Kommunikation und Erkenntnis
Grundzüge einer fächerübergreifenden und transkulturellen Kontextualisierung- Autor:innen:
- Reihe:
- dia-logik, Band 9
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
Jedes Kommunikationsgeschehen ist stets mit einem Erkenntnisgeschehen verbunden – wie umgekehrt jeder Erkenntnisakt ausnahmslos mit einem Kommunikationsakt einhergeht. Kurz: Wer immer sich zum Phänomen Kommunikation äußert, gleich welchen Inhalts und welcher Gestalt, sagt damit – zumindest implizit – notwendigerweise stets zugleich auch etwas aus über das Phänomen Erkenntnis bzw. vice versa. Dem entsprechend bemerkt Karl Jaspers: »Das Denken ist nur in Kommunikation erfüllbar. die Kommunikation ist nur durch das Denken zu entfalten.« Diese anthropologische Grundgegebenheit wird im vorliegenden Band nun aus geistesgeschichtlicher und transkultureller Hinsicht in den Blick genommen. denn die untrennbare »Verschränktheit« von menschlicher Kommunikation und Erkenntnis ist stets eingebettet in einen kulturspezifischen Kontext, der als solcher gerade nicht selbstverständlich ist. Vor diesem Hintergrund wird schließlich aufgewiesen, dass die Phänomene Kommunikation und Erkenntnis, die primär gerade keinen »objektivierbaren« Gegenstand darstellen, sondern einen Vollzug, ein – unwiederholbares je neues – Ereignis, ein erweitertes Verständnis von (Kommunikations-)Wissenschaftlichkeit bzw. die Relativierung jenes mechanistischen »Denkrahmens der Moderne« (Pietschmann) nahelegen, der im Zuge der erfolgreichen naturwissenschaftlichen Erforschung der Materie in der Neuzeit als zentrales Erkenntnisparadigma etabliert wurde.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-495-48780-8
- ISBN-Online
- 978-3-495-81780-3
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Reihe
- dia-logik
- Band
- 9
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 518
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 11 - 12
- Inhalt Kein Zugriff Seiten 13 - 22
- Hinführung zur Themenstellung oder Worum es geht Kein Zugriff Seiten 23 - 28
- 1. Dynamisierung Kein Zugriff
- 2. Globalisierung Kein Zugriff
- 3. Virtualisierung oder der »Bit Bang« Kein Zugriff
- 4. Ökonomisierung Kein Zugriff
- 5. Individualisierung Kein Zugriff
- 6. Ökologisierung Kein Zugriff
- 7. Krisenhafte Beschreibung des status quo Kein Zugriff
- 8. Fehlende Vorbilder bzw. »Orientative Worte« Kein Zugriff
- 1. »Kommunikations-Hype« Kein Zugriff
- 2. »Weltkommunikation« Kein Zugriff
- 3. Social Media – Virtualisierung der Lebenswelt Kein Zugriff
- 4. Kommunikation als boomender Geschäftsbereich Kein Zugriff
- 5. Profilierung Kein Zugriff
- 6. »Alternative Netzkultur« Kein Zugriff
- 7. Krisenhafte Beschreibung von Kommunikation Kein Zugriff
- 8. Fehlen einer allgemeinen Theorie von Kommunikation Kein Zugriff
- III. Zum gegenwärtigen Verständnis des Phänomens / Begriffs Kommunikation Kein Zugriff
- 1. Ein kurzer geschichtlicher Abriss der Genese der Kommunikationswissenschaft Kein Zugriff
- 2. Kommunikationswissenschaft: Ein primär massenmedial ausgerichtetes Fach Kein Zugriff
- 3. Institutionelle Blüte Kein Zugriff
- 4.a Es gibt aktuell keine allgemein akzeptierte Vorstellung hinsichtlich des eigentlichen Gegenstandsbereichs des Fachs Kommunikationswissenschaft Kein Zugriff
