Der blinde Richter in der strafprozessualen Hauptverhandlung
Möglichkeiten und Grenzen Blinder und Sehender aus der Sicht verschiedener Wahrnehmungsmodelle- Autor:innen:
- Reihe:
- Studien zum Strafrecht, Band 59
- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, ob Blinde als Richter arbeiten können, und wo ihre Grenzen und Möglichkeiten liegen. Während diese Fragen in den meisten Bereichen rechtlich geklärt sind, werden sie im Strafrecht kontrovers diskutiert. Neue Antworten führen zu überraschenden Perspektiven für blinde und sehende Richter. Um Antworten zu finden, greift der Verfasser auch auf neueste Erkenntnisse aus anderen Disziplinen, etwa im Bereich der Sozialpsychologie und Gehirnforschung zurück. Bei der vorliegenden Abhandlung handelt es sich im Kern um eine rechtswissenschaftliche Arbeit. Sie wendet sich aber auch an blinde, sehbehinderte und sehende Juristen, Psychologen und Wissenschaftler aus den übrigen behandelten Disziplinen, die Politik sowie interessierte Laien.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2013
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-8487-0095-0
- ISBN-Online
- 978-3-8452-4417-4
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Studien zum Strafrecht
- Band
- 59
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 183
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 4Autor:innen:
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 5 - 12Autor:innen:
- Einführung Kein Zugriff Seiten 13 - 15Autor:innen:
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 16 - 17Autor:innen:
- Autor:innen:
- BGHSt 4, 191?ff. Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Ansicht Wimmers und BGHSt 5, 354?ff. Kein ZugriffAutor:innen:
- Zusammenfassung Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- BGHSt 18, 51?ff. Kein ZugriffAutor:innen:
- BGHSt 34, 236?ff. Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Entscheidungen BGHSt 35, 164?ff. und BGH NStE 1988 Nr.?5 zu §?338 Nr.?1 StPO Kein ZugriffAutor:innen:
- Vorläufige Bewertung der Rechtsprechung Kein ZugriffAutor:innen:
- Versuch der Rückkehr zur früheren Rechtsprechung der 50er Jahre Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Entscheidungen des OLG Zweibrücken Kein Zugriff Seiten 35 - 36Autor:innen:
- Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 36 - 38Autor:innen:
- Mangelnde wissenschaftliche Absicherung juristischer Standpunkte Kein Zugriff Seiten 38 - 39Autor:innen:
- Stellenwert der historischen Auslegung Kein Zugriff Seiten 39 - 40Autor:innen:
- Bereits bestehende Wahrnehmungsmodelle Kein Zugriff Seiten 41 - 43Autor:innen:
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 44 - 46Autor:innen:
- Pygmalioneffekt Kein Zugriff Seiten 46 - 47Autor:innen:
- Hofeffekt Kein Zugriff Seiten 47 - 48Autor:innen:
- Autor:innen:
- Autor:innen:
- Dämmerungssehen Kein ZugriffAutor:innen:
- Dunkelanpassung (Adaption) Kein ZugriffAutor:innen:
- Zeitbedarf beim Sehen Kein ZugriffAutor:innen:
- Sinnestäuschungen aufgrund der physischen Beschaffenheit des Auges Kein ZugriffAutor:innen:
- Sehen: Aufgabe des Auges oder des Gehirns Kein ZugriffAutor:innen:
- Fazit Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Wahrnehmung einer bestimmten menschlichen Stimme Kein ZugriffAutor:innen:
- Wahrnehmung eines Geräusches, das auch die unbestimmte menschliche Stimme sein kann Kein ZugriffAutor:innen:
- Fazit Kein ZugriffAutor:innen:
- Tastsinn Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Wiedererkennen von Gerüchen und Düften Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Beeinflussbarkeit des Geruchssinnes Kein ZugriffAutor:innen:
- Einschränkung bei der Beschreibung der Grenzen des Geruchs- und Geschmacksinns Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Gutes Sehen verschlechtert das Hören Kein ZugriffAutor:innen:
- Scheuklappeneffekt Kein ZugriffAutor:innen:
- Inattentional Blindness (Blindheit durch Unaufmerksamkeit) Kein ZugriffAutor:innen:
- Change Blindness (Blindheit gegenüber Veränderungen oder schauen ohne zu sehen) Kein ZugriffAutor:innen:
- Blindsight (unbewusstes Sehen) Kein ZugriffAutor:innen:
- „Sublime Bilder“ Kein ZugriffAutor:innen:
- Erklärung des Phänomens des beschränkten gleichzeitigen Fassungsvermögens Kein ZugriffAutor:innen:
- Fälle erweiterter Wahrnehmung durch das beschränkte gleichzeitige Fassungsvermögen Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Autor:innen:
- Wahrnehmungsverzerrungen durch Wunschvorstellungen Kein ZugriffAutor:innen:
- Wahrnehmungsverzerrungen durch ungerechtfertigte oder gerechtfertigte vorhandene Ängste Kein ZugriffAutor:innen:
- Mitläufereffekt Kein ZugriffAutor:innen:
- Fremdbeeinflussung Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Schlussfolgerungen zum Pygmalioneffekt Kein ZugriffAutor:innen:
- Schlussfolgerungen zum Hofeffekt Kein ZugriffAutor:innen:
- Schlussfolgerungen zu den Grenzen menschlicher Sinneswahrnehmung Kein ZugriffAutor:innen:
- Schlussfolgerungen zur beschränkten Simultankapazität: Kein ZugriffAutor:innen:
- Fazit: Kein Zugriff Seiten 73 - 74Autor:innen:
- Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 74 - 75Autor:innen:
- Autor:innen:
- Versuchskonstellation Kein ZugriffAutor:innen:
- Bewertung der Untersuchung Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Hintergrund der Versuche Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Versuch ausschließlich mit blinden Teilnehmern Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- DiskussionsinhaltZur Methode, nach der der Diskussionsinhalt untersucht wurde, siehe Rutter, S.?199. Kein ZugriffAutor:innen:
- Diskussionsstil Kein ZugriffAutor:innen:
- Beziehung von Standpunkten/Diskussionsergebnis Kein ZugriffAutor:innen:
- Verlässlichkeit der Eindrücke Kein ZugriffAutor:innen:
- Vertrauen in die Eindrucksbildung/eigene Einschätzung der Versuchspersonen Kein ZugriffAutor:innen:
- Rutters und Kemps eigene Beurteilung der Versuchsergebnisse Kein ZugriffAutor:innen:
- Bewertung des zweiten Versuches Rutters und Kemps Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Versuchsdurchführung und beispielhaft von Rutter und Kemp aufgeführte Fragestellungen Kein ZugriffAutor:innen:
- ErgebnisVgl. Rutter, S.?180. Kein ZugriffAutor:innen:
- Bewertung Rutters und Kemps Kein ZugriffAutor:innen:
- Bewertung der Fragebogenerhebung Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Eventuelle Einschränkung der gefundenen Versuchsergebnisse Kein ZugriffAutor:innen:
- Rückschlüsse von Rutter und Kemp auf ihre zu Anfang aufgestellte These Kein ZugriffAutor:innen:
- Abschließende Bewertung der Versuche Rutters und Kemps Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Entstehung Kein ZugriffAutor:innen:
- Zum Untersuchungsgegenstand des Gutachtens Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Tätigkeit blinder Richter aus der Sicht Weinläders Kein ZugriffAutor:innen:
- Bewertung des Gutachtenansatzes Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Autor:innen:
- Vergrößerung der somatosensorischen Rindenfelder Kein ZugriffAutor:innen:
- Stärkere Sensibilität vorhandener Sinneszentren Kein ZugriffAutor:innen:
- Reorganisation der Hirnrindenbereiche Kein ZugriffAutor:innen:
- Individuelle Unterschiede bei der Anpassung des Gehirns Kein ZugriffAutor:innen:
- In welchen Gehirnteilen werden visuelle Wahrnehmungsprozesse einerseits und von visueller Wahrnehmung unabhängige Wahrnehmungsprozesse andererseits verarbeitet Kein ZugriffAutor:innen:
- Fazit Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Vorbemerkung Kein ZugriffAutor:innen:
- Zusammenfassung wesentlicher Erkenntnisse aus Untersuchungen zur Wahrnehmung Blinder Kein ZugriffAutor:innen:
- Folgerungen Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Das Wahrnehmungsmodell Kein ZugriffAutor:innen:
- Auswirkungen Kein ZugriffAutor:innen:
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 122 - 123Autor:innen:
- Bisherige Auffassungen (im Überblick) Kein Zugriff Seiten 123 - 125Autor:innen:
- Autor:innen:
- Fehleranfälligkeit optischer Wahrnehmung Kein ZugriffAutor:innen:
- Grenzen der Sinnesorgane sind überwiegend Grenzen des Gehirns Kein ZugriffAutor:innen:
- Gefahren einseitiger Wahrnehmung für den Grundsatz der Unmittelbarkeit Kein ZugriffAutor:innen:
- Weniger Sinnesreize können Wahrnehmungen von Fehlern befreien Kein ZugriffAutor:innen:
- Der Ausgleich von Wahrnehmungsfehlern und ?defiziten ist Blinden und Sehenden gemeinsam Kein ZugriffAutor:innen:
- Wahrnehmungsweisen Blinder und Sehender sind bei allen angenommenen Unterschieden gleichwertig Kein ZugriffAutor:innen:
- Wahrnehmungsunterschiede zwischen Blinden und Sehenden sind kleiner, als es auf den ersten Blick scheint Kein ZugriffAutor:innen:
- Sich in andere Wahrnehmungen hineinversetzen stärkt gegenseitiges Vertrauen und schadet der eigenen Wahrnehmung Sehender und Blinder nicht Kein ZugriffAutor:innen:
- Erst der Ausgleich von Wahrnehmungen erschließt realitätsnahe Wahrnehmungen Kein ZugriffAutor:innen:
- Soziale Hinweisreize sind mehr als optische Hinweisreize und können durch alle Sinnesorgane vermittelt werden Kein ZugriffAutor:innen:
- Blindheit als andersartige Wahrnehmungsweise/?möglichkeit Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Bedeutung der Beurteilung der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit Kein ZugriffAutor:innen:
- Der Ausbildungs- und Rehabilitationsstand Blinder schließt den Ausschluss von Berufsgruppen ohne Nachprüfung aus Kein ZugriffAutor:innen:
- Das Bewusstsein reduzierter Sinnesorgane kann die eigene Wahrnehmung schärfen Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Einleitung Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Autor:innen:
- Vernehmungssituationen mit nur optisch wahrnehmbaren Beweisanzeichen oder Gesten Kein ZugriffAutor:innen:
- Wahrnehmung als Werkzeug für verstehenden Austausch zwischen Richter und AngeklagtemDer Begriff „verstehender Austausch“ ist angelehnt an Wimmer in JZ 1953, 671 (672), der allerdings vor dem Hintergrund des hier vorliegenden Wahrnehmungsmodelles ausschließlich oder hauptsächlich das Sehen und Gesehen-Werden als Grundlage für diesen Austausch anerkennt und keine Alternativwahrnehmung wie etwa die Wahrnehmung der menschlichen Stimme mit all ihren intralinguistischen Fassetten und Ausdrucksmöglichkeiten, die weit über das Verstehen des gesprochenen Wortes hinausgehen. Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Nutzung alternativer Wahrnehmungsweisen als Kompensation oder dem Optischen gegenüber gleichwertige Wahrnehmung Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Identifizierung von Angeklagten und Zeugen sowie eine Straftat indizierende Gegenstände auf Fotos Kein ZugriffAutor:innen:
- Filme oder Darstellungen, die für sich genommen ein strafbares Handeln zeigenVgl. z.B. §§?86, 86a, 90, 90a, 184 i.V.m. §?11 III StGB. Kein ZugriffAutor:innen:
- Tatortbesichtigung Kein ZugriffAutor:innen:
- Fazit Kein ZugriffAutor:innen:
- Feststellung der Anwesenheit von Angeklagten, Zeugen und Prozessbeteiligten nach §?243 I 2 StPO Kein Zugriff Seiten 147 - 148Autor:innen:
- Feststellung der Identität des Angeklagten mittels Zeugen („Wiedererkennen“) Kein Zugriff Seiten 148 - 149Autor:innen:
- Sitzungspolizeiliche Aufgaben Kein Zugriff Seiten 149 - 150Autor:innen:
- Die Situation im Kollegialgericht für beisitzende und vorsitzende Richter im Vergleich zum Einzelrichter Kein Zugriff Seiten 150 - 151Autor:innen:
- Konstellationen, in denen Blindheit die Tätigkeit als Richter in der Tatsacheninstanz unmöglich machen könnte Kein Zugriff Seiten 151 - 152Autor:innen:
- Das hier vertretene Wahrnehmungsmodell in Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 152 - 155Autor:innen:
- Autor:innen:
- Zu BGHSt 4, 191?ff. Kein ZugriffAutor:innen:
- Zu BGHSt 5, 354?ff. Kein ZugriffAutor:innen:
- Zu BGHSt 18, 51?ff. Kein ZugriffAutor:innen:
- Zu BGHSt 34, 236?ff. Kein ZugriffAutor:innen:
- Zu BGHSt 35, 164?ff. Kein ZugriffAutor:innen:
- BGH NStE 1988 Nr.?5 zu §?338 Nr.?1 StPO Kein ZugriffAutor:innen:
- Schlussbetrachtung und Ausblick Kein Zugriff Seiten 175 - 178Autor:innen:
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 179 - 183Autor:innen:





