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Monograph No access

Der Umgang mit maschinengenerierten Daten im zivilrechtlichen Beweisverfahren

Authors:
Publisher:
 2026

Summary

Machine-generated data—such as sensor and log data from networked devices, platform logs, or outputs from data processing systems—is becoming increasingly important as evidence in civil proceedings. This dissertation analyzes how such data can be classified within the body of evidence under the German Code of Civil Procedure, who has control over it in court proceedings, and what criteria courts use to determine its probative value. Based on this, the thesis develops approaches for overcoming typical evidentiary difficulties and standards for proper evaluation of evidence. The author is corporate attorney and advises on legal issues relating to the use of AI systems.

Keywords



Bibliographic data

Edition
1/2026
Copyright Year
2026
ISBN-Print
978-3-7560-4269-2
ISBN-Online
978-3-7489-7097-2
Publisher
Nomos, Baden-Baden
Series
Schriften zum Prozess- und Verfahrensrecht
Volume
14
Language
German
Pages
326
Product Type
Monograph

Table of contents

ChapterPages
    1. Danksagung No access
    2. Abkürzungen No access
      1. I. Maschinelle Erzeugung von Daten als Alltagsphänomen No access
      2. II. Relevanz maschinengenerierter Daten für die Beweisführung No access
      3. III. Adaptionsfähigkeit des geltenden Prozessrechts an neue technische Entwicklungen No access
        1. 1. Technisch-faktische Besonderheiten maschinengenerierter Daten No access
        2. 2. Schnittstellen zum zivilprozessualen Beweisrecht No access
        3. 3. Interaktion mit dem materiellen Zivilrecht No access
        4. 4. Bestimmung der zivilprozessualen Berechtigung an maschinengenerierten Daten No access
        5. 5. Adäquate Berücksichtigung im Rahmen der Beweiswürdigung No access
        6. 6. Zusammenspiel zwischen prozessrechtlichen Vorschriften und technischen Vorgaben No access
      1. II. Begrenzung des Untersuchungsgegenstands No access
    1. C. Stand der Forschung No access
    2. D. Gang der Untersuchung No access
        1. 1. Phänomenologischer Definitionsansatz im Recht No access
          1. a. Nachrichtentechnisch-formaler Informationsbegriff No access
          2. b. Strukturelle Informationsebene No access
          3. c. Syntaktische Informationsebene No access
          4. d. Semantische Informationsebene No access
          5. e. Verhältnis der Informationsebenen zueinander No access
      1. II. Einordnung von Daten in das 3-Ebenen-Informationssystem No access
      2. III. Prozessrechtliche Relevanz der Einordnung von Daten in das 3-Ebenen-Informationssystem No access
      3. IV. Zwischenergebnis No access
          1. a. Digitalisierung und Vernetzung physischer Gegenstände No access
          2. b. Internet der Dinge und Industrie 4.0 No access
          3. c. Big Data No access
        1. 2. Das „Wie“ der Datenerzeugung No access
          1. a. Mögliche Inhalte maschinengenerierter Daten No access
          2. b. Heterogenität maschinengenerierter Daten No access
      4. VI. Zwischenergebnis: Arbeitsdefinition maschinengenerierte Daten No access
      1. I. Problemaufriss No access
        1. 1. Fehlende Wahrnehmungsmöglichkeit durch menschliche Sinnesorgane No access
        2. 2. Fehlende Körperlichkeit von Daten No access
        3. 3. Berücksichtigung von Metadaten No access
        1. 1. Verselbstständigung der Beweisinformation von der eigentlichen Erkenntnisquelle No access
        2. 2. Großvolumige Informationssammlung No access
        3. 3. Fehlen alternativer Beweismittel No access
        4. 4. Partielle Aussagekraft maschinell erzeugter Daten No access
        5. 5. Auswertungs- und Interpretationserfordernis maschinengenerierter Daten No access
        6. 6. Variierender Bearbeitungsgrad und Informationsgehalt No access
        7. 7. Externe Zugriffs- bzw. Manipulationsmöglichkeiten No access
        8. 8. Fixierungserfordernis und Abhängigkeit vom datenerzeugenden System No access
        9. 9. Belegenheitsort der Beweismittel No access
      2. IV. Zusammenfassung No access
