Dritthaftung von Ratingagenturen
- Autor:innen:
- Reihe:
- Internationale Studien zur Privatrechtstheorie, Band 10
- Verlag:
- 2010
Zusammenfassung
Die Arbeit befasst sich mit der im Kontext der „Subprime-Krise“ stark diskutierten Frage einer Haftung von Ratingagenturen gegenüber Investoren wegen fehlerhafter Bonitätsbeurteilungen. Auf Grundlage einer sozialwissenschaftlichen Konfliktanalyse wird ein allgemeines Modell der quasi-vertraglichen Expertendritthaftung entwickelt, welches sich für die Lösung der Ratingfälle als fruchtbar erweist. Es wird gezeigt, dass es notwendig ist, in einem höheren Maße zwischen unterschiedlichen Konstellationen von Ratingfällen zu differenzieren als es in der bisherigen rechtswissenschaftlichen Diskussion der untersuchten Problematik geschehen ist. Der Vorzug des vorgeschlagenen, rechtsdogmatisch fundierten Dritthaftungsregimes besteht darin, dass Ratingagenturen nach diesem zwar einer quasi-vertraglichen Haftung gegenüber Investoren unterliegen, um die von ihnen signalisierte Neutralität bei der Erstellung von „solicited ratings“ sicherzustellen, ihr Haftungsrisiko aber nicht in dem Sinne „uferlos“ ist, dass es aufgrund der fehlenden Kalkulierbarkeit der im schlimmsten Fall zu ersetzenden Schadenssumme nicht mehr versichert werden kann.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2010
- ISBN-Print
- 978-3-8329-5209-9
- ISBN-Online
- 978-3-8452-2122-9
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Internationale Studien zur Privatrechtstheorie
- Band
- 10
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 211
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 12
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 13 - 16
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 17 - 18
- Tätigkeit der Ratingagenturen Kein Zugriff Seiten 19 - 21
- Globale Verhaltensdirektiven Kein Zugriff Seiten 21 - 24
- Rechtsrahmen auf der Ebene der EU Kein Zugriff Seiten 24 - 27
- Rechtsrahmen in den USA Kein Zugriff Seiten 27 - 29
- Zukunftsorientiertheit der Akteure Kein Zugriff
- Zunahme von Systemrisiken Kein Zugriff
- Ratingagenturen als Vertrauensintermediäre Kein Zugriff Seiten 40 - 43
- Multipolares Interaktionssystem Kein Zugriff
- Asymmetrie des multipolaren Interaktionssystems Kein Zugriff
- Keine Erforderlichkeit der quasi-vertraglichen Dritthaftung aufgrund der vertraglichen Bindung der Ratingagenturen gegenüber den Abonnenten ihrer Ratingberichte? Kein Zugriff
- Keine Erforderlichkeit der quasi-vertraglichen Haftung von Ratingagenturen gegenüber den Investoren aufgrund einer möglichen quasi-vertraglichen Haftung gegenüber den Emissionsbanken im Fall der Fremdemission? Kein Zugriff
- Fall des „unsolicited rating“ Kein Zugriff
- Abstraktes Kriterium Kein Zugriff
- Konkretisierung Kein Zugriff
- Bestehen einer quasi-vertraglichen Sonderverbindung zwischen den Ratingagenturen und den Ersterwerbern im Fall der vom Emittenten beauftragten Erstellung eines ursprünglichen Emissionsratings Kein Zugriff
- Keine quasi-vertragliche Sonderverbindung zwischen den Ratingagenturen und den Investoren im Fall des Emittentenratings und bei der Herab- bzw. Heraufstufung des Ratings einer bereits begebenen Anleihe Kein Zugriff
- Mitverschuldenseinwand Kein Zugriff
- Haftungsausschluss nur gegenüber Dritten Kein Zugriff
- Generelle Haftungsbeschränkung Kein Zugriff
- Spezifizierung für die Ratingfälle Kein Zugriff
- Versuch einer Prognose: Wie würde der BGH die Ratingfälle im Grundsatz wohl entscheiden? Kein Zugriff
- Einordnung der vertretenen Position zur quasi-vertraglichen Dritthaftung von Ratingagenturen in die bisherige rechtswissenschaftliche Diskussion der Ratingfälle Kein Zugriff
- Vertrauensrechtlich begründete Dritthaftung aus culpa in contrahendo (§ 311 Abs. 3 Satz 2 BGB), Berufshaftung, gutachterliche Garantieerklärung, quasi-vertragliche Haftung in Sonderverbindungen kraft faktischer Leistungsbeziehung Kein Zugriff Seiten 121 - 124
- Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter Kein Zugriff Seiten 124 - 126
- Vertragsverbund Kein Zugriff Seiten 126 - 133
- Quasi-vertragliche Expertendritthaftung als eigenständiges Rechtsinstitut auf Grundlage der §§ 280 Abs. 1, 241 Abs. 2, 311 Abs. 3 Satz 1 BGB Kein Zugriff Seiten 133 - 137
- Bei der Ratingerstellung zu berücksichtigende Informationen Kein Zugriff
- Pflicht zur Überprüfung der vom Emittenten und von dessen Beratern übermittelten Informationen Kein Zugriff
- Standards der Informationsverarbeitung Kein Zugriff
- Standards der Ratingerteilung und -veröffentlichung Kein Zugriff
- Abmilderung der Substantiierungslast der Ersterwerber aufgrund sekundärer Behauptungslast der Ratingagenturen Kein Zugriff
- Beweiserleichterung bei Verletzung der Pflicht zur Dokumentation des Ratingverfahrens Kein Zugriff
- Keine quasi-vertragliche Dritthaftung von Ratingagenturen für auf lediglich einfacher Fahrlässigkeit beruhende fehlerhafte ursprüngliche Emissionsratings um zu verhindern, dass die Ersterwerber ihr Investitionsrisiko auf die Ratingagenturen abwälzen können? Kein Zugriff
- Keine quasi-vertragliche Dritthaftung von Ratingagenturen für auf lediglich einfacher Fahrlässigkeit beruhende fehlerhafte ursprüngliche Emissionsratings aufgrund der „Drittwirkung“ des Grundrechts der Meinungsäußerungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG)? Kein Zugriff
- Als ersatzfähig in Betracht kommende Schadensposten Kein Zugriff
- Nachweis des Kausalzusammenhangs zwischen der Verletzung eines materiellen Standards der Ratingerstellung und der bekanntgegebenen Ratingnote Kein Zugriff
- Nachweis des Kausalzusammenhangs zwischen der fehlerhaften Ratingnote und der schadensauslösenden Investitionsentscheidung Kein Zugriff
- Als ersatzfähig in Betracht kommende Schadensposten Kein Zugriff
- Allgemeine Probleme des Nachweises des Kausalzusammenhangs zwischen der Verletzung eines materiellen Standards der Ratingerstellung und dem Eintritt des geltend gemachten Schadens Kein Zugriff
- Kalkulierbarkeit des summenmäßigen Haftungsrisikos Kein Zugriff
- Zusammenfassung in Thesen Kein Zugriff Seiten 194 - 196
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 197 - 211





