Cover des Buchs: Die neue Europäische Staatsanwaltschaft
Sammelband Open Access Vollzugriff

Die neue Europäische Staatsanwaltschaft

Bedeutung, Herausforderungen und erste Erfahrungen
Herausgeber:innen:
Verlag:
 10.03.2023

Zusammenfassung

Mit der Gründung der Europäischen Staatsanwaltschaft (EUStA) ist ein Quantensprung in der grenzüberschreitenden Strafverfolgung in Europa gelungen. Ein Jahr nach Aufnahme der operativen Tätigkeit fand eine Tagung an der LMU München statt, die sich ersten Erfahrungen, praktischen Problemen sowie ungeklärten wissenschaftlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit der EUStA widmete. Die Beiträge im zugehörigen Tagungsband betreffen die Praxis grenzüberschreitender Strafverfahren, Zuständigkeitsfragen im Ermittlungsverfahren, die Zusammenarbeit mit nationalen Ermittlungsbehörden, Beweiserhebung und Beweisverwertung sowie die Transnationalität der Strafverfolgung als Herausforderung für die Strafverteidigung. Mit Beiträgen vonProf. Dr. Robert Esser | Andrés Ritter | Prof. Dr. Anne Schneider, LL.M. | Prof. Dr. Ingeborg Zerbes | Prof. Dr. Frank Zimmermann.

