(Behavioral) Law and Economics im europäischen Wettbewerbsrecht
Missbrauchsaufsicht über Zielrabatte- Autor:innen:
- Reihe:
- Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspolitik, Band 255
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
Die Rechtsprechung des EuGHs zu Art. 102 AEUV steht in der Kritik, durch die Formulierung starrer Regeln dem Wettbewerb zum Teil eher zu schaden als zu nützen. Zugleich erweisen sich bisherige Versuche einer Ökonomisierung weitgehend als kaum praktikabel.
Am Beispiel der Zielrabatte, die gewährt werden, falls der Käufer innerhalb einer bestimmten Zeit ein bestimmtes Abnahmeziel erreicht, zeigt der Autor, dass Rechtssicherheit und Ökonomisierung nicht notwendig im Widerspruch stehen. Aus der ökonomischen Literatur destilliert er einfache Voraussetzungen, bei deren Vorliegen die Missbräuchlichkeit von Zielrabatten vermutet werden kann. Die Vermutungsregel erhöht die Rechtssicherheit im Vergleich zu einer einzelfallbezogenen Effizienzanalyse und den Wettbewerbsschutz im Vergleich zu einem rein formalen Ansatz. Das Werk legt die Grundlagen der ökonomischen Analyse verständlich offen und setzt den Leser so in Stand, die gefundene Vermutungsregel souverän anzuwenden.
Die Untersuchung richtet sich an Praktiker und Wissenschaftler, die im Bereich des Missbrauchsrechts und seiner Reform arbeiten.
Der Autor ist Research Fellow am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-8329-6438-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-3317-8
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspolitik
- Band
- 255
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 284
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 4
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 5 - 6
- Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 7 - 12
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 13 - 14
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 15 - 16
- Was sind Zielrabatte? Kein Zugriff Seiten 17 - 21
- Gang der Untersuchung Kein Zugriff Seiten 21 - 24
- Auslegung von Art. 102 AEUV im Zusammenhang der Verträge der EU Kein Zugriff Seiten 25 - 29
- Verbot von Ausschließlichkeitsbindungen Kein Zugriff
- Per se Verbot von Treuerabatten Kein Zugriff
- Rabattschwelle nah am Gesamtbedarf für die Referenzperiode Kein Zugriff
- Erheblicher Abstand der Marktanteile von Marktbeherrscher und Konkurrenten Kein Zugriff
- Rückwirkung des Rabatts Kein Zugriff
- Keine kurze Referenzperiode Kein Zugriff
- Exkurs zur Einordnung von Michelin II Kein Zugriff
- Keine wirtschaftliche Rechtfertigung Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Zwischenergebnis: De facto per se Verbot von Zielrabatten mit Möglichkeit einer Effizienzeinrede Kein Zugriff Seiten 39 - 41
- Gründe für eine Reform der Anwendung von Art. 102 AEUV Kein Zugriff
- Ziele des Diskussionspapiers von 2005 Kein Zugriff
- Das commercially viable share Kein Zugriff
- Der Kostenmaßstab und das required share Kein Zugriff
- Funktionsweise des Tests Kein Zugriff
- Ergebnis und kurze Bewertung Kein Zugriff
- Was von der Ökonomisierung übrig blieb Kein Zugriff
- Umbenennung des viable shares in contestable share Kein Zugriff
- Anpassung des Kostenmaßstabs – von ATC zu AAC und LRAIC Kein Zugriff
- Zwischenergebnis Kein Zugriff
- Abschätzung des required shares Kein Zugriff
- „Messung“ des contestable shares Kein Zugriff
- Zwischenergebnis: Die Kommission prüft, ob der im Wettbewerb stehende Teil der Nachfrage zu einem Preis über AAC angeboten wird Kein Zugriff Seiten 59 - 59
- Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 59 - 60
- Konkretisierung von Art. 102 AEUV als Anwendung widerleglicher Missbräuchlichkeitsvermutungen Kein Zugriff Seiten 61 - 63
- Definition von Missbrauch für die folgende Abhandlung: Ein ebenso effizienter Wettbewerber könnte wegen des Rabattsystems nicht auf den Markt zutreten Kein Zugriff Seiten 63 - 71
- Effizienz Kein Zugriff
- Erwartungswert Kein Zugriff
- Gleichgewichte Kein Zugriff
- Matrixspiele Kein Zugriff
- Die Bedeutung von Asymmetrien für die Wirkung von Rabatten Kein Zugriff Seiten 77 - 85
- Lagerung Kein Zugriff Seiten 85 - 86
- Erheblichkeit der Sprungstelle(n) im Rabattsystem Kein Zugriff Seiten 86 - 87
- Ausschließlichkeitsbindungen würde sich ein Marktbeherrscher nicht leisten (Posner, Bork) Kein Zugriff
- Annex zu 2): Kein Zugriff
- Modellrahmen Kein Zugriff
- Erster Grund der Verbilligung des Marktverschlusses: Weniger Käufer sind zu entschädigen. Kein Zugriff
