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Monographie Kein Zugriff

Das erlaubte Vertrauen im Strafrecht

Studie zu dogmatischer Funktion und Grundlegung des Vertrauensgrundsatzes im Strafrecht
Autor:innen:
Reihe:
Studien zum Strafrecht, Band 77
Verlag:
 02.08.2017

Zusammenfassung

Unerlaubtes Verhalten wird nach dem Vertrauensgrundsatz bestimmt, wenn der Handelnde für die Kompensierung fremden Fehlverhaltens zuständig ist. Die Anwendung des Prinzips ist deshalb in solchen Lebensbereichen von maßgeblicher Bedeutung, in denen sich der Akteur in ständigem Kontakt mit anderen befindet, wie etwa im Straßenverkehr, in der Medizin oder im Unternehmen.

Die Arbeit befasst sich mit der dogmatischen Funktion dieses Kriteriums in der Strafrechtslehre und grundlegend mit der Frage seiner Begründung in der freiheitlichen Rechtsordnung. Diese Analyse wird insbesondere unter Berücksichtigung der Prinzipien der dabei angenommenen normativen Zurechnungslehre entfaltet. So setzt die Anwendung des Vertrauensgrundsatzes die Begründung der Garantenstellung des Vertrauenden für den Ausgleich fremden Fehlverhaltens voraus. Vertrauensschutz muss ferner in der freiheitlichen Rechtsordnung bereits gegeben sein. Die Frage des Vertrauensgrundsatzes ist mithin eine grundlegende Frage der Strafrechtswissenschaft.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2017
Erscheinungsdatum
02.08.2017
ISBN-Print
978-3-8487-3523-5
ISBN-Online
978-3-8452-7857-5
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Studien zum Strafrecht
Band
77
Sprache
Deutsch
Seiten
298
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 18
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 19 - 24
        1. 1. Erste Überlegungen zu der möglichen Annahme eines Vertrauensschutzes Kein Zugriff
        2. 2. Vom Misstrauens- zum Vertrauensgrundsatz Kein Zugriff
        1. 1. Vertrauensgrundsatz und die ärztliche Arbeitsteilung Kein Zugriff
        2. 2. Ausdehnung des Vertrauensgrundsatzes auf die strafrechtliche Produkthaftung und Bauprojekte Kein Zugriff
      1. C. Zwischenergebnis und weiterer Gang der Untersuchung Kein Zugriff
          1. a. Vertrauensgrundsatz und die Adäquanztheorie Kein Zugriff
          2. b. Leistung und Probleme der Adäquanztheorie beim Verständnis des Vertrauensgrundsatzes Kein Zugriff
          1. a. Auf dem Weg zur Normativierung: Vertrauensgrundsatz und Schutzzweck der Norm Kein Zugriff
            1. i. Der „soziale Jemand“ als Zurechnungsmaßstab Kein Zugriff
            2. ii. Objektive Bezweckbarkeit und objektive Zurechnung Kein Zugriff
              1. α. Generalisierungen aufgrund der Erfahrung Kein Zugriff
              2. β. Abstrakter Mustermann und die Notwendigkeit einer Individualisierung Kein Zugriff
              3. γ. Beherrschbarkeit ohne normative Kontur? Kein Zugriff
          1. a. Sozialadäquanz im finalen Handlungsbegriff Kein Zugriff
          2. b. Sozialadäquanz und Vertrauensgrundsatz Kein Zugriff
        1. 4. Zwischenergebnis Kein Zugriff
            1. i. Vertrauensgrundsatz bei Stratenwerth Kein Zugriff
            2. ii. Bewertung Kein Zugriff
            1. i. Weitere Entwicklungen des normativen Modells Kein Zugriff
            2. ii. Kritikpunkte Kein Zugriff
          1. a. Regressverbot als Unterfall des Vertrauensgrundsatzes Kein Zugriff
          2. b. „Förderung erkennbarer Tatgeneigtheit“ Kein Zugriff
          3. c. Kausale Risikosteigerung bei der Beihilfe und Strafbarkeit von „Alltagshandlungen“ Kein Zugriff
        1. 2. Subjektive Lösung der Problematik? Kein Zugriff
