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Der stille Kommanditist in der Publikums-KG

Die Dogmatik der qualifizierten Treuhand, ihr Haftungsregime und Auskunftsansprüche
Autor:innen:
Verlag:
 08.11.2021

Zusammenfassung

Die Arbeit untersucht die qualifizierte Treuhand in der Publikums-KG unter besonderer Berücksichtigung des allgemeinen Treuhand- und Verbandsrechts. Dabei kommt der Autor zu der Erkenntnis, dass sich hinter dieser Rechtsfigur die historisch nicht neu erfundene Figur des stillen Kommanditisten verbirgt – der Treugeber wird echter Innengesellschafter im Außenverband. Anschließend werden die praxisrelevanten Bereiche der Haftung und Auskunftsansprüche untersucht, wobei der Autor vielfach zu innovativen Begründungsansätzen gelangt. Die Arbeit leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Behandlung der qualifizierten Treuhand in Wissenschaft und Praxis. Der Autor war als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kapitalmarkt- und Kapitalanlagerecht tätig.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2021
Erscheinungsdatum
08.11.2021
ISBN-Print
978-3-8487-8381-6
ISBN-Online
978-3-7489-2771-6
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Studien zum Handels-, Arbeits- und Wirtschaftsrecht
Band
194
Sprache
Deutsch
Seiten
353
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 22 Download Kapitel (PDF)
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. § 1. Untersuchungsgegenstand und Gang der Darstellung
      1. I. Echte und unechte Treuhand
      2. II. Verwaltungs-, Sicherungs- und Nutzungstreuhand
      3. III. Erwerbstreuhand, Übertragungstreuhand und Vereinbarungstreuhand
      1. I. Kupierte Publikums-KG
      2. II. Offene und qualifizierte Treuhand
      3. III. Verbandsverhältnis
      4. IV. Stiller Kommanditist
    2. § 4. Forschungsstand
  3. Download Kapitel (PDF)
    1. § 5. Einführung
        1. 1. Treugeberschutz nach der Gefahrtragungsthese (Art. 368 Abs. 2 ADHGB analog)
        2. 2. Kein Schutz bloßer Verschaffungsansprüche
        1. 1. Keine Analogie zu § 392 Abs. 2 HGB
          1. a) Unmittelbarkeitsprinzip
          2. b) Surrogationsverbot
      1. III. Schlussfolgerung
      1. I. Das Treuhandkonto
      2. II. Vermeintliches Grundurteil aus dem Jahr 1953
        1. 1. Erste Fehlinterpretation
        2. 2. Zweite Fehlinterpretation
        3. 3. Keine Grundlage für die Verdinglichungsdoktrin in RGZ 127, 341 und 153, 366
        4. 4. Letztliche Folge beider Fehlinterpretationen
        1. 1. BGH NJW 1971, 559
        2. 2. BGH NJW-RR 1993, 301
      3. V. Zwischenergebnis zum prozessualen Vollstreckungsrecht
      4. VI. Einwendungs- und Aufrechnungsfragen
      5. VII. Abschließende Bewertung
      1. I. Interessenwahrnehmungspflicht strictu sensu
      2. II. Die Treuhand als atypischer Gesellschaftsvertrag
      3. III. Die Treuhand als allgemeine Form der Geschäftsbesorgung
        1. 1. Systematische Bedenken gegen Grundmanns Ansatz
        2. 2. Typologische Bedenken gegen Geibels Ansatz
        3. 3. Historische Bedenken gegen Löhnigs Ansatz
        1. 1. Kein „Treuhandvertrag“
        2. 2. Rückbeschränkung der Treuhandproblematik auf Zwangsvollstreckungsfragen
        1. 1. Unmittelbarkeit
        2. 2. Offenkundigkeit
        3. 3. Bestimmtheit
        4. 4. Rechtliche Gefahrtragung
        5. 5. Stellungnahme
    2. § 10. Zusammenfassung
  4. Download Kapitel (PDF)
    1. § 11. Einführung
          1. a) Umgehung der gewerblichen Einkunftsart
          2. b) Verlustabzugsmöglichkeit bei der Anlegerbesteuerung
        1. 2. Gestaltungsfreiheit
        1. 1. Keine bloße Unternehmensfinanzierung
        2. 2. Kapitalanlagerechtliche Organisationsformen
        3. 3. Offene und geschlossene Investmentgesellschaft
        4. 4. Restanwendungsbereich für die Alt-Publikums-KG
      1. III. Gründe für die Wahl des GmbH & Co.-Modells
