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Vertragsnetze und Netzzweck

Die Sonderbeziehung der Franchisenehmer
Autor:innen:
Verlag:
 02.11.2022

Zusammenfassung

Praxisrelevant und rechtstheoretisch herausfordernd: Vertragsnetze zwischen Unternehmen sind im modernen Wirtschaftsleben weitverbreitet und vielfältig. Doch was verbirgt sich überhaupt hinter einem „Unternehmensvertragsnetz“? Worin unterscheidet es sich von anderen, insbesondere gesellschaftsrechtlichen Kooperationen? Wie wird gehaftet?

Nina Marie Güttler gelingt es, Unternehmensvertragsnetze anhand ihrer rechtlichen, ökonomischen und wirtschaftssoziologischen Grundlagen unterscheidbar zu machen und dogmatisch fundiert einzuordnen. Für die Franchisepraxis setzt sie die gewonnenen Erkenntnisse zudem in konkrete Rechte und Pflichten um. Eine Arbeit, die für Wissenschaft, Rechtsprechung und anwaltliche Beratung gleichermaßen interessant ist.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
Erscheinungsdatum
02.11.2022
ISBN-Print
978-3-8487-7104-2
ISBN-Online
978-3-7489-2494-4
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Studien zum Handels-, Arbeits- und Wirtschaftsrecht
Band
197
Sprache
Deutsch
Seiten
348
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 22 Download Kapitel (PDF)
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. A. Unternehmensvertragsnetze als Phänomen des modernen Wirtschaftslebens
    2. B. Unternehmensvertragsnetze als Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung
    3. C. Erkenntnisinteresse, Gang der Untersuchung und Methode
  3. Download Kapitel (PDF)
        1. 1. Begriffsvielfalt
        2. 2. Bedeutungsgehalt
      1. II. „Vertragsnetze“, „Unternehmensvertragsnetze“ und „Unternehmensvertragsnetze mit einheitlichem Netzzweck“
        1. 1. Komplexität
          1. a) Kette
          2. b) Stern bzw. Nabe und Speichen
          3. c) Dreieck
          4. d) Kreis
          5. e) V-Form
          6. f) Kombinationen
          7. g) Zwischenergebnis
        2. 3. Stufenzahl
        3. 4. Vertragsgrundlage bzw. Vertragsversprechen
        4. 5. Zwischenergebnis
      1. II. Kategorisierung anhand des Tätigkeitsfeldes
        1. 1. Steuerungsform
        2. 2. Stabilität
        3. 3. Verhaltensunsicherheit
        4. 4. Kompetitivität
          1. a) Netzwirkungen auf die bilateralen Vertragsverhältnisse?
          2. b) Netzwirkungen auf die Rechtsbeziehungen zwischen vertraglich nicht verbundenen Netzmitgliedern?
          3. c) Netzwirkungen nach außen?
          1. a) Vertragsnetze in Form eines Sterns bzw. einer Nabe mit Speichen
          2. b) Vertragsketten
          3. c) Vertragsnetze in Dreiecks- und V-Form sowie kreisförmige Zwei-Personen-Vertragsnetze
        1. 3. Ergebnis
          1. a) United Nations Convention on Contracts for the International Sale of Goods (CISG)
          2. b) UNIDROIT Principles of International Commercial Contracts (PICC)
          3. c) Principles of European Contract Law (PECL)
            1. aa) Principles of European Law on Commercial Agency, Franchise and Distribution Contracts (PEL CAFDC)
            2. bb) Principles of European Law on Service Contracts (PEL SC)
          4. e) Principles of the Existing EC Contract Law (Acquis Principles)
            1. aa) Verbundene Verträge
            2. bb) Handelsvertreter-, Franchise- und Vertriebsverträge
            3. cc) Alleinvertriebsverträge, selektive Vertriebsverträge und Alleinbezugsverträge
          5. g) Ergebnis
          1. a) Verbundene, hinzugefügte und akzessorische Verbraucherverträge
          2. b) Vertragsketten im Verbrauchsgüterkauf
