Erfahrungssätze im Strafprozess
Eine Untersuchung zu Erfahrungssätzen als Teil freier tatgerichtlicher Beweiswürdigung unter Einschluss ihrer revisionsgerichtlichen Kontrolle- Autor:innen:
- Reihe:
- Studien zum Strafrecht, Band 138
- Verlag:
- 25.08.2025
Zusammenfassung
Die praktische Schwierigkeit der tatrichterlichen Entscheidungsfindung resultiert aus der Natur des Strafprozesses: Der Tatrichter muss einen vergangenen Sachverhalt beurteilen, den er nicht selbst wahrgenommen hat. Er ist daher auf Erfahrungssätze angewiesen, die ihm vermitteln, inwiefern Geschehensabläufe wahrscheinlich sind. Die Verfasserin zeigt die bislang wenig strukturierte Kategorisierung sowie defizitäre Terminologie von Erfahrungssätzen im Strafprozess auf. Unter Berücksichtigung erkenntnistheoretischer und strafprozessualer Grenzen der Wahrheitsermittlung entwickelt sie Kriterien zur Beurteilung ihrer Gültigkeit sowie eine allgemeingültige Begriffsbestimmung. Abschließend untersucht sie, inwiefern im Umgang mit Erfahrungssätzen ein revisibler Rechtsfehler vorliegen kann.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- Erscheinungsdatum
- 25.08.2025
- ISBN-Print
- 978-3-7560-3081-1
- ISBN-Online
- 978-3-7489-5423-1
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Studien zum Strafrecht
- Band
- 138
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 330
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort Kein Zugriff
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff
- A. Einführung in die Themenstellung Kein Zugriff
- B. Ziel der Arbeit Kein Zugriff
- C. Gang der Untersuchung Kein Zugriff
- 1. Richterliche Überzeugung Kein Zugriff
- 2. Objektive Grundlage richterlicher Überzeugung Kein Zugriff
- a) Grenzen bei der Wahrheitssuche Kein Zugriff
- b) Beweismaß hoher Wahrscheinlichkeit Kein Zugriff
- 1. Umfang der Begründungspflicht Kein Zugriff
- 2. Nachvollziehbarkeit Kein Zugriff
- III. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1. Bindung an Erfahrungssätze Kein Zugriff
- 2. Begrenzung freier richterlicher Beweiswürdigung durch Erfahrungssätze Kein Zugriff
- I. Synthetische Urteile a posteriori Kein Zugriff
- a) Bildung von Erfahrungssätzen durch das Verfahren der Induktion Kein Zugriff
- b) Induktionsschluss Kein Zugriff
- c) Induktives Schließverfahren Kein Zugriff
- a) Syllogismus Kein Zugriff
- b) Erfahrungssätze im richterlichen Syllogismus Kein Zugriff
- c) Deduktives Schließverfahren Kein Zugriff
- 3. Induktiv-deduktives Schließverfahren Kein Zugriff
- a) „Schwanen-Beispiel“ Kein Zugriff
- b) Konsequenz für die Anwendung von Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- III. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse Kein Zugriff
- I. Erfordernis einer einheitlichen Bezeichnung Kein Zugriff
- 1. Abgrenzung von Erfahrungssätzen zu Tatsachen Kein Zugriff
- 2. Abgrenzung von Erfahrungssätzen zu Denkgesetzen Kein Zugriff
- 3. Abgrenzung von Erfahrungssätzen zu Rechtsnormen Kein Zugriff
- 4. Fazit Kein Zugriff
- D. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse Kein Zugriff
- a) Deterministische Erfahrungssätze Kein Zugriff
- b) Statistische Erfahrungssätze Kein Zugriff
- a) Strengere Abstufungen Kein Zugriff
- b) Bewertung Kein Zugriff
- a) Erkenntnistheorie zu deterministischen Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- b) Deterministische Erfahrungssätze im Strafprozess Kein Zugriff
- a) Abgrenzung von deterministischen und statistischen Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- b) Beispiel eines statistischen Erfahrungssatzes Kein Zugriff
- c) Anwendung statistischer Erfahrungssätze Kein Zugriff
- I. Gegenstand der Beweisaufnahme Kein Zugriff
- II. Beschränkung der Beweisaufnahme Kein Zugriff
- 1. Allgemeinkundige Erfahrungssätze Kein Zugriff
- 2. Gerichtkundige Erfahrungssätze Kein Zugriff
- 1. Zivilrechtlicher Anscheinsbeweis Kein Zugriff
- 2. Anerkennung eines strafprozessualen Anscheinsbeweises Kein Zugriff
- II. Voraussetzungen zur Anwendung eines Erfahrungssatzes im Einzelfall Kein Zugriff
- 1. Anwendung deterministischer Erfahrungssätze Kein Zugriff
- 2. Sich widersprechende, deterministische Erfahrungssätze Kein Zugriff
- 3. Sachverhaltsausschluss mithilfe deterministischer Erfahrungssätze Kein Zugriff
- 4. Sachverhaltsannahme mithilfe deterministischer Erfahrungssätze Kein Zugriff
- 5. Zwischenergebnis Kein Zugriff
- 1. Alternativenausschlussverfahren Kein Zugriff
- a) Rechtsprechungsbeispiel Kein Zugriff
- b) „Schweden-Beispiel“ Kein Zugriff
- a) Indizienbeweis in der Beweiswürdigung Kein Zugriff
- b) Unterscheidung nach abstraktem und konkretem Beweiswert von Indizien Kein Zugriff
- aa) Likelihood-Quotient Kein Zugriff
- bb) Beispiel zur Berechnung des abstrakten Beweiswerts Kein Zugriff
- aa) Bayes-Theorem als Berechnungsgrundlage Kein Zugriff
- bb) Ermittlung der Anfangswahrscheinlichkeit Kein Zugriff
- cc) Beispiel zur Anwendung des Bayes-Theorems Kein Zugriff
- (1) Anwendungsprobleme Kein Zugriff
- (2) Anwendungsvorteile Kein Zugriff
- (3) Bewertung Kein Zugriff
- aa) Anwendbarkeit der Indizienkette Kein Zugriff
- bb) Beispiel einer Indizienkette Kein Zugriff
- aa) Beispiel eines Indizienrings Kein Zugriff
- bb) Deterministische Erfahrungssätze im Indizienring Kein Zugriff
- a) Berechnungen mit der Produktregel Kein Zugriff
- aa) „People vs. Collins“ Kein Zugriff
- bb) Anwendung der Produktregel im Fall „People vs. Collins“ Kein Zugriff
- cc) Zwischenergebnis Kein Zugriff
- c) Berechnungen mit dem Bayes-Theorem Kein Zugriff
- d) Bewertung Kein Zugriff
- II. Zusammenfassung Kein Zugriff
- I. Offenzulegender Denkprozess Kein Zugriff
- II. Sprachliche Darstellung angewendeter Erfahrungssätze in den Urteilsgründen Kein Zugriff
- a) Zahlenmäßige Beweiswertabschätzungen bei wissenschaftlichen Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- b) Zahlenmäßige Beweiswertabschätzungen bei Sätzen der Lebenserfahrung Kein Zugriff
- a) Beispiele verbaler Wahrscheinlichkeitsangaben Kein Zugriff
- b) Bewertung Kein Zugriff
- a) Zuordnung von verbal-numerischen Wahrscheinlichkeitswerten Kein Zugriff
- b) Bewertung Kein Zugriff
- IV. Darstellung der Gesamtwürdigung in den Urteilsgründen Kein Zugriff
- V. Zusammenfassung Kein Zugriff
- G. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse Kein Zugriff
- 1. Plausibilität der Erfahrung Kein Zugriff
- 2. Intuition Kein Zugriff
- 3. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1. Gesicherte Erfahrungssätze Kein Zugriff
- 2. Zwischenfazit Kein Zugriff
- 1. Beweismaßvoraussetzungen Kein Zugriff
- 2. Beweismaßanforderung in Bezug auf Erfahrungssätze Kein Zugriff
- 3. Bewertung Kein Zugriff
- 4. Zwischenfazit Kein Zugriff
- aa) Bewährungsprüfung Kein Zugriff
- bb) Bewertung Kein Zugriff
- b) Folgen der Falsifikation deterministischer Erfahrungssätze Kein Zugriff
- a) Falsifikation statistischer Erfahrungssätze Kein Zugriff
- b) Annäherung mittels statistischer Erfahrungssätze Kein Zugriff
- c) Stützung statistischer Erfahrungssätze Kein Zugriff
- a) Empirische Bestätigung Kein Zugriff
