Freier Warenverkehr für Lebensmittel: zulässige Beschränkungen im WTO-Recht und im EU-Recht
Ein Rationalitätsmodell für mega-regionale Handelsabkommen- Autor:innen:
- Reihe:
- Nomos Universitätsschriften - Recht, Band 1044
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Herdegen-Dolzer-Rationalitätsmodell, dessen Ziel es ist, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Lebensmittelsicherheit und freiem Warenverkehr im WTO- und EU-Recht sowie in mega-regionalen Handelsabkommen herzustellen. Besondere Merkmale der Arbeit liegen zum einen in der erstmaligen wissenschaftlichen Aufarbeitung der rationalitätsgeprägten Standards der Bonner Schule und zum anderen in der Analyse ausgewählter WTO-Streitfälle aus japanischer Perspektive. Darüber hinaus werden zentrale Unterschiede zwischen den SPS-plus Regelungen des CPTPP und des JEFTA herausgearbeitet. Abschließend widmet sich die Arbeit vertieft mega-regionalen Handelsabkommen, wobei insbesondere CPTPP und JEFTA im Rahmen eines Vergleichs zwischen dem Good-Governance-Modell und dem EU-Grundrechtsschutzmodell untersucht werden.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-7560-3283-9
- ISBN-Online
- 978-3-7489-6668-5
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Nomos Universitätsschriften - Recht
- Band
- 1044
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 540
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort Kein Zugriff
- Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff
- 1. Der freie Warenverkehr als Sammelbegriff für WTO und EU Kein Zugriff
- 2. Keine Lebensmittelsicherheit ohne freien Warenverkehr Kein Zugriff
- 3. Juristisch-ökonomische Denkweise und Rationalität Kein Zugriff
- 4. Die rationale SPS-Maßnahme als Wertentscheidung Kein Zugriff
- 1. Good Governance und das EU-Modell des Grundrechtsschutzes Kein Zugriff
- 2. Der WTO-Fall Korea – Radionuclides (Japan) Kein Zugriff
- 3. Die vom Rationalitätsmodell abgeleiteten SPS-Regelungen des CPTPP-Abkommens Kein Zugriff
- 4. Ein Paradigmenwechsel: Die Anwendung der EU-Lebensmittel-Basisverordnung im SPS-Kapitel JEFTA Kein Zugriff
- III. Gang der Untersuchung Kein Zugriff
- a) Definition des Wirtschaftslebens Kein Zugriff
- b) Das Rationalitätsmodell und das Wirtschaftsleben Kein Zugriff
- c) Das Wirtschaftsleben und die Wirtschaftsordnung Kein Zugriff
- 2. Wirtschaftsordnung durch äußeren Ordnungsrahmen und Selbstverantwortung Kein Zugriff
- II. Herdegen-Dolzer-Rationalitätsmodell Kein Zugriff
- 1. Das gesetzmäßige Wirtschaftsleben im Rahmen des internationalen Wirtschaftsrechts Kein Zugriff
- 2. Wirtschaftsvölkerrechtliche Gesetzmäßigkeiten in WTO und EU Kein Zugriff
- a) Das vom Rechtsstaat ausgebildete Substrat der Handelsliberalisierung Kein Zugriff
- b) Entstehungsgeschichte der Good Governance Kein Zugriff
- c) Durch Grundwerte der Good Governance zur Konkretisierung rechtsstaatsorientierter Handelsbeziehungen Kein Zugriff
- 4. Good Governance und das bürgerliche Vertrauen in eine verlässliche Werteordnung Kein Zugriff
- IV. Good Governance als Leitlinie für RCEP? Kein Zugriff
- 1. Die Lockerung der Einfuhrbeschränkungen Taiwans für Schweine- und Rindfleisch aus den USA als Umsetzung des Rationalitätsmodells Kein Zugriff
- a) Das Wissenschaftsprinzip als elementare Voraussetzung für Kooperation im Welthandel Kein Zugriff
- b) Der effiziente Schutz der SPS-Maßnahmen und Good Governance Kein Zugriff
- c) Verhältnismäßigkeit, Compliance und Good Governance Kein Zugriff
- VI. USMCA und Good Governance Kein Zugriff
- VII. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1. SPS-Abkommen zum Beibehalt der Handelsliberalisierung Kein Zugriff
- 2. Lebensmittelsicherheit als Teil wirtschaftlicher Sicherheit Kein Zugriff
- 3. Über die materiellen Verpflichtungen des GATT 1994 hinausgehende Garantien im SPS-Abkommen Kein Zugriff
- 4. Das Verhältnis zwischen erforderlichen und angemessenen SPS-Maßnahmen und dem Schutzgrad des Grundrechts der betroffenen WTO-Mitglieder Kein Zugriff
- 1. Sozioökonomische Erwägungen und subjektives Recht Kein Zugriff
- 2. Sozioökonomische Auswirkung und Good Governance Kein Zugriff
- 1. Art. XX lit. (j) GATT und Art. XI. Abs. 2 lit. (a) GATT und Ernährungssicherheit Kein Zugriff
- 2. Art. XI:2 lit. (a) GATT als eine materielle SPS-Vorschrift zur Ernährungssicherheit Kein Zugriff
- 3. Art. XX lit. (j) GATT als eine materiale SPS-Vorschrift zur Ernährungssicherheit Kein Zugriff
- a) Good Governance als rationalitätsgeprägter Interpretationsmaßstab für SPS-Abkommen Kein Zugriff
- b) Good Governance bei ausgewählten SPS-Fällen: Fall Russia – Pigs (EU), Fall Indonesia – Chicken und Fall Korea – Radionuclides (Japan) Kein Zugriff
- a) Die Abgrenzung von ASP-betroffenen Gebieten und ASP-freien Gebieten auf Basis wissenschaftlicher Risikobewertung als unabdingbare Verpflichtung nach Art. 6 SPS Kein Zugriff
- b) Von Erkennungspflicht, Mitteilungspflicht und Beweiserhebungspflicht zur Compliance Kein Zugriff
- aa) An Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz orientiertes Risikomanagement und Bewertungsfaktoren Kein Zugriff
- bb) Good Governance und gute veterinärmedizinische Praxis Kein Zugriff
- cc) Kooperation in der Lebensmittelsicherheit zum effizienten Schutz der Verbraucher Kein Zugriff
- d) Effizienz und Effektivität der Risikokontrolle von SPS-Maßnahmen Kein Zugriff
- e) Resümee Kein Zugriff
- a) Zertifikation als verfahrensbezogener Gegenstand des SPS-Abkommens Kein Zugriff
- b) Durch Mitteilungspflicht zur Partizipation im Genehmigungsverfahren Kein Zugriff
- c) Resümee Kein Zugriff
- a) Eine wissenschaftliche Risikobewertung zur Gewährleistung einer objektiven Beurteilung Kein Zugriff
- b) „Pull towards compliance“ und Legitimität des angemessenen SPS-Schutzniveaus Kein Zugriff
- c) Die Auslegung des angemessenen Schutzniveaus in Art. 5.5 SPS und in Art. 5.6 SPS Kein Zugriff
- aa) Durch das ALARA-Prinzip zur Anpassung an den quantitativen Grenzwert Kein Zugriff
- bb) Vertrauen und japanische Alternativmaßnahme Kein Zugriff
- e) Das Kooperationsmodell als internationaler Standard für ein angemessenes Schutzniveau Kein Zugriff
- f) Effiziente Schutzmaßnahmen nach Art. 5.7 SPS und das Vorsorgeprinzip Kein Zugriff
- g) Resümee Kein Zugriff
- V. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1. Rückblick auf die Entscheidung des WTO Panels im Fall Korea – Radio-nuclides (Japan) Kein Zugriff
- 2. Das Verständnis des Appellate Body von Art. 5.6 SPS Kein Zugriff
- 3. Das Verständnis des Appellate Body von Art. 2.3 SPS Kein Zugriff
- 4. Art. 5.7 SPS ist kein Streitgegenstand im Fall Korea – Radionuclides (Japan) Kein Zugriff
- 5. Das Verständnis des Appellate Body des in Art. 7 SPS und Anhang B Nr. 1 SPS festgestellten Transparenzgebots Kein Zugriff
- 6. Das Verständnis des Appellate Body von Anhang B Nr. 3 SPS Kein Zugriff
- 7. Das Verständnis des Appellate Body von Art. 8 SPS i. V. m. Anhang C Nr. 1 lit. (a) SPS Kein Zugriff
- 8. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1. Wahl des Forums (choice of forum) als exklusives Recht der beschwerdeführenden Partei nach Art. 28.4 CPTPP Kein Zugriff
- 2. Art. 28.3 Abs. 1 lit. (a), (b) CPTPP als Rechtsgrundlage für die Vorrangsbestimmung des regionalen Handelsabkommens (RHA, RTA) oder Freihandelsabkommens (FHA, FTA) gegenüber anderen internationalen Handelsabkommen Kein Zugriff
- 3. Die vorrangige Anwendung des GATT/WTO-Abkommens gemäß Art. 28.12 Abs. 3 CPTPP Kein Zugriff
- 4. Der Vorbehalt des Anwendungsvorrangs in besonderen Bereichen des regionalen Handelsabkommens und des Freihandelsabkommens Kein Zugriff
- 5. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1. Die gemeinwohlorientierte Reziprozität Kein Zugriff
- 2. Das in Kapitel 7 CPTPP dargestellte Reziprozitätsprinzip und dessen Funktion Kein Zugriff
- a) Art. 7.15 CPTPP Kein Zugriff
- b) Art. 7.16 CPTPP Kein Zugriff
- c) Art. 7.17 CPTPP Kein Zugriff
- 4. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1. Gestaltungsspielraum für das Ergebnis der wissenschaftlichen Risikobewertung Kein Zugriff
- 2. Der LLP-Standard als Internalisierung des Verhältnismäßigkeitsprinzips Kein Zugriff
- 3. Der LLP-Standard und das ALARA-Prinzip Kein Zugriff
- 1. Der integrierende Schutz des ALARA-Prinzips Kein Zugriff
- a) Art. 7.10 CPTPP Kein Zugriff
- b) Art. 7.11 CPTPP Kein Zugriff
- c) Art. 7.12 CPTPP Kein Zugriff
- a) Die Gestaltungsspielräume des Wissenschaftsprinzips aus Art. 7.9 Abs. 2, Abs. 3 und Abs. 4 CPTPP Kein Zugriff
- b) Die synthetische Risikobewertung aus Art. 7.9 Abs. 5 CPTPP im Einklang mit dem ALARA-Prinzip Kein Zugriff
- c) Der Auslegungsspielraum des Art. 7.9 Abs. 6 CPTPP für internationale Standards Kein Zugriff
- d) Die Erklärungspflicht nach Art. 7.9 Abs. 7 und Abs. 8 CPTPP als Kern der Risikokommunikation Kein Zugriff
- aa) Die unterschiedlichen Auffassungen der USA zu alternativen Maßnahmen Kein Zugriff
- bb) Die geeignete Alternativmaßnahme gemäß Art. 5.6 SPS Kein Zugriff
- b) Alternative Maßnahme gemäß Art. 7.9 Abs. 6 CPTPP und Funktionsweise des Art. 4 SPS Kein Zugriff
- c) Art. 7.8 CPTPP: Ein Rationalitätsmodell für die Beweislastregelungen Kein Zugriff
- d) Anwendung des Art. 7.8 CPTPP im Fall Korea – Radionuclides(Japan) Kein Zugriff
- a) Anwendungsvoraussetzungen des Vorsorgeprinzips Kein Zugriff
- b) Die effiziente Vorsorgemaßnahme auf Basis der gesundheitsbedrohlichen Risiken Kein Zugriff
- c) Auslegungsspielraum für allgemeine Vorsorgemaßnahmen gemäß Art. 7.9 Abs. 2 CPTPP Kein Zugriff
- d) Art. 7.7 CPTPP und das besondere Vorsorgeprinzip Kein Zugriff
- e) Resümee Kein Zugriff
- 6. Durch Art. 7.13 CPTPP zur Vertiefung des Transparenzgebotes im Fall Korea – Radionuclides (Japan) Kein Zugriff
- 7. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1. Die Wechselwirkung zwischen Art. 34 AEUV und Art. 36 AEUV Kein Zugriff
- 2. Die Lebensmittel-Basisverordnung als Erzeugnis des Art. 114 AEUV Kein Zugriff
- 1. JEFTA-Abkommen und SPA-Abkommen als untrennbare Einheit eines Modells für eine Werteordnung Kein Zugriff
- a) Wirkungsvolle und effiziente Streitbeilegung statt Prioritätsrecht der beschwerdeführenden Partei auf die Forumwahl (choice of forum) Kein Zugriff
- b) Anwendungsvorrang: obligatio integralis derogat obligationi bilaterali Kein Zugriff
- aa) Die Vorrangstellung des Gesundheitsschutzes als grundlegender Wert in der EU Kein Zugriff
- bb) FSBA und VO (EG) 178/2002 als Garantie für Gesundheitsschutz Kein Zugriff
- cc) Das aus Art. 6.16 JEFTA abgeleitete Angleichungsmodell Kein Zugriff
- d) Resümee Kein Zugriff
- a) Art. 6.3 und Art. 6.4 JEFTA als besondere Bestimmungen für SPS-Maßnahmen Kein Zugriff
- b) Gute Regulierungsverfahren und regulatorische Kooperation als neue Lösung für die Normenkollision zwischen WTO/SPS-Abkommen, JEFTA-Abkommen und EU-Lebensmittel-Basisverordnung Kein Zugriff
- a) Der Aspekt „freedom from want“ Kein Zugriff
- b) Der Aspekt des Vorsorgeprinzips Kein Zugriff
- 5. Zusammenfassung Kein Zugriff
- a) Implikationen der Ziele des Art. 6.1 JEFTA Kein Zugriff
- b) Art. 6.6 JEFTA und das Wissenschaftsprinzip Kein Zugriff
- c) Art. 6.11 Abs. 1 lit. (c) sublit. (iv) JEFTA und Art. 6.13 JEFTA als Basis des Rationalitätsmodells Kein Zugriff
- a) Unter Berücksichtigung sozioökonomischer Erwägungen Kein Zugriff
- b) Das hinter Sofort- und Notmaßnahmen stehende Vorsorgeprinzip des Art. 6.13 JEFTA Kein Zugriff
- a) Kooperation in den Regulierungsmaßnahmen Kein Zugriff
- b) Die unmittelbare Anwendung von Art. 17.7 JEFTA und Art. 6.11 JEFTA Kein Zugriff
- c) Durch Kooperation und Kommunikation des Informationsaustausches zur Handelserleichterung Kein Zugriff
- a) Art. 6.3 JEFTA Kein Zugriff
- aa) Offene Konsultationen und Good Governance Kein Zugriff
- bb) Internationale Standards für die gerechte und effiziente Risikokontrolle Kein Zugriff
- cc) Die Richtlinie (EU) 2015/412 und die Zulassung des GVO-Anbaus Kein Zugriff
- c) Art. 6.8 JEFTA Kein Zugriff
- aa) Regionale handelsbeschränkende Bedingungen im Einklang mit OIE-Standards Kein Zugriff
- bb) Informationsaustausch zur gegenseitigen Anerkennung im Rahmen der anerkannten Empfehlungen der OIE Kein Zugriff
- cc) Pflanzengesundheitliche Schutzgebiete gemäß internationalen Standards des IPPC-Abkommens Kein Zugriff
- dd) Offene Konsultation, Audits und die von der ausführenden Partei getroffenen Sofortmaßnahmen statt der Internationalen Standards des IPPC-Abkommens Kein Zugriff
- e) Art. 6.14 JEFTA Kein Zugriff
- f) Art. 6.15 JEFTA Kein Zugriff
- 1. Art. 19.1 JEFTA zur Förderung der Lebensmittelsicherheit Kein Zugriff
- 2. Zur Vertiefung des Kooperationsmodells im Agrarhandel Kein Zugriff
- 1. Unterschiede in der Zielsetzung der SPS-Vorschriften und in der Vorgehensweise beim Wissenschaftsprinzip Kein Zugriff
- a) Good Governance als Übergangsziel für eine neue Weltordnung Kein Zugriff
- b) EU-Grundrechtsschutz-Modell als Endziel der Weltordnung Kein Zugriff
- 3. Unterschiede in der Regulierung von GVO-Lebensmitteln Kein Zugriff
- 4. Unterschiedliche Behandlung von Lebensmittelsicherheit in Verbindung mit Agrarprodukten Kein Zugriff
- F. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 495 - 512
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 513 - 540





