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Ad-hoc-Publizität und Informationshaftung

Normeffektuierung unter Unsicherheit
Autor:innen:
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

In den vergangenen Jahren stand kaum ein anderes Thema derart im Fokus des Kapitalmarktrechtsdiskurses wie die Ad-hoc-Publizitätspflicht nach Art. 17 MAR und die darauf bezogene Haftungsanordnung der §§ 97, 98 WpHG. Das ausgeprägte Interesse am Regelungskomplex Ad-hoc-Publizität gründet zum einen in der Virulenz mehrerer Großverfahren der jüngsten Vergangenheit. Zum anderen vereinen sich in diesem mit dem Informationsparadigma und dem private enforcement gleich zwei seit geraumer Zeit besonders "populäre" Regulierungstendenzen.

Gerade das Zusammenspiel dieser beiden Regulierungsansätze wirft im Kontext der Ad-hoc-Pflicht weitgehende Fragen und Probleme auf. Die vorliegende Arbeit unternimmt eine regulatorische Beurteilung des Regelungskomplexes Ad-hoc-Publizität unter konsequenter Berücksichtigung der wechselseitigen Wirkmechanismen zwischen Ad-hoc-Pflicht und darauf bezogenem private enforcement. Zu diesen Zweck adressiert sie aus dogmatischer, ökonomischer, rechtsvergleichender und unionsrechtlicher Perspektive Elementarfragen des Regelungskomplexes. Dieser Analyserahmen offenbart grundlegende konzeptionelle Defizite der lex lata, stellt vermeintliche Gewissheiten infrage und ermöglicht zugleich, regulatorische Alternativansätze im Bereich der Ad-hoc-Publizität - und darüber hinaus - zu skizzieren.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-406-79510-7
ISBN-Online
978-3-7489-3832-3
Verlag
C.H.BECK Recht - Wirtschaft - Steuern, München
Sprache
Deutsch
Seiten
230
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten I - XVIII
      1. Einführung in die Problematik Kein Zugriff
      2. Terminologie und Abgrenzungen Kein Zugriff
          1. Regelungshistorie Kein Zugriff
          2. Telos Kein Zugriff
              1. Überblick Kein Zugriff
              2. Insbesondere: Kenntnisvorbehalt auf Leitungsebene Kein Zugriff
            1. Rechtsfolge Kein Zugriff
          1. Finanzinstrumentsbezogene Maßnahmen Kein Zugriff
          2. Organbezogene Maßnahmen Kein Zugriff
          3. Emittentenbezogene Maßnahmen Kein Zugriff
            1. Regelungshistorie Kein Zugriff
            2. Telos Kein Zugriff
                1. Überblick Kein Zugriff
                2. Erneut: Kenntnisvorbehalt auf Leitungsebene Kein Zugriff
              1. Rechtsfolge Kein Zugriff
            1. Unwahre Ad-hoc-Mitteilung Kein Zugriff
            2. Unterlassene Ad-hoc-Mitteilung Kein Zugriff
            1. Erweiterung des Normadressatenkreises Kein Zugriff
            2. Erweiterung der offenzulegenden Informationen Kein Zugriff
            3. Komplexitätssteigerung durch Selbstaufschub-System Kein Zugriff
            4. Erschwerung des Selbstaufschubs Kein Zugriff
            1. Tatbestands- bzw. Rechtsdurchsetzungsebene Kein Zugriff
            2. Rechtsfolgenebene Kein Zugriff
          1. Verstärkte kapitalmarktrechtliche Heranziehung des § 826 BGB Kein Zugriff
            1. Erweiterung öffentlich-rechtlicher Sanktionsmöglichkeiten. Kein Zugriff
            2. Erhöhung institutioneller Schlagkraft Kein Zugriff
        1. Ausbleibende Anpassung oder Überprüfung der §§ 97, 98 WpHG Kein Zugriff
          1. Kapitalmarkteffizienz als Bewertungsmaßstab der Funktionserfüllung Kein Zugriff
            1. Allokationseffizienz Kein Zugriff
            2. Institutionelle Effizienz Kein Zugriff
            3. Operationale Effizienz Kein Zugriff
            4. Informationseffizienz Kein Zugriff
            5. Fundamentalwerteffizienz Kein Zugriff
          1. Grundgedanke: Adverse Selektion als Negativ-Paradigma (market for lemons) Kein Zugriff
          2. Kapitalmarktrechtliche Kontextualisierung und Zielsetzung Kein Zugriff
          3. Regulatorische Implikationen für Ad-hoc-Pflicht Kein Zugriff
          1. Aussagegehalt, Prämissen und wesentliche Argumentationslinien der ECMH Kein Zugriff
            1. Zusammenhang zwischen Informations- und Fundamentalwerteffizienz Kein Zugriff
            2. Zusammenhang zwischen Fundamentalwert- und Allokationseffizienz Kein Zugriff
              1. Grenzen der Rationalität Kein Zugriff
              2. Grenzen der Annahme sich ausgleichender Fehleinschätzungen Kein Zugriff
              3. Grenzen des Arbitrage-Ausgleichsmechanismus Kein Zugriff
              1. Gleichlauf von Informations- und Fundamentalwerteffizienz nur bei Erwartungshomogenität unter informiert-rationalen Händlern Kein Zugriff
              2. Dominant primärmarktbezogener Konnex zwischen Fundamentalwert- und Allokationseffizienz Kein Zugriff
        1. Regulatorische Implikationen für Ad-hoc-Pflicht Kein Zugriff
          1. Zielvorgabe der gesamtgesellschaftlichen Nutzenmaximierung. Kein Zugriff
          2. Vorsorgeoptimierung statt -maximierung als Maßstab effizienter Haftungsvorgaben Kein Zugriff
          3. Legislatorische Möglichkeiten zur Justierung des verhaltenssteuernden Impulses Kein Zugriff
            1. Normbefolgungsklarheit Kein Zugriff
            2. Haftungsspezifische Normelemente Kein Zugriff
            3. Entdeckungs- und Verfolgungswahrscheinlichkeit Kein Zugriff
            1. Umfang des ersatzfähigen Schadens Kein Zugriff
            2. Regulatorischer Gesamtkontext Kein Zugriff
        1. Regulatorische Implikationen für §§ 97, 98 WpHG Kein Zugriff
          1. Allgemeinheit transparenzbezogener Vorteilserwägungen als konturarme „Weite“ Kein Zugriff
          2. Ausblendung der haftungsrechtlichen Normdurchsetzung als kontextlose „Enge“ Kein Zugriff
          3. Ad-hoc-Spezifika und informationshaftungsrechtliche Kontextualisierung als notwendige Analysekomponenten Kein Zugriff
          1. Status quo im Schrifttum Kein Zugriff
            1. Tatbestandsvagheit und wertungsbedingte Komplexität Kein Zugriff
            2. Imponderabilität Kein Zugriff
            3. Signalwirkung und Marktvisibilität Kein Zugriff
            4. Partielle Dispositionsbefugnis des Emittenten Kein Zugriff
          1. Status quo im Schrifttum Kein Zugriff
              1. Tatbestandliche Unsicherheitsparallelisierung mit Ad-hoc-Publizität Kein Zugriff
              2. Beweislastinduzierte de facto-Absenkung der Haftungsschwelle durch §§ 97 Abs. 2, 98 Abs 2 WpHG Kein Zugriff
              3. Hohe Wahrscheinlichkeit der Anspruchsgeltendmachung Kein Zugriff
              4. Persönliches ad-hoc-Haftungspotenzial für Vorstandsmitglieder im Innenverhältnis Kein Zugriff
              5. Marginale Bedeutung des Haftungsausschlusses gemäß §§ 97 Abs. 3, 98 Abs. 3 WpHG Kein Zugriff
              1. Hohe Schadensvolumina Kein Zugriff
              2. Kumulation aufsichtsrechtlicher Sanktionen und zivilrechtlicher Haftung Kein Zugriff
              1. Verbesserung des „allgemeinen Marktvertrauens“ als konturarmer Referenzpunkt Kein Zugriff
              2. Beschränkte Effektuierung der Insiderhandels- Prävention Kein Zugriff
                  1. Steigerung oder Stagnation statt Reduktion der Kosten Kein Zugriff
                  2. Potenzielle Erhöhung statt Reduktion des Noise-Risikos Kein Zugriff
                  3. Keine verhaltensbeeinflussende Senkung des Insiderrisikos Kein Zugriff
                1. Abnehmende Kapitalmarktattraktivität aufgrund erheblicher Kosten für Emittenten Kein Zugriff
              1. Unwesentliche Auswirkungen auf Handelskosten bzw. Liquiditätsanbieter Kein Zugriff
                1. Positive Insiderinformationen Kein Zugriff
                  1. Signalisierungsgedanke Kein Zugriff
                  2. Besonderheiten der kapitalmarktrechtlichen Interaktion als repeated game Kein Zugriff
              1. Informationseinarbeitung bei Wirksamkeit des Insiderhandelsverbots Kein Zugriff
                1. Risiko emittentenseitiger Unterversorgung mit relevanten Informationen Kein Zugriff
                2. Risiko emittentenseitiger Überversorgung mit nicht relevanten Informationen Kein Zugriff
                3. Risiko eines sinkenden Informationsniveaus aufgrund abnehmender Suchanreize Kein Zugriff
            1. Fundamentalwerteffizienz Kein Zugriff
            2. Allokationseffizienz Kein Zugriff
              1. Dysfunktionalität sekundärmarktpreisbasierter Organüberwachung als generelle Relativierung des Ad-hoc-Nutzens Kein Zugriff
                1. Keine Effektuierung des Markts für Unternehmenskontrolle Kein Zugriff
                2. Keine Informationsdisziplinierung und Feedbackeröffnung durch Sekundärmarktpreise Kein Zugriff
              2. Incentivierungsoptimierung nur bei ad-hoc-bedingter Verbesserung der Fundamentalwerteffizienz Kein Zugriff
            1. Unternehmerische Innovationen Kein Zugriff
              1. Irrelevanz ad-hoc-publizierter Informationen für Gläubiger und Arbeitnehmer Kein Zugriff
              2. Begrenzte konkurrentenseitige Verwertbarkeit von Ad-hoc-Meldungen Kein Zugriff
              3. Tendenzielle Erhöhung staatlicher Rechtsfindungskosten. Kein Zugriff
          1. Fazit: Ungewissheit über ökonomische Auswirkungen des Regelungskomplexes Ad-hoc-Publizität Kein Zugriff
            1. Sec. 13(a) Securities Exchange Act 1934 und Rule 13a-11 Kein Zugriff
            2. Regulation FD Kein Zugriff
            3. Rule 10b-5 Kein Zugriff
          1. Börsenreglements Kein Zugriff
          1. Aufsichts- und strafrechtliche Maßnahmen Kein Zugriff
              1. Falschdarstellung Kein Zugriff
                1. Ausgangspunkt: Unterlassungshaftung nur bei Vorliegen einer Veröffentlichungspflicht Kein Zugriff
                2. Rule 10b-5 selbst als haftungsbewehrte Offenlegungspflicht Kein Zugriff
                  1. Rechtsprechung Kein Zugriff
                  2. Rechtansicht der SEC und normierte safe harbors Kein Zugriff
            1. Verschulden: Haftung nur für vorsätzliche Verstöße Kein Zugriff
            2. Haftungsbegründende Kausalität: Beweiserleichterungen durch fraud-on-the-market-theory Kein Zugriff
            3. Begrenzung des ersatzfähigen Schadens durch Sec. 21D(e)(1) SEA Kein Zugriff
            4. Fünfjährige Ultimoverjährung Kein Zugriff
            5. Hohe Durchsetzungswahrscheinlichkeit und pre-trial discovery-Risiken Kein Zugriff
        1. Regelung der Ad-hoc-Publizität: Gleichlauf zum unionsrechtlichen Pendant Kein Zugriff
          1. Aufsichts- und strafrechtliche Instrumente Kein Zugriff
            1. Tatbestandsmäßige Anknüpfungspunkte Kein Zugriff
            2. Verschulden: Differenzierung nach tatbestandlicher Handlung – Vorsatz als „Mindestschwelle“ Kein Zugriff
            3. Strenge Kausalitätsanforderungen: „Vernünftiges“ Vertrauen des Anlegers Kein Zugriff
            4. Weitgehender Ausschluss sonstiger Ansprüche Kein Zugriff
        1. Ausgangspunkt: Funktionale Subjektivierung im vertikalen Verhältnis Kein Zugriff
          1. Teile des Schrifttums: Unionsrechtliche Haftungsanordnungspflicht bei erwarteter Durchsetzungseffektuierung Kein Zugriff
              1. Divergierende Bestimmung der Anspruchsberechtigung. Kein Zugriff
              2. Uneinheitlichkeit der inhaltlichen Anforderungen an zivilrechtliche Durchsetzung Kein Zugriff
              3. Erkennbares Bestreben kontextueller Engführung durch den EuGH Kein Zugriff
              1. Notwendige Relativität des effet utile-Kriteriums im Rahmen teleologischer Argumentation Kein Zugriff
              2. „Institutionelles Gleichgewicht“ als zusätzliche Grenze pauschaler Wirkungsmaximierung Kein Zugriff
        1. Vorab: Alleinige Maßgeblichkeit der Muñoz-Entscheidung Kein Zugriff
        2. Divergierende Regelungstiefe der Normdurchsetzung Kein Zugriff
        3. Unterschiedliche Begrenzbarkeit der Anspruchsberechtigten und Schadensersatzhöhen Kein Zugriff
        1. Pflichtenpräzision als unionsrechtlich maßgebliche Voraussetzung zivilrechtlicher Normdurchsetzung Kein Zugriff
          1. Unklarheit der Voraussetzungen subjektiver Rechte im horizontalen Verhältnis Kein Zugriff
          2. Lediglich unspezifische Ausrichtung auf allgemeinen Anlegerschutz in Art. 17 MAR Kein Zugriff
      1. Normspezifische Ermittlung optimaler Rechtsdurchsetzung Kein Zugriff
          1. Rekapitulation und Gesamtschau Kein Zugriff
          2. Regulatorische Implikationen – Reformansätze Kein Zugriff
        1. Dysfunktionalität des private enforcement bei generalklauselartiger Marktregulierung Kein Zugriff
          1. Möglichkeit rechtssicherer ex-ante-Normkonkretisierung Kein Zugriff
            1. Koppelung von Durchsetzung und Sanktionswürdigkeit Kein Zugriff
            2. Verfassungsrechtliche Garantie verhältnismäßiger Sanktionierung Kein Zugriff
          2. Kompetenz- und Reaktionsvorteile gegenüber zivilgerichtlicher Normkonkretisierung und -durchsetzung Kein Zugriff
            1. Korruptionsproblem: Unabdingbarkeit behördeninterner Compliance-Systeme Kein Zugriff
            2. Anreizproblem: Erfordernis abschreckender aufsichtsbehördlicher Sanktionen Kein Zugriff
            3. Informationsproblem: Whistleblower-Systeme zur Einbeziehung privater Informationen Kein Zugriff
  2. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 191 - 212
  3. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 213 - 226
  4. Sachverzeichnis Kein Zugriff Seiten 227 - 230

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