, to see if you have full access to this publication.
Book Titles No access
Gerichtssprache im Zivilprozess
- Authors:
- Series:
- Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Rechtswissenschaft, Volume 261
- Publisher:
- 2025
Summary
The politics, business and legal communities are delighted that the legislator cleared the way for English-language commercial litigation before German courts in April 2025. However, this book highlights the disadvantages of the reform. Both the quality of case law and publicity are set to decline, which is unacceptable from a constitutional point of view. The book also sheds light on aspects of court language that are often overlooked in the current focus on large-scale commercial litigation. It considers access to legal protection for non-German speakers, given that German remains the default court language, and it discusses the exception for the Sorbian language, as set out in § 184, sentence 2, of the German Judicial Code (GVG).
Keywords
Search publication
Bibliographic data
- Copyright year
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-68900-428-6
- ISBN-Online
- 978-3-68900-429-3
- Publisher
- Tectum, Baden-Baden
- Series
- Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Rechtswissenschaft
- Volume
- 261
- Language
- German
- Pages
- 384
- Product type
- Book Titles
Table of contents
ChapterPages
- Titelei/Inhaltsverzeichnis No access Pages 1 - 16
- A. Einleitung No access Pages 17 - 24
- 1. Dominanz des für die breite Masse unverständlichen Latein No access
- 2. Vielsprachigkeit der Justiz in Preußen No access
- 3. Festlegung einer einheitlichen Gerichtssprache im Rahmen des Gerichtsverfassungsgesetzes No access
- 4. Historische Motive für die Einführung von Deutsch als Gerichtssprache No access
- 5. Einordnung der Einführung englischsprachiger Verfahren vor dem historischen Hintergrund No access
- 1. Sprache als Existenzbedingung des Rechts No access
- 2. Systemgebundenheit und kulturelle Prägung rechtlicher Begriffe No access
- a. Unmöglichkeit systemübergreifender exakter Übersetzung No access
- b. Relativität der Entsprechung zweier Begriffe No access
- c. Inkompatibilität von Begriffen des common law mit dem deutschen Recht No access
- a. Auslegung No access
- b. Subsumtion No access
- c. Schlussfolgerungen für die Einführung fremdsprachiger Verfahren No access
- 5. Sprachliche Anforderungen an Richter und Rechtsanwälte in einem (fremdsprachigen) Zivilprozess No access
- III. Sprache und Wirtschaft: Englisch als lingua franca des internationalen Handels No access
- 1. Sprache als Merkmal nationaler Identität und als integrierender Faktor No access
- 2. Benutzung der eigenen Sprache als Zeichen von Souveränität No access
- 3. Drohende Verdrängung und begriffliche Verarmung der deutschen Rechtssprache? No access
- I. Gerichtssprache und Status der deutschen Sprache nach dem Grundgesetz No access
- II. Gerichtssprache und Sprachfreiheit des Individuums No access
- 1. Herleitung, Inhalt und Grenzen des allgemeinen Justizgewährungsanspruchs No access
- 2. Gebot der Rechtsschutzgleichheit No access
- aa. Sprachliche Kohärenz des Verfahrens No access
- 1) Befähigung zum Richteramt und Sprachkenntnisse No access
- 2) Schaffung besonderer Besetzungsregelungen No access
- 3) Verfügbarkeit von Richtern mit hinreichenden Englischkenntnissen No access
- 4) Englischkenntnisse bei Rechtsanwälten No access
- 5) Denkbare Reform der Juristenausbildung No access
- 6) Sicherstellung der sprachlichen Eignung des nichtrichterlichen Personals No access
- 1) Regelungsgehalt von § 184 S. 1 GVG No access
- 2) Ausnahmen von § 184 S. 1 GVG No access
- a) Anwaltsprozess No access
- aa) Notwendigkeit der Inanspruchnahme fremder Hilfe No access
- bb) Erhöhtes Risiko für die Zurechnung nicht gewollter Erklärungen und fremden Verschuldens No access
- cc) Risiko der Fristversäumnis wegen der Sprachbarriere No access
- a) Legitimer Zweck No access
- b) Geeignetheit und Erforderlichkeit der Festlegung von Deutsch als Gerichtssprache No access
- aa) Auslegungsvariante Unzulässigkeit der Eingabe No access
- bb) Zugangsfreundlichere Auslegungsvarianten No access
- cc) Unwirksamkeit aber keine Unbeachtlichkeit No access
- d) Geeignetheit und Erforderlichkeit der Rechtsfolge, dass Urteile ohne Übersetzung zugestellt werden No access
- e) Verhältnismäßigkeit No access
- aa) Eingeschränkter Prüfungsmaßstab für die Tätigkeit der Gerichte No access
- (1) Kontext der Ungleichbehandlung No access
- (2) Ausmaß der Differenzierung No access
- (3) Differenzierungsmerkmale No access
- cc) Rechtfertigung durch Sachgründe No access
- dd) Eignung und Erforderlichkeit No access
- ee) Ergebnis No access
- b) Ungleiche Behandlung von fremdsprachigen Eingaben durch verschiedene Gerichte No access
- bb. Sprecher einer Minderheitensprache im Sinne der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen No access
- 1) Betroffenheit des personellen Schutzbereichs des allgemeinen Justizgewährungsanspruchs No access
- a) Keine Sprachbarriere im engeren Sinne No access
- aa) Wachsende Tendenz zur Abbedingung des Rechtswegs No access
- bb) Gerichtssprache als einer von mehreren Gründen für die Abbedingung des Rechtswegs zu deutschen Gerichten No access
- (1) Verbleibender Rechtsschutz durch deutsche staatliche Gerichte No access
- (a) Einlösung des allgemeinen Justizgewährungsanspruchs durch Schiedsgerichte No access
- (b) Einlösung des allgemeinen Justizgewährungsanspruchs durch ausländische Gerichte No access
- (1) Disponibilität des allgemeinen Justizgewährungsanspruchs für die Rechtsträger No access
- (2) Erklärung des Verzichts No access
- (a) Bewusster Verzicht No access
- (aa) Empfundene Alternativlosigkeit des Verzichts No access
- (bb) Vorgabe des Verzichts durch einen übermächtigen Vertragspartner No access
- 3) Fazit: Keine Zugangshürde für Wirtschaftsunternehmen mit fremdsprachigen Verträgen No access
- 1) Keine initiale Zugangshürde für die Parteien No access
- 2) Zugangshürde für Dritte No access
- 3) Möglichkeit eines Sprachwechsels als Hürde beim Zugang zur Rechtsmittelinstanz No access
- aa. Verschlechterung der Verfahrensqualität durch eine englischsprachige Verfahrensführung No access
- 1) Disponibilität der Verfahrensqualität No access
- 2) Bewusster Verzicht No access
- 3) Freiwilliger Verzicht No access
- 4) Ergebnis: Kein autonomer Grundrechtsverzicht No access
- cc. Auswirkungen einer englischsprachigen Verfahrensführung auf die Verfahrensdauer No access
- 1) Legitime Zielsetzung No access
- 2) Eignung und Erforderlichkeit zur Förderung der angestrebten Ziele No access
- 3) Zumutbarkeit No access
- 1) Begrenzung englischsprachiger Verfahren auf bestimmte Konstellationen No access
- 2) Begrenzung auf eine einzige Fremdsprache No access
- ff. Verfassungswidrigkeit der Modellprojekte zur Durchführung der mündlichen Verhandlung in englischer Sprache No access
- d. Zusammenfassung zur Vereinbarkeit verschiedener sprachlicher Ausgestaltungen des Zivilverfahrens mit dem allgemeinen Justizgewährungsanspruch und dem Gebot der Rechtsschutzgleichheit No access
- 1. Recht auf Äußerung und auf Beweis No access
- 2. Anspruch auf die Würdigung von Äußerungen No access
- 3. Anspruch auf richterliche Hinweise No access
- 4. Kein Verzicht auf rechtliches Gehör durch Ausübung einer Fremdsprachenoption No access
- 5. Ergebnis No access
- V. Gerichtssprache und faires Verfahren No access
- a. Einschlägiger Prüfungsmaßstab No access
- b. Ziele der unterschiedlichen Behandlung von fremdsprachigen Eingaben bei Gericht und bei Verwaltungsbehörden No access
- c. Eignung No access
- d. Erforderlichkeit No access
- e. Ergebnis No access
- aa. Sprache als maßgebliches Differenzierungskriterium von § 184 S. 2 GVG No access
- 1) § 184 S. 2 GVG als Maßnahme des Minderheitenschutzes No access
- 2) Keine Nachteile für andere Minderheiten No access
- a) Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen No access
- b) Tatsächliche Vergleichbarkeit No access
- c) Historische Begründung des Sorbenprivilegs No access
- cc. Ergebnis: Tatbestand der Bevorzugung nach Art. 3 Abs. 3 S. 1 GG erfüllt No access
- b. Keine hinreichende Rechtfertigung der Bevorzugung No access
- c. Zusätzliche Verletzung des allgemeinen Justizgewährungsanspruchs No access
- d. Ergebnis: Verfassungswidrigkeit des § 184 S. 2 GVG No access
- VII. Gerichtssprache und Parteiherrschaft No access
- aa. Räumlich-physischer Zugang zum Gerichtssaal No access
- bb. Audio-visuelle Wahrnehmung des Verhandlungsgeschehens No access
- aa. Grammatische Auslegung No access
- bb. Systematische Auslegung No access
- 1) Abschaffung der Öffentlichkeit im Mittelalter No access
- 2) Wiedereinführung der Öffentlichkeit als Folge der Aufklärung No access
- 3) Sprachliche Verständlichkeit der Verhandlung für das Publikum im historischen Kontext No access
- a) Absicherung der Rechtsstaatlichkeit des Verfahrens im Interesse der Parteien No access
- b) Demokratische Kontrolle der Dritten Gewalt No access
- c) Stärkung des Vertrauens der Bevölkerung in die Justiz No access
- d) Zwecke von Art. 6 Abs. 1 S. 1 EMRK No access
- 2) Kontrolle und sprachliche Verständlichkeit No access
- a) Kein fehlendes Kontrollinteresse beim Streit über private Rechte No access
- aa) Mangelnde Rechtskenntnisse der Bevölkerung No access
- bb) Eingeschränkte Mündlichkeit des Zivilverfahrens No access
- (1) Mündigkeit der Bürger No access
- (2) Erkennbarkeit grober Mängel der Verfahrensfairness No access
- (3) Verfolgbarkeit im Übrigen No access
- (4) Einschränkungen der Mündlichkeit No access
- (5) Ergebnis No access
- aa) Instanzenzug und Verfassungsbeschwerde No access
- (1) Medienöffentlichkeit und Pressefreiheit No access
- (2) Medienöffentlichkeit als gefilterte, selektive und nicht immer kostenfrei zugängliche Öffentlichkeit No access
- d) Sanktionslose Kontrolle als stumpfes Schwert? No access
- e) Geringe praktische Bedeutung der Saalöffentlichkeit im Zivilverfahren No access
- 4) Ergebnis: Sprachliche Verständlichkeit für die Bürger als notwendiger Bestandteil der Saalöffentlichkeit No access
- aa. Englisch No access
- bb. Sorbisch No access
- aa. Verzichtbarkeit des Anspruchs auf eine öffentliche Verhandlung nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 EMRK für die Parteien No access
- bb. Keine Verzichtbarkeit der Öffentlichkeit nach § 169 GVG für die Parteien No access
- aa. § 185 Abs. 2 GVG als Ausnahmeregelung zu § 169 GVG? No access
- bb. § 184 S. 2 GVG als Ausnahmeregelung zu § 169 GVG? No access
- 1) Unklare Intention des Gesetzgebers No access
- 2) Vereinbarkeit der §§ 184a, 184b GVG n.F. mit Art. 6 Abs. 1 EMRK No access
- 3) Vereinbarkeit der §§ 184a, 184b GVG n.F. mit dem Verfassungsgrundsatz der Öffentlichkeit No access
- a. Herleitung der Publikationspflicht und Kriterien für die Auswahl der Entscheidungen No access
- b. Fremdsprachige Entscheidungen und Publikationspflicht der Gerichte No access
- 3. Ergebnis zu Gerichtssprache und Öffentlichkeit No access
- D. Zusammenfassende Thesen No access Pages 355 - 360
- E. Literaturverzeichnis No access Pages 361 - 384