      2. IV. Kupierung durch Sammeltreuhand
        1. 1. Beitritt, Austritt und Anlegerwechsel
        2. 2. Willensbildungsprozesse
      1. II. Anonymität der Anleger
        1. 1. Anlegerpartizipation
        2. 2. Konfliktbewältigung
      2. IV. Steuervorteilszweck
        1. 1. Haftungssituation bei direkter Kommanditbeteiligung
        2. 2. Wirtschaftliche statt rechtliche Außenhaftung
        3. 3. Keine Anwendbarkeit von § 176 Abs. 2 HGB
      1. I. Derivativer oder originärer Erwerb der Gesellschafterrechte
        1. 1. Aufhebung und Änderung von Rechten
        2. 2. Treuepflichten
        3. 3. Rechtswirkung
        1. 1. Schuldrechtliche Annäherung, das heißt virtuelle Sachabbildung
          1. a) Einbeziehung ohne Rechts- und Pflichtenbeziehung zur Hauptgesellschaft
          2. b) Einbeziehung mit Rechts- und Pflichtenbeziehung zur Hauptgesellschaft
        2. 3. Gestaltungsmöglichkeiten einer Einbeziehung in die Hauptgesellschaft
        1. 1. Unmittelbare Beteiligung
        2. 2. Vergleich zur qualifizierten Treuhand
        1. 1. Typische stille Gesellschaft
        2. 2. Mehrgliedrige stille Gesellschaft
          1. a) Mitgliedschaftliche Einbeziehung
          2. b) Dingliche Teilhabe am Gesellschaftsvermögen
          3. c) Wirtschaftliche Beteiligung
        1. 1. Typische Unterbeteiligung
        2. 2. Atypische Formen
          1. a) Mitgliedschaftliche Einbeziehung
          2. b) Dingliche Teilhabe am Gesellschaftsvermögen
          3. c) Wirtschaftliche Beteiligung
          4. d) Der kombinatorische Ansatz der Rechtsprechung
          1. a) Abgrenzung zum Nießbrauch am Unternehmen
          2. b) Nießbrauch-Treuhand und echter Nießbrauch
          3. c) Stimmrechtsübertragung
          1. a) Mitgliedschaftliche Einbeziehung und Teilhabe am Gesellschaftsvermögen
          2. b) Wirtschaftliche Beteiligung
        1. 1. Objektivierte Auslegung
          1. a) Ablehnende Ansicht
          2. b) Stellungnahme
        2. 3. Anwendung auf Treuhandverträge
        1. 1. Grammatikalische Auslegung
        2. 2. Systematische Auslegung
        3. 3. Historische Auslegung
        4. 4. Teleologische Auslegung
        1. 1. Vorab: Rechtsnatur
          1. a) Privatrechtliche Verwirklichung des Schutzzecks
          2. b) Öffentlich-rechtliche Verwirklichung des Schutzzwecks
        2. 3. Fazit
      1. I. Beitritt durch Erwerbstreuhand
      2. II. Wahl- und Wechseloptionen
        1. 1. Noch einmal: Die Gestaltungsmöglichkeiten qualifiziert treuhänderischer Beteiligung
        2. 2. Erkenntnis
    2. § 18. Zusammenfassung
  5. Download Kapitel (PDF)
    1. § 19. Einführung
      1. I. Vertragsfreiheit im Innenverhältnis
      2. II. Vertragliche Eingliederung in die Gesellschaft
        1. 1. Insbesondere BGHZ 196, 131
          1. a) Abstrakt: Die Voraussetzungen der qualifizierten Treuhand
          2. b) Quasi-Gesellschafterstellung trotz derivativ-schuldrechtlicher Berechtigung
        1. 1. Die Zustimmung im Gesellschaftsvertrag als unzureichende Begründung
        2. 2. Entscheidend: die Richtigkeitsgewähr durch Selbstbetroffenheit
      3. V. Zusammenfassung
        1. 1. Ohne Mitgliedschaftsrechte
        2. 2. Mit Mitgliedschaftsrechten
        1. 1. Doppelzuständigkeit am Gesellschaftsanteil
          1. a) Keine umfassende Zuordnungs- und Zurechnungseinheit
          2. b) Partielle Erweiterung des Rechts- und Pflichtengefüges
        2. 3. Innen-KG im Innenverband
        1. 1. Außengesellschafterstellung
        2. 2. Umfassende Berechtigung sui generis
        3. 3. Echte Gesellschafterstellung im Innenverhältnis
      1. IV. Zusammenfassung
        1. 1. Kritik an schuldrechtlichen Gleichstellungen
          1. a) Keine dingliche Wirkung der Treuhand
          2. b) Unvereinbarkeit mit der Natur der Mitgliedschaft und Kernbereichslehre i.w.S.
