
Juristische Kontrafaktik
Eine Methode der kontrastiven Diskursanalyse von Recht und Literatur am Beispiel von Gegenwartsliteratur- Autor:innen:
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Trotz einiger Vorarbeiten mangelt es dem Forschungsfeld ›Recht und Literatur‹ in Europa an einer interdisziplinär-wissenschaftlichen Vorgehensweise. Insbesondere wurde bisher nicht versucht, das Verhältnis des Rechtsdiskurses in der literarischen Fiktion zum korrespondierenden realweltlichen Recht angemessen und nachvollziehbar zu erfassen. Die Juristische Kontrafaktik liefert hierfür nun eine methodische Grundlage mit Fokus auf dem Recht in der Literatur.Alexandra Juster entwickelt einen theoretisch-methodischen Ansatz, der auf die Diskursanalyse und die Hermeneutik als Zugangsweisen zum zentralen Untersuchungsgegenstand beider Disziplinen zurückgreift – dem Text. So können sowohl verbindende als auch trennende Elemente zwischen Rechts- und Literaturwissenschaften herausgearbeitet werden. Auf dieser Basis werden Verknüpfungspunkte zwischen Recht und Literatur anhand konkreter Beispiele aus der Gegenwartsliteratur praktisch vorgeführt: Diese eine Entscheidung (2022) von Karine Tuil, Hana (2017) von Elvira Dones, Unorthodox (2012) von Deborah Feldman, Repenti (2017) von Claude Chossat und Ohrfeige (2016) von Abbas Khider.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-95832-410-7
- ISBN-Online
- 978-3-7489-5560-3
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 388
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 6 Download Kapitel (PDF)
- EinleitungSeiten 7 - 10 Download Kapitel (PDF)
- 1.1 Recht und Literatur im frankophonen Raum
- 1.2 Recht und Literatur in Italien
- 1.3 Recht und Literatur im deutschsprachigen Raum
- 2.1.1 Theoretische Vorbemerkungen
- 2.1.2 Zur Interdisziplinarität von Recht und Literatur
- 2.2.1 Theoretische Vorbemerkungen
- 2.2.2. Der Diskurs als Bindeglied von Recht und Literatur: Interdiskurs
- 2.3.1 Literarische Hermeneutik
- 2.3.2 Juristische Hermeneutik
- 2.3.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen literarischer und juristischer Hermeneutik
- 2.4.1 Zum Verhältnis zwischen Fiktion und Fakt
- 2.4.2 Zur Faktizität des Rechts
- 2.4.3 Zum Konzept der Kontrafaktik
- 3.1 Beobachtung des eigenen Forschungsprozesses (erste Epoché)
- 3.2 Entwurf einer Methode der kontrafaktischen Untersuchung von Rechtsdiskursen in der Literatur
- 4.1 Erzählungen zwischen Fakt und Fiktion
- 4.2.1 Diese eine Entscheidung: Inhalt
- 4.2.2 Expliziter Rechtdiskurs in der Diegese
- 4.2.3.1 Faktizität des französischen Anti-Terror-Rechts
- 4.2.3.2 Historische Vorbemerkungen zum französischen Anti-Terror-Recht
- 4.2.3.3 Kontrafaktische Kontrastierung
- 4.3.1 Hana: Inhalt
- 4.3.2 Zum expliziten gewohnheitsrechtlichen Diskurs (Kanun) in der Diegese
- 4.3.3.1 Faktizität des Kanun
- 4.3.3.2 Kontrafaktische Kontrastierung
- 4.4.1 Unorthodox: Inhalt
- 4.4.2 Zum expliziten Rechtsdiskurs in der Diegese
- 4.4.3 Historie: Die ultra-orthodoxe jüdische Satmar-Gemeinde in Williamsburg, New York
- 4.4.4.1 Faktizität des Talmud-Torah
- 4.4.4.2 Kontrafaktische Kontrastierung
- 4.5.1 Die korsische Gang Brise de Mer
- 4.5.2.1 Vorgeschichte
- 4.5.2.2 Repenti: Inhalt
- 4.5.3 Zum expliziten gewohnheitsrechtlichen Diskurs (Vendetta) in der Diegese
- 4.5.3.1 Faktizität der Vendetta
- 4.5.3.2 Kontrafaktische Kontrastierung
- 4.6.1 Ohrfeige: Inhalt
- 4.6.2 Zum expliziten Rechtsdiskurs in der Diegese
- 4.6.3.1 Faktizität des deutschen Asylrechts
- 4.6.3.2 Kontrafaktische Kontrastierung
- 5.1 Conclusio
- 6. BibliografieSeiten 331 - 375 Download Kapitel (PDF)
- 7. PersonenregisterSeiten 376 - 388 Download Kapitel (PDF)