- aa) Anwendung auf deterministische Erfahrungssätze Kein Zugriff
- bb) Anwendung auf statistische Erfahrungssätze Kein Zugriff
- aa) Ablehnung wissenschaftlich umstrittener Erfahrungssätze Kein Zugriff
- (1) Erkenntnistheoretische Einwände Kein Zugriff
- (2) Praktische Einwände Kein Zugriff
- (3) Überspannung des Grundsatzes „in dubio pro reo“ Kein Zugriff
- (4) Fazit Kein Zugriff
- b) Stütze auf Mindermeinungen Kein Zugriff
- c) Fachlich fehlender oder ungeklärter Zusammenhang Kein Zugriff
- 3. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse Kein Zugriff
- 1. Anwendung der Lebenserfahrung Kein Zugriff
- a) Sprachgebräuchliches Verständnis Kein Zugriff
- b) Disponibilität über Sätze der Lebenserfahrung Kein Zugriff
- c) Erfordernis der Auseinandersetzung mit der Lebenserfahrung Kein Zugriff
- d) Zusammenfassung Kein Zugriff
- aa) Qualitativer Unterschied zu wissenschaftlichen Erkenntnissen Kein Zugriff
- bb) Subsidiarität von Sätzen der Lebenserfahrung Kein Zugriff
- b) Notwendigkeit der Einbeziehung der Lebenserfahrung Kein Zugriff
- a) Probleme bei der Anwendung von Sätzen der Lebenserfahrung Kein Zugriff
- b) Bewertung Kein Zugriff
- 5. Notwendigkeit der Objektivierung von Erkenntnissen der Lebenserfahrung Kein Zugriff
- aa) Anwendung des „gesunden Menschenverstandes“ Kein Zugriff
- bb) Argumente gegen die Anwendung des „gesunden Menschenverstandes“ als Gültigkeitskriterium Kein Zugriff
- aa) Argumente für die Anwendung des Kriteriums der „großen Induktionsbasis“ Kein Zugriff
- (1) Beeinflussung der Erfahrungswerte durch subjektive Umstände Kein Zugriff
- (2) Beeinflussung der Erfahrungswerte durch soziale und kulturelle Umstände Kein Zugriff
- (3) Beeinflussung der Erfahrungswerte durch Gewöhnung Kein Zugriff
- (4) Zwischenergebnis Kein Zugriff
- aa) Erstes Kriterium: Vereinbarkeit mit wissenschaftlich gesichertem Erfahrungswissen Kein Zugriff
- bb) Zweites Kriterium: Intersubjektive Einsehbarkeit Kein Zugriff
- (1) Auseinandersetzung mit dem Kriterium der Vereinbarkeit mit wissenschaftlichen Erkenntnissen Kein Zugriff
- (2) Auseinandersetzung mit dem Kriterium der intersubjektiven Einsehbarkeit Kein Zugriff
- (3) Fazit Kein Zugriff
- (4) Zwischenergebnis Kein Zugriff
- d) Übertragung der Erkenntnisse auf den Umfang revisionsgerichtlicher Kontrolle Kein Zugriff
- e) Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse Kein Zugriff
- 7. Anwendung von Sätzen der Lebenserfahrung im Einzelfall Kein Zugriff
- 1. Beurteilung fremdpsychischer Sachverhalte Kein Zugriff
- 2. Notwendigkeit der Bezugnahme auf Erfahrungssätze zur Beurteilung fremdpsychischer Sachverhalte Kein Zugriff
- 3. Persönliche Einschätzung des Tatrichters Kein Zugriff
- II. Vorsatznachweis Kein Zugriff
- 1. Indikatoren für die Annahme des Tötungsvorsatzes Kein Zugriff
- 2. Indikatoren gegen die Annahme des Tötungsvorsatzes Kein Zugriff
- IV. Beurteilung der Glaubhaftigkeit einer Aussage Kein Zugriff
- I. Erfordernis einer einheitlichen Definition von Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- II. Qualitätskriterien juristischer Definitionen Kein Zugriff
- III. Wesensmerkmale von Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- 1. Verwendete Definitionen Kein Zugriff
- a) Untersuchung der Definitionen hinsichtlich der Funktion von Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- b) Untersuchung der Definitionen hinsichtlich der Erfahrungssatz-Quellen Kein Zugriff
- c) Untersuchung der Definitionen hinsichtlich der Erfahrungssatz-Arten Kein Zugriff