          3. c) Insbesondere keine Innen-KG im Innenverband
          1. a) Keine Außengesellschafterstellung
          2. b) Keine Quasi-Mitgliedschaft
          3. c) Der richtige Ansatz: echte Innengesellschafterstellung
        1. 1. Trennung von Innen- und Außenverhältnis
          1. a) Die Collegantia und Wedderlegginge
          2. b) Der stille Kommanditist im preußischen ALR
          3. c) Der Stille Kommanditist im österreichischen ABGB
          4. d) Aufnahme in den ersten Entwurf für ein ADHGB
          5. e) Das zeitgenössische Für und Wider einer Namenspublikation
          6. f) Kritik
        2. 3. Die wichtigsten Erkenntnisse
        1. 1. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts und Societas Romana
        2. 2. Begründung von Rechtssubjektivität über Verbandsqualität
          1. a) Unbedingter Innenverband
          2. b) Bedingter Innenverband
          3. c) Fazit
        1. 2. Der Verband als Willensorganismus mit Zweckverfolgung und Förderpflicht
        2. 3. Konsequenzen der Verbandsstruktur
          1. a) Der Innenverband als Rechtswirklichkeit
          2. b) Verbandsein bedeutet nicht zwingend Rechtssubjektsein
          3. c) Der Gesellschaftswille als hinreichende Verbandsvoraussetzung
        1. 1. Mitgliedschaftliche Rechte und Pflichten zugunsten eines Dritten?
          1. a) Sinn und Zweck eines Typenzwangs
          2. b) Vereinbarkeit des stillen Kommanditisten
          3. c) Grenze der Typenkonformität
          4. d) Exkurs: Rechtspolitische Verfehlung des § 176 HGB
          1. a) Verbandssouveränität
          2. b) Prinzip der Selbstorganschaft
          3. c) Hinreichende Selbstbetroffenheit
      1. VI. Dingliche Rechtsverhältnisse und anwendbare Rechtsnormen
      2. VII. Zusammenfassung
        1. 1. Typenzwang im Außenverhältnis
        2. 2. Keine (doppelte) Analogie zu Haftungsnormen
        3. 3. Das Dogma der wirtschaftlichen Außenhaftung
        4. 4. Direkte Außenhaftung nach Abtretung des Freistellungsanspruchs
          1. a) Rechtliche Außenhaftung aus der Natur der Sache
          2. b) Kehrseite der Gesellschaftergleichstellung
          3. c) Kehrseite des wirtschaftlichen Interesses
        1. 2. Bloß wirtschaftliche Außenhaftung
        1. 1. Hinreichende Wahrung von Gläubigerinteressen
          1. a) Kein erkennbarer Wille zur Außenhaftung
          2. b) Auslegung nach Treu und Glauben
        2. 3. Keine zwingende Korrelation zwischen Einwirkungsmacht und Haftung
        3. 4. Keine zwingende Korrelation zwischen wirtschaftlichem Interesse und Haftung
      1. IV. Zusammenfassung
        1. 1. Einwendungen des Anlegers gegen eine Inanspruchnahme
        2. 2. Aufrechnung gegen den Insolvenzverwalter der Gesellschaft
        3. 3. Aufrechnung gegen Treuhandkommanditisten und Gesellschaftsgläubiger
        4. 4. Keine analoge Anwendung von § 129 HGB
        1. 1. Befürwortende Stimmen
