Cover des Buchs: Das Töten von Tieren aus rechtlicher und rechtsphilosophischer Sicht
Monographie Open Access Vollzugriff

Das Töten von Tieren aus rechtlicher und rechtsphilosophischer Sicht

Autor:innen:
Reihe:
Das Recht der Tiere, Band 14
Verlag:
 2025

Zusammenfassung

Das Buch untersucht, wie das Töten von Tieren im schweizerischen Recht geregelt ist und wie es rechtsphilosophisch gerechterweise geregelt sein sollte. Das geltende Recht schützt das Leben von Menschen, nicht aber das Leben von Tieren. Nach dem Prinzip, dass Ungleichbehandlungen gerechtfertigt sein müssen, bedarf diese Regelung einer ethischen Begründung. Diese müsste darin bestehen, dass Menschen im Unterschied zu allen nichtmenschlichen Lebewesen über eine Eigenschaft verfügen, die für einen Anspruch auf Lebensschutz notwendig vorauszusetzen ist. Die Suche nach den Bedingungen eines Lebensinteresses ergibt jedoch, dass die entscheidende Eigenschaft nicht exklusiv menschlich ist. Der bisherige rechtliche Lebensschutz ist daher zu eng.


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2025
ISBN-Print
978-3-7560-0139-2
ISBN-Online
978-3-7489-4746-2
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Das Recht der Tiere
Band
14
Sprache
Deutsch
Seiten
542
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Download Kapitel (PDF)
    1. Vorwort
    2. Abkürzungsverzeichnis
  2. EinleitungSeiten 29 - 32 Download Kapitel (PDF)
  3. Download Kapitel (PDF)
        1. I. Begriff des Tieres
        2. II. Begriff und Modalitäten des Tötens
        1. I. Gebote, Verbote, Erlaubnisse
        2. II. Direkte und indirekte Tötungsnormen
      1. C. Tötungserlaubnis mangels Tötungsverbots
            1. a) Begriff des Artenschutzes und Abgrenzung zum Tierschutz
            2. b) Weltweit geschützte Tiere
            3. c) Europaweit geschützte Tiere
          1. 2. Schutz wandernder Tierarten
          2. 3. Walfang und Walschutz
          3. 4. Vogelschutz
          4. 5. Weitere Bestimmungen
          1. 1. Heimtiere
          2. 2. Schlachttiere
          3. 3. Versuchstiere
          4. 4. Tiere auf internationalen Transporten
        1. III. Ergebnisse zum internationalen Recht
          1. 1. Kein Verbot des Tötens an sich
            1. a) Wer töten darf
            2. b) Wie zu töten ist
            3. c) Verbotene Tötungsmethoden
          2. 3. Motiv des Tötens
            1. a) Töten zur Beendigung von Leiden
            2. b) Ungleiche Voraussetzungen je nach Tierkategorie
          3. 5. Tötung durch andere Tiere
          1. 1. Tiere als Objekte des Eigentums
          2. 2. Tötungsverbote
              1. aa) Voraussetzungen und allgemeine Bedeutung für das Tiertöten
              2. bb) Unterschiede zwischen Notwehr und Notstand; Anwendbarkeit auf Tierangriffe
              3. cc) Notstandshilfe
            1. b) Grundbesitzernotstand
            2. c) Einwilligung
          3. 4. Tötungspflichten
            1. a) Vom Artenschutzrecht erfasste Tiere
            2. b) Jagd und Fischerei als erlaubte Tiernutzung
            3. c) Beschränkung der Tötungsmethoden aus Artenschutzgründen
            1. a) Tötungsverbot als Grundsatz
            2. b) Ausnahmen
            3. c) Grenzen der Ausnahmen
            1. a) Jagdbare Arten
            2. b) Schonzeiten
            3. c) Schutzgebiete und weitere Beschränkungen
            1. a) Begriff der fremden Art
            2. b) Generelle Tötungserlaubnis nach dem Zweck des Artenschutzrechts
            3. c) Tötungspflichten
            1. a) Einordnung, Begriff und Massnahmen im Überblick
            2. b) Selbsthilfemassnahmen
            3. c) Einzeltötungen
            4. d) Regulierungstötungen
          1. 2. Private Schädlingsbekämpfung
          2. 3. Tiere als Hindernisse
            1. a) Kompetenz des Bundes
            2. b) Verhütung von Tierangriffen
            3. c) Sicherheit von Bauten und Anlagen
          1. 2. Gesundheitspolizeirecht
            1. a) Fangbewilligungen zu Heilzwecken
            2. b) Xenotransplantation
          2. 4. Lebensmittelrecht
          1. 1. Tötungspflichten im grenzüberschreitenden Tierhandel
          2. 2. Handelsbeschränkungen aus Tier- und Artenschutzgründen
        1. VII. Ergebnisse zum Bundesrecht
          1. 1. Jagdsysteme
          2. 2. Selbsthilfetötungen zur Wildschadenverhütung
          3. 3. Entschädigungspflicht bei unerlaubtem Töten wildlebender Tiere
        1. II. Wildernde Hunde und streunende Tiere
          1. 1. Hunderecht
          2. 2. Allgemeines Polizeirecht
        2. IV. Ergebnisse zum kantonalen Recht
          1. 1. Tierschutz ohne (direkten) Lebensschutz
          2. 2. Tötungsverbote zu Eigentums- und Artenschutzzwecken
          1. 1. Stufen des artenschutzrechtlichen Lebensschutzes
          2. 2. Schwächen des „starken“ artenschutzrechtlichen Lebensschutzes
        1. III. Kritik am fehlenden Lebensschutz
          1. 1. Konstitutive und nichtkonstitutive Tötungsnormen
          2. 2. Gründe für Verbote, Erlaubnisse und Gebote (konstitutive Tötungsnormen)
          3. 3. Bedeutung der nichtkonstitutiven Tötungsgründe
          1. 1. Töten im Interesse von Menschen
          2. 2. Töten im Interesse von Tieren
          3. 3. Töten im Interesse des Artenschutzes
      1. C. Kriterien der Ungleichbehandlung
  4. Download Kapitel (PDF)
        1. I. Recht und Gerechtigkeit
          1. 1. Gerechtigkeitstheorien
          2. 2. Intuition und Überzeugung
          3. 3. Gleichheit
        2. III. Bedeutung der Ethik für das Recht
        1. I. Tierethik als Teil der Tierphilosophie
          1. 1. Anthropozentrische und ratiozentrische Perspektive
          2. 2. Sentientistische (pathozentrische) Perspektive
          3. 3. Biozentrische Perspektive
          4. 4. Ökozentrische Perspektive
          5. 5. Ergebnisse zu den moralisch relevanten Eigenschaften
            1. a) Begriff und Varianten des Egalitarismus
            2. b) Tatsächliche Gleichheit als Grundlage
              1. aa) Lern- und Denkfähigkeit, Kultur
              2. bb) Selbstbewusstsein, Fremdbewusstsein, Todesbewusstsein
              3. cc) Sprachfähigkeit
              4. dd) Vernunftfähigkeit
              5. ee) Gerechtigkeitssinn
              6. ff) Ergebnisse zu den tatsächlichen Fähigkeiten von Tieren
              1. aa) Warum die Spezieszugehörigkeit nicht relevant ist
              2. bb) Begründete speziesneutrale Unterscheidungen
              3. cc) Bedingungen einer zulässigen Ungleichbehandlung
            3. e) Argument der marginalen Menschen
              1. aa) Berufung auf Speziesmerkmale
              2. bb) Fairness für marginale Menschen
              3. cc) Potenzialität von marginalen Menschen
              4. dd) Soziale Stabilität
              5. ee) Schutz vor Verrohung
            1. b) Gemeinschaftshierarchismus
            2. c) Interessenhierarchismus
          1. 3. Ergebnisse zur Gleichbehandlungsfrage
        1. I. Gegenstand und Bedeutung der Artenschutzethik
          1. 1. Holistischer Ansatz: Eigenwert von Arten
          2. 2. Individualistischer Ansatz: Indirekter Wert von Arten
          3. 3. Welche Arten zu schützen sind
          4. 4. Sentientistische Begründung eines umfassenden Artenschutzes
          5. 5. Ergebnisse zur Artenschutzbegründung
        2. III. Verhältnis zwischen Artenschutz und Tierschutz
        1. I. Zur Tötungsfrage in der Tierethik
        2. II. Direkte und indirekte Gründe gegen das Töten
          1. 1. Der Tod sei für Tiere kein Unwert
            1. a) Kompensation durch das vorausgegangene Leben des getöteten Tieres (Existenzzweckargument)
            2. b) Kompensation durch das Leben eines anderen Tieres (Ersetzbarkeitsargument)
          2. 3. Wenn Tiere einander töten, dürften Menschen sie auch töten („Raubtierargument“)
          1. 1. Interessenbasierte Begründung moralischer Ansprüche
            1. a) Interessen aus subjektiver und aus objektiver Perspektive
            2. b) Interessen im schwachen und im starken Sinn
            3. c) Ergebnisse zum Interessenbegriff
          2. 3. Bewusstes Empfinden als Bedingung für Interessen
            1. a) Zurück zur Frage nach dem Unwert des leidfreien Todes
              1. aa) Empfindungen als Mittel zur Lebenserhaltung
              2. bb) Leben als Mittel zur Wahrnehmung von Interessen
              3. cc) Tötung als Vereitelung künftiger positiver Empfindungen (Beraubungsargument)
              1. aa) Vertragsfähigkeit
              2. bb) Todesangstfähigkeit
              3. cc) Zukunftsbezogene Interessen und zeitübergreifende Identität
              1. aa) Einwand 1: Empfindungsfähige Tiere sind keine reinen „Gegenwartswesen“
              2. bb) Einwand 2: Keine Bedingung für den Lebensschutz, sondern nur Verstärkungsgrund
              3. cc) Argumentation gegen die Bedeutung als Lebensschutzbedingung
            2. e) Empfindungsfähigkeit oder strengere Kriterien: Folgen- und Gesamtvergleich
            3. f) Ergebnis: Lebensschutz für alle empfindungsfähigen Lebewesen
          1. 2. Stärkerer Lebensschutz durch abstrakte Todesangst und höheres Verlustpotenzial
          2. 3. Feststellung und Vermutung des Lebensinteresses
        1. III. Ergebnisse zu den Voraussetzungen des individuellen Lebensschutzes
            1. a) Lebensschutz als einschränkbarer Prima-facie-Anspruch
            2. b) Vorrang des überwiegenden Interesses
            3. c) Begrenzung der Einschränkbarkeit
            1. a) Prinzip der gleichen Interessenabwägung
            2. b) Materielle Kriterien zur qualitativen Interessenbewertung
            3. c) Nachrangige Bedeutung der quantitativen Interessensstärke
            1. a) Zahl der Betroffenen
              1. aa) Selbstverteidigung
              2. bb) Selbsthilfe
              3. cc) Soziale Näheverhältnisse
            2. c) Interessensverzicht und eigenverantwortliche Selbstgefährdung
              1. aa) Selbstverteidigung gegen angreifende Tiere
              2. bb) Hilfe zur Verteidigung gegen angreifende Tiere
              3. cc) Präventives Töten von gefährlichen Tieren
            1. b) Krankheitsbekämpfung
            2. c) Schutz von Eigentum
              1. aa) Fleischkonsum als nichtvitales Interesse
              2. bb) Möglichkeit der tötungsfreien Fleischherstellung (In-vitro-Fleisch)
