Global verteilte Kopfarbeit
Offshoring und der Wandel der Arbeitsbeziehungen- Autor:innen:
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- Reihe:
- Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung (HBS), Band 129
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
Mit der Diskussion um Offshoring erreicht die Globalisierung eine neue Phase. Auch die Kopfarbeit wird zum Gegenstand global verteilter Arbeitsprozesse. Im Zentrum stehen Software-Entwicklung und IT-Services, bestimmte Verwaltungstätigkeiten (»Shared Services«), aber auch Forschung und Entwicklung. Betroffen sind damit mehr denn je auch hochqualifizierte Arbeitsbereiche. In ihrer empirischen Studie untersuchen die Autoren in acht Fallunternehmen, was Offshoring für die Beschäftigten bedeutet, wie sie diese Entwicklung wahrnehmen und wie sich dies auf die Arbeitsbeziehungen auswirkt. Sie halten fest: Offshoring ist keine Eintagsfliege, sondern Ausdruck eines grundlegenden Wandels in den Unternehmen. Dieser hinterlässt nachhaltige Spuren in den Köpfen der Beschäftigten. Sie machen in neuer Qualität Lohnarbeitserfahrungen. Was bedeutet das für Interessenvertretung und Interessenhandeln? Aus ihrem empirischen Material entwerfen die Autoren zwei Szenarien, die um die Typen des »Arbeitnehmers wider Willen« und des »manifesten Arbeitnehmers« zentriert sind. Welchen Weg die Entwicklung nimmt, wird nicht zuletzt davon abhängen, ob Gewerkschaften und »Kopfarbeiter« in eine produktive Beziehung zueinander finden.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-8360-8729-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-6954-2
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung (HBS)
- Band
- 129
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 268
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 10
- 1.1 Die Diskussion um Offshoring – Die Globalisierung erreicht die Büros der Angestellten und Hochqualifizierten Kein Zugriff
- 1.2.1 Unternehmen und der Möglichkeitsraum Globalisierung 2.0 – Suchprozesse nach neuen Strategien der Internationalisierung von Kopfarbeit Kein Zugriff
- 1.2.2 Offshoring und Internationalisierung aus der Perspektive von Beschäftigten: Folgen für die Arbeitsbedingungen und die Sicherheit von Beschäftigungsverhältnissen Kein Zugriff
- 1.2.3 Konsequenzen für Arbeitsbeziehungen, Unternehmenskulturen und Mitbestimmung Kein Zugriff
- 1.3.1 Untersuchungsfeld Kein Zugriff
- 1.3.2 Methodisches Vorgehen Kein Zugriff
- 1.3.3 Sample und Fallauswahl Kein Zugriff
- 1.4 Aufbau der Darstellung Kein Zugriff
- 2.1.1 Der Informatisierungsbegriff Kein Zugriff
- 2.1.2 Informatisierung und Produktivkraftentwicklung in historischer Perspektive Kein Zugriff
- 2.1.3 Vom fordistisch-tayloristischen zum informatisierten Produktionsmodus Kein Zugriff
- 2.2.1 Der Informationsraum als informatorisches Rückgrat verteilter Produktionsprozesse Kein Zugriff
- 2.2.2 Der Informationsraum als neuer „Raum der Produktion“ Kein Zugriff
- 3.1.1 Phasen der Internationalisierung im Bereich Software-Entwicklung und IT-Dienstleistungen Kein Zugriff
- 3.1.2 Historischer Reifeprozess der IT-Branche: Vom Leitsektor Hardware zur „Industrialisierung neuen Typs“ Kein Zugriff
- 3.1.3 Eine veränderte Geografie der IT-Industrie: Der Aufstieg Indiens zum neuen „strategischen Ort“ Kein Zugriff
- 3.1.4 Internationalisierung im Bereich Software-Entwicklung und IT-Dienstleistungen: Fallbeispiele Kein Zugriff
- 3.1.5 Zwischenfazit: Die IT-Industrie als Vorreiter global integrierter Produktionsstrukturen Kein Zugriff
- 3.2.1 Rationalisierung und Reorganisation von Verwaltungsfunktionen: Nach Zentralisierung und Dezentralisierung nun „Shared Services“? Kein Zugriff
- 3.2.2 „Shared Services“ in der Praxis Kein Zugriff
- 3.2.3 Fallbeispiel: Shared Services und die Verlagerbarkeit von Verwaltungsarbeit Kein Zugriff
- 3.3.1 Auf dem Weg zur globalisierten F&E? Kein Zugriff
- 3.3.2 Internationalisierung der F&E in der Praxis Kein Zugriff
- 3.3.3 Die Beschäftigten und die Internationalisierung von F&E Kein Zugriff
- 3.4 Zusammenfassung und Fazit – Ein neues Ort-Raum-Gefüge der Kopfarbeit Kein Zugriff
- 4.1.1 Die Haltung der Beschäftigten – Eine Typisierung Kein Zugriff
- 4.1.2 Die ‚Zerrissenheit’ der Beschäftigten und die widersprüchliche Aneignung der Internationalisierung Kein Zugriff
- 4.1.3 Die ‚Nebenfolgen’ der Internationalisierung Kein Zugriff
- 4.2.1 Neue Unsicherheiten auch für Hochqualifizierte und Angestellte Kein Zugriff
- 4.2.2 Fallbeispiele: Herr F und Herr E Kein Zugriff
- 4.2.3 Der Umgang mit der neuen Unsicherheit: Verlust von Planbarkeit und Zukunftsgewissheit Kein Zugriff
- 4.3.1 Frustration und Unsicherheit als neue Grundstimmung Kein Zugriff
- 4.3.2 Verschobene Anerkennungsordnungen: „Man wird hier nicht mehr wertgeschätzt“ Kein Zugriff
- 4.3.3 Fallbeispiel: Wandel von Unternehmenskultur und Anerkennungsordnungen in Fallunternehmen C Kein Zugriff
- 4.4.1 Management quo vadis? Von der Vertrauenskultur zum neuen Leitbild ‚To Execute’ Kein Zugriff
- 4.4.2 Vertrauensverluste und Entfremdung vom Management Kein Zugriff
- 4.4.3 Von der „verantwortlichen Autonomie“ zum neuen „System permanenter Bewährung“ Kein Zugriff
- 4.5 Zusammenfassung: Zeitenwende für Kopfarbeit Kein Zugriff
- 5.1.1 Die Erosion der Beitragsorientierung Kein Zugriff
- 5.1.2 Neuorientierungsprozesse zwischen ‚Arbeitnehmer wider Willen’ und ‚manifestem Arbeitnehmer’ Kein Zugriff
- 5.2.1 Fallunternehmen C – Selbstorganisation und Solidarität als Antwort auf die Verlagerung von IT-Arbeitsplätzen Kein Zugriff
- 5.2.2 Fallbeispiel G – ‚Streik’ in der Buchhaltung gegen die Verlagerung von Arbeitsplätzen Kein Zugriff
- 5.3.1 Arbeitsbeziehungen am Scheideweg Kein Zugriff
- 5.3.2 Perspektiven kollektiven Interessenhandelns im „System permanenter Bewährung“ Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 245 - 268