            1. aa) Verbundene und zusammenhängende Verträge
            2. bb) Vertragsketten im Verbrauchsgüterkauf
            3. cc) Zahlungsdiensteverträge
            1. aa) Allgemeines Vertrags- und Schuldrecht
            2. bb) Handelsvertreter-, Franchise- und Vertriebsverträge
          1. a) Verbrauchervertragsrecht der EU-Mitgliedstaaten
          2. b) Italienischer Netzvertrag („contratto di rete“)
          3. c) Englisches und schottisches Deliktsrecht
          1. a) Rom I-Verordnung
          2. b) Rom II-Verordnung
        1. 2. Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche
        1. a) Brüssel Ia-Verordnung
        2. b) Zivilprozessordnung
      1. IV. Ergebnis
          1. a) Ronald Coase
            1. aa) Transaktionsmerkmale
              1. (1) Unterscheidungsparameter
              2. (2) Relevanz des anzuwendenden Rechts
            2. cc) Effizienzzuordnung von Transaktions- und Governance-Arten
          2. c) Zwischenergebnis: Vertragsnetze als hybride Governance-Struktur
          1. aa) Hybridstrukturen im Fokus: Claude Ménard
            1. (1) Hans B. Thorelli
            2. (2) Jörg Sydow
        1. 3. Prinzipal-Agenten-Theorie
        2. 4. Zwischenergebnis: Vertragsnetze als Hybrid zwischen Markt und Hierarchie
        1. 1. Soziologischer Neo-Institutionalismus
        2. 2. Neue Wirtschaftssoziologie
        3. 3. Systemtheoretisch inspirierte Netzwerkanalyse
        4. 4. Zwischenergebnis: Vertragsnetze als eigenständige Kategorie
      1. III. Ergebnis
  4. Download Kapitel (PDF)
      1. I. Charakteristika des Franchisings
      2. II. Rechtsnatur des Franchisevertrages
      3. III. Gesetzliche Franchiseregelungen im Ausland
      4. IV. Erscheinungsformen und Kategorisierungen des Franchisings
        1. 1. Integrierter Vertrieb
            1. aa) Franchisenehmer
            2. bb) Vertragshändler
            3. cc) Fachhändler
            4. dd) Händler mit Belieferungsverträgen
            1. aa) Handelsvertreter
            2. bb) Handelsmakler
            3. cc) Kommissionsagent
            4. dd) Kommissionär
        2. 3. Freier Markt
      5. VI. Ergebnis
      1. I. Bilaterale Verträge zwischen rechtlich unabhängigen Unternehmen
        1. 1. Inhalt des einheitlichen Netzzwecks
        2. 2. Rechtsnatur des einheitlichen Netzzwecks
        3. 3. Terminologie
      2. III. Außengrenzen des Franchise-Unternehmensvertragsnetzes
      3. IV. Ergebnis
        1. 1. Hintereinander geschaltete Verträge
        2. 2. Leistungsbündelung
        3. 3. Parallelschuldverhältnisse
        1. 1. Einheitlicher Netzzweck versus Gesellschaftszweck
          1. a) Vertrag aller Gesellschafter
          2. b) Sternförmiger Gesellschaftsvertrag
        2. 3. Schuldrechtliche Verbindung versus eigene Rechtspersönlichkeit
        3. 4. Abgleich mit ökonomischem und wirtschaftssoziologischem Befund
      1. III. Ergebnis
  5. Download Kapitel (PDF)
      1. I. Beispielsfall
        1. 1. Wirtschaftliche Abhängigkeit im Franchisenehmerverhältnis
        2. 2. Verbindung durch den einheitlichen Netzzweck
        3. 3. Fortsetzung des Hybrid- bzw. Aliudcharakters des Franchise-Unternehmensvertragsnetzes im Franchisenehmerverhältnis
        1. 1. Dichotomie von Vertrag und Delikt
        2. 2. Anwendung auf den Beispielsfall
        1. 1. Haftungsumfang bei netzschädigendem Verhalten
        2. 2. Verallgemeinerte Außenerwartungen
        3. 3. Eigene Wirtschaftsstufe der Franchisenehmer
        4. 4. Nachvertragliche Informationsasymmetrien
        5. 5. Ungleichgewicht von Gewinnchance und Schadensrisiko
        6. 6. Schwächen vertikaler Disziplinierung
      2. V. Ergebnis
        1. 1. Deliktsrechtliches Jedermannverhältnis
            1. aa) Junior Books Ltd. v Veitchi Co. Ltd.
            2. bb) Bedeutung für das Franchisenehmerverhältnis und Kritik
            1. aa) Ansatz von Marina Wellenhofer
              1. (1) Konkretisierung der Verkehrssitten
              2. (2) Rolle „üblicher systemimmanenter Gefährdungen“
              3. (3) Dogmatische Stringenz
              4. (4) Subjektiver Tatbestand
        2. 3. Zwischenergebnis
        1. 1. Gesellschafter einer Innengesellschaft
        2. 2. Gesellschaftsrechtliches Treuepflichtverhältnis
        3. 3. Zwischenergebnis
        1. 1. Grundgedanken von Wernhard Möschel als Ausgangspunkt
          1. a) Tatbestandsmerkmale und Zustandekommen des Netzvertrages
          2. b) Rechtsfolgen des Netzvertrages
            1. aa) Abgrenzung gegenüber der Rechtsprechung zur offenen oder qualifizierten Treuhand
            2. bb) Verteilung der Begründungslast
          1. b) Fehlende Stringenz
        2. 4. Zwischenergebnis
      1. IV. Auftragsverhältnis
        1. 1. § 311 Abs. 2 Nr. 3 BGB: „ähnliche geschäftliche Kontakte“
        2. 2. § 311 Abs. 3 BGB: „Personen, die selbst nicht Vertragspartei werden“
          1. a) Systemtheoretisch inspirierte Grundlagen
          2. b) Rechtsdogmatik
          1. a) Verweisung der bilateralen Verträge aufeinander
          2. b) Inhaltlicher Bezug der Verträge auf gemeinsames Projekt
          3. c) Kooperationsbeziehung
          4. d) Subsumtion des Franchisings unter die Tatbestandsmerkmale
          1. a) Unternehmensnetzwerke allgemein
          2. b) Franchising
          1. a) Interdisziplinäre Grundlagen
          2. b) Juridische Rekonstruktion als Vertragsverbund
          3. c) Sonderverbindung im Franchisenehmerverhältnis
      2. VII. Vertragsähnliches Rechtsverhältnis aus Vertrag zugunsten Dritter
          1. a) Leistungsnähe
          2. b) Gläubigernähe
          3. c) Erkenn- und Zumutbarkeit
          4. d) Schutzbedürftigkeit
          5. e) Zwischenergebnis
          1. a) Vertragsähnliche Sonderverbindung mit vertraglichen Schadensersatzansprüchen
          2. b) Vertragliche Einwendungen
          3. c) Abdingbarkeit der Schutzwirkung zugunsten Dritter
          1. a) Netzwerkadäquanz
          2. b) Risikoerhöhung und Schadenskumulation
              1. (1) Entwicklung der Rechtsprechung im bargeldlosen Zahlungsverkehr
              2. (2) Bedeutung für den Drittschutz von Franchiseverträgen
            1. bb) Rechtsprechung zu Verträgen von Gesellschaften
          3. d) Zwischenergebnis
        1. 4. Ergebnis
        1. 1. Pflichten aus dem Franchisevertrag
        2. 2. Auskunftspflicht aus § 242 BGB
        3. 3. Sonstige Pflichten aus § 242 BGB
        1. 1. Systemanwendungspflicht
        2. 2. Quantitativ geprägte Systemförderpflichten
        3. 3. Kooperationspflichten
        4. 4. Systemfriedenspflicht
          1. a) Eigener Wirkungskreis des Franchisenehmers
          2. b) Wirkungskreise anderer Franchisenehmer
          3. c) Wirkungskreise externer Dritter
        5. 6. Wettbewerbsunterlassungspflichten
        6. 7. Geheimhaltungspflichten
        7. 8. Sonstige Interessenwahrungspflichten
        8. 9. Treuepflichten
      1. III. Ergebnis
  6. Download Kapitel (PDF)
    1. A. Gesamtergebnis und abschließende Würdigung
      1. I. Kernthesen
      2. II. Kapitel 1 – Grundlagen der Vertragsnetze
      3. III. Kapitel 2 – Das Unternehmensvertragsnetz Franchising
      4. IV. Kapitel 3 – Die Sonderbeziehung der Franchisenehmer
  7. LiteraturverzeichnisSeiten 321 - 348 Download Kapitel (PDF)

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