- 4.b Es existiert (bislang) keine verbindliche allgemeine Theorie von Kommunikation Kein Zugriff
- 4.c Es gibt gegenwärtig keine verbindliche/verbindende Deutung des in Frage stehenden Zusammenhangs zwischen Kommunikation und Erkenntnis Kein Zugriff
- 5. Die fachspezifische Zentralfrage der Kommunikationswissenschaft: Wie ist Kommunikation möglich? Kein Zugriff
- 1. Der Mensch (erfährt sich als): real, relativ, relational Kein Zugriff
- 2. Die Welt-Bezogenheit des Menschen Kein Zugriff
- 3. Zeit, Raum und Materie als Determinanten menschlichen Erkennens und Kommunizierens Kein Zugriff
- 4. Der Mensch: ein kommunizierendes und erkennendes Wesen Kein Zugriff
- 5. Grundsätzlich zu differenzierende Erkenntnisweisen des Menschen (nach Pietschmann) Kein Zugriff
- 1. Die Zwei-Einheit Ich-Bewusstsein / Wort-Sprache Kein Zugriff
- 2. Ich und Du und Wir: Die spezifische Sozietätsdimension menschlicher Kommunikation und Erkenntnis Kein Zugriff
- 3. Vermittlung, Mittel, Medium (nach Rückriem) Kein Zugriff
- 4. Handlungs-Macht und Handlungsun(ge)sicher(t)heit Kein Zugriff
- 5. Das Wort-Sprachvermögen des Menschen als kulturspezifisches Gut Kein Zugriff
- 1. Der Mensch als Wesen, das Zeit und Geschichte hat Kein Zugriff
- 2. Die Fähigkeit des Menschen, ich-bewusst sowohl in Kontakt als auch in Distanz treten zu können Kein Zugriff
- 3. Das Wissen des Menschen um den Tod sowie die bewusste Wahrnehmungsfähigkeit eigener und fremder Not Kein Zugriff
- 4. Der Mensch als Wesen, das die Frage hat Kein Zugriff
- 5. Die Irrtumsfähigkeit des Menschen Kein Zugriff
- 1. Das unabdingbare Haben eines Seins-Verständnisses Kein Zugriff
- 2. Das unabdingbare Haben eines Ich-/Wir-Verständnisses Kein Zugriff
- 3. Das unabdingbare Haben eines Erkenntnis-Verständnisses Kein Zugriff
- 4. Das unabdingbare Haben eines Kommunikations-Verständnisses Kein Zugriff
- 1. Der Mensch hat sowohl Anteil an spezifisch-menschlichen, nicht-spezifisch-menschlichen Kommunikations- / Erkenntnisvermögen als auch an abiotischen physiko-chemischen Interaktionsabläufen Kein Zugriff
- 2. Vier Grundelemente jeder allgemeinen Theorie (menschlicher) Kommunikation Kein Zugriff
- 3.a Die Inhalts-(Sach)Dimension menschlicher Kommunikation und Erkenntnis Kein Zugriff
- 3.b Die Selbstoffenbarungs-Dimension menschlicher Kommunikation und Erkenntnis Kein Zugriff
- 3.c Die Beziehungs-Dimension menschlicher Kommunikation und Erkenntnis Kein Zugriff
- 3.d Die Intentions-Dimension menschlicher Kommunikation und Erkenntnis Kein Zugriff
- 4.a Die »Verschränktheit« von Ich und Du/Wir Kein Zugriff
- 4.b Die »Verschränktheit« von personaler (interpersoneller) und medial vermittelter Kommunikation (und Erkenntnis) Kein Zugriff
- 4.c Die »Verschränktheit« von Kommunikation und Erkenntnis Kein Zugriff
- 5. Die Sollens-Dimension von Kommunikation (und Erkenntnis) Kein Zugriff
- 6.a Kommunikation (und Erkenntnis) als Fundamental lebendiger Wirklichkeit Kein Zugriff
- 6.b Kommunikation (und Erkenntnis) als geschehendes/nicht-geschehendes bzw. gelingendes/nicht-gelingendes Beziehungsgeschehen Kein Zugriff
- 6.c Kommunikation (und Erkenntnis) als vorbildliches bzw. zerrbildliches In-Beziehung-Treten / In-Beziehung-Sein Kein Zugriff
- 6.d Fünf Grund-Sätze zu den drei unterschiedenen Beschreibungsebenen von Kommunikation (und Erkenntnis) Kein Zugriff
- 7. Die Doppelaspektivität begegnender und vermittelnder Kommunikation Kein Zugriff
- 8. Das Verständnis von interpersoneller Kommunikation als Voraussetzung eines Verständnisses von medial-vermittelter Kommunikation Kein Zugriff
- 9. Die grundlegende Differenzierung zwischen Erkenntnis und »gesichertem Wissen« Kein Zugriff
- 10. Die grundlegende Differenzierung zwischen Kommunikation und Interaktion Kein Zugriff
- X. Das »Wirklichkeitsbedeutungsquadrat« als formales anthropologisches Vergleichs- / Deutungsschema Kein Zugriff
- XI. Die Notwendigkeit weltanschaulich-inhaltlicher Be-Deutung menschlicher Kommunikation und Erkenntnis Kein Zugriff
- XII. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1. Geistestraditionen/Kulturräume als anthropologische Konzeptionen »im Großen« Kein Zugriff
- 2. »Offenbarung« / »Nicht-Offenbarung« als grundsätzliches kulturelles Differenzierungselement Kein Zugriff
- 3.a Nicht-Wort-Offenbarungskulturen Kein Zugriff
- 3.b Wort-Offenbarungskulturen: Judentum, Christentum, Islam Kein Zugriff
- 3.c Gemeinsame Kennzeichen von Offenbarungskulturen Kein Zugriff
- 3.d Grundsätzliche inhaltliche Unterschiede zwischen den Offenbarungskulturen Kein Zugriff
- 4.a (Abendländische) Moderne Kein Zugriff
- 4.b (Globale) Post-Moderne Kein Zugriff
- 4.c Gemeinsame Kennzeichen von Nicht-Offenbarungskulturen Kein Zugriff
- 4.d Grundsätzliche inhaltliche Unterschiede zwischen den Nicht-Offenbarungskulturen Kein Zugriff
- 5. Das »Wirklichkeitsbedeutungsquadrat« als weltanschaulich-inhaltliches Kulturenvergleichsschema Kein Zugriff
- 6. Mittel – Medium – Zwischen Kein Zugriff
- 7. Das Zueinander von Subjekt-Objekt-Medium-Sprache im Kulturvergleich Kein Zugriff
- 1. Europa: Was ist damit eigentlich gemeint? Kein Zugriff
- 2. Das zyklische Epochen-Verständnis der Antike Kein Zugriff
- 3. Das jüdisch-christliche Heils-Geschichtsverständnis Kein Zugriff
- 4. Die abendländische Moderne als Epoche säkularer Heils-Geschichten Kein Zugriff
- 5. Die (globale) Post-Moderne als Epoche des »Endes der Geschichte« Kein Zugriff
- 1. Die spezifische Genese der abendländischen Kommunikationskultur aus dem christlichen Communio-, Logos- und Person-Verständnis Kein Zugriff
- 2. Die Resubstanzialisierung des Subjektverständisses im Gefolge von Augustinus Kein Zugriff
- 3. Die Reduzierung des zweidimensionalen sinnesorganischen Kommunikationsmodells auf ein eindimensionales im Verlauf des Spätmittelalters Kein Zugriff
- 4. Der Andere wird in der Moderne zu einem Problem Kein Zugriff
- 5. Genese und Siegeszug der modernen Wissenschaft(lichkeit) Kein Zugriff
- 6. Der Seins-Grund wird materiell; Raum und Zeit werden absolut (gesetzt), Mensch-Sein wird »Sein-zum-Tode« Kein Zugriff
- 7. Die Verabsolutierung »gesicherten (wissenschaftlichen) Wissens« als einzig-eigentliche Form »objektiver« Erkenntnis Kein Zugriff
- 8. Primat von Erkenntnis gegenüber Kommunikation im Geistesrahmen der Moderne als Folge der Absolutsetzung wissenschaftlichen Wissens Kein Zugriff
- 9. Säkulare Konzeptionen des »Neuen Menschen« im Kontext der Absolutsetzung »gesicherten Wissens« im Zuge der Moderne Kein Zugriff
- 10. Der »linguistic turn« als Ausdruck der Erkenntnis- und Kommunikationskrise der Moderne um 1900 Kein Zugriff
- 11. Primat von Kommunikation gegenüber Erkenntnis im Geistesrahmen der Postmoderne Kein Zugriff
- 12. »The dark side of Communication« Kein Zugriff
- 1. Zum Begriff »(Massen)Medien«/Massenkommunikationsmittel Kein Zugriff
- 2. Die unabdingbare Notwendigkeit einer geistesgeschichtlichen Be-Deutung des Phänomens »Moderne Massenmedien« Kein Zugriff
- 3. Die Basis des Medienverständnisses der Moderne/Post-Moderne: Materie als Grundlage aller Wirklichkeit Kein Zugriff
- 4. Das Geschichtsmächtigwerden der modernen Massenmedien als Folge/Parallelerscheinung der Etablierung des »Denkrahmens der Moderne« Kein Zugriff
- 5. »Mediatisierung« als zunehmend lebensprägendes und alltagsbestimmendes Phänomen Kein Zugriff
- V. Die Genese der Kommunikationswissenschaft (bzw. deren Vorläufer) aus dem Geist moderner Wissenschaftlichkeit Kein Zugriff
- VI. Erneute – nun diagnostische – Bewertung der allgemeinen bzw. kommunikationsspezifischen aktuellen »Tendenzkräfte« Kein Zugriff
- VII. Zusammenfassung Kein Zugriff
- I. Präzisierung der in Teil B diagnostizierten kommunikationstheoretischen Problemstellung als erster therapeutischer Schritt Kein Zugriff
- 1.a »Checklist-Verhalten« als »Quasi-Interaktion« Kein Zugriff
- 1.b »Bio-Kommunikation« Kein Zugriff
- 2. Erkenntnis ≠ »Gesichertes Wissen« Kein Zugriff
- 3. Werden ≠ Entwicklung Kein Zugriff
- 4. Gestalt ≠ Form Kein Zugriff
- 5. Kontextualität ≠ Komplexität Kein Zugriff
- 6. Trans-Kausalität ≠ Kausalität Kein Zugriff
- 7. Information ≠ Signal Kein Zugriff
- 8. Das hierarchische Verhältnis der differenzierten Begriffspaare Kein Zugriff
- 1. Die Quantentheorie als Überschreitung des »Denkrahmens der Moderne« Kein Zugriff
- 2.a Komplementarität Kein Zugriff
- 2.b Unbestimmtheitsrelation Kein Zugriff
- 2.c Verschränkung Kein Zugriff
- 1. Die Unmöglichkeit einer direkten Übertragung quantenphysikalischer Einsichten in die Bereiche des Lebendigen bzw. Geistigen Kein Zugriff
- 2. Das HX-Schema nach Pietschmann als zentrale Verstehenshilfe aporetischer/zerraporetischer Phänomene des Lebendigen bzw. Menschlich-Geistigen Kein Zugriff
- 3. Kommunikation als aporetisches/zerraporetisches Phänomen Kein Zugriff
- 4. Das Verhältnis Kommunikation und Erkenntnis aus aporetischer/zerraporetischer Sicht Kein Zugriff
- 5.a Komplementarität Kein Zugriff
- 5.b Unbestimmtheitsrelation Kein Zugriff
- 5.c Verschränkung Kein Zugriff
- 1. Was meint »Dialogisches Denken«? Kein Zugriff
- 2. Vorläufer des Dialogischen Denkens Kein Zugriff
- 3.a Franz Rosenzweig Kein Zugriff
- 3.b Ferdinand Ebner Kein Zugriff
- 3.c Martin Buber Kein Zugriff
- 3.d Eugen Rosenstock-Huessy Kein Zugriff
- 3.e Edith Stein Kein Zugriff
- 4. Die Aktualität des Dialogischen Denkens für die Kommunikationswissenschaft Kein Zugriff
- 5. Dialogisches Denken als Kommunikationstheorie des »Zwischen« bzw. des »Pseudo-Zwischen« Kein Zugriff
- VI. Die fächerübergreifende Bedeutung der Kommunikationswissenschaft oder Auf dem Weg zu einem erweiterten Fachverständnis Kein Zugriff
- VII. Zusammenfassung / Ergebnisse / Ausblick Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 462 - 494
- Internet-Quellen [IQ] Kein Zugriff Seiten 495 - 496
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 497 - 500
- Namensverzeichnis Kein Zugriff Seiten 501 - 518