        1. 1. Erste Diskussionsansätze aus den 1960er und 1970er Jahren No access
        2. 2. Neue Beweismittelkategorie für „binäre Informationsobjekte“ No access
        3. 3. Forderungen der Arbeitsgruppe „Modernisierung des Zivilprozesses“ aus dem Jahr 2020 No access
        4. 4. Erforderlichkeit einer neuen Beweismittelkategorie No access
          1. a. Begriffsverständnis außerhalb des Beweisrechts No access
          2. b. Bedeutung für das Beweisrecht No access
          3. c. Sog. informationstechnische Auslegung im Beweisrecht No access
          4. d. Engeres Begriffsverständnis im Rahmen des § 371a Abs. 1 S. 1 ZPO No access
          5. e. Zusammenfassung No access
          1. a. Begriff des elektronischen Dokuments nach der eIDAS-VO und Anwendbarkeit in der ZPO No access
          2. b. Beweisrechtliche Vorgaben zum „elektronischen Siegel“ in der eIDAS-VO No access
          1. a. Diskussionsstand in Literatur und Rechtsprechung No access
            1. aa. Einheitlichkeit und Anwendungssicherheit des Beweisrechts No access
            2. bb. Einordnung maschinengenerierter Daten als sog. Wissenserklärungen No access
            1. aa. Regelungszweck des § 371a ZPO No access
            2. bb. Sachgerechte Handhabung beweisrelevanter Daten No access
          2. d. Stellungnahme No access
        1. 1. In Betracht kommende Beweismittelkategorien No access
          1. a. Anwendungsbereich No access
          2. b. Mittelbarer Augenschein No access
          3. c. Mittelbarer Augenschein durch Hinzuziehung eines Sachverständigen No access
          4. d. Augenscheinsgehilfe No access
          5. e. Zwischenergebnis No access
          1. a. Entscheidung über die Erforderlichkeit eines Sachverständigenbeweises No access
          2. b. Erfordernis besonderer Sachkunde bei der beweisrechtlichen Würdigung maschinengenerierter Daten No access
          3. c. Kosten des Sachverständigenbeweises No access
          4. d. Zwischenergebnis No access
          1. a. Unmittelbarer Anwendungsbereich No access
          2. b. Umgang mit maschinell erstellten Auswertungen No access
          3. c. Einordnung als sog. Privatgutachten No access
          4. d. Beweisrechtlicher Umgang mit Privatgutachten No access
        2. 5. Zeugenbeweis No access
    1. D. Zwischenergebnis zu Kapitel 2 No access
        1. 1. Objektive Beweislast No access
        2. 2. Subjektive Beweislast No access
      1. II. Verhältnis zur sog. Initiativlast No access
      1. I. Begriff der Beweismittelkontrolle No access
        1. 1. Urkundenbeweis No access
        2. 2. Augenscheinsbeweis No access
        3. 3. Sachverständigenbeweis No access
        4. 4. Zusammenfassung No access
        1. 1. Rückgriff auf Wertungen des materiellen Zivilrechts No access
        2. 2. Bestimmung anhand der Wertungen des Data Acts No access
        3. 3. Verantwortlichkeit für Datenerhebung (sog. Skripturakt) No access
        4. 4. Abstellen auf den Besitz am datengenerierenden Gegenstand No access
          1. a. Bestimmung anhand der Kriterien „Zugriff“ und „Kontrolle“ No access
          2. b. Definition der faktisch-tatsächlichen Zugriffsmöglichkeit No access
          3. c. Erfordernis eines Rechtmäßigkeitskriteriums No access
          4. d. Veränderlichkeit der Beweismittelkontrolle im Zeitablauf No access
          5. e. Zwischenergebnis No access
      1. I. Typische Prozesskonstellationen No access
      2. II. Verteilung der Darlegungs- und Beweislast in den untersuchten Prozesskonstellationen No access
      3. III. Eignung von Maschinendaten zur Beseitigung von Beweisschwierigkeiten No access
        1. 1. Beweismittelkontrolle aufgrund Übertragung beweiserheblicher Daten an den Hersteller No access
        2. 2. Beweismittelkontrolle aufgrund Verschlüsselung oder sonstiger technischer Hürden No access
        3. 3. Eingeschränkte Zugriffsmöglichkeiten des Nutzers führt nicht zur Beweismittelkontrolle No access
      4. V. Zwischenergebnis: Auseinanderfallen von Beweismittelkontrolle und Beweisführungslast No access
      1. I. Diskussion um die Schaffung einer materiell-rechtlichen Speicherpflicht No access
      2. II. Prozessrechtliche Grundlage einer Pflicht zur Speicherung beweiserheblicher Daten No access
        1. 1. Bestehen des Prozessrechtsverhältnis No access
        2. 2. Erkennbarkeit der Beweisrelevanz für den Prozessgegner No access
        3. 3. Beeinflussbarkeit der Speicherung durch den Nutzer No access
        4. 4. Bestehen einer Pflicht zur Speicherung kraft gesetzlicher Anordnung oder vertraglicher Vereinbarung No access
        5. 5. Rechtmäßigkeit der Datenspeicherung für die gegnerische Partei No access
      3. IV. Folgen des Unterlassens einer rechtlich gebotenen Speicherung No access
        1. 1. Wortlaut der Vorschriften No access
        2. 2. Einschränkungen des Anwendungsbereichs No access
        3. 3. Anwendbarkeit auf Maschinendaten No access
      1. II. Vorschriften zur Vorlage von Urkunden und Gegenständen des Augenscheinsbeweis No access
      1. I. Problemaufriss No access
        1. 1. Argumente gegen eine Mobilisierung des Zivilprozessrechts zur Lösung materiell-rechtlicher Konfliktlagen No access
        2. 2. Argumente für eine Mobilisierung des Zivilprozessrechts zur Lösung materiell-rechtlicher Konfliktlagen No access
        1. 1. Umverteilung von Darlegungs- und Beweislast durch gesetzliche Neuregelungen No access
          1. a. Tatsächliche Vermutungen No access
          2. b. Sekundäre Darlegungslast No access
          3. c. Anscheinsbeweis No access
          4. d. Richterrechtliche Beweislastumkehr No access
          1. a. Abhängigkeit prozessualer Erfolgsaussichten von der Beweislastverteilung No access
          2. b. Verteilung der Beweislast als Ausdruck gesetzgeberischer Wertung No access
            1. aa. Verlust der Zäsurwirkung des Gefahrübergangs No access
            2. bb. Mitwirkungserfordernis der datenkontrollierenden Partei No access
            3. cc. Schwierigkeiten bei der Darlegung eines schlüssigen Sachvortrags und Erwiderung auf gegnerischen Vortrag No access
          3. d. Zwischenergebnis No access
            1. aa. § 327k BGB No access
            2. bb. Art. 9 ProdHaftRL No access
            3. cc. Art. 3 KI-HaftungsRL-E No access
            4. dd. Aussagewert für die Annahme einer Beweiserleichterung No access
          1. b. AGB-Kontrolle faktisch-technischer Gestaltungen No access
            1. aa. Erlass des Data Acts als Reaktion auf die Zurückdrängung rechtlicher Kontrollinstrumente durch die Technisierung der Leistungsaustauschbeziehung No access
            2. bb. Erfordernis der Effektuierung der Regelungen des Data Acts durch Beweiserleichterungen im Prozessrecht No access
            3. cc. Verhältnis einer richterrechtlichen Beweislastmodifikation zu den Datenzugangsansprüchen nach Art. 4 Data-Act No access
          2. d. Zwischenergebnis No access
          1. a. Typisierbarkeit und Verallgemeinerungsfähigkeit der betroffenen Sachverhalte No access
          2. b. Wahrung des Ausnahmecharakters einer richterlichen Modifikation der Darlegungs- und Beweislast No access
          3. c. Formulierung eindeutiger Anwendungsvoraussetzungen No access
          4. d. Wahrung des verfassungsrechtlichen Rahmens No access
        1. 1. Entscheidungsspielraum des Gerichts No access
        2. 2. Abwägungsentscheidung zwischen den Rechten und Rechtsgütern der Prozessparteien No access
          1. a. Wahrung des Ausnahmecharakters No access
          2. b. Ko-Generierung der beweiserheblichen Daten No access
        3. 4. Tendenziell kein Erfordernis einer richterrechtlichen Beweislastumkehr No access
      2. VI. Zwischenergebnis No access
        1. 1. Beweisverwertungsverbote in der ZPO No access
        2. 2. Schutz personenbezogener Daten Dritter No access
        1. 1. Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen No access
        2. 2. Aufwand der Datenbereitstellung für das gerichtliche Verfahren No access
        3. 3. Rechtmäßigkeit der Beweismittelkontrolle No access
    1. E. Zwischenergebnis zu Kapitel 4 No access
    1. A. Funktion der Beweiswürdigung No access
      1. I. Berücksichtigung der gesamten zeitlichen Dimension des Datengenerierungsvorgangs No access
      2. II. Berücksichtigung der Umstände des Datengenerierungsvorgangs No access
      3. III. Technische Mängel im Datengenerierungsvorgang No access
      4. IV. Fehlen physischer Kontrollmerkmale No access
      5. V. Umgang mit dem sog. Information Overload No access
      6. VI. Präsentationsproblem No access
        1. 1. Vollständige Ablehnung No access
        2. 2. Partielle Ablehnung No access
          1. a. Nachweis in Studien No access
          2. b. Rechtsprechung zum Beweiswert von Metadaten No access
          3. c. Rechtsprechung zur elektronischen Behandlungsdokumentation No access
        1. 1. Herleitung No access
          1. a. CSI-Effekt No access
          2. b. Automation Bias & Default-Effekt No access
        2. 3. Folgen eines „Pro-Data-Bias“ No access
        1. 1. Grundsatz der freien Beweiswürdigung No access
          1. a. Auslegung der gesetzlichen Anforderungen No access
          2. b. Konkretisierung der Anforderungen durch die Rechtsprechung No access
          3. c. Modifikation der Anforderungen durch Vorgaben des materiellen Rechts No access
        1. 1. Entscheidungsbegründungspflicht No access
        2. 2. Beachtung bestehender Beweisregeln No access
          1. a. Regeln der Logik und Denkgesetze No access
          2. b. Naturgesetze No access
          3. c. Erfahrungssätze No access
          1. a. Gerichtliche Praxis vor der Beifahrer-Entscheidung des BGH No access
          2. b. Verbot vorweggenommener Beweiswürdigung nach BGH No access
          3. c. “Bias against Data“ als Form der vorweggenommenen Beweiswürdigung No access
          4. d. Zulässigkeit typisierender Beweiswürdigung No access
          5. e. “Bias against Data“ keine Form einer typisierenden Beweiswürdigung No access
        1. 2. Überspannen der Nachweiserfordernisse No access
        2. 3. Zwischenergebnis No access
          1. a. Übertragbarkeit auf „Bias for Data“-Situationen No access
          2. b. Verstoß gegen die Entscheidungsbegründungspflicht No access
        1. 2. Bewertung weiterer Formen des „Bias for Data“ No access
        1. 1. Erfordernis der Objektivierung der Beweiswürdigung No access
        2. 2. Abhängigkeit des Prozesserfolgs von den eigenen technischen Ressourcen No access
        3. 3. Lösung durch Objektivierung der Beweiswürdigung No access
          1. a. Technische Regelwerke No access
          2. b. Kriterien zur Bestimmung der vertraglich geschuldeten Datenqualität No access
          3. c. Daubert-Standard No access
        1. 2. Nachvollziehbarkeit der Datengenerierung No access
          1. a. Roh- und Metadaten sowie Log-Dateien No access
          2. b. Unterscheidung zwischen unvermeidbaren und vermeidbaren Daten No access
          3. c. Bearbeitungsgrad der zum Beweis vorgelegten Daten No access
        2. 4. Datenherkunft No access
        3. 5. Verwendetes Dateiformat No access
          1. a. Prozessrechtlicher Rahmen No access
            1. aa. Anspruch auf rechtliches Gehör No access
            2. bb. Anspruch auf faires Verfahren No access
            3. cc. Prozessuales Willkürverbot No access
            4. dd. Rechtsschutzgarantie No access
            5. ee. Verhandlungsgrundsatz No access
            6. ff. Zwischenergebnis No access
            1. aa. Grundsätze No access
            2. bb. Berücksichtigung als Beweisregel No access
            3. cc. Berücksichtigung aufgrund der Grundsätze der Logik und Naturgesetze No access
            4. dd. Berücksichtigung als Erfahrungssatz No access
        1. 2. Zwischenergebnis zur Bindung des Gerichts an technische Kriterien im Rahmen der Beweiswürdigung No access
        1. 1. Vorgabe technischer Standards im Gesetzestext No access
          1. a. Regelungssystematik von „Stand-der-Technik“-Klauseln No access
          2. b. Beispiel für eine Stand der Technik-Klausel im Beweisrecht No access
          3. c. Praktikabilität einer „Stand-der-Technik“-Regelung für Maschinendaten in der Beweiswürdigung No access
        2. 3. Verweisung auf neu zu schaffende Rechtsverordnung No access
        3. 4. Gesetzliche Regelung eines Anscheinsbeweises No access
        4. 5. Zwischenergebnis No access
    1. A. Wesentliche Ergebnisse No access
    2. B. Fazit No access
  1. Literaturverzeichnis No access Pages 313 - 326