        2. 2. Insbesondere: Anwendung des Rechtsgedankens aus § 129 Abs. 1 HGB
        3. 3. Ablehnende Stimmen
          1. a) Erfordernis gewichtiger Anhaltspunkte
          2. b) Keine Berücksichtigung von Gläubigerinteressen
          3. c) Achtung des Grundsatzes der Relativität der Schuldverhältnisse
          1. a) Keine Quasi-Außenhaftung
          2. b) Keine Schutzbedürftigkeit der Gesellschaftsgläubiger
          3. c) Widersprüchlichkeit
          4. d) Unverhältnismäßigkeit
          1. a) Unmittelbare Anwendbarkeit der §§ 305 ff. BGB
          2. b) Verstoß
          1. a) Anlegerschutz als Gesetzeszweck
          2. b) Analoge Anwendung von § 152 Abs. 6 KAGB auf den Treugeber
          3. c) Durchschlag auf die Aufrechnungsproblematik
          1. a) Entsprechende Anwendung von §§ 171 Abs. 1 Hs. 2, Abs. 2 HGB
          2. b) Ausnahmsweiser Aufrechnungsausschluss?
      1. IV. Zusammenfassung
          1. a) Grundrecht auf Kenntnis seiner Mitanleger
          2. b) Kein Recht auf Anonymität
          3. c) Keine Wertungsanalogie zu § 67 Abs. 6 AktG
        1. 2. Informationsansprüche bei konstruierbarer Treugeber-Innen-GbR
        2. 3. Transparenz aus der Natur der Beteiligung
        1. 1. Befürwortende Stimmen
          1. a) Privatautonomie
          2. b) Im Regelfall keine (zusätzliche) Vertragsbeziehung zu Mitanlegern
          3. c) Kein berechtigtes Interesse uneingeschränkter Information
          4. d) Datenschutzrechtliche Einwände
          1. a) § 716 Abs. 1, beziehungsweise § 118 Abs. 1 HGB
          2. b) Besonderheit in der Kommanditgesellschaft (§ 166 HGB)
          3. c) § 713 BGB in Verbindung mit § 666 BGB
          4. d) Ungeschriebenes Recht sui generis
        1. 2. Ausgangspunkt: Recht auf Anonymität
          1. a) Ratio des § 67 Abs. 6 AktG
          2. b) Übertragung auf die Publikumspersonengesellschaft
          1. a) Mildere Mittel
          2. b) Insbesondere: Das Anlegerforum
          1. a) Art. 6 Abs. 1 lit. b DS-GVO (Erforderlichkeit zur Vertragserfüllung)
          2. b) Art. 6 Abs. 1 lit. f DS-GVO (allgemeines berechtigtes Interesse)
          1. a) Maßstab
          2. b) Beispiel: Innenregressanspruch nach BGHZ 207, 54
        2. 7. Die Relevanz der zusätzlichen Innen-GbR
      1. IV. Zusammenfassung
  6. Download Kapitel (PDF)
      1. I. Zur Treuhand im deutschen Recht
      2. II. Zum Untersuchungsgegenstand
      3. III. Zur Rechtsnatur der qualifizierten Treuhand – zugleich Herleitung der Figur des stillen Kommanditisten
      4. IV. Zur Haftung des stillen Kommanditisten
      5. V. Zur Aufrechnungsmöglichkeit des stillen Kommanditisten
      6. VI. Zum Auskunftsanspruch
      1. I. Allgemeines
      2. II. Vorschlag für die Kodifizierung der stillen Kommanditbeteiligung
  7. LiteraturverzeichnisSeiten 327 - 353 Download Kapitel (PDF)

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