Lebensqualität durch Zeitpolitik
Wie Zeitkonflikte gelöst werden können- Autor:innen:
- Reihe:
- Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung (HBS), Band 142
- Verlag:
- 2012
Zusammenfassung
Zeitgestalterische Maßnahmen konzentrieren sich bei den gegenwärtigen industriellen Beziehungen meist auf betriebliche Interessen. In der Dienstleistungsgesellschaft kollidieren solche Zeitgestaltungen aber vielfach mit zeitlichen Interessen anderer Akteursgruppen. Dieses Buch erörtert theoretisch und empirisch, wie solche Zeitkonflikte gelöst werden können und derzeit auch schon gelöst werden. Anhand von Fallstudien zeitgestalterischer Maßnahmen in Kindergärten und Service-Einrichtungen wird dreierlei untersucht: Tragen diese Maßnahmen den zeitlichen Interessen von Nutzer/inne/n und Beschäftigten Rechnung? Wie wirken sie sich auf die Lebensqualität dieser Gruppen aus? Und gehen Lebensqualitätsgewinne der Nutzer/innen zwangsläufig zulasten der Lebensqualität Beschäftigter (oder umgekehrt)? Die Untersuchung führt zu dem Resultat, dass Zeitpolitik zu Lebensqualitätsgewinnen und zu Win-win-Konstellationen zwischen Nutzer/inne/n und Beschäftigten führen können. Sie benennt aber auch die Bedingungen für eine solche faire Lösung von Zeitkonflikten. Dabei werden Umrisse einer der Dienstleistungsgesellschaft angemessenen Regelung von Arbeitsbeziehungen sichtbar.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2012
- ISBN-Print
- 978-3-8360-8742-1
- ISBN-Online
- 978-3-8452-7003-6
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung (HBS)
- Band
- 142
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 300
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 9
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 10 - 10
- 1.1 „Industrielle Beziehungen“ in der Dienstleistungsgesellschaft? Kein Zugriff
- 1.2 Intelligentere Verfahren zur Lösung von Zeitkonflikten Kein Zugriff
- 1.3 Was lehrt uns zeitpolitische Gestaltung? Kein Zugriff
- 1.4 Fallbeispiele und Maßnahmen Kein Zugriff
- 1.5 Gewerkschaftliche Zeitpolitik – die Quadratur des Kreises? Kein Zugriff
- 2.1.1 Normalarbeitszeit als ‚institutionelle Innovation’ in der Industriegesellschaft Kein Zugriff
- 2.1.2 Interessenbezüge in gewerkschaftlicher Arbeitszeitpolitik Kein Zugriff
- 2.1.3 Flexibilisierung und Zeitsouveränität: neue Interessen in der Arbeitszeitpolitik Kein Zugriff
- 2.1.4 ‚Zeitfragen sind Streitfragen’: neue gewerkschaftliche Zeitpolitik? Kein Zugriff
- 2.2.1 Fordismus und Kollektivvertrag Kein Zugriff
- 2.2.2 Postfordismus: Kontinuität und Umbruch Kein Zugriff
- 2.2.3 Fