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Investitionsverpflichtung und Rechteentzug – verfassungs- und unionsrechtliche Grenzen

Zur Zulässigkeit von Investitionsverpflichtung und gesetzlich angeordnetem Rechterückfall durch den Entwurf eines Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetzes (MedienInvestVG-E)
Autor:innen:
Verlag:
 2026

Zusammenfassung

Die politische Bereitschaft, dirigistisch in Wirtschaftsabläufe einzugreifen, wächst – auch im Medien- und Kulturbereich. Mit dem Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetz (MedienInvestVG) will die Bundesregierung eine Investitionspflicht für audiovisuelle Mediendiensteanbieter einführen. Das Vorhaben wirft jedoch erhebliche Fragen auf: Wie weit reicht die Gesetzgebungskompetenz des Bundes? Sind Investitionspflicht, Subquoten und Rechteteilung geeignet und verhältnismäßig, um die kultur- und standortpolitischen Ziele zu erreichen? Überschreitet v.a. der geplante Rechteentzug verfassungs- und unionsrechtliche Grenzen? Die Untersuchung zeigt, dass die vorgesehenen Instrumente in ihrer konkreten Ausgestaltung verfassungs- und unionsrechtlichen Vorgaben nicht standhalten – und mildere, gleich wirksame Alternativen zur Verfügung stehen.


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2026
Copyrightjahr
2026
ISBN-Print
978-3-7560-2552-7
ISBN-Online
978-3-7489-5805-5
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Sprache
Deutsch
Seiten
97
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Download Kapitel (PDF)
    1. Vorwort
    2. Inhaltsverzeichnis
    3. Literaturverzeichnis
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. 1. Das Investitionsverpflichtungsgesetz
      1. a) Diskussion unter der Vorgängerregierung
      2. b) Unionsrechtlicher Ursprung und gesamteuropäischer Trend
    2. 3. Ökonomischer Hintergrund
    3. 4. Rechtsgutachterliche Fragestellungen
  3. Download Kapitel (PDF)
          1. aa) Interpretation der Kompetenznorm
          2. bb) Zuordnung der Gesetzgebungsmaterie im konkreten Fall
        1. b) Zwingende Erforderlichkeit zur Wahrung der Wirtschaftseinheit im gesamtstaatlichen Interesse
        2. c) Zwischenergebnis
        1. a) Art. 74 Abs. 1 Nr. 11 GG
        2. b) Art. 73 Abs. 1 Nr. 9 GG: Urheberrecht
        3. c) Zwischenergebnis
      1. 1. Unionsrechtlich eingeräumter Gestaltungsspielraum eröffnet Anwendungsspielraum der deutschen Grundrechte
      2. 2. Art. 19 Abs. 3 GG: Wesensmäßige Anwendbarkeit der Grundrechte auf nicht inländische juristische Personen
          1. aa) Rundfunkfreiheit als primär einschlägiges Grundrecht
          2. bb) Rundfunkfreiheit statt Filmfreiheit
          3. cc) Schutzbereichsbetroffenheit der Rundfunkfreiheit
        1. a) Hauptquote
        2. b) § 4 Abs. 1 Nr. 1–3 MedienInvestVG-E Subquoten der Investitionsverpflichtung
        3. c) § 4 Abs. 1 Nr. 1 MedienInvestVG-E Investitionen in neue europäische Werke
        4. d) § 4 Abs. 1 Nr. 2 MedienInvestVG-E Investition in europäische Werke in deutscher Originalsprache
        5. e) § 4 Abs. 1 Nr. 3 MedienInvestVG-E Investition in Werke „unabhängiger“ Filmhersteller
        1. a) Einschränkungsmöglichkeiten: Insbesondere „allgemeines Gesetz“
          1. aa) Legitimer Zweck
            1. Zwischenergebnis:
            1. (1) Steuerliches Anreizsystem und sonstige Formen der Filmförderung als milderes gleich effektives Mittel
              1. Zwischenergebnis:
            1. (1) Gewichtung des gesetzgeberisch verfolgten Zwecks
            2. (2) Gewichtung des Grundrechtseingriffs
            3. (3) Fehlende Voraussetzungen einer Indienstnahme Privater
            4. (4) Übertragbarkeit finanzverfassungsrechtlicher Maßstäbe zu Sonderabgabe
            5. (5) Keine Einbeziehung von Third Party Channel
            6. (6) Abwägung
          1. aa) Ausschließliche Nutzungsrechte und Leistungsschutzrechte der Mediendienstanbieter
          2. bb) Markenrechte: Die „Content-Library“ als Marke und Bezug zum Eigentumsgrundrecht
          3. cc) Eingerichteter und ausgeübter Gewerbetrieb unter Eigentumsgarantie betroffen
          4. dd) Das Verhältnis von Eigentums- und Berufsfreiheit bei nachträglichem Rechteentzug
        1. b) Art. 12 Abs. 1 GG Anwendung der Berufsfreiheit im Überschneidungsbereich
        2. c) Art. 5 Abs. 1 S. 2 Alt. 1 GG (Rundfunkfreiheit)
          1. aa) Eingriff in Art. 14 Abs. 1 GG
          2. bb) Eingriff in Art. 5 Abs. 1 S. 2 GG und Art. 12 Abs. 1, 2 GG
          1. aa) § 8 Abs. 2 Nr. 2–4 MedienInvestVG-E
          2. bb) § 8 Abs. 2 Nr. 1 MedienInvestVG-E
        1. c) Wirkungslose Ausschlussklausel des § 8 Abs. 4 MedienInvestVG-E
          1. aa) Art 5 Abs. 2 GG Rundfunkfreiheit und Allgemeinheit des Gesetzes
          1. aa) Legitimer Zweck
            1. (1) Förderung untergeordneter Zwecke
              1. (a) Entwertung von Programm- und Markenbildung
              2. (b) Negative Investitionslenkung
            1. (1) Blickverengung durch Zweckkonfusion
            2. (2) Begründungsausfall für übergeordnete Zweckerreichung
            3. (3) Milderes Mittel zur Erreichung ökonomischer Zwecke: Wettbewerbsrecht
              1. (a) Branchenvereinbarungen mit erfolgsabhängigen Vergütungselementen als milderes Mittel zum Rechterückfall
              2. (b) Effektivität
              1. (b) Keine Verzahnung von Investitionspflicht und Rechterückfall
            1. (2) Regelungszweck AVMD-Richtlinie:
            2. (3) Unverhältnismäßige Verantwortungszurechnung
            3. (4) Unzureichend Flexibilisierungsklauseln
              1. Zwischenergebnis:
  4. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Vereinbarkeit mit AVMD-Richtlinie
      2. 2. Vereinbarkeit mit Grundfreiheiten
      1. 1. Vereinbarkeit mit AVMD-Richtlinie
      2. 2. Unvereinbarkeit mit Grundfreiheiten
  5. D. ErgebnisseSeiten 93 - 96 Download Kapitel (PDF)

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