Verfassungsunmittelbare Sperrklauseln auf Landesebene
Wahlrechtsgleichheit - Verfassungsrevision - Homogenität- Autor:innen:
- Reihe:
- Düsseldorfer Rechtswissenschaftliche Schriften, Band 135
- Verlag:
- 2015
Zusammenfassung
Die Rechtsprechung der Verfassungsgerichte in Deutschland zeichnet sich durch eine fundamentale Skepsis und Rigidität gegenüber wahlrechtlichen Sperrklauseln aus. Sie beruht auf einer historisch angreifbaren richterlichen Maßstabsetzung.
Die Studie lotet aus, ob der verfassungsändernde Gesetzgeber insbesondere auch auf Landesebene diese Rechtsprechung gegenstandslos machen könnte. Dabei werden Grundfragen der Maßstäbe der Wahlrechtsgleichheit, der Verfassungsänderung und der Homogenität aufgeworfen.
Sie kommt zu dem Ergebnis, dass verfassungsunmittelbare Sperrklauseln nicht gegen die verfassungsrechtlichen Grenzen der Verfassungsänderung verstoßen würden und dass der verfassungsändernde Gesetzgeber auf Bundes- und Landesebene insoweit vergleichbare Spielräume hat. Verfassungsrechtlich wäre z. B. die Einführung einer verfassungsunmittelbaren Sperrklausel für Kommunalwahlen in eine Landesverfassung ebenso möglich wie die Regelung einer Sperrklausel für Europawahlen im GG.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2015
- ISBN-Print
- 978-3-8487-2598-4
- ISBN-Online
- 978-3-8452-6687-9
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Düsseldorfer Rechtswissenschaftliche Schriften
- Band
- 135
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 169
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
- I. Sperrklauseln als Thema der verfassungsändernden Gewalt Kein Zugriff Seiten 13 - 17
- II. Bestandsaufnahme zu den Texten deutscher Verfassungen Kein Zugriff Seiten 18 - 31
- III. Bestandsaufnahme der Rechtsprechung auf der Grundlage geltender Verfassungen in Deutschland Kein Zugriff Seiten 32 - 67
- IV. Bewertung der Rechtsprechung mit Blick auf deren Korrektur durch Verfassungsänderung Kein Zugriff Seiten 68 - 87
- V. Identitätsgrenzen einer Verfassungsänderung Kein Zugriff Seiten 88 - 106
- VI. Homogenitätsgrenze von Sperrklauseln auf Ebene des Landesverfassungsrechts Kein Zugriff Seiten 107 - 129
- VII. Anforderungen an die Gleichheit der Wahl i. S. d. Art. 28 Abs. 1 S. 2 GG in seiner Funktion als Homogenitätsgrenze landesverfassungsgesetzlicher Ausgestaltung Kein Zugriff Seiten 130 - 150
- VIII. Keine darüber hinausgehende Begrenzung des Landesverfassungsrechts durch die Chancengleichheit der Parteien nach Art. 21 GG Kein Zugriff Seiten 151 - 156
- IX. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 157 - 169





