Cover des Buchs: Die gute Kapitalgesellschaft
Sammelband Open Access Vollzugriff

Die gute Kapitalgesellschaft

Herausgeber:innen:
Verlag:
 29.10.2024

Zusammenfassung

„The Social Responsibility of Business is to Increase its Profits” titelt der US-amerikanische Ökonom Milton Friedman 1970. Der Zweck einer Kapitalgesellschaft erschöpft sich danach in der wohlfahrtsmaximierenden Interessenaggregation. Gesamtgesellschaftliche Ziele sind im Kapitalgesellschaftsrecht danach fehl am Platz. Jüngere Entwicklungen strafen diese Unterstellung Lügen. Unternehmen werden nicht nur durch Regulierung als gesellschaftspolitische Akteure in die Pflicht genommen, sondern wollen auch als solche sichtbar sein. Lassen sich Gesellschaftspolitik und Gesellschaftsrecht aber wirklich verbinden, und wo liegen die inneren und äußeren Grenzen dieser Symbiose? Der vorliegende Sammelband beleuchtet das Phänomen „Gute Kapitalgesellschaft“ aus soziologischer, rechtsdogmatischer und -vergleichender Perspektive.Mit Beiträgen vonMoritz Böbel | Dr. Johanna Gabler, M.A. | Lars Großmann | Theresa Hoessl | Lion Hubrich, M.A. | Gabriel Neuwald | Maria Osmakova | Carolina Radke | Prof. Dr. Bettina Rentsch, LL.M. | Konstantin Suttner | Prof. Dr. Marc-Philippe Weller, Licencié en droit

