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Abweichungsfeste Verfassungsgrundsätze des Unionsrechts als ordre public-Vorbehalt gegenüber dem Völkerrecht
- Authors:
- Series:
- Beiträge zum ausländischen öffentlichen Recht und Völkerrecht, Volume 304
- Publisher:
- 2021
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Bibliographic data
- Copyright year
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-8487-8093-8
- ISBN-Online
- 978-3-7489-2511-8
- Publisher
- Nomos, Baden-Baden
- Series
- Beiträge zum ausländischen öffentlichen Recht und Völkerrecht
- Volume
- 304
- Language
- German
- Pages
- 368
- Product type
- Book Titles
Table of contents
ChapterPages
- Titelei/InhaltsverzeichnisPages 1 - 22 Download chapter (PDF)
- a) Anhaltspunkte in den Verträgen
- b) Anhaltspunkte in der Rechtsprechung
- c) Verfassungsgrundsätze als Anhaltspunkt
- 2. Begriff „Verfassungsgrundsätze“
- a) Relevanz für das Verhältnis des Unionsrechts zum Völkerrecht
- b) Relevanz für einzelne Fallkonstellationen
- 1. Thematisches Vorgehen
- 2. Methodisches Vorgehen
- 3. Perspektivenwahl
- 4. Vorverständnis
- 5. Ziele der Arbeit
- a) Verhältnis zwischen dem Gemeinschaftsrecht und dem Völkerrecht
- b) Gerichtliche Kontrolle anhand des ius cogens, verstanden als ordre public
- 2. Die Schlussanträge des Generalanwalts
- a) Verhältnis zwischen dem Gemeinschafts- und Völkerrecht
- b) Verfassungsgrundsätze als Überprüfungskriterien des autonomen Rechtssystems
- aa) Beachtung und Berücksichtigung des Völkerrechts in der Gemeinschaftsrechtsordnung
- bb) Prüfungsmaßstab: die Verfassungsgrundsätze des EG-Vertrags
- cc) Bezugnahme der Verfassungsgrundsätze auf den EG-Vertrag
- dd) Abgrenzung des angewandten Prüfungsmaßstabs vom gesamten Primärrecht
- ee) Achtung der Menschenrechte als Verfassungsgrundsatz
- ff) Erfasste Fallkonstellationen
- gg) Verwendung des Begriffs der „Verfassungsgrundsätze“ in der Rechtsprechung des EuGH
- 4. Zusammenfassung
- 1. Rolle der Verfassungsgrundsätze bei der Prüfung von EU-Sanktionen
- 2. Übertragen von Kadi I auf die Rechtslage nach Lissabon
- 3. Präzisierung der Anwendung der Grundrechte als Verfassungsgrundsätze durch Kadi II
- III. Kadi I und II als feste Bestandteile der Rechtsprechung – spätestens seit dem Gutachten 1/15
- 1. Stellungnahme der Generalanwältin: kein antizipierter ordre public Vorbehalt
- 2. Normierte Grundlagen für den Beitritt und „besondere Merkmale der Union und des Unionsrechts“
- 3. Angewandter Prüfungsmaßstab: verfassungsrechtlicher Rahmen
- 4. Vergleich zwischen den besonderen Merkmalen des Unionsrechts und den Verfassungsgrundsätzen
- 5. Zusammenfassung
- 1. Die Verfassungsterminologie des Gerichtshofs
- 2. Die Autonomie der Gemeinschaftsrechtsordnung gegenüber dem Völkerrecht als Grundlage der Gemeinschaftsrechtsordnung selbst
- 3. Der Umgang mit den völkerrechtlichen Zielen des Umsetzungsrechtsaktes
- 4. Die Verfassungsgrundsätze als Grenze der Ausnahme von der Primärrechtsbindung nach Art. 351 AEUV
- a) Strukturelemente der Gemeinschaft (Gutachten 1/76)
- c) Gleichheitssatz (Rahmenabkommen über Bananen)
- aa) Ähnlichkeit von Verfassungsgrundsätzen und grundlegenden Bestimmungen
- bb) Rolle von grundlegenden Bestimmungen in der Rechtsprechung des EuGH
- cc) Begriff des ordre public
- 1. Der Begriff und die Häufigkeit seiner Verwendung
- 2. Das zugrundliegende Verständnis vom Verhältnis des Unionsrechts zum Völkerrecht
- 3. Zur Rolle herausgehobener Formulierungen
- 4. Zusammenfassung: Die Verfassungsgrundsätze nach Kadi I in der Rechtsprechung
- 1. Verfassungsrechtliches Vorverständnis
- 2. Bedeutung des Grundsatzes
- 3. Relevanz der Analyse der Verfassungsgrundsätze
- a) „Verfassung“
- b) Prüfungstauglicher „Grundsatz“
- c) Abweichungsfeste Wirkung im Ergebnis
- d) Zuständigkeit des Gerichtshofs und Autonomie der Rechtsordnung als Voraussetzungen
- a) Art. 351 und Art. 347 AEUV
- b) Schlussfolgerungen für die Konzeption der Verfassungsgrundsätze
- c) Schlussfolgerungen für die Auslegung von Art. 347 und Art. 351 AEUV
- a) Innerunionale Berücksichtigung der Völkerrechtsfreundlichkeit und der Wertesicherung
- b) Rolle der Verfassungsgrundsätze im Mehrebenensystem
- a) Verknüpfung von Verfassungsterminologie und dem geschriebenen Primärrecht
- b) Von Art. 6 EUV (Nizza) zu Art. 2 EUV (Lissabon)
- c) Art. 2 S. 1 EUV als begriffliche Verankerung der abweichungsfesten Verfassungsgrundsätze
- d) Vereinbarkeit mit dem Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung
- a) Vorschriften, die auf die Werte des Art. 2 EUV verweisen
- b) Gesamtes geschriebenes Primärrecht und eigene Hierarchiestufe
- c) Allgemeine Rechtsgrundsätze
- d) Allgemeine Grundsätze des Unionsrechts
- a) Begründung der Begriffswahl
- b) Bedeutungsunterschied zwischen Prinzip und Grundsatz im konkreten Fall
- a) Einseitige Anwendung im Kollisionsfall zwischen Unionsrecht und Völkerrecht
- b) Abwägung bei der Prüfung anhand der Verfassungsgrundsätze und die Völkerrechtsfreundlichkeit der Unionsrechtsordnung
- 8. Zwischenfazit
- 1. Abweichungsfeste Wirkung gegenüber Umsetzungsrechtsakten bezüglich früherem Völkervertragsrecht der Mitgliedstaaten (Kadi-Konstellation)
- a) Völkervertragsrecht der Union
- b) „Späteres“ Völkervertragsrecht der Mitgliedstaaten
- c) Völkergewohnheitsrecht, das die Union bindet
- d) Völkergewohnheitsrecht, das die Mitgliedstaaten bindet
- e) Zusammenfassung
- a) Sekundärrechtsakte, insbesondere Fälle der Art. 351 und Art. 347 AEUV
- b) Sekundärrechtsakte außerhalb der Fälle der Art. 351 und Art. 347 AEUV
- c) Relevanz bei der Prüfung nach Art. 218 Abs. 11 AEUV
- d) Rechtsakte der Mitgliedstaaten
- 4. Zwischenfazit
- IV. Rechtsfolgen des Verstoßes gegen abweichungsfeste Verfassungsgrundsätze
- a) Völkerrechtsfreundlichkeit
- b) Koordination und Kooperation im Mehrebenensystem
- c) Rolle des EuGH
- a) Anpassungseffekte durch einen „Luxemburg effect“?
- b) Begrenzung des „Luxemburg effect“
- a) Nachahmung auf mitgliedstaatlicher Ebene?
