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Monographie Kein Zugriff

Alltag Flaschensammeln

Ethnographie einer informellen Arbeitspraxis
Autor:innen:
Verlag:
 2016

Zusammenfassung

Der mediale Diskurs zum Thema Flaschensammeln ist stark verknüpft mit Debatten um Prekarisierung und Exklusion, geringe Renten und Altersarmut. Die einen leben im Überfluss, die anderen leben vom Überfluss und verwerten den Müll der „Wegwerfgesellschaft“. Diese ethnographische Studie spürt der urbanen Schattenwirtschaft in all ihren Facetten nach und hinterfragt gängige Stereotype. Welche Motive verbergen sich hinter der stigmatisierenden Tätigkeit? Welche Rolle spielt der Körper im Ringen um gesellschaftliche Teilhabe? Welche Mechanismen regulieren das informelle Arbeitsfeld? Wie wird öffentlicher Raum innerhalb der „Flaschensammlerszene“ ausgehandelt und verteidigt? Wird die halb legale Arbeitspraxis staatlich geduldet oder gar gefördert? Wie wird das Sammeln von Pfandflaschen gesellschaftlich legitimiert? Alexandra Rau gibt einen Einblick in die Alltage von sammelnden Akteuren und Akteurinnen, beleuchtet Interaktionen mit deren Umfeld und analysiert die öffentliche Wahrnehmung des Flaschensammelns. Am Ende bleibt die Frage, wie lange diese informelle Arbeitspraxis im Schatten des „flexiblen Kapitalismus“ (noch) verweilen kann.

 

Biographische Informationen

Alexandra Rau M.A. studierte Europäische Ethnologie, Volkswirtschaftslehre und Psychologie in München und Stockholm. Vom Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München erhielt sie den Anerkennungspreis für herausragende Magisterarbeiten. Ihre Interessensgebiete liegen im Feld der Arbeits- und Prekarisierungsforschung, der Geschlechterstudien und feministischen Theorie sowie der Aging Studies. Seit 2013 forscht und lehrt Alexandra Rau am Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt „Prekärer Ruhestand. Arbeit und Lebensführung von Frauen im Alter“ und promoviert zum Thema „Weibliche Altersarmut“.

 

Reihe

Münchner ethnographische Schriften - Band 20

Schlagworte


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2016
ISBN-Print
978-3-8316-4323-3
ISBN-Online
978-3-8316-7207-3
Verlag
utzverlag, München
Reihe
Münchner ethnographische Schriften
Band
20
Sprache
Deutsch
Seiten
130
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
    1. 1.1 Über „Rentner“, „Obdachlose“ und „Hartz-IV-Empfänger“? Kein Zugriff
    2. 1.2 Das Forschungsinteresse Kein Zugriff
    3. 1.3 Themenfindung und Relevanz des Forschungsgegenstandes Kein Zugriff
    4. 1.4 „Ein Feld ist ein Feld ist ein Feld“? Kein Zugriff
    5. 1.5 Zum Forschungsstand Kein Zugriff
      1. 1.6.1 Arbeit versus Nicht-Arbeit – gesellschaftlicher Transformationsprozess und erweiterter Arbeitsbegriff im „flexiblen Kapitalismus“ Kein Zugriff
      2. 1.6.2 „Prekarität ist überall“ – Terminologie, Auswirkung, kreativer Umgang Kein Zugriff
      3. 1.6.3 Leben im Überfluss oder ein Leben als „Überflüssiger“? Debatten um Armut und eine „neue Unterschicht“ in einer auseinanderdriftenden Gesellschaft Kein Zugriff
    1. 2.1 Methodische Vorüberlegungen und Herangehensweise Kein Zugriff
      1. 2.2.1 Explorative Phase Kein Zugriff
      2. 2.2.2 (Nicht-)teilnehmende Beobachtung Kein Zugriff
      3. 2.2.3 Der Zugang zum Feld Kein Zugriff
      4. 2.2.4 Qualitative Interviews Kein Zugriff
      5. 2.2.5 Analyse des empirischen Materials Kein Zugriff
    2. 2.3 Reflexionen zwischen Feld und Text Kein Zugriff
      1. 3.1.1 Roland – „immer wenn ich mich dem Gärtnerplatz näher’, krieg’ ich komische Anwandlungen innerlich“ Kein Zugriff
      2. 3.1.2 Robert – „Flaschensammler sind immer der Letzte vom Volk“ Kein Zugriff
      3. 3.1.3 Franziska – „im Mülleimer wühlen, das würd’ ich nie machen“ Kein Zugriff
      4. 3.1.4 Franz und Helga – „wir haben keine Freunde. Als Flaschensammler hast du keine Freunde“ Kein Zugriff
      5. 3.1.5 Kalle – „ja, ich sammel auch, Franz ist mein Konkurrent, mein größter“ Kein Zugriff
      6. 3.1.6 Melek – „schau: Brustkrebs. Brauch Geld, Medikamente und so“ Kein Zugriff
      7. 3.1.7 Mama Afrika – „ich bück’ mich doch nicht für acht Cent“ Kein Zugriff
    1. 3.2 Flaschensammeln als Bewältigungsstrategie prekärer Alltagswelten? – Eine Annäherung an die Motive Kein Zugriff
    2. 3.3 Gefühlte versus objektivierte Prekarität – Kreativität zwischen notwendiger Überlebenstaktik und widerständiger Subjektivierungstechnologie Kein Zugriff
    3. 3.4 „Der Flaschensammler“ als „Urban Entrepreneur“? – Anforderungen an eine informelle und prekäre Arbeitsprax Kein Zugriff
    4. 3.5 Exkurs: Der Körper als Austragungsort existenzbedrohter Lebenswelten Kein Zugriff
      1. 4.1.1 „Rund um den Gärtnerplatz“ Kein Zugriff
      2. 4.1.2 „Wiesn“-Eindrücke Kein Zugriff
    1. 4.2 Flaschensammler*innen und die Konkurrenz – Raumaneignung und „Revierverteidigung“ Kein Zugriff
    2. 4.3 Flaschensammler*innen und die Polizei – Illegalität versus Legitimität im „aktivierenden Sozialstaat“ Kein Zugriff
      1. 5.1.1 Mama Afrika – geschäftstüchtig in der Schattenwirtschaft Kein Zugriff
      2. 5.1.2 Robert – der „bescheidene Arme“ als Dokumentarfilm-Protagonist Kein Zugriff
      3. 5.1.3 Von der Kunst, ein „guter Flaschensammler“ zu sein – gesellschaftliche Legitimation als „deserving poor“ Kein Zugriff
    1. 5.2 „Der Flaschensammler“ als urbane Sozialfigur – ein Abschlussplädoyer Kein Zugriff
  2. 6 Fazit: Die informelle Ökonomie des Flaschensammelns als Abbild des „flexiblen Kapitalismus“? Kein Zugriff Seiten 111 - 114
  3. 7 Ausblick Kein Zugriff Seiten 115 - 116
  4. Literatur- und Quellenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 117 - 129
  5. Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 130 - 130

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