- d) Untersuchung der Definitionen hinsichtlich der Gültigkeitskriterien von Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- e) Zwischenergebnis Kein Zugriff
- V. Eigener Definitionsvorschlag Kein Zugriff
- E. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse Kein Zugriff
- 1. Gesetzesverletzung Kein Zugriff
- 2. Beruhen des Rechtsfehlers Kein Zugriff
- a) Überprüfung der Beweiswürdigung Kein Zugriff
- b) Überprüfung der Überzeugungsbildung Kein Zugriff
- c) Darstellungsrüge Kein Zugriff
- a) Beweiswürdigungsfehler Kein Zugriff
- b) System der Beweiswürdigungsfehler Kein Zugriff
- I. Unmittelbare Gesetzesverletzung gemäß § 337 StPO Kein Zugriff
- 1. Revisibilität von deterministischen Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- a) Argumente gegen die Annahme der Revisibilität von statistischen Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- b) Argumente für die Annahme der Revisibilität von statistischen Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- c) Bewertung Kein Zugriff
- 1. Bewertung Kein Zugriff
- 2. Weitere Verstoß-Arten Kein Zugriff
- a) Vorliegen eines ungültigen Erfahrungssatzes Kein Zugriff
- aa) Verwerfung durch neue Erkenntnisse Kein Zugriff
- bb) Fehlende hinreichende Bestätigung Kein Zugriff
- cc) Unzutreffende Erwägungen Kein Zugriff
- dd) Verstoß gegen Faktenwissen Kein Zugriff
- (1) Lückenhafte Beweiswürdigung Kein Zugriff
- (2) Bewertung Kein Zugriff
- bb) Fazit Kein Zugriff
- d) Beispiele ungültiger Erfahrungssätze Kein Zugriff
- (1) Fehlende Berücksichtigung eines gültigen, deterministischen Erfahrungssatzes Kein Zugriff
- (2) Fehlende Berücksichtigung eines gültigen statistischen Erfahrungssatzes Kein Zugriff
- bb) Grundloses Abweichen von einem gültigen Erfahrungssatz Kein Zugriff
- aa) Verstoß gegen gesicherte Erfahrungssätze Kein Zugriff
- bb) Lückenhaftigkeit Kein Zugriff
- cc) Bewertung Kein Zugriff
- c) Beispiele nach aktuellem Wissensstand gültiger Erfahrungssätze Kein Zugriff
- (1) Beispiel überverallgemeinerter Erfahrungssätze Kein Zugriff
- (2) Problem überverallgemeinerter Erfahrungssätze Kein Zugriff
- (3) Einordnung in den Beweiswürdigungsfehlerkatalog Kein Zugriff
- (4) Relevanz der Rechtsfehlerbenennung Kein Zugriff
- (1) Beispiel falscher Wahrscheinlichkeitsberechnung Kein Zugriff
- (2) Einordnung in den Beweiswürdigungsfehlerkatalog Kein Zugriff
- aa) Beispiel eines Fehlschlusses Kein Zugriff
- bb) Einordnung in den Beweiswürdigungsfehlerkatalog Kein Zugriff
- a) Notwendigkeit einer Gesamtwürdigung Kein Zugriff
- b) Rechtsfehlerhaftigkeit einer fehlenden Gesamtwürdigung Kein Zugriff
- aa) Eigenständiger Rechtsfehler Kein Zugriff
- bb) Lückenhaftigkeit der Beweiswürdigung Kein Zugriff
- III. Fazit Kein Zugriff
- 1. Prüfungsfragen bzgl. der richtigen Anwendung eines Erfahrungssatzes Kein Zugriff
- 2. Prüfungsfragen bzgl. der Überprüfung eines außer Acht gelassenen Erfahrungssatzes Kein Zugriff
- a) Inhalt der Prüfungsfragen Kein Zugriff
- b) Bewertung der Prüfungsfragen Kein Zugriff
- 2. Prüfungsfragen bzgl. der Überprüfung eines außer Acht gelassenen Erfahrungssatzes Kein Zugriff
- III. Verwendungsregeln Kein Zugriff
- E. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse Kein Zugriff
- I. Erfahrungssätze als Teil rationaler Überzeugungsbildung Kein Zugriff
- II. Methodische Grundlagen im Umgang mit Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- III. Gültigkeit von Erfahrungssätzen Kein Zugriff
- IV. Erfahrungssätze in der Revision Kein Zugriff
- B. Abschließende Anmerkungen Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 313 - 330





