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Der patentrechtliche Unterlassungsanspruch

Historie, Reichweite und Reform
Autor:innen:
Verlag:
 09.08.2022

Zusammenfassung

Die seit langer Zeit bestehende Frage nach einer Einschränkung des patentrechtlichen Unterlassungsanspruchs ist zuletzt erneut in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Kern der Diskussion ist, ob die Durchsetzung des Unterlassungsanspruchs in seiner bisherigen Gestalt zu nicht mehr gerechtfertigten Härten für Verletzer und Dritte führen kann. Als Ergebnis der jüngsten Debatte hat der Gesetzgeber den Anspruch durch das das 2. PatModG um einen Verhältnismäßigkeitseinwand ergänzt. Vor diesem Hintergrund widmet sich die Arbeit dem Unterlassungsanspruch, seiner Historie, Reichweite sowie der Reform und erarbeitet ein praxisorientiertes Konzept zur Auflösung dysfunktionaler Fallkonstellationen.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
Erscheinungsdatum
09.08.2022
ISBN-Print
978-3-8487-9001-2
ISBN-Online
978-3-7489-3464-6
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Schriften zum geistigen Eigentum und zum Wettbewerbsrecht
Band
136
Sprache
Deutsch
Seiten
563
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 28 Download Kapitel (PDF)
  2. Download Kapitel (PDF)
      1. I. Problemstellung und Ziele der Arbeit
      2. II. Forschungsstand
      3. III. Gang der Untersuchung
      1. I. Grundlagen der frühen Neuzeit
          1. a) Königreich Preußen
          2. b) Königreich Bayern
          3. c) Königreich Württemberg
          4. d) Königreich Sachsen
        1. 2. Zwischenergebnis
        1. 1. Keine normative Regelung
          1. a) Grundstruktur des römischen Rechts
          2. b) Der Wandel der Unterlassungsklage im 19. Jahrhundert
            1. aa) Begründung durch das Reichsgericht
            2. bb) Rezeption in der Lehre
            3. cc) Exkurs: Deliktische Herleitung einer allgemeinen Unterlassungsklage?
        2. 3. Die Dogmatik der patentrechtlichen Unterlassungsklage
          1. a) Insbesondere: Das öffentliche Interesse
          2. b) Allgemeine Einreden und Einwendungen
          3. c) Weitere Ansätze
          4. d) Zusammenfassung
        3. 5. Zwischenergebnis
        1. 1. Zur Entstehung
        2. 2. Der normierte Unterlassungsanspruch
          1. a) Das öffentliche Interesse und unbillige Härten
          2. b) Einreden und weitere Ansätze
          3. c) Zusammenfassung
        3. 4. Zwischenergebnis
      2. V. Weitere Entwicklungen des 20. Jahrhunderts und 21. Jahrhunderts
      3. VI. Zusammenfassung
          1. a) Aktivlegitimation
          2. b) Passivlegitimation
          3. c) Objektive Rechtsverletzung
            1. aa) Wiederholungsgefahr
            2. bb) Erstbegehungsgefahr
          4. e) Rechtsfolge: Unterlassung
            1. aa) Voraussetzungen – insbesondere Verfügungsanspruch und -grund
            2. bb) Entscheidung
            3. cc) Vollziehung
          1. b) Hauptsacheverfahren
            1. aa) Allgemeine Voraussetzungen
              1. i) Androhung der Ordnungsmittel
              2. ii) Zuwiderhandlung
              3. iii) Verschulden
              4. iv) Zeitpunkt
              5. v) Darlegungs- und Beweislast; Beweismittel
              1. i) Verfahren
              2. ii) Ordnungsmittel
              3. iii) Vollstreckung im Vollzugsverfahren
        1. 1. Ratio des Patentrechts
          1. a) Rechtsverwirklichender Charakter
          2. b) Zwingender Charakter
          3. c) Präventiver Charakter
          4. d) Zweckverwirklichender und institutionsschützender Charakter
          5. e) Weitere Eigenschaften
          6. f) Zwischenfazit
          1. a) Law & economics-Ansatz
          2. b) Effizienz als Rechtsprinzip
          3. c) Zwischenergebnis
          1. a) Grundlagen des Art. 14 GG
          2. b) Ausgleichspflichtige Inhalts- und Schrankenbestimmung?
          3. c) Verfahrensrechtliche Garantie
          4. d) Zwischenergebnis
          1. a) Primärrecht
              1. i) Gerichtliche Anordnung, Art. 11 DurchsetzungsRL
              2. ii) Ablösungsrecht, Art. 12 DurchsetzungsRL
              3. iii) Allgemeine Verpflichtungen, Art. 3 DurchsetzungsRL
              4. iv) Zwischenfazit
            1. bb) Leitfaden zu bestimmten Aspekten der Richtlinie 2004/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums
            2. cc) Weiteres soft law
          2. c) Zwischenergebnis
          1. a) Grundprinzipien der Artt. 7 und 8 TRIPS
            1. aa) Ausnahmen von den Rechten des Patents, Art. 30 TRIPS
            2. bb) Sonstige Benutzung ohne Erlaubnis des Rechtsinhabers, Art. 31 TRIPS
            1. aa) Effektivitätsgrundsatz des Art. 41 Abs. 1 S. 1 TRIPS
              1. i) Zwingende Anordnung oder zwingende Kompetenz?
              2. ii) Folgerungen aus Artt. 41 ff. TRIPS
            2. cc) Zwischenergebnis
          2. d) Zusammenfassung
        1. 4. Zwischenergebnis
      1. IV. Zusammenfassung
      1. I. Historie
      2. II. Übergeordnete Rahmenbedingungen
      3. III. Ratio und Wortlaut
      4. IV. Zusammenfassung
  3. Download Kapitel (PDF)
        1. 1. Ursprung der Diskussion
        2. 2. Renaissance des Wunsches einzelfallgerechter Lösungen
          1. a) Der nicht-praktizierende Patentinhaber
            1. aa) Das Dasein als NPE
            2. bb) Fehlendes Kreuzlizenzierungsinteresse
            3. cc) Eigenes Lizenzierungsinteresse
            4. dd) Fehlende Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten
            5. ee) Innovationsbeschränkende Rechtsdurchsetzung
          2. c) Zwischenfazit: Kein taugliches Kriterium
          1. a) Der Bewertungsmaßstab: Unzulässige Rechtsausübung
            1. aa) Nicht-praktiziertes Patent
            2. bb) Durchsetzung ohne Rechtfertigung
            3. cc) Zwischenergebnis
            1. aa) Standardisierung
              1. i) Im generellen Standardisierungskontext
              2. ii) Im Kontext standardessentieller Patente
            2. cc) Zwischenergebnis
            1. aa) Wirtschaftliche Härte und Existenzvernichtung
              1. i) Insbesondere: Komplexes Produkt
              2. ii) Unzulässige Wahl des Anspruchsgegners?
              3. iii) Unübersichtliche Patentlage
              4. iv) Lock-In und Hold-Up
              5. v) Dysfunktionalität
            2. cc) Weitere Fallgestaltungen
            3. dd) Zusammenfassung
            1. aa) Öffentliche Zugangsinteressen
            2. bb) Weitere Drittinteressen
            3. cc) Dysfunktionalität
          2. f) Durchsetzung als gezielte Schädigung des Anspruchsgegners: Individueller Rechtsmissbrauch
          3. g) Durchsetzung als Missbrauch prozessualer Befugnisse
          1. a) Patentqualität, ‚Trivialpatente‘ und Patentdickichte
          2. b) Trennungsprinzip und Injunction Gap
          3. c) Dysfunktionalität
        1. 4. Probleme und Chancen induktiven Vorgehens
      1. III. Zusammenfassung
    1. Kapitel 6 Definition: Stellschraube
        1. 1. Allgemeines
          1. a) Erfolgloses Bemühen um Benutzungserlaubnis
            1. aa) Maßstab des öffentlichen Interesses
            2. bb) Einzelne Umstände
          1. a) Inhalt, Wirkung und Folgen
          2. b) Prozessuales
        2. 4. Zwischenergebnis und Ausblick
        1. 1. Voraussetzung und Wirkung
        2. 2. Zwischenergebnis und Ausblick
        1. 1. Anwendbarkeit im Patentrecht
          1. a) Gegenwärtige Gefahr
          2. b) Notwendigkeit
          3. c) Güterabwägung
          4. d) Folgen und Wirkung
        2. 3. Zwischenergebnis
      1. IV. Zusammenfassung
      1. I. Ausübungsschranken
        1. 1. Durchsetzung als Schädigung des Anspruchsgegners
            1. aa) Die Unverhältnismäßigkeit und § 242 BGB
            2. bb) Zulässigkeit von Verhältnismäßigkeitserwägungen im Patentrecht
            3. cc) Zur grundsätzlichen Maßstabsbildung im Patentrecht
            1. aa) § 242 BGB und der Rechtsgedanke des § 251 Abs. 2 S. 1 BGB
            2. bb) § 275 Abs. 2 BGB
            3. cc) Unionsrechtlicher Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und § 242 BGB
            4. dd) Zwischenergebnis
              1. i) Erscheinungsformen
              2. ii) Dogmatische Einordnung
              3. iii) Grundlegende Voraussetzungen und Rechtsfolgen im Immaterialgüterrecht
            1. bb) BGH, Urt. v. 10. 5. 2016 – X ZR 114/13 – Wärmetauscher
              1. i) LG Düsseldorf, Urt. v. 9. 3. 2017 – 4a O 28/16 – umpositionierbare Herzklappe
              2. ii) LG München I, Urt. v. 20. 12. 2018 – 7 O 10495/17 – Niederspannungs-Hüllkurvenverfolger
              3. iii) LG München I, Urt. v. 13. 6. 2019 – 7 O 10261/18 – Steuerventil
              4. iv) LG Düsseldorf, Urt. v. 11. 7. 2019 – 4c O 49/16 – Monoklonare Antikörper
              5. v) LG Düsseldorf, Urt. v. 5. 9. 2019 – 4c O 30/19 – Halterahmen für Steckverbinder
              6. vi) LG Düsseldorf, Urt. v. 16. 6. 2020 – 4c O 43/19 – Flexibles Atemrohr
              7. vii) LG Mannheim, Urt. v. 18. 8. 2020 – 2 O 34/19 – Lizenz in Wertschöpfungskette
              8. viii) LG München I, Urt. v. 4. 9. 2020 – 21 O 8913/20 – Herzklappenprotheseneinführsystem
              9. ix) LG München I, Urt. v. 10. 9. 2020 – 7 O 8818/19 – LTE-Standard
              10. x) LG München I, Urt. v. 30. 9. 2020 – 21 O 13026/19 – Unterpixelwertinterpolation
              1. i) Hinsichtlich der dogmatischen Einordnung
              2. ii) Hinsichtlich der Voraussetzungen
              3. iii) Hinsichtlich der Rechtsfolgen und der prozessualen Durchsetzung
              1. i) Vorteile
              2. ii) Nachteile und Kritik
        2. 3. Zwischenergebnis
          1. a) Der Diskussionsentwurf
          2. b) Der Referentenentwurf
          3. c) Regierungsentwurf und weiteres Gesetzgebungsverfahren
          1. a) Wortlaut
          2. b) Genese der Norm
          3. c) Zweck der Norm
          4. d) Systematische Betrachtung
          5. e) Ergebnis: Einwendung
            1. aa) Umfassende Interessenabwägung
                1. (a) Wirtschaftliche Auswirkungen
                2. (b) Komplexe Produkte
                3. (c) Patentbezogene Faktoren
                1. (a) In der Sphäre des Verletzten liegende Faktoren
                  1. (aa) Verschulden und Umstellungsmaßnahmen
                  2. (bb) Zeitliche Aspekte
                1. (a) Bisheriges Verständnis
                2. (b) Drittinteressen im Sinne des § 139 Abs. 1 S. 3 PatG
                3. (c) Konkreter Maßstab
                4. (d) Drittinteressen als Einzelinteressen?
                5. (e) Gegen eine Unverhältnismäßigkeit sprechende Drittinteressen
            1. aa) Beschränkung des Unterlassungsanspruchs
            2. bb) Entschädigungsanspruch und weitere Ansprüche
              1. i) In der Distributionskette
              2. ii) Für den Rechtsnachfolger des Verletzers
            1. aa) Darlegungs- und Beweislast
            2. bb) Ausspruch, Kostenfolge und sich verändernde Umstände
            3. cc) Im einstweiligen Rechtsschutz
            4. dd) Aus anwaltlicher Sicht
            5. ee) Sicherheitsleistung
        1. 4. Vereinbarkeit mit höherrangigem Recht
        2. 5. Zwischenergebnis
        1. 1. Kein standardessentielles Patent
        2. 2. Standardessentielles Patent ohne FRAND-Verpflichtungserklärung
        3. 3. Standardessentielles Patent mit FRAND-Verpflichtungserklärung
        4. 4. Zwischenergebnis
      2. V. Weitere Ausübungsschranken des Privatrechts
      3. VI. Zusammenfassung
        1. 1. Aussetzung des Verletzungsverfahrens, § 148 ZPO
        2. 2. Weitergehende Synchronisierungsansätze
        3. 3. Zwischenergebnis
      1. II. Verbot des prozessualen Rechtsmissbrauchs
            1. aa) Ausgangspunkt: Sicherungsinteresse und Streitwert
            2. bb) Hoher Vollstreckungsschaden und Vorteile einer hohen Sicherheitsleistung
            3. cc) Schadensminderungspflicht
          1. b) Sicherheitsleistungen im einstweiligen Verfügungsverfahren
          2. c) Zusammenfassung
          1. a) Unersetzbarer Nachteil, § 712 Abs. 1 ZPO
          2. b) Entgegenstehende überwiegende Gläubigerinteressen, § 712 Abs. 2 ZPO
          3. c) Rechtsfolgen
          1. a) Einstellung der Zwangsvollstreckung aus der erstinstanzlichen Entscheidung, §§ 719 Abs. 1, 707 ZPO
          2. b) Rechtsfolgen
        1. 4. Haftung für Vollstreckungsschäden
        2. 5. Zusammenfassung
        1. 1. Allgemeines
        2. 2. Die Anti-Suit Injunction in Deutschland
          1. a) Verfügungsanspruch
          2. b) Verfügungsgrund
          3. c) Interessenabwägung und Rechtsschutzbedürfnis
          4. d) Rechtsfolge
        3. 4. Zusammenfassung
      2. V. Zwischenergebnis
  4. Download Kapitel (PDF)
          1. a) Der Grundsatz
          2. b) Zum Verhältnis einzelner Ausübungsschranken
          1. a) Durchsetzung eines nicht-praktizierten Patents
          2. b) Durchsetzung eines standardessentiellen Patents
            1. aa) Wirtschaftliche Härte und Existenzvernichtung
            2. bb) Komplexes Produkt
            1. aa) Zur Auswahl der Stellschrauben
            2. bb) Das Verhältnis von § 24 PatG und § 139 Abs. 1 S. 3 PatG
            3. cc) Rechtliche Wechselwirkung – Zwangslizenzeinwand oder Aussetzung?
            4. dd) Tatsächliche Wechselwirkungen und Folgen der Verfahren
          3. e) Durchsetzung als Schädigung oder Schikane
          4. f) Weitere Konstellationen und Gesamtschau
      1. II. Zwischenergebnis
      1. I. Die am Unverhältnismäßigkeitseinwand geäußerte Kritik
      2. II. Einzelfallgerechtigkeit – zu Lasten der Rechtssicherheit?
      3. III. Auswirkungen auf Wettbewerb und Innovation
      4. IV. Zwischenergebnis
    1. Kapitel 12 Zusammenfassung der Ergebnisse
  5. LiteraturverzeichnisSeiten 509 - 560 Download Kapitel (PDF)
  6. StichwortverzeichnisSeiten 561 - 563 Download Kapitel (PDF)

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