Geld im islamischen Recht
Die Grundzüge einer Geldtheorie nach der Rechtslogik ausgewählter klassisch-muslimischer Gelehrter- Autor:innen:
- Reihe:
- Theologie, Bildung, Ethik und Recht des Islam, Band 2
- Verlag:
- 25.09.2019
Zusammenfassung
Im islamischen Recht finden sich viele Ansätze zu sozial- und wirtschaftsethischen Fragen. Das bekannteste Beispiel hierfür sind die zakāt-Pflichtabgabe auf Geld- und Sachvermögen sowie das ribā-Verbot, das allgemeinhin als Zinsverbot interpretiert und übersetzt wird. Erst eine Auseinandersetzung mit den Grundfragen des Geldes ermöglicht es aber, das Wirtschaftsdenken im islamischen Recht vom Grund her zu erschließen. Der vorliegende Band befasst sich mit den Fragen nach dem Geld, seinen morphologischen Charakteristika, seiner gesellschafts- und marktbezogenen Relevanz sowie seiner vertragstypologischen Einordnung. Mit diesem Anliegen lenkt der Autor die Perspektive auf ein Thema, das in der gegenwärtigen Debatte um „islamisch-ökonomische“ Vorstellungen relativ wenig wissenschaftliche Beachtung gefunden hat, und stellt zugleich die Weichen für ein neues Verständnis der gesamten „islamischen Wirtschaftstheorie“. Seine konzeptionellen Ausführungen zu den Grundfragen des Geldes basieren auf zahlreichen Primärquellen, die im binnendisziplinären Vergleich und mithilfe der Ansätze der neoklassischen Ökonomie untersucht wurden. Die daraus resultierenden Erkenntnisse beziehen sich insbesondere auf den Gütertausch (muʿāwaḍa), das ribā-Verbot sowie die Kooperationsformen šarika und muḍāraba.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Erscheinungsjahr
- 2019
- Erscheinungsdatum
- 25.09.2019
- ISBN-Print
- 978-3-8487-4486-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-8728-7
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Theologie, Bildung, Ethik und Recht des Islam
- Band
- 2
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 359
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 14
- Vorbemerkungen Kein Zugriff Seiten 15 - 16
- 1. Gegenstand und Ziele der Arbeit Kein Zugriff
- 2. Untersuchte Quellen und methodische Vorgehensweise Kein Zugriff
- 3. Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
- 4.1. Geld in der islamrechtlichen Forschung Kein Zugriff
- 4.2. Geld in der „islam-ökonomischen“ Forschung Kein Zugriff
- 4.3. Forschungsansätze zum Ursprung des Geldes Kein Zugriff
- 1.1. Münzgeld Kein Zugriff
- 1.2.1. Begriffliche Annährung Kein Zugriff
- 1.2.2. Sozio-ökonomischer Hintergrund Kein Zugriff
- 1.2.3. Gesellschaftliche Gleichstellung? Kein Zugriff
- 1.3. Ḫayr Kein Zugriff
- 2.1. Jenseits des Marktes? Kein Zugriff
- 2.2. Rechte Akkumulationswege Kein Zugriff
- 2.3. Unrechte Akkumulationswege – Ribā und maysir Kein Zugriff
- 3. Zwischenfazit Kein Zugriff
- 1.1. Der Vorwurf der Materialität Kein Zugriff
- 1.2. Kategorien und Formen des māl Kein Zugriff
- 2.1. Nutzbarkeit und Handelbarkeit Kein Zugriff
- 2.2. Māl ist das, was einen Tauschwert (qīma) hat Kein Zugriff
- 2.3. Māl ist das, was gesellschaftlich marktgängig ist Kein Zugriff
- 3.1. Heterogen in der Konsistenz, homogen in der Konkretisierung Kein Zugriff
- 3.2. Eigenschaften absoluter Konkretisierungsmittel Kein Zugriff
- 4.1. Taqawwum als Ergebnis der legalen Wertschätzung (ʿizza) Kein Zugriff
- 4.2. Taqawwum und die Aufrechterhaltung der sozialen Kohäsion Kein Zugriff
- 5. Zwischenfazit Kein Zugriff
- 1.1. Vertragsschluss- und Vollstreckbarkeitsbedingungen Kein Zugriff
- 1.2. Wirksamkeits- und Bindungsbedingungen Kein Zugriff
- 1.3. Vertragstheoretische Schlüsse Kein Zugriff
- 2. Verbaler und konkludenter Vertragsschluss Kein Zugriff
- 3.1. Iḫtiyār Kein Zugriff
- 3.2. Riḍā Kein Zugriff
- 4. Zwischenfazit Kein Zugriff
- 1.1. Gegenseitige Hartherzigkeit als Grundannahme Kein Zugriff
- 1.2.1. Handel mit dem Vermögen des Mündels Kein Zugriff
- 1.2.2. Auf Vertrauen basierte Kaufgeschäfte – Murābaḥa und tawliya Kein Zugriff
- 1.2.3. Das Abfangen der Karawanen vor dem Markt – Talaqqī r-rukbān Kein Zugriff
- 1.2.4. Scheinbieterei – Naǧaš Kein Zugriff
- 2.1. Das Veräußerungsgeschäft als friedensstiftender Vertrag Kein Zugriff
- 2.2. Kooperation als gottgegebene Notwendigkeit Kein Zugriff
- 3.1. Vertragsrechtliche Unterschiede Kein Zugriff
- 3.2. Die gegenseitige Zweckmäßigkeit als juristisch geschützter Inhalt Kein Zugriff
- 3.3. Immaterielle Formen der Zweckmäßigkeit Kein Zugriff
- 4. Zwischenfazit Kein Zugriff
- 1.1. Die Superiorität des Verkaufsgutes Kein Zugriff
- 1.2.1. Der Preis als dayn in der ḏimma Kein Zugriff
- 1.2.2. Ein schafiitischer Einwand gegen das Nichtindividualisierbarkeitsgebot? Kein Zugriff
- 2.1. Falschzahlungen und Vertragsaufhebung Kein Zugriff
- 2.2. Die Obsoleszenz des Kupfergeldes (kasād al-fulūs) Kein Zugriff
- 2.3. Der Vorgang der Besitzergreifung und das Egalitätsprinzip Kein Zugriff
- 3.1. Ḫiyār at-taʿyīn und ḫiyār ar-ruʾya Kein Zugriff
- 3.2.1. Salam als Liquiditätsinstrument Kein Zugriff
- 3.2.2. Rechtsbeschränkungen in Bezug auf den salam-Preis Kein Zugriff
- 3.2.3. Rechtsbeschränkungen in Bezug auf die salam-Ware Kein Zugriff
- 4. Zwischenfazit Kein Zugriff
- 1.1. Das ribā-Verbot als Ergebnis von ʿAbd al-Malik Ibn Marwāns Geldreform? Kein Zugriff
- 1.2. Authentizität durch Rationalität Kein Zugriff
- 2.1. Die juristische Wirkungskraft – Die ʿilla-Bestimmung Kein Zugriff
- 2.2. Die ʿilla im Angesicht einer quantitativen Eins-zu-Eins-Gleichung Kein Zugriff
- 2.3. Die Frage der Qualität Kein Zugriff
- 3.1. Die Gegenwartsvorliebe Kein Zugriff
- 3.2. Ribā-bedingte Schranken für den salam-Vertrag Kein Zugriff
- 3.3. Der Aspekt der Gegenwartvorliebe mit Blick auf unvertretbare Güter Kein Zugriff
- 3.4. Ribā und Rechtskniffe Kein Zugriff
- 4.1. Qarḍ und bayʿ Kein Zugriff
- 4.2. Qarḍ und ʿāriya (Leihe) Kein Zugriff
- 4.3. Qarḍ und ribā Kein Zugriff
- 5. Zwischenfazit Kein Zugriff
- 1. Geldwachstum als gesellschaftliche Notwendigkeit Kein Zugriff
- 2.1. Unterform der šarika Kein Zugriff
- 2.2.1.1. Šarika als gegenseitige Bevollmächtigung (wakāla) Kein Zugriff
- 2.2.1.2. Hintergründe für die Beschränkung der šarika auf das Münzgeld Kein Zugriff
- 2.2.1.3. Gewinn als Vertragsgegenstand Kein Zugriff
- 2.2.1.4. Inkrafttreten und Beendigung der šarika Kein Zugriff
- 2.2.2.1. Die Bildung des Grundkapitals Kein Zugriff
- 2.2.2.2. Die Geschäftsführung Kein Zugriff
- 2.2.2.3. Die Aufteilung des Gewinnes Kein Zugriff
- 2.2.3.1. Die umstrittene Zulässigkeit Kein Zugriff
- 2.2.3.2. Kapitalbildung und Gewinnaufteilung Kein Zugriff
- 2.2.3.3. Die Geschäftsführung Kein Zugriff
- 2.2.4.1. Arbeitspartnerschaft – Šarika bi-l-aʿmāl Kein Zugriff
- 2.2.4.2. Ansehenspartnerschaft – Šarika bi-l-wuǧūh Kein Zugriff
- 2.2.4.3. Die Geldbeschaffung ist elementarer als das Geldwachstum Kein Zugriff
- 3.1. Muḍāraba als Abwandlung der šarika Kein Zugriff
- 3.2. Absolute vs. beschränkte muḍāraba Kein Zugriff
- 3.3. Gewinnerzielung ohne Haftungspflicht Kein Zugriff
- 4. Zwischenfazit Kein Zugriff
- 1. Geld und Güteraustausch Kein Zugriff
- 2. Geld und Zeit Kein Zugriff
- 3. Geld und Wachstum Kein Zugriff
- 4. Ausblick Kein Zugriff
- X. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 339 - 354
- XI. Personen- und Sachverzeichnis (Auswahl) Kein Zugriff Seiten 355 - 359