- Zwieter Grund der Verbilligung des Marktverschlusses: ein Koordinationsproblem der Käufer Kein Zugriff
- Unterschiede zwischen Ausschließlichkeitsbindungen und Rabatten Kein Zugriff
- Annex zu 3) Kein Zugriff
- Annex zu 4) Kein Zugriff
- Annex zu 1) Kein Zugriff
- Annex zu 2) Kein Zugriff
- Der Fall des Marktzutritts eines einzigen Entrants und perfekter Komplemente Kein Zugriff
- Der Fall des Marktzutritts nur eines Entrants und nicht perfekter Komplemente Kein Zugriff
- Wettbewerb zwischen mehreren effizienteren Wettbewerbern Kein Zugriff
- Annex zu f) Kein Zugriff
- Ein einfaches Modell stufenweisen Marktzutritts bei komplementären Gütern mit und ohne commitment Kein Zugriff
- Annex zu g) Kein Zugriff
- Negative inkrementelle Preise als ein Hauptmerkmal missbräuchlicher Preisgestaltungen, wenn die Asymmetrie in finanziellen Beschränkungen liegt Kein Zugriff Seiten 142 - 145
- Die Länge der Referenzperiode Kein Zugriff Seiten 145 - 147
- Zusammenfassung der Anhaltspunkte, welche die Missbräuchlichkeit von Rabatten vermuten lassen Kein Zugriff Seiten 147 - 153
- Annex zu a) Kein Zugriff
- Fallende Durchschnittskosten, Skalenerträge und die Wiedergewinnung fixer Kosten Kein Zugriff Seiten 159 - 161
- Größenvorteile auf der nachgelagerten Produktions- oder Vertriebsstufe Kein Zugriff Seiten 161 - 162
- Anreizwirkung Kein Zugriff Seiten 162 - 164
- Trittbrettfahrer und hold-up Kein Zugriff Seiten 164 - 167
- Annex zu f) Kein Zugriff
- Preissenkung? Kein Zugriff Seiten 173 - 174
- Preisdruckmittel Kein Zugriff Seiten 174 - 175
- Marktforschung Kein Zugriff Seiten 175 - 176
- Zusammenfassung der Überlegungen zur Effizienzeinrede Kein Zugriff Seiten 176 - 176
- Bewertung des Tests des Gerichtshofs Kein Zugriff Seiten 176 - 178
- Permissiver Test Kein Zugriff Seiten 178 - 180
- Unbestimmtheit des viable shares bzw. des contestable shares Kein Zugriff Seiten 180 - 183
- Weitere Probleme der praktischen Durchführung Kein Zugriff Seiten 183 - 185
- Ergebnis Kein Zugriff Seiten 185 - 186
- Das Rationalmodell Kein Zugriff
- Verhaltenswissenschaftlich informierte Ansätze Kein Zugriff
- Beobachtung durch den Experimentator Kein Zugriff
- Die Bedeutung von Kontext Kein Zugriff
- Die Population der Versuchspersonen und Selbstselektion Kein Zugriff
- Der Faktor Zeit Kein Zugriff
- Anreize Kein Zugriff
- Corporate Actors Kein Zugriff
- Markt Kein Zugriff
- Paternalismus Kein Zugriff
- Probleme der Vorhersage von Effektstärken Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Verhaltensökonomische Analyse von Rabatten auf Konsumentenmärkten Kein Zugriff Seiten 216 - 219
- Michelin I Kein Zugriff
- Michelin II Kein Zugriff
- Diskussionspapier zu Art. 102 AEUV Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Rabatte als Investition: Eigenarten eines Zielrabatts in der Wirkung auf den Käufer Kein Zugriff Seiten 222 - 224
- Versunkene Kosten Kein Zugriff Seiten 224 - 225
- Kognitive Dissonanz und Zielrabatte Kein Zugriff Seiten 225 - 228
- Prospect Theory und Entscheidungen unter Unsicherheit Kein Zugriff
- Anwendung von Prospect Theory auf Rabatte Kein Zugriff
- Warum liefert sich der Kunde dem lock-in aus? Kein Zugriff Seiten 238 - 241
- Empirische Überprüfung des zusätzlichen Bindungseffekts von Zielrabatten Kein Zugriff Seiten 241 - 244
- Der Test des Gerichtshofs und die Verstärkung des Sogeffekts Kein Zugriff Seiten 244 - 245
- Der Kommissionstest und die Verstärkung des Sogeffekts Kein Zugriff Seiten 245 - 246
- Integration der Verstärkung des Sogeffekts in den Tatbestand der Missbräuchlichkeitsvermutung gegen Rabatte Kein Zugriff Seiten 246 - 248
- Zusammenfassung des gefundenen Tatbestands der Missbräuchlichkeitsvermutung gegen Zielrabatte Kein Zugriff Seiten 249 - 252
- Sachverhalt Kein Zugriff Seiten 253 - 254
- Subsumtion Kein Zugriff Seiten 254 - 256
- Sachverhalt Kein Zugriff Seiten 256 - 257
- Zielprämie und Steigerungsprämie Kein Zugriff
- Jahresendbonus Kein Zugriff
- Jahresumsatzrabatt Kein Zugriff
- Sachverwalt Kein Zugriff Seiten 260 - 261
- Die Marketingvereinbarung Kein Zugriff
- Der Ergebniszuschlag Kein Zugriff
- vereinfachter Sachverhalt Kein Zugriff Seiten 264 - 265
- Subsumtion Kein Zugriff Seiten 265 - 268
- Sachverhalt Kein Zugriff Seiten 268 - 269
- Die Rabatte an die OEMs Kein Zugriff
- Der Bonus an MSH Kein Zugriff
- Ergebnis und Schlussbetrachtung Kein Zugriff Seiten 273 - 274
- Literaturverzeichnis: Kein Zugriff Seiten 275 - 284





