
Die staatliche Verantwortung für die stationäre Langzeitpflege in England und Deutschland
Eine rechtsvergleichende Analyse von Steuerungsinstrumenten im Gewährleistungsstaat- Autor:innen:
- Verlag:
- 2012
Zusammenfassung
Die Rede vom Gewährleistungsstaat ist in aller Munde. Das beruht auf der Annahme, der postmoderne Staat könne die gewachsene Aufgabenlast nicht mehr ohne eine verstärkte Kooperation mit Privaten bewältigen. Die Erfüllung sozialstaatlicher Aufgaben war aber schon immer durch ein enges Zusammenwirken zwischen Staat und Privaten gekennzeichnet. Die Arbeit untersucht anhand der stationären Langzeitpflege als klassischem Gebiet staatlicher Gewährleistung, mit welchen Instrumenten der Staat die überwiegend in privater Hand liegende Leistungserbringung steuert, um eine infrastrukturell und qualitativ ausreichende Pflegetätigkeit sicherzustellen.
Nach einer Verortung dieser Fragestellung in der verwaltungs- und steuerungswissenschaftlichen Diskussion um die Verantwortungsteilung im Gewährleistungsstaat liefert die Arbeit eine umfassende Analyse des englischen Rechts zur stationären Langzeitpflege, die in dieser Tiefe und systematischen Aufbereitung nirgends sonst zu finden ist. Die Ergebnisse werden rechtsvergleichend auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit der deutschen Rechtsordnung untersucht, bevor die Arbeit mit einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Modebegriff der Gewährleistungsverantwortung schließt.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2012
- ISBN-Print
- 978-3-8329-6946-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-3512-7
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Studien aus dem Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik
- Band
- 55
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 571
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 2 - 18 Download Kapitel (PDF)
- AbkürzungsverzeichnisSeiten 19 - 24 Download Kapitel (PDF)
- EinführungSeiten 25 - 29 Download Kapitel (PDF)
- EingrenzungSeiten 29 - 32 Download Kapitel (PDF)
- ErkenntniszieleSeiten 32 - 35 Download Kapitel (PDF)
- Ziel und Gegenstand der RechtsvergleichungSeiten 35 - 38 Download Kapitel (PDF)
- Methodik der RechtsvergleichungSeiten 38 - 43 Download Kapitel (PDF)
- Gang der Arbeit und Asymmetrie des RechtsvergleichsSeiten 43 - 44 Download Kapitel (PDF)
- Auswahl der VergleichsländerSeiten 44 - 46 Download Kapitel (PDF)
- Stationäre LangzeitpflegeSeiten 47 - 50 Download Kapitel (PDF)
- Staat und PrivateSeiten 50 - 57 Download Kapitel (PDF)
- Private, öffentliche und staatliche Aufgaben
- Aufgabenteilung
- Begriff, Entwicklung und Gründe für die Einbeziehung Privater in die Erfüllung öffentlicher Aufgaben
- Organisationsprivatisierung
- Materielle Privatisierung (Aufgabenprivatisierung)
- Funktionale Privatisierung
- Finanzierungsprivatisierung
- Privatisation
- Contracting-out
- Public Private Partnerships
- Verantwortungsteilung als „Schlüsselbegriff moderner Staatlichkeit“
- Staatliche Verantwortung
- Vorbemerkungen
- Erfüllungsverantwortung
- Gewährleistungsverantwortung und Gewährleistungsstaat
- Auffangverantwortung
- Finanzierungsverantwortung
- Der GewährleistungsstaatSeiten 92 - 95 Download Kapitel (PDF)
- Vorbemerkungen
- Steuerung
- Regulierung
- Governance
- Steuerungssubjekt und Steuerungsobjekt
- Steuerungsbedürftigkeit
- Steuerungsfähigkeit
- Allgemeines und Klassifizierungsansätze
- Hierarchische Gebots- und Verbotssteuerung
- Prozedurale Steuerung
- Konsensuale Steuerung
- Informationsbasierte und sonstige persuasive Steuerung
- Steuerung mittels ökonomischer und sonstiger Anreize
- Marktbasierte Steuerungsmechanismen
- Stärkung von Konsumentenrechten
- Regulierte Selbstregulierung
- Unmittelbares staatliches Handeln
- Steuerungsziele und Steuerungsbereiche
- Staatliche Verantwortung für die Infrastruktur der stationären Langzeitpflege
- Pflegequalität
- Struktur-, Prozeß- und Ergebnisqualität
- Pflegestandards
- Aufbauhinweise
- Haftung des Staates für Pflegemängel seitens privater Leistungserbringer
- ZusammenfassungSeiten 134 - 134 Download Kapitel (PDF)
- PflegeheimeSeiten 135 - 137 Download Kapitel (PDF)
- HeimträgerSeiten 137 - 141 Download Kapitel (PDF)
- Jüngere EntwicklungstendenzenSeiten 141 - 142 Download Kapitel (PDF)
- Marktvolumen, Heimgebühren und andere wirtschaftliche AspekteSeiten 142 - 143 Download Kapitel (PDF)
- AllgemeinesSeiten 143 - 145 Download Kapitel (PDF)
- Die Kommunen und der Nationale Gesundheitsdienst als Leistungsträger
- Social care, community care und health care
- Überschneidungen, Verschiebungen und Neubestimmung der Zuständigkeiten für die Langzeitpflege
- Zusammenfassung
- Formen der Zusammenarbeit zwischen dem NHS und den Kommunen
- Care Trusts
- Leistungsinhalt
- Rechtscharakter von s. 21 NAA 1948
- Überblick
- Allgemeines
- Verfahrensablauf
- S. 47(1)(b) NHSCCA 1990
- Funktion
- Einfluß finanzieller Ressourcen auf die Auswahlkriterien
- Vorgaben für die Bestimmung der „eligible needs“
- Auswahlkriterien in der Praxis
- Zuordnung des festgestellten Hilfebedarfs zu den Auswahlkriterien
- Bedürftigkeitsabhängige Pflicht zur Erstattung der Heimgebühren
- Bedürftigkeitsprüfung
- Finanzielle Leistungsfähigkeit und anderweitige Verfügbarkeit von Pflegeleistungen
- Aufstellung eines persönlichen Pflegeplans
- Direct Payments
- Community care-Reformen des Jahres 1993
- Teilprivatisierung der Leistungserbringung
- „Purchaser/Provider Splits“ und „Quasi-Markets“
- Funktionen der Kommissionierung
- Kommissionierung, Best Value und das National Service Framework for Older People
- Allgemeines
- Vertragsarten
- Stellung der Leistungserbringer im Gefüge zwischen Staat und Privaten
- Weitere staatliche Leistungen im Zusammenhang mit stationärer LangzeitpflegeSeiten 204 - 205 Download Kapitel (PDF)
- Problematik der Heimschließungen
- Infrastrukturplanung
- Kapitalmarktbasierte Finanzierung der Pflegeinfrastruktur
- Einfluß staatlicher Sozialleistungen auf private Infrastrukturinvestitionen
- Bereitstellung stationärer Pflegeinfrastrukturen durch die Kommunen
- Zugänglichkeit der Pflegeheime
- Marktsituation
- Staatliche Maßnahmen gegen den Mangel an social care-Personal
- Erhöhung des Qualifikationsniveaus des Pflegepersonals
- Das Regulierungsregime des Care Standards Act 2000 und des Health and Social Care Act 2008
- Einzelne Anforderungen
- Sachlicher und persönlicher Anwendungsbereich
- Zuständigkeit und Verfahren
- Materielle Registrierungsvoraussetzungen
- Unbedingte oder bedingte Erteilung der Registrierung
- Sicherung der Beachtung des Registrierungserfordernisses
- Registrierungen unter dem HSCA 2008
- Durchführung von Kontrollen
- Warnbrief, Abhilfeplan und Beratung
- Formale aufsichtliche Maßnahmen
- Das aufsichtliche Instrumentarium des HSCA 2008
- Straftatbestände
- Strafverfolgung
- Bußgeldbescheide
- Corporate Complaints Procedure
- Parliamentary Commissioner for Administration
- Care Standards Tribunal
- Judicial Review
- Bewertung
- Standardsetzung und Verhältnis zwischen vertraglichen und objektivrechtlichen Leistungsstandards
- Überwachung der Vertragsstandards
- Durchsetzung der Vertragsstandards
- Vertragliche Vorgaben zur Person des Heimträgers und des Heimleiters
- Bewertung
- Informationsangebote
- Personelle Ausstattung
- Eignung der Pflegepersonen und Fachkraftquote
- National Vocational Qualifikations ("NVQ")
- Beschäftigungsverbote aufgrund des Safeguarding Vulnerable Groups Scheme
- Aus- und Weiterbildung des Personals
- Durchsetzungsmechanismen
- „Workforce Regulation“ durch den General Social Care Council
- Fragmentierung von Zuständigkeiten
- Vertragliche Vorgaben
- Anreizbasierte und persuasive Instrumente der Einflußnahme auf das Personal
- Vorgaben des CSA 2000-Regimes
- Sicherheitsrechtliche Anforderungen
- Anforderungen aufgrund von Arbeitsplatzschutzvorschriften
- Vertragliche Vorgaben
- Informationsangebote
- Einflußnahme auf die Erbringung pflegebegleitender Dienstleistungen
- Allgemeine Maßstäbe
- Kommunikation zwischen Pflegepersonal und Heimleitung
- Schutz der Gesundheit der Heimbewohner
- Überwachung des Heimbetriebs
- Schutz des Vermögens der Heimbewohner
- Wirtschaftlichkeit
- Heimschließungen und der Human Rights Act 1998
- Steuerung des Heimschließungsprozesses
- Staatliche Einflußnahme auf die Kündigung von Pflegeplätzen
- Zusammenfassung
- Regelungen des CSA 2000-Regimes
- Vorgaben durch arbeitsplatzsicherheitsrechtliche Vorschriften
- Praxisleitlinien des Social Care Institute for Excellence
- Clinical Guidelines des National Institute for Health and Clinical Excellence
- Einflußnahme auf Pflegeprozesse durch den General Social Care Council
- Vorgaben des National Service Framework for Older People
- Vorgaben für die Pflegeprozesse in den Leistungserbringungsverträgen
- Prozeßbezogene Qualitätssteuerung durch Einflußnahme auf die Pflegeausbildung
- Zusammenfassung
- Allgemeines
- Ergebnisqualitätsbezogene Vorgaben des CSA 2000-Regimes
- Ergebnisqualitätsbezogene Aussagen des National Service Framework for Older People
- Ergebnisqualitätsbezogene Steuerung durch Leistungserbringungsverträge
- Ergebnisqualitätsbezogene Informationen des Social Care Institute for Excellence
- Qualitätsselbstbewertungssysteme und das Annual Quality Assurance Assessment
- Besichtigungen des Heims durch den Betreiber
- Ausgestaltung des Beschwerdeverfahrens im Einzelnen
- Information des Bewohners über die ihm zustehenden Leistungen
- Stellungnahme
- Beschwerden an die CQC
- Beschwerdeverfahren vor den Kommunen
- Beschwerden vor dem Local Government Ombudsman
- Privatrechtliche Klagen
- Judicial Review und Verfahren nach s. 7 des Human Rights Act 1998
- Zusammenfassung und Bewertung
- Local Involvement Networks
- Auswahl unter verschiedenen Leistungserbringern durch die Lokalbehörden
- Wahlrechte
- Pflichten des Heimbetreibers
- Informationen seitens staatlicher Stellen
- Bewertung
- Haftung und staatliche VerantwortungSeiten 363 - 363 Download Kapitel (PDF)
- Allgemeines
- Überblick über das case law
- Tort of negligence durch staatliche Stellen in der stationären Langzeitpflege
- Überblick über das case law
- Tort of breach of a statutory duty durch staatliche Stellen in der stationären Langzeitpflege
- Überblick über das case law
- S. 8 des Human Rights Act 1998 in der stationären Langzeitpflege
- Empfehlungen durch den Local Government Ombudsman
- Marktstruktur und MarktdatenSeiten 387 - 390 Download Kapitel (PDF)
- Verfassungsrechtliche BezügeSeiten 390 - 391 Download Kapitel (PDF)
- Stationäre Langzeitpflegeleistungen der sozialen Pflegeversicherung
- Stationäre Langzeitpflegeleistungen der Sozialhilfe
- Stationäre Langzeitpflegeleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung
- Sonstige staatliche Sozialleistungen der stationären Langzeitpflege
- Zuständigkeiten für pflegeversicherungs- und sozialhilferechtliche Leistungen der stationären LangzeitpflegeSeiten 397 - 398 Download Kapitel (PDF)
- Pflegeleistungen der sozialen Pflegeversicherung
- Sozialhilferechtliche Pflegeleistungen
- Vergleichende Zusammenfassung
- Leistungsvoraussetzungen nach dem Recht der sozialen Pflegeversicherung
- Sozialhilferechtliche Leistungsvoraussetzungen
- Vergleichende Zusammenfassung
- Allgemeines
- Zulassung zur Leistungserbringung durch Versorgungsverträge
- Abschluß von Pflegesatzvereinbarungen
- Rahmenverträge, Bundesempfehlungen sowie Maßstäbe und Grundsätze für die Qualität und die Qualitätssicherung
- Leistungserbringung im Recht der Sozialhilfe
- Vergleichende Zusammenfassung
- Duales Finanzierungskonzept des SGB XI
- Objektbezogene Investitionskostenförderung
- Subjektbezogene Förderung durch Pflegewohngeld
- Finanzierungsbeiträge von Bewohnern
- Infrastrukturplanung und Abschluß von Versorgungsverträgen
- Bereitstellung staatlich betriebener Pflegeeinrichtungen
- Zugänglichkeit der Heime
- Überblick
- Staatliche Maßnahmen zur quantitativen Stärkung der Personalinfrastruktur
- Maßnahmen zur Erhöhung der Qualifikation der Pflegekräfte
- Vergleichende Zusammenfassung
- Allgemeines
- Inhaltliche Aspekte
- Durchsetzungsmechanismen
- Sonstiges Ordnungsrecht
- § 11 Abs. 1 S. 1 SGB XI als Qualitätsgrundnorm des Pflegeversicherungsrechts
- Abschluß von Versorgungsverträgen
- Leistungs- und Qualitätsmerkmale in Pflegesatzvereinbarungen
- Rahmenverträge auf Landesebene sowie Rahmenempfehlungen und Vereinbarungen auf Bundesebene
- Maßstäbe und Grundsätze zur Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität
- Expertenstandards zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege
- Durchsetzung
- Schnittstellen zwischen dem heimaufsichtsrechtlichen und dem Vertragsregime
- Strukturqualitätssteuerung im Leistungserbringungsrecht des SGB XII
- Zusammenfassung
- Steuerung von Pflegeprozessen mittels des Heimaufsichtsrechts
- Anforderungen im Vertragsregime des SGB XI
- Finanzielle Förderung der Qualitätsentwicklung
- Sicherstellungsauftrag der gemeinsamen Selbstverwaltung für die Entwicklung und Aktualisierung von Expertenstandards
- Durchsetzung der Anforderungen
- Berufsrechtliche Vorgaben
- Sonstige Instrumente der Einflußnahme auf die Prozeßqualität
- Zusammenfassung
- Ergebnisqualitätsbezogene Vorgaben im Heimaufsichtsrecht
- Ergebnisqualitätsbezogene Steuerung im Leistungserbringungsrecht
- Sonstige ergebnisqualitätsbezogene Steuerungsinstrumente
- Heiminternes Qualitäts- und Beschwerdemanagement
- Heimbeiräte
- Einräumung von Wahlrechten
- Informationsgewährung durch staatliche Akteure
- Informationspflichten der Betreiber stationärer Pflegeeinrichtungen
- Unterstützung der Bewohner bei Qualitätsdefiziten
- Weitere Instrumente der bereichsübergreifenden Qualitätssteuerung
- Zusammenfassung und Vergleich
- Staatshaftung im Zusammenhang mit der Erbringung stationärer Langzeitpflegeleistungen durch Heimträger des privaten SektorsSeiten 511 - 516 Download Kapitel (PDF)
- England und Deutschland als Gewährleistungsstaaten für die stationäre LangzeitpflegeSeiten 517 - 519 Download Kapitel (PDF)
- Zur begrenzten Aussagekraft des Leitbildes des GewährleistungsstaatsSeiten 519 - 523 Download Kapitel (PDF)
- Dominanz der hoheitlich-imperativen Ge- und VerbotssteuerungSeiten 523 - 524 Download Kapitel (PDF)
- „Moderne“ Steuerungsmechanismen als Ergänzung des hoheitlich-imperativen InstrumentariumsSeiten 524 - 526 Download Kapitel (PDF)
- Rechtfertigung der staatlichen Regulierung in der stationären Langzeitpflege
- Gründe für den Rückgriff auf ein hoheitlich-imperatives Instrumentarium
- Zur Kritik an der hoheitlich-imperativen Ge- und Verbotssteuerung
- Die Bedeutung der ergänzend eingesetzten „modernen“ SteuerungsformenSeiten 538 - 540 Download Kapitel (PDF)
- AusblickSeiten 540 - 542 Download Kapitel (PDF)
- BibliographieSeiten 543 - 571 Download Kapitel (PDF)