            1. i. Der objektive Maßstab der Zurechnung Kein Zugriff
            2. ii. Der Geltungsbereich des Regressverbots Kein Zugriff
            3. iii. Verbindende Arbeitsteilung als Einschränkungskriterium des Regressverbots Kein Zugriff
            4. iv. Restliche Verantwortungsmöglichkeiten Kein Zugriff
            1. i. Bewertung des normativen Lösungsansatzes des Regressverbots Kein Zugriff
            2. ii. Zuständigkeit zur Kompensierung fremden Fehlverhaltens als Voraussetzung der Anwendung des Vertrauensgrundsatzes Kein Zugriff
      1. C. Ergebnis Kein Zugriff
      1. A. Kein Vertrauensschutz aufgrund des eigenen rechtswidrigen Verhaltens in der klassischen und gegenwärtigen Literatur Kein Zugriff
        1. 1. Prämientheorie als Erfolgshaftungstheorie Kein Zugriff
        2. 2. Wohlverhalten als Voraussetzung jedes Rechtsbandes? Kein Zugriff
          1. a. Einschränkung des Vertrauensgrundsatzes im Fall des eigenen rechtswidrigen Verhaltens bei Puppe und Stratenwerth Kein Zugriff
          2. b. Bewertung Kein Zugriff
          1. a. Vertrauensgrundsatz aufgrund der Eigenverantwortung des anderen Kein Zugriff
            1. i. Abbruch der Zurechnung allein aufgrund der Verantwortung des anderen? Kein Zugriff
            2. ii. Vertrauensschutz nur bei „aktivem Tun“ des Vertrauensempfängers? Kein Zugriff
          1. a. Grob fahrlässiges Verhalten des Zweithandelnden als Ausschlussgrund der Erfolgszurechnung bei Burgstaller Kein Zugriff
          2. b. Kritik der Literatur an Burgstallers Lösungsansatz Kein Zugriff
          3. c. Bewertung Kein Zugriff
          1. a. Vertrauensschutz trotz eigenen Fehlverhaltens bei Jakobs Kein Zugriff
          2. b. Bewertung Kein Zugriff
          1. a. Zur dogmatischen Funktion des Vertrauensgrundsatzes Kein Zugriff
            1. i. Zuständigkeit für Fehlverhalten Dritter in den typischen Anwendungsbereichen des Vertrauensgrundsatzes Kein Zugriff
            2. ii. Zuständigkeit für Fehlverhalten Dritter bei unerlaubter Schaffung einer riskanten Lage Kein Zugriff
              1. α. Gegenseitige Kompensierungspflicht Kein Zugriff
              2. β. Kompensierungspflicht nach dem allgemeinen System der Zuständigkeitsverteilung Kein Zugriff
            1. ii. Eigenverantwortung und Anspruch auf ein Minimum an Vorsicht Kein Zugriff
            2. iii. Fehlen der kognitiven Sicherung einer verantwortlichen Risikoverwaltung durch den Vertrauensempfänger Kein Zugriff
      2. D. Ergebnis Kein Zugriff
      1. A. Erfahrungsprognose als Basis des Vertrauensschutzes in der Literatur Kein Zugriff
          1. a. Qualifikation zur Risikoverwaltung und Vertrauensschutz Kein Zugriff
          2. b. Zuordnung fremden Fehlverhaltens durch die Einsetzung von Erfahrungsregeln? Kein Zugriff
          1. a. Vertrauensschutz aufgrund der empirisch bewiesenen Normbefolgungsbereitschaft der Normadressaten Kein Zugriff
          2. b. Empirische Normgeltung als Basis des Vertrauensgrundsatzes? Kein Zugriff
      2. C. Zusammenfassung Kein Zugriff
        1. 1. Der Gedanke der Interessenabwägung im Vertrauensgrundsatz Kein Zugriff
          1. a. Vertrauensgrundsatz und die Ermöglichung der individuellen Handlungsfreiheit Kein Zugriff
          2. b. Vertrauensgrundsatz als Unterfall des erlaubten Risikos im strikten Sinne? Kein Zugriff
          1. a. Selbstverantwortung und die Abgrenzung von Verantwortungsbereichen bei Stratenwerth Kein Zugriff
          2. b. Selbstverantwortung als Kriterium der Verantwortung für fremdes Unrecht bei Schumann Kein Zugriff