Schlagworte


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2023
Erscheinungsdatum
10.03.2023
ISBN-Print
978-3-8487-7420-3
ISBN-Online
978-3-7489-1422-8
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Schriften zum Internationalen und Europäischen Strafrecht
Band
69
Sprache
Deutsch
Seiten
126
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 10 Download Kapitel (PDF)
  2. Grußwort von Andrés Ritter zur Eröffnung der TagungsveranstaltungSeiten 11 - 14 Andrés Ritter Download Kapitel (PDF)
  3. Andrés Ritter Download Kapitel (PDF)
    1. I. Zum Wirken der EUStA im ersten Jahr ihrer operativen Tätigkeit
    2. II. Folgerungen aus den Kennzahlen zum ersten Jahr der EUStA
    3. III. Fortbestehende Herausforderungen und insbesondere Anpassungsbedarf beim legislativen Rahmen
  4. Frank Zimmermann Download Kapitel (PDF)
    1. I. Einleitung: Faktischer Tatbegriff vs. materiell-rechtliche Zuständigkeitsabgrenzung
      1. 1. Anleihen beim Subsidiaritäts- und Verhältnismäßigkeitsgrundsatz
      2. 2. Unstimmigkeiten
      1. 1. Die Grundidee der Regelung
      2. 2. Umgehungsgefahren
        1. a) Beispiele für problematische Fälle
      3. b) Lösungsansatz 1: Beschränkung auf sachlich untrennbar verbundene Delikte
      4. c) Lösungsansatz 2: Nichtanwendung bei identischem Straftatbestand
      5. d) Reformbedarf
      6. 4. Sonderkonstellation: Gerichtsbarkeit mehrerer Mitgliedstaaten
    2. IV. Problemfeld 2: Ausnahme von „ne bis in idem“ bei Umgehung der EUStA-Zuständigkeit?
    3. V. Problemfeld 3: EUStA-Zuständigkeit und Fragen der Rechtshängigkeit
    4. VI. Fazit
  5. Anne Schneider Download Kapitel (PDF)
    1. I. Einleitung
        1. a) Informationspflichten der nationalen Behörden
        2. b) Informationspflichten der EUStA
      1. 2. Ermittlungsverfahren
      2. 3. Hauptverfahren
      3. 4. Zwischenfazit
      1. 1. Allgemeine Voraussetzungen
      2. 2. Durchsuchung (lit. a)
      3. 3. Sicherungsmaßnahmen (lit. a))
      4. 4. Herausgabe von relevanten Gegenständen und Schriftstücken (lit. b))
      5. 5. Herausgabe von gespeicherten Computerdaten (lit. c))
      6. 6. Überwachung elektronischer Kommunikation (lit. e))
      7. 7. Verfolgung und Ortung von Gegenständen mit technischen Mitteln (lit. f))
      8. 8. Zwischenergebnis
      1. 1. Zeugnisverweigerungsrechte als Beschränkungen für Ermittlungsmaßnahmen
      2. 2. Vereinbarkeit mit Art. 30 III EUStA-VO
        1. a) Akzessorietät zur Schweigepflicht
        2. b) Geltung des Verschwiegenheitspflichterfordernisses für Personengruppen?
        3. c) Geltung von Art. 30 II EUStA-VO für nichtschweigepflichtige Zeugnisverweigerungsberechtigte?
        4. d) Zeugnisverweigerungsrechte als Regelung von Verfahren und Modalitäten?
        5. e) Vorrang von Vorrechten und Befreiungen
        1. a) Journalisten
        2. b) Angehörige
        3. c) Abgeordnete
    2. V. Ergebnis und Konsequenzen
  6. Ingeborg Zerbes Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Idee, Zuständigkeit, Struktur der EUStA
        1. a) Ermittlung nach nationalem Recht
        2. b) Maßnahmenkatalog nach Art. 30 EUStA-VO
        1. a) Kollage aus lex fori und lex loci
        2. b) Stärkung des Forumsprinzips
          1. aa) Nationaler ordre public Vorbehalt gegen Fremdrechtsanwendung
          2. bb) Hindernisse der Durchführung
          3. cc) Konsultationsverfahren und zentrale Weisungsbefugnis
          1. aa) Einsichts- und Antragsrechte nach Überwachungsmaßnahmen
          2. bb) Schutz besonderer Berufsgeheimnisse
          1. aa) Regelung der EUStA-VO
          2. bb) Richtervorbehalt auch oder nur im unterstützenden Staat
      1. 2. Fragmentierter Rechtsschutz
      1. 1. Rudimentäre Vorgaben der EUStA-VO
      2. 2. Bisheriges Konzept der Verwendung von Auslandsbeweisen
    1. IV. Fazit
  7. Robert Esser Download Kapitel (PDF)
    1. I. Implementierung der EUStA in der nationalen Strafverfolgungslandschaft
    2. II. Strafverteidigung im Gesamtkonzept der EUStA
    3. III. Strafverteidigung in EUStA-Verfahren: erste Erfahrungen aus der Praxis
      1. 1. „Umfang der Rechte Verdächtiger oder Beschuldigter“(Art. 41 EUStA-VO)
      2. 2. „In einem Strafverfahren der EUStA“
      3. 3. Charta der Grundrechte (Art. 41 I EUStA-VO)
        1. a) Charta der Grundrechte
          1. (1) RL 2010/64/EU (Art. 41 II lit. a) EUStA-VO)
          2. (2) RL 2012/13/EU (Art. 41 II lit. b) EUStA-VO)
          3. (3) RL 2013/48/EU (Art. 41 II lit. c) EUStA-VO)
          4. (4) RL (EU) 2016/343 (Art. 41 II lit. d) EUStA-VO)
          5. (5) RL (EU) 2016/1919 (Art. 41 II lit. e) EUStA-VO)
      4. 5. Umfassende Geltung nationaler Verfahrensrechte (Art. 41 III EUStA-VO)
      1. 1. Internationalisierung der Ermittlungen als Kernelement intendierter Effektivität der Strafverfolgung
      2. 2. Rechtsstaatliche Prinzipien für eine effektive Verteidigung als Gestaltungsauftrag
      3. 3. Das Dilemma auf den Punkt gebracht: Unzureichende Verteidigungsrechte im internationalisierten Strafverfahren der EUStA
      1. 1. Garantie der Beschuldigtenrechte durch eine „doppelte“ Prüfung der Rechtmäßigkeit der grenzüberschreitenden Maßnahme?
      2. 2. Prüfungsmaßstab bei Grundrechtseingriffen durch Ermittlungsmaßnahmen im unterstützenden Mitgliedstaat
      3. 3. Richtervorbehalte als Kernfrage des präventiven Rechtsschutzes
      4. 4. Katalog konkreter Mindestrechte mit einem Meistbegünstigungsprinzip bei grenzüberschreitenden Ermittlungen
    4. VII. Fazit

Ähnliche Veröffentlichungen

aus dem Schwerpunkt "Europarecht & Internationales Recht & Rechtsvergleichung"
Cover des Buchs: Der Volkseinwand
Monographie Kein Zugriff
Florian Feigl
Der Volkseinwand
Cover des Buchs: Wie fördert die EU Menschenrechte in Drittstaaten?
Monographie Kein Zugriff
Dennis Traudt
Wie fördert die EU Menschenrechte in Drittstaaten?
Cover des Buchs: Future-Proofing in Public Law
Sammelband Kein Zugriff
Nicole Koblenz LL.M., Nicholas Otto, Gernot Sydow
Future-Proofing in Public Law