäsurwirkung mit der Warnwirkung der Verurteilung No access
              3. γ. Begründung der Zäsurwirkung nach Deiters/Mosig No access
              4. δ. Ablehnung der Zäsurwirkung durch die Literatur No access
              5. ε. Mangelnde Begründbarkeit der Zäsurwirkung und Ausgleich der Wertungswidersprüche durch die Rechtsprechung No access
              6. ζ. Konsequenzen für zwischenzeitliche Verurteilungen bei Unterlassungsdauerstraftaten No access
            1. i. Begründungsansätze für die Rückfallschärfung No access
            2. ii. Einfluss des Rückfalls auf das Erfolgsunrecht, Handlungsunrecht und die Schuld i. e. S. No access
            3. iii. Bedeutung des Rückfalls für die Strafzumessungsschuld No access
          1. cc) Keine materielle Zäsur und kein neues Schuldkonto durch die Verurteilung No access
          1. aa) Neuer Tatentschluss No access
          2. bb) Verändern der Umstände No access
        2. d) Zwischenergebnis und Weiterentwicklung des eigenen Ansatzes: Keine materielle Zäsurwirkung der Verurteilung No access
          1. aa) Bestrafung im Rahmen des vergeltungstechnisch angemessenen Maßes No access
          2. bb) Einfluss präventiver Überlegungen auf die Strafe No access
          3. cc) Folgerung aus den Straftheorien für die weitere Bestrafung von Unterlassungsdauerstraftaten No access
          1. aa) Vorrang von Vollstreckungsmaßnahmen nach Schickedanz No access
          2. bb) Kritik und Folgerungen aus dem Ansatz von Schickedanz No access
          3. cc) Das Verhältnis von Vollstreckungsmaßnahmen zu Sanktionen No access
        1. c) Folgerungen zum gerechten Schuldausgleich bei Unterlassungsdauerstraftaten No access
      1. 5. Zwischenfazit: Teilweise Vereinbarkeit einer weiteren Bestrafung mit dem Schuldprinzip No access
      1. 1. Lösungsansätze über das Übermaßverbot No access
      2. 2. Umstrittenes Verhältnis des Übermaßverbots zum Schuldprinzip No access
      3. 3. Anwendung des Übermaßverbots auf die Strafverfolgung No access
      4. 4. Zwischenfazit zu den Grenzen einer weiteren Bestrafung aufgrund des Übermaßverbots No access
      1. 1. Voraussetzung für einen Verstoß gegen das Doppelbestrafungsverbot nach Art. 103 Abs. 3 GG No access
        1. a) Definition der prozessualen Tat No access
        2. b) Einheitlichkeit des Tatbegriffs nach Art. 103 Abs. 3 GG und §§ 155, 264 StPO No access
        3. c) Abweichungen der prozessualen von der materiellen Tat No access
          1. aa) Ansatz 1: Keine Trennung der prozessualen Tat durch ein Strafurteil No access
          2. bb) Ansatz 2: Trennung der prozessualen Tat durch ein Strafurteil No access
          3. cc) Zeitpunkt der Trennung No access
          4. dd) Zwischenergebnis: Trennung der prozessualen Tat durch ein Strafurteil mit Verkündung der endgültigen Entscheidung zur Schuld No access
          1. aa) Gewissensentscheidungen No access
          2. bb) Funktion des Strafklageverbrauchs No access
            1. i. Europäisches Recht (Unionsrecht und EMRK) No access
            2. ii. Weiteres internationales Recht (IPbpR) No access
            1. i. Österreich/Schweiz No access
              1. α. Der Tatbegriff der double jeopardy clause No access
              2. β. Continuing offenses im US-amerikanischen Recht No access
              3. γ. Zwischenzeitliche Aburteilung eines continuing offenses No access
              4. δ. Ergebnis der Analyse des US-amerikanischen Rechts No access
      2. 3. Zwischenergebnis: Bestrafung des Nachurteilsverhaltens verstößt nicht gegen Art. 103 Abs. 3 GG No access
          1. aa) Mitbestrafte Nachtat No access
          2. bb) Gesetzeskonkurrenz bei Handlungseinheit No access
        1. b) Strafausschließungs- und Strafaufhebungsgründe No access
        1. a) Verfassungsrechtliches Verfahrenshindernis No access
          1. aa) Einstellung nach § 170 Abs. 2 Satz 1 StPO No access
              1. α. Geringe Schuld No access
              2. β. Kein öffentliches Interesse an der Verfolgung No access
              3. γ. Ermessenscharakter der Einstellung No access
              4. δ. Einstellung nach § 153 Abs. 2 StPO No access
            1. ii. Einstellung nach § 153a StPO No access
              1. α. Anwendbarkeit No access
                1. (1) Ermessensentscheidung No access
                2. (2) Umgehung des Zustimmungserfordernisses No access
                3. (3) Immanente Grenze der notwendigen Begehung der Tat vor der Vollstreckung der Bezugssanktion No access
            1. i. Einstellung im Ermittlungsverfahren No access
            2. ii. Einstellung nach Erhebung der öffentlichen Klage No access
          2. dd) Entsprechende Lösung bei Ordnungswidrigkeiten No access
      1. 3. Zwischenergebnis No access
      1. 1. Konzepte der Rechtsprechung zur prozessualen Mehrheit bei materieller Einheit No access
        1. a) Anwendung der Gesamtstrafenregelung nach Peters No access
        2. b) Rechtskraftdurchbrechung in Analogie zu § 55 StGB nach der h. L. No access
        3. c) Anwendung der §§ 51, 52 StGB nach Erb No access
        4. d) Ergänzung des Schuldspruchs nach Faber/Krauth No access
        1. a) Anforderungen an einen Lösungsansatz No access
          1. aa) Grundkonzept No access
          2. bb) Zusammentreffen von Freiheits- und Geldstrafe No access
  2. G. Zusammenfassung der Ergebnisse No access Pages 535 - 544
  3. Literaturverzeichnis No access Pages 545 - 575

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