Cover des Buchs: Strafrechtliche Verfolgung von Tierschutzkriminalität in der Landwirtschaft
Sammelband Open Access Vollzugriff

Strafrechtliche Verfolgung von Tierschutzkriminalität in der Landwirtschaft

Eine empirische Untersuchung
Herausgeber:innen:
Reihe:
Das Recht der Tiere, Band 13
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

Das Werk befasst sich mit den Realitäten der strafrechtlichen Verfolgung von Tierschutzkriminalität in der Landwirtschaft. Die Autorinnen untersuchen anhand von Ermittlungsakten und Experteninterviews, wie das Tierschutzstrafrecht von Veterinärbehörden, Staatsanwaltschaften und Gerichten angewendet wird. Dabei wird deutlich, dass das geltende Tierschutzstrafrecht den Gegebenheiten moderner Tiernutzung nicht gerecht wird. Auf Basis der empirischen Ergebnisse entwickeln die Autorinnen Reformvorschläge auf materieller, prozessualer und institutioneller Ebene für eine angemessene und effektive Ahndung von Tierschutzkriminalität. Damit dient das Werk als Orientierung sowohl für den Gesetzgeber als auch für die Strafverfolgungsbehörden.

Schlagworte


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-8487-8816-3
ISBN-Online
978-3-7489-3494-3
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Das Recht der Tiere
Band
13
Sprache
Deutsch
Seiten
203
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 12 Download Kapitel (PDF)
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Problematik
    2. II. Stand der Forschung
        1. a) Tiertötung ohne vernünftigen Grund (§ 17 Nr. 1 TierSchG)
          1. aa) Rohe Tiermisshandlung (§ 17 Nr. 2 a TierSchG)
          2. bb) Quälerische Tiermisshandlung (§ 17 Nr. 2 b TierSchG)
      1. 2. Die zentralen Anforderungen an Haltung und Nutzung von Tieren: § 2 TierSchG
      2. 3. Rechtsverordnungen
      3. 4. Ordnungswidrigkeiten
  3. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Forschungsfragen
        1. a) Sampling
        2. b) Kodierung und Auswertung
        1. a) Sampling
        2. b) Design der Interviewleitfäden und Auswertung
      1. 3. Limitationen der Untersuchung
  4. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Nutztiere
      2. 2. Heimtiere und Wildtiere
    1. II. Art und Größe der Betriebe
        1. a) Fehlende Versorgung
        2. b) Problematische Haltungsbedingungen
        3. c) Stallbrände
        4. d) Zucht
        1. a) Transporte innerhalb Deutschlands
        2. b) Langstreckentransporte ins Ausland
      1. 3. Misshandlungen der Tiere
        1. a) Schlachtung
        2. b) Sonstige Fälle der Tötung
      1. 1. Adressaten des Tatvorwurfs
        1. a) Arbeitsbelastung und Überforderung
        2. b) Fehlendes Unrechtsbewusstsein und fehlende Empathie für Bedürfnisse der Tiere
      2. 3. Verhalten bei Kontrollen
  5. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Wer erstattet Anzeige?
        1. a) Häufigkeit von Kontrollen
          1. aa) Zu späte Anzeigeerstattung
          2. bb) Anzeigen erst nach Hinweisen von Privatpersonen
          3. cc) Abhängigkeit von persönlichem Engagement
          1. aa) Zeit- und Personalmangel
          2. bb) Andere Priorisierung
          3. cc) Strafanzeigen als Gefahr für eine funktionierende Landwirtschaft
          4. dd) Politischer Druck, Lobbyismus und berufliche Nachteile für engagierte Amtstierärzte
          5. ee) Geringe „Erfolgsaussichten“ einer Strafanzeige
          6. ff) Keine Strafanzeige bei zugleich verwirklichter Ordnungswidrigkeit
          7. gg) Keine Strafanzeige bei verbreiteten Haltungsformen
        2. d) Kommunikation zwischen Staatsanwaltschaft und Veterinärbehörden
        1. a) Anzeigen durch Tierschutzorganisationen
        2. b) Kommunikation zwischen Staatsanwaltschaft und Tierschutzorganisationen
        3. c) Medienkampagnen
        4. d) Dienstaufsichtsbeschwerden durch Tierschutzorganisationen
      2. 4. Fazit zur Kenntniserlangung
          1. aa) Rechtliche Bewertungen durch veterinärmedizinische Gutachter
          2. bb) Überspannung der Nachweisanforderungen
        1. b) Die Auswahl des Gutachters
      1. 2. Weitere Ermittlungsmaßnahmen
      2. 3. Umgang mit Videomaterial
      3. 4. Fazit zu Ermittlungsmaßnahmen und Beweismitteln
        1. a) Legislativer Kontext
          1. aa) Keine Ermittlungen zur Todesursache
          2. bb) Keine Anwendung des § 17 Nr. 1 TierSchG bei Versterben von Tieren in der Haltung
          3. cc) Keine Anwendung des § 17 Nr. 1 TierSchG bei Verendenlassen von Tieren
        2. c) Fazit
          1. aa) Hintergründe und legislativer Kontext
          2. bb) Erkenntnisse der Untersuchung
          3. cc) Bewertung
          1. aa) Hintergrund
          2. bb) Erkenntnisse der Untersuchung
          3. cc) Bewertung
          1. aa) Legislativer Kontext
          2. bb) Erkenntnisse der Untersuchung
            1. (1) Grundlagen
            2. (2) Erkenntnisse der Untersuchung
          3. dd) Bewertung
        1. d) Die Feststellung kausalen Fehlverhaltens
          1. aa) Legislativer Kontext
          2. bb) Erkenntnisse der Untersuchung
          3. cc) Bewertung
          1. aa) Legislativer Kontext
            1. (1) Feststellung der Dauer von Schmerzen und Leiden
            2. (2) Anforderungen an ein „längeres Anhalten“
          2. cc) Bewertung
          1. aa) Erkenntnisse aus der Untersuchung
          2. bb) Bewertung
        1. b) Keine Anwendung des § 17 TierSchG bei zugleich verwirklichter Ordnungswidrigkeit
          1. aa) Hintergrund
          2. bb) Erkenntnisse aus der Untersuchung
            1. (1) Hintergrund
            2. (2) Erkenntnisse der Untersuchung
            3. (3) Bewertung
      1. 1. Überblick
      2. 2. Verfahrensdauer
            1. aa) Zu enges Verständnis von § 17 TierSchG und zu hohe Hürden an die Nachweisbarkeit
            2. bb) Keine Identifikation des Täters
          1. b) Einstellungen nach § 153 I StPO
            1. aa) Routinemäßige Einstellungen
            2. bb) Einstellungen in Fällen mit politischer Dimension
            3. cc) Einstellungen wegen Belastung des Beschuldigten durch mediale Verbreitung
        1. a) Antrag auf Erlass eines Strafbefehls
        2. b) Erhebung der Anklage
      1. 1. Angewendete Vorschriften
      2. 2. Einstellung des Verfahrens durch das Gericht und Freispruch
        1. a) Strafen
          1. aa) Hintergrund
            1. (1) Seltene Verhängung des strafrechtlichen Tierhaltungsverbots
            2. (2) Gründe für die zurückhaltende Anwendung des strafrechtlichen Tierhaltungsverbots
      1. 1. Bestehen eines Vollzugsdefizits im Tierschutzstrafrecht
        1. a) Grundsätzliche Probleme der modernen Tierhaltung
        2. b) Politische Einflussnahme
        3. c) Fehlende Ausbildung und Erfahrung im Tierschutzstrafrecht
        1. a) Materielles Recht
        2. b) Prozessuale Reformvorschläge
          1. aa) Schwerpunktstaatsanwaltschaften und Spezialdezernate
          2. bb) Spezialisierte veterinärmedizinische Ansprechpartner
          3. cc) Überregionale Einheiten für die Aufdeckung von Tierschutzstraftaten
          4. dd) Aus- und Fortbildungen
  6. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Defizite in der Anwendung des Tierschutzstrafrechts
      1. 1. Recht und Rechtsanwendung
        1. a) Politische Einflussnahme und Verflechtungen
        2. b) Umgang mit landwirtschaftlich genutzten Tieren in Deutschland
      2. 3. Fehlende Repräsentation der Tiere im Strafverfahren
          1. aa) Regelungstechnik
          2. bb) Anwendungsfälle für eine verwaltungsakzessorische Regelung
          3. cc) Zentrale Vorteile der Regelungstechnik
          1. aa) Verschiebung des § 17 TierSchG in das Strafgesetzbuch
          2. bb) Strafbarkeit der leichtfertigen Tatbegehung
            1. (1) Tierhalter und Tierbetreuer
            2. (2) Amtsträger
        1. c) Sonstige Sanktionen
        1. a) Einführung des Amts eines Tieranwalts
        2. b) Akteneinsichtsrecht für anerkannte Tierschutzorganisationen
        1. a) Überregionale Einheiten für die Aufdeckung von Tierschutzstraftaten
        2. b) Spezialisierte Dezernate bei den Staatsanwaltschaften
        3. c) Ausbau der Fachbehörden der Bundesländer
      1. 4. Ausblick
  7. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Das Forschungsprojekt
    2. II. Defizite in der Anwendung des Tierschutzstrafrechts
    3. III. Warum wird das Recht so wenig angewandt?
    4. 1. Zu hohe Anforderungen an die Strafbarkeit
    5. 2. Wenig Möglichkeiten des Tatnachweises
    6. 3. Politische Verflechtungen
    7. 4. Der gesellschaftliche Umgang mit landwirtschaftlich genutzten Tieren
    8. IV. Was ist zu tun? Vorschläge für Reformen
    9. 1. Änderungen des Strafrechts
    10. 2. Änderung des Strafverfahrensrechts
    11. 3. Spezialisierung

Ähnliche Veröffentlichungen

aus der Reihe "Das Recht der Tiere"
Cover des Buchs: Reform des Tierschutzrechts
Sammelband Vollzugriff
Jens Bülte, Barbara Felde, Christoph Maisack
Reform des Tierschutzrechts
Cover des Buchs: Die tierschutzrechtliche Verbandsklage
Monographie Kein Zugriff
Alice Fertig
Die tierschutzrechtliche Verbandsklage
Cover des Buchs: Verhaltensgerecht
Monographie Kein Zugriff
Barbara Felde
Verhaltensgerecht