              3. cc) Rechtfertigung des Tötens in vitalen Ausnahmefällen
            1. b) Pelz, Jagdtrophäen und sonstige Tierprodukte
            2. c) Tierversuche
            3. d) Xenotransplantation
              1. aa) Jagd
              2. bb) Tierkämpfe
              3. cc) Weitere kulturbedingte Tötungsmotive
          1. 3. Entsorgung und Beseitigung von Tieren
          1. 1. Tötung zum Schutz anderer Tiere
          2. 2. Tötung zur Ernährung anderer Tiere
          3. 3. Tötung von stark und unheilbar leidenden Tieren
          1. 1. Interessenabwägung zwischen Tierschutz und Artenschutz
            1. a) Bekämpfung invasiver fremder Tierarten
            2. b) Jagdliche Regulierung von Tierbeständen
            3. c) Ergebnisse zur Anwendung der ökologischen Tiertötungsgründe
          2. 3. Begründung der Ungleichbehandlung zwischen Tieren und Menschen
        1. I. Rechtsphilosophische Grundlagen zur Beurteilung des Tiertötens
        2. II. Lebensschutzbegründung
        3. III. Individueller Lebensschutz für Tiere mit Lebensinteresse
        1. I. Grundlegendes zur Einschränkung des Lebensschutzes
        2. II. Töten zur Erlösung des leidenden Tieres
        3. III. Töten zum Schutz vor dem Tier
        4. IV. Töten zur Nutzung des Tieres
        5. V. Töten zur Wegschaffung des Tieres
        1. I. Voraussetzungen der Begründetheit einer Ungleichbehandlung
        2. II. Unterschiedliche natürliche Eigenschaften
        3. III. Sonstige Unterschiede in der Betroffenheit
  5. Download Kapitel (PDF)
          1. 1. Individueller direkter Lebensschutz
          2. 2. Artenschutz als indirekter Lebensschutz
          3. 3. Ergebnis: Kaum rechtlicher Lebensschutz trotz Lebensinteresse vieler Tiere
          1. 1. Beendigung des Leidens von Tieren
          2. 2. Schutz vor Tieren
          3. 3. Tiernutzung
          4. 4. Entsorgung und Beseitigung von Tieren
          5. 5. Ergebnis: Viele ungerechte Tötungserlaubnisse im Recht
          1. 1. Natürliche Eigenschaften der Tiere
          2. 2. Ökologische Kriterien
          3. 3. Beziehungskriterien
          4. 4. Kulturbedingte und sonstige Kriterien im Interesse von Menschen
          5. 5. Ergebnis: Viele ungerechte Ungleichbehandlungen im Recht
      1. B. Konsequenzen der rechtsethischen Kritik am Tiertötungsrecht
        1. I. Grundlagen des direkten Lebensschutzes für Tiere bereits im Recht
        2. II. Weitere rechtliche Argumente für den Lebensschutz von Tieren
        3. III. Ergebnisse zur rechtsinternen Kritik
        1. I. Inhalt der Forderungen
        2. II. Lebensrecht oder Tötungsverbot
        3. III. Ebene und Form der Rechtsänderungen
        1. I. Schwierigkeiten der Umsetzung
        2. II. Konsequenzen der Schwierigkeiten
        3. III. Wege und Schritte der Umsetzung
      1. C. Ergebnisse zu den Forderungen
  6. SchlussSeiten 521 - 524 Download Kapitel (PDF)
  7. LiteraturverzeichnisSeiten 525 - 538 Download Kapitel (PDF)
  8. SachverzeichnisSeiten 539 - 542 Download Kapitel (PDF)

Ähnliche Veröffentlichungen

aus der Reihe "Das Recht der Tiere"
Cover des Buchs: Reform des Tierschutzrechts
Sammelband Vollzugriff
Jens Bülte, Barbara Felde, Christoph Maisack
Reform des Tierschutzrechts
Cover des Buchs: Die tierschutzrechtliche Verbandsklage
Monographie Kein Zugriff
Alice Fertig
Die tierschutzrechtliche Verbandsklage
Cover des Buchs: Verhaltensgerecht
Monographie Kein Zugriff
Barbara Felde
Verhaltensgerecht