          1. a. Der kontrafaktische Charakter des Selbstverantwortungsprinzips Kein Zugriff
          2. b. Das Problem der Fundierung der primären Verantwortung auf die „Tatherrschaft“ Kein Zugriff
          3. c. Keine Abgrenzung von Verantwortungsbereichen bei der Fundierung der sekundären Verantwortung für fremdes Fehlverhalten Kein Zugriff
          1. a. Bedeutung der Fundierung einer „sekundären“ Verantwortung für fremdes Fehlverhalten Kein Zugriff
          2. b. Bedeutung und Probleme einer kontrafaktischen Konzipierung des Vertrauensgrundsatzes Kein Zugriff
      1. A. Das Problem Kein Zugriff
        1. 1. Berechenbarkeit des Verhaltens und der imperative Charakter der Norm Kein Zugriff
        2. 2. Berechenbarkeit des Verhaltens und die Effektivität der Rechtsordnung Kein Zugriff
            1. i. Formelle Voraussetzungen der abstrakten Personalität. Zur Identifizierung des qualifizierten Vertrauensempfängers Kein Zugriff
            2. ii. Materielle Voraussetzungen der abstrakten Personalität. Zur Identifizierung des nicht-kompetenten Vertrauensempfängers trotz Qualifikation Kein Zugriff
            3. iii. Abstrakte Personalität und der selbstverantwortliche Vertrauensbruch Kein Zugriff
            1. i. Zur Natur der primären und sekundären Verantwortung Kein Zugriff
            2. ii. Personalität und Zuständigkeitsverteilung in der Gesellschaft Kein Zugriff
          1. a. Zur Bedeutung des Vertrauens für die Orientierung des Verhaltens Kein Zugriff
          2. b. Motivationale Basis der Normunterworfenen und Stabilität der Rechtsordnung als Voraussetzung der freiheitlichen Rechtsordnung Kein Zugriff
          3. c. Konsequenzen des Vertrauensschutzes in der freiheitlichen Rechtsordnung für die Begründung des Vertrauensgrundsatzes Kein Zugriff
          1. a. Norm als kommunikatives Deutungsschema Kein Zugriff
          2. b. Rechtsverbindlichkeit durch Lernprozess Kein Zugriff
            1. i. Normative Differenzierung zwischen normativen und kognitiven Verhaltenserwartungen Kein Zugriff
            2. ii. Allgemeine Verhaltensorientierung gegenüber dem normativen Erwarten. Zur kontrafaktischen Sicherung des Vertrauens Kein Zugriff
              1. α. Kognitive Verhaltensorientierung gegenüber nicht qualifizierten Vertrauensempfängern Kein Zugriff
              2. β. Kognitive Verhaltensorientierung bezüglich untergeordneter qualifizierter Vertrauensempfänger Kein Zugriff
              3. γ. Kognitive Verhaltensorientierung bei der Teilung der Verantwortung für den Gewahrsam besonders gefährlicher Gegenstände Kein Zugriff
              4. δ. Kognitive Verhaltensorientierung bei unzureichender sicherer Risikoverwaltung trotz Qualifikation des Vertrauensempfängers Kein Zugriff
            3. iv. Kombination der normativen Verhaltenserwartungen gegenüber anderen Kein Zugriff
            1. i. Kognitive Verhaltensorientierung beim Fehlen der Voraussetzungen zur Ausübung der abstrakten Personalität Kein Zugriff
            2. ii. Kognitive Verhaltensorientierung beim schuldhaften Vertrauensbruch durch den Vertrauensempfänger Kein Zugriff
            3. iii. Erwartungskombination bei der kognitiven Feststellung des Vertrauens Kein Zugriff
          3. e. Konsequenzen der Annahme der Norm als Kommunikation für die Begründung des Vertrauensgrundsatzes und für sein Verständnis als Zurechnungskriterium Kein Zugriff
  3. Zusammenfassung und Schlussbetrachtungen Kein Zugriff Seiten 275 - 282
  4. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 283 - 298

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