- b) Bezugnahme auf Kadi I durch das BVerfG in der Lissabon-Entscheidung
- 4. Folge: restriktive Auslegung der abweichungsfesten Verfassungsgrundsätze
- 1. Dogmatische Beschreibung
- 2. Anwendungsfälle und Rechtsfolge
- 3. Rechtspolitische Folgen
- a) Rechtsprechung
- b) Primärrecht
- c) Literatur
- a) Die herausgearbeiteten Merkmale
- b) Der abweichungsfeste Gehalt und die Berücksichtigung der Völkerrechtsfreundlichkeit
- c) Die restriktive Auslegung und der Einfluss anderer Rechtsebenen oder Teilverfassungen
- II. Autonomie und Zuständigkeit des EuGH
- 1. Inhalt und Verankerung im Primärrecht
- a) Primärrecht und konkreter Prüfungsgehalt
- b) Abweichungsfester Gehalt
- c) Autonomie und Zuständigkeit des Gerichtshofs
- IV. Grundsatz der begrenzten Einzelermächtigung
- 1. Primärrecht
- 2. Konkreter Prüfungsgehalt
- 3. Abweichungsfester Gehalt
- 4. Autonomie und Zuständigkeit des Gerichtshofs
- 5. Prüfung und Beachtung des Völkerrechts
- VI. Grundsatz der Freiheit
- VII. Grundsatz der Gleichheit
- VIII. Grundsatz der Demokratie
- 1. Inhalt und Verankerung im Primärrecht
- a) Primärrecht und konkreter Prüfungsgehalt
- b) Abweichungsfester Gehalt und Autonomie
- a) Primärrecht und konkreter Prüfungsgehalt
- b) Abweichungsfester Gehalt und Autonomie
- a) Primärrecht und konkreter Prüfungsgehalt
- b) Abweichungsfester Gehalt und Autonomie
- 1. Identifizierte abweichungsfeste Verfassungsgrundsätze
- 2. Inhaltliche Überschneidung der Verfassungsgrundsätze und Rolle des Art. 2 EUV
- 3. Weitere potentielle Verfassungsgrundsätze mit abweichungsfester Wirkung
- I. Problemaufriss: Die Kollisionslage und die Kollisionsregel
- a) Kollisionsrechtlicher ordre public
- b) Anerkennungsrechtlicher und vollstreckungsrechtlicher ordre public
- c) Nationales Verfassungsrecht gegenüber dem Unionsrecht
- d) Zusammenfassung
- a) Völkervertragsrecht
- b) Vergleich des BVerfG mit dem ordre public des Völkervertragsrechts
- c) Völkergewohnheitsrecht
- d) Völkerrechtliche Aufladung der innerstaatlichen ordre public Vorbehalte
- e) Zusammenfassung
- a) Unionsrechtliche Aufladung der mitgliedstaatlichen ordre public Vorbehalte
- b) Die öffentliche Ordnung als Vorbehalt in den EU-Verträgen
- c) Ordre public und Europarecht im weiteren Sinne
- d) Zusammenfassung
- a) Vorbehaltswirkung zugunsten einer Rechtsordnung im Einzelfall
- b) Vorbehaltswirkung zugunsten staatlicher und nichtstaatlicher Rechtsordnungen
- c) Unterscheidung zwischen der Rechtsordnung, die den Vorbehalt gewährt und der Rechtsordnung, zugunsten deren ordre publics der Vorbehalt wirkt
- d) Grund für das Bestehen der ordre public Vorbehalte in geschriebener und ungeschriebener Form
- e) Grenzen der Vorbehalte: restriktive Auslegung
- a) Bezeichnung des geschützten Inhalts des Vorbehalts in geschriebenen Vorbehalten
- b) Bezeichnung des geschützten Inhalts des Vorbehalts in ungeschriebenen Vorbehalten
- c) Rechtsquelle des geschützten Inhalts des Vorbehalts
- d) Grundrechtsschutz
- e) Kernmetapher
- 1. Einordnung der Aussagen des EuG in Kadi I
- a) Kollisionslage als Ausgangspunkt für die Kollisionsregel
- b) Vorbehaltswirkung
- c) Ergebniskontrolle im Einzelfall
- d) Bestimmung des durch die abweichungsfesten Verfassungsgrundsätze geschützten Gehalts
- e) Zusammenfassung
- a) Konkretisierung des durch die Verfassungsgrundsätze geschützten kollisionsrechtlichen Teils des unionsrechtlichen ordre public
- b) Unterschiede zwischen den Verfassungsgrundsätzen und der Identitätskontrolle
- c) Mögliche Aufladung der Verfassungsgrundsätze
- 4. Fazit: Die abweichungsfesten Verfassungsgrundsätze bilden einen unionsrechtlichen ordre public Vorbehalt
- 1. Kriterien
- 2. Geschützte Gehalte
- a) Positionierung der Unionsrechtsordnung zum Völkerrecht
- b) Bessere Einordnung der verfassungsrechtlichen Terminologie der Rechtsprechung und größere Rechtssicherheit
- c) Bestimmung des primärrechtlichen Prüfungskatalogs des EuGH mit Blick auf das Völkerrecht
- II. Die abweichungsfesten Verfassungsgrundsätze als ordre public Vorbehalt
- 1. Sanktionen
- 2. EMRK-Beitritt und weitere völkerrechtliche Abkommen
- 3. Schiedsklauseln in bilateralen Investitionsschutzverträgen
- IV. Thesenartige Zusammenfassung
- SchrifttumPages 359 - 368 Download chapter (PDF)