Schlagworte


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2024
Erscheinungsdatum
29.10.2024
ISBN-Print
978-3-7560-1568-9
ISBN-Online
978-3-7489-4551-2
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Deutsches, Europäisches und Vergleichendes Wirtschaftsrecht
Band
138
Sprache
Deutsch
Seiten
255
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 8 Download Kapitel (PDF)
  2. Bettina Rentsch, Marc-Philippe Weller Download Kapitel (PDF)
    1. A. Der Trend zur Verantwortung
      1. 1. Von Shareholder Value zu Shareholder Welfare
      2. 2. Das Unternehmensinteresse als Transmissionsriemen
      3. 3. Legislative Neuausrichtung des Unternehmensinteresses?
      4. 4. Eine Frage der Operationalisierung
      1. 1. Gemeinwohl durch Marktinformation
      2. 2. Gemeinwohl durch Sorgfaltspflichten
      3. 3. Gemeinwohl als gewählter Unternehmenszweck: Corporate Purpose
    2. D. Grenzen: „Zu viel des Guten“?
    3. E. Gemeinwohl als Unternehmensform
    4. F. Schlussbetrachtung in Thesenform
    1. Lion Hubrich Download Kapitel (PDF)
      1. A. Einleitung
      2. B. Politische Ökonomie und Wirtschaftsrecht
      3. C. Kapitalgesellschaften im Spannungsverhältnis zwischen Wirtschaft und Gesellschaft
      4. D. Die Emergenz finanzialisierter Kontrollvorstellungen in der Krise des Fordismus
      5. E. Unternehmenskontrolle an der Bruchlinie eines fragilen Wachstumsmodells
      6. F. Konklusion: Die gute Kapitalgesellschaft nach dem Realitätsprinzip
    2. Moritz Böbel Download Kapitel (PDF)
      1. A. Einführung
          1. 1. Ausgangslage im deutschen Recht und erste Liberalisierung
          2. 2. Gegenläufige Entwicklung bis zum Inkrafttreten des Grundgesetzes
        1. II. Die Aktiengesellschaft im System des Grundgesetzes
        2. III. Zwischenbefund
        1. 1. Gemeinwohl als (gesellschaftsrechtliche) Zielgröße
          1. a) Schritt 1: Ermittlung relevanter, konkreter Konfliktlagen
          2. b) Schritt 2: Bewältigung der Konfliktlage (Wertung – Abwägung – Durchsetzung)
          1. 1. Verbindliche Leitplanken des Vorstandshandelns: Rechtspflichten und satzungsmäßige Ziele der Gesellschaft
            1. a) Interessenpluralistisches Konzept: Der Vorstand als Mediator aller Interessenträger
            2. b) Interessenmonistisches Konzept: Der Vorstand als Agent zur Verwirklichung des Gesellschaftsinteresses
              1. aa) Zugeständnisse der Konzepte und weitgehende Entschärfung durch das Aktienverfassungsrecht
              2. bb) Position der Rechtsprechung
              3. cc) Unergiebigkeit der Auslegung des § 76 I AktG
              1. aa) Inhalt der zu berücksichtigenden Partikularinteressen
              2. bb) Der Vorstand, curator rei publicae?
              3. cc) Der Vorstand, curator rei oecoligicae
              1. aa) Zur Gesellschaftszweckänderung erforderliche Mehrheit
              2. bb) Stellungnahme zugunsten eines qualifizierten Kapitalmehrheitserfordernisses
            1. b) Corporate Purpose Klausel
          1. 2. Say on ESG
      2. E. Zusammenfassung in Thesenform
    3. Lars Großmann Download Kapitel (PDF)
      1. A. Einleitung
      2. B. Das Verhältnis zum Gesellschaftszweck
          1. 1. Das Unternehmensinteresse als Maßstab des Vorstandshandelns
          2. 2. Leitungsermessen bei ESG-Entscheidungen
          3. 3. Berücksichtigungspflichten
          4. 4. Legalitätspflichten
          1. 1. ESG-Beschlüsse
          2. 2. ESG-Satzungsklauseln
          3. 3. Zur Rolle institutioneller Investoren
        1. III. Aufsichtsrat
      3. D. Außergesellschaftliche Akteure
      4. E. Zusammenfassung
    4. Konstantin Suttner Download Kapitel (PDF)
        1. I. Regulierte Selbstregulierung
          1. 1. Erstes Führungspositionengesetz (2015)
          2. 2. Zweites Führungspositionengesetz (2021)
          1. 1. Diversity als Business Case
            1. a) Ansätze gegen eine systematische Diskriminierung
            2. b) Ansätze für eine systematische Diskriminierung
            3. c) Empirie
          1. 1. Gleichstellung als Verfassungsauftrag (Art. 3 Abs. 2 S. 2 GG)
          2. 2. Der Diskurs über die Verfassungsmäßigkeit von Geschlechterquoten
          1. 1. „Politisches Gesellschaftsrecht“
          2. 2. Der Diskurs in den Gesellschaftswissenschaften
      1. C. Geschlechterquoten, Gesellschaftspolitik und Gesellschaftsrecht
    1. Gabriel Neuwald Download Kapitel (PDF)
      1. I. Einleitung
      2. II. Der Sachverhalt im Wesentlichen
      3. III. Die Entscheidungen des LG Dortmund und des OLG Hamm
        1. 1. Art. 4 III Rom-II-VO
          1. a) Verweis auf den ordre public-Grundsatz aus Art. 6 EGBGB
          2. b) Anwendbarkeit eines ordre public transnational
          3. c) Verlängerte Verjährungsfrist als Hebel zur Anwendung des ordre public
          4. d) Zwischenergebnis
          1. a) § 826 BGB
          2. b) § 831 BGB
          3. c) § 823 II BGB iVm betroffenen Menschenrechten
          4. d) § 823 II BGB iVm §§ 289b, 289c, 289f HGB
          5. e) § 823 II BGB iVm § 43 I GmbHG
          6. f) § 823 II BGB iVm § 3 I LkSG
          7. g) § 823 I BGB
          8. h) Zwischenergebnis
        2. 4. Ergebnis
        1. 1. Rechtsgutsverletzung iSd § 823 I BGB
            1. aa) Transnationale Erstreckung von Verkehrspflichten
            2. bb) Anpassung an den örtlichen Adressatenkreis
              1. aaa) Konzernrechtliches Trennungsprinzip
              2. bbb) Ausnahme bei wirtschaftlicher Kontrolle des Zulieferers
                1. (1) Herleitung und Inhalt
                2. (2) Einwand des ausreichenden Schutzes durch die pakistanische Rechtsordnung
                  1. ddd) Menschenrechtsarbitrage als Gefahrenquelle für das Inlandsunternehmen
                  2. eee) Entlastung durch den Code of Conduct
                  3. fff) Entlastung durch Auditierung
                  4. ggg) Zwischenergebnis
            3. dd) Zwischenergebnis
          1. b) Verhältnis zum LkSG
          2. c) Verletzung und Zwischenergebnis
        2. 3. Haftungsbegründende Kausalität und Rechtswidrigkeit
          1. a) Wissenszurechnung
          2. b) Kenntnis der KiK-Mitarbeiter
          3. c) Bedingter Vorsatz der KiK-GmbH
        3. 5. Ergebnis
        1. 1. Grundriss
          1. a) Anwendungsbereich
          2. b) Reichweite der Pflichten
          3. c) Unternehmensinternes Beschwerdeverfahren
          4. d) Zivilrechtliche Haftung
        2. 3. Praktische Auswirkungen auf ähnliche Fallgestaltungen
      4. VII. Zusammenfassung in Thesenform
    2. Johanna C. Gabler Download Kapitel (PDF)
      1. I. Horizontale Klimaklagen als globaler Megatrend
      2. II. Rechtliche und tatsächliche Hürden horizontaler Klimaklagen
        1. 1. Herleitung einer deliktischen Emissionsminderungspflicht
        2. 2. Störereigenschaft der RDS
        3. 3. Konkretisierung der Emissionsminderungspflicht der RDS
        1. 1. Konkretisierung deliktischer Sorgfaltspflichten durch völkerrechtliche Instrumente?
        2. 2. Rechtfertigende Wirkung von nationalen Anlagengenehmigungen und ETS-Zertifikaten?
        3. 3. Verantwortlichkeit für Scope-3-Emissionen?
        4. 4. Zwischenergebnis
      3. V. Fazit und Ausblick
      4. VI. Zusammenfassung in Thesen
    3. Maria Osmakova Download Kapitel (PDF)
      1. A. Internationalität privater Klimaklagen
          1. 1. Allgemeiner Gerichtsstand nach Art. 4 Abs. 1 Brüssel Ia-VO
            1. a) Einschränkung der Erfolgsortzuständigkeit
              1. aa) Maßgeblicher Tatbeitrag
              2. bb) Entscheidung zur Inbetriebnahme der Anlagen
              3. cc) Jeder Handlungsbeitrag zur Schadensverwirklichung
              4. dd) Mosaiktheorie bei Art. 7 Rom II-VO
              5. ee) Zwischenfazit
        1. II. Klagen in Deutschland gegen Unternehmen mit Sitz in Drittstaaten
          1. 1. Unternehmen mit Sitz in der EU
          2. 2. Unternehmen mit Sitz in Drittstaaten
        1. I. Umweltschädigung gem. Art. 7 Rom II-VO
        2. II. Bestimmung des Handlungsortes gem. Art. 7 Rom II-VO
        3. III. Einschränkung der Erfolgsortanknüpfung gem. Art. 7 Rom II-VO
        4. IV. Einschränkung durch Art. 17 Rom II-VO
      2. D. Weitere prozesstaktische Aspekte der Forum- und Rechtswahl
    4. Marc-Philippe Weller, Theresa Hößl, Carolina Radke Download Kapitel (PDF)
        1. 1.1. Der völkerrechtliche Rahmen: Das Pariser Abkommen (2015)
        2. 1.2. Politischer Druck durch Climate Litigation
      1. 2. Völkerrechtliche und öffentlich-rechtliche Klimaklagen
        1. 3.1. Aktionärsklagen gegen Leitungsentscheidungen
        2. 3.2. Einstweilige Verfügungen gegen Leitungsentscheidungen
        3. 3.3. Tagesordnungsergänzungsverlangen
        4. 3.4. Anfechtungsklagen gegen Entlastungsbeschlüsse
        1. 4.1. Schadensersatz (Kompensation)
        2. 4.2. Anpassungsmaßnahmen (Adaptation)
        3. 4.3. CO₂-Reduktion (Mitigation)
      2. 5. Lauterkeitsrechtliche Klimaklagen
        1. 6.1. Umweltkollisionsregel des Art 7 Rom II-VO
        2. 6.2. Ort des Schadenseintritts (Erfolgsort)
        3. 6.3. Sitz der Konzernleitung als Handlungsort bei Klimaklagen?
        1. 7.1. CO₂-Reduktionsverpflichtung
        2. 7.2. Reichweite der Zurechnung (Scope-1-, -2- und -3-Emissionen)
        3. 7.3. Standard of care zur CO2-Reduktion
        1. 8.1. Individuelle Rechtsgutsbeeinträchtigung
        2. 8.2. Kausalität und Attribution
        3. 8.3. CO₂-Reduktionspflicht
          1. 8.4.1. Rechtfertigung durch Anlagegenehmigungen
          2. 8.4.2. Einhaltung der EU-Flottengrenzwertverordnung
          3. 8.4.3. Kompensation durch CO₂-Zertifikate
        4. 8.5. Reichweite einer deliktischen CO₂-Verantwortung (Scope 1, 2 und 3-Emissionen)
      3. 9. Zusammenfassung in Thesenform

