Der blinde Richter in der strafprozessualen Hauptverhandlung
Möglichkeiten und Grenzen Blinder und Sehender aus der Sicht verschiedener Wahrnehmungsmodelle- Autor:innen:
- Reihe:
- Studien zum Strafrecht, Band 59
- Verlag:
- 05.12.2013
Zusammenfassung
Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, ob Blinde als Richter arbeiten können, und wo ihre Grenzen und Möglichkeiten liegen. Während diese Fragen in den meisten Bereichen rechtlich geklärt sind, werden sie im Strafrecht kontrovers diskutiert. Neue Antworten führen zu überraschenden Perspektiven für blinde und sehende Richter. Um Antworten zu finden, greift der Verfasser auch auf neueste Erkenntnisse aus anderen Disziplinen, etwa im Bereich der Sozialpsychologie und Gehirnforschung zurück. Bei der vorliegenden Abhandlung handelt es sich im Kern um eine rechtswissenschaftliche Arbeit. Sie wendet sich aber auch an blinde, sehbehinderte und sehende Juristen, Psychologen und Wissenschaftler aus den übrigen behandelten Disziplinen, die Politik sowie interessierte Laien.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2013
- Erscheinungsdatum
- 05.12.2013
- ISBN-Print
- 978-3-8487-0095-0
- ISBN-Online
- 978-3-8452-4417-4
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Studien zum Strafrecht
- Band
- 59
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 183
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 4
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 5 - 12
- Einführung Kein Zugriff Seiten 13 - 15
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 16 - 17
- BGHSt 4, 191?ff. Kein Zugriff
- Die Ansicht Wimmers und BGHSt 5, 354?ff. Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- BGHSt 18, 51?ff. Kein Zugriff
- BGHSt 34, 236?ff. Kein Zugriff
- Die Entscheidungen BGHSt 35, 164?ff. und BGH NStE 1988 Nr.?5 zu §?338 Nr.?1 StPO Kein Zugriff
- Vorläufige Bewertung der Rechtsprechung Kein Zugriff
- Versuch der Rückkehr zur früheren Rechtsprechung der 50er Jahre Kein Zugriff
- Die Entscheidungen des OLG Zweibrücken Kein Zugriff Seiten 35 - 36
- Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 36 - 38
- Mangelnde wissenschaftliche Absicherung juristischer Standpunkte Kein Zugriff Seiten 38 - 39
- Stellenwert der historischen Auslegung Kein Zugriff Seiten 39 - 40
- Bereits bestehende Wahrnehmungsmodelle Kein Zugriff Seiten 41 - 43
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 44 - 46
- Pygmalioneffekt Kein Zugriff Seiten 46 - 47
- Hofeffekt Kein Zugriff Seiten 47 - 48
- Dämmerungssehen Kein Zugriff
- Dunkelanpassung (Adaption) Kein Zugriff
- Zeitbedarf beim Sehen Kein Zugriff
- Sinnestäuschungen aufgrund der physischen Beschaffenheit des Auges Kein Zugriff
- Sehen: Aufgabe des Auges oder des Gehirns Kein Zugriff
- Fazit Kein Zugriff
- Wahrnehmung einer bestimmten menschlichen Stimme Kein Zugriff
- Wahrnehmung eines Geräusches, das auch die unbestimmte menschliche Stimme sein kann Kein Zugriff
- Fazit Kein Zugriff
- Tastsinn Kein Zugriff
- Wiedererkennen von Gerüchen und Düften Kein Zugriff
- Die Beeinflussbarkeit des Geruchssinnes Kein Zugriff
- Einschränkung bei der Beschreibung der Grenzen des Geruchs- und Geschmacksinns Kein Zugriff
- Gutes Sehen verschlechtert das Hören Kein Zugriff
- Scheuklappeneffekt Kein Zugriff
- Inattentional Blindness (Blindheit durch Unaufmerksamkeit) Kein Zugriff
- Change Blindness (Blindheit gegenüber Veränderungen oder schauen ohne zu sehen) Kein Zugriff
- Blindsight (unbewusstes Sehen) Kein Zugriff
- „Sublime Bilder“ Kein Zugriff
- Erklärung des Phänomens des beschränkten gleichzeitigen Fassungsvermögens Kein Zugriff
- Fälle erweiterter Wahrnehmung durch das beschränkte gleichzeitige Fassungsvermögen Kein Zugriff
- Wahrnehmungsverzerrungen durch Wunschvorstellungen Kein Zugriff
- Wahrnehmungsverzerrungen durch ungerechtfertigte oder gerechtfertigte vorhandene Ängste Kein Zugriff
- Mitläufereffekt Kein Zugriff
- Fremdbeeinflussung Kein Zugriff
- Schlussfolgerungen zum Pygmalioneffekt Kein Zugriff
- Schlussfolgerungen zum Hofeffekt Kein Zugriff
- Schlussfolgerungen zu den Grenzen menschlicher Sinneswahrnehmung Kein Zugriff
- Schlussfolgerungen zur beschränkten Simultankapazität: Kein Zugriff
- Fazit: Kein Zugriff Seiten 73 - 74
- Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 74 - 75
- Versuchskonstellation Kein Zugriff
- Bewertung der Untersuchung Kein Zugriff
- Hintergrund der Versuche Kein Zugriff
- Versuch ausschließlich mit blinden Teilnehmern Kein Zugriff
- DiskussionsinhaltZur Methode, nach der der Diskussionsinhalt untersucht wurde, siehe Rutter, S.?199. Kein Zugriff
- Diskussionsstil Kein Zugriff
- Beziehung von Standpunkten/Diskussionsergebnis Kein Zugriff
- Verlässlichkeit der Eindrücke Kein Zugriff
- Vertrauen in die Eindrucksbildung/eigene Einschätzung der Versuchspersonen Kein Zugriff
- Rutters und Kemps eigene Beurteilung der Versuchsergebnisse Kein Zugriff
- Bewertung des zweiten Versuches Rutters und Kemps Kein Zugriff
- Versuchsdurchführung und beispielhaft von Rutter und Kemp aufgeführte Fragestellungen Kein Zugriff
- ErgebnisVgl. Rutter, S.?180. Kein Zugriff
- Bewertung Rutters und Kemps Kein Zugriff
- Bewertung der Fragebogenerhebung Kein Zugriff
- Eventuelle Einschränkung der gefundenen Versuchsergebnisse Kein Zugriff
- Rückschlüsse von Rutter und Kemp auf ihre zu Anfang aufgestellte These Kein Zugriff
- Abschließende Bewertung der Versuche Rutters und Kemps Kein Zugriff
- Entstehung Kein Zugriff
- Zum Untersuchungsgegenstand des Gutachtens Kein Zugriff
- Die Tätigkeit blinder Richter aus der Sicht Weinläders Kein Zugriff
- Bewertung des Gutachtenansatzes Kein Zugriff
- Vergrößerung der somatosensorischen Rindenfelder Kein Zugriff
- Stärkere Sensibilität vorhandener Sinneszentren Kein Zugriff
- Reorganisation der Hirnrindenbereiche Kein Zugriff
- Individuelle Unterschiede bei der Anpassung des Gehirns Kein Zugriff
- In welchen Gehirnteilen werden visuelle Wahrnehmungsprozesse einerseits und von visueller Wahrnehmung unabhängige Wahrnehmungsprozesse andererseits verarbeitet Kein Zugriff
- Fazit Kein Zugriff
- Vorbemerkung Kein Zugriff
- Zusammenfassung wesentlicher Erkenntnisse aus Untersuchungen zur Wahrnehmung Blinder Kein Zugriff
- Folgerungen Kein Zugriff
- Das Wahrnehmungsmodell Kein Zugriff
- Auswirkungen Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 122 - 123
- Bisherige Auffassungen (im Überblick) Kein Zugriff Seiten 123 - 125
- Fehleranfälligkeit optischer Wahrnehmung Kein Zugriff
- Grenzen der Sinnesorgane sind überwiegend Grenzen des Gehirns Kein Zugriff
- Gefahren einseitiger Wahrnehmung für den Grundsatz der Unmittelbarkeit Kein Zugriff
- Weniger Sinnesreize können Wahrnehmungen von Fehlern befreien Kein Zugriff
- Der Ausgleich von Wahrnehmungsfehlern und ?defiziten ist Blinden und Sehenden gemeinsam Kein Zugriff
- Wahrnehmungsweisen Blinder und Sehender sind bei allen angenommenen Unterschieden gleichwertig Kein Zugriff
- Wahrnehmungsunterschiede zwischen Blinden und Sehenden sind kleiner, als es auf den ersten Blick scheint Kein Zugriff
- Sich in andere Wahrnehmungen hineinversetzen stärkt gegenseitiges Vertrauen und schadet der eigenen Wahrnehmung Sehender und Blinder nicht Kein Zugriff
- Erst der Ausgleich von Wahrnehmungen erschließt realitätsnahe Wahrnehmungen Kein Zugriff
- Soziale Hinweisreize sind mehr als optische Hinweisreize und können durch alle Sinnesorgane vermittelt werden Kein Zugriff
- Blindheit als andersartige Wahrnehmungsweise/?möglichkeit Kein Zugriff
- Die Bedeutung der Beurteilung der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit Kein Zugriff
- Der Ausbildungs- und Rehabilitationsstand Blinder schließt den Ausschluss von Berufsgruppen ohne Nachprüfung aus Kein Zugriff
- Das Bewusstsein reduzierter Sinnesorgane kann die eigene Wahrnehmung schärfen Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff
- Vernehmungssituationen mit nur optisch wahrnehmbaren Beweisanzeichen oder Gesten Kein Zugriff
- Wahrnehmung als Werkzeug für verstehenden Austausch zwischen Richter und AngeklagtemDer Begriff „verstehender Austausch“ ist angelehnt an Wimmer in JZ 1953, 671 (672), der allerdings vor dem Hintergrund des hier vorliegenden Wahrnehmungsmodelles ausschließlich oder hauptsächlich das Sehen und Gesehen-Werden als Grundlage für diesen Austausch anerkennt und keine Alternativwahrnehmung wie etwa die Wahrnehmung der menschlichen Stimme mit all ihren intralinguistischen Fassetten und Ausdrucksmöglichkeiten, die weit über das Verstehen des gesprochenen Wortes hinausgehen. Kein Zugriff
- Nutzung alternativer Wahrnehmungsweisen als Kompensation oder dem Optischen gegenüber gleichwertige Wahrnehmung Kein Zugriff
- Identifizierung von Angeklagten und Zeugen sowie eine Straftat indizierende Gegenstände auf Fotos Kein Zugriff
- Filme oder Darstellungen, die für sich genommen ein strafbares Handeln zeigenVgl. z.B. §§?86, 86a, 90, 90a, 184 i.V.m. §?11 III StGB. Kein Zugriff
- Tatortbesichtigung Kein Zugriff
- Fazit Kein Zugriff
- Feststellung der Anwesenheit von Angeklagten, Zeugen und Prozessbeteiligten nach §?243 I 2 StPO Kein Zugriff Seiten 147 - 148
- Feststellung der Identität des Angeklagten mittels Zeugen („Wiedererkennen“) Kein Zugriff Seiten 148 - 149
- Sitzungspolizeiliche Aufgaben Kein Zugriff Seiten 149 - 150
- Die Situation im Kollegialgericht für beisitzende und vorsitzende Richter im Vergleich zum Einzelrichter Kein Zugriff Seiten 150 - 151
- Konstellationen, in denen Blindheit die Tätigkeit als Richter in der Tatsacheninstanz unmöglich machen könnte Kein Zugriff Seiten 151 - 152
- Das hier vertretene Wahrnehmungsmodell in Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 152 - 155
- Zu BGHSt 4, 191?ff. Kein Zugriff
- Zu BGHSt 5, 354?ff. Kein Zugriff
- Zu BGHSt 18, 51?ff. Kein Zugriff
- Zu BGHSt 34, 236?ff. Kein Zugriff
- Zu BGHSt 35, 164?ff. Kein Zugriff
- BGH NStE 1988 Nr.?5 zu §?338 Nr.?1 StPO Kein Zugriff
- Schlussbetrachtung und Ausblick Kein Zugriff Seiten 175 - 178
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 179 - 183