Ähnliche Veröffentlichungen

aus dem Schwerpunkt "Handelsrecht & Wirtschaftsrecht & Gesellschaftsrecht", "Recht allgemein, Übergreifende Werke und Sammlungen"
Cover des Buchs: Geschäftsleiter versus Gesellschafter unter dem StaRUG
Monographie Kein Zugriff
Maximilian Kaul
Geschäftsleiter versus Gesellschafter unter dem StaRUG
Cover des Buchs: Mehrfachbeteiligungen an Personengesellschaften
Monographie Kein Zugriff
Hannah Stieghorst-Roggermaier
Mehrfachbeteiligungen an Personengesellschaften
Cover des Buchs: Die Rolle des Gerichts im Rahmen des Prozessvergleichs
Monographie Kein Zugriff
Adomas Jankauskis
Die Rolle des Gerichts im Rahmen des Prozessvergleichs
Cover des Buchs: Kostenübersichtstabellen
Monographie Kein Zugriff
Manfred Schmeckenbecher, Karin Scheungrab
Kostenübersichtstabellen
Cover des Buchs: Questioning the Role of Competition Law in the 21st Century
Sammelband Kein Zugriff
Ranjana Andrea Achleitner, Eva Fischer, Lena Hornkohl, Bernadette Zelger
Questioning the Role of Competition Law in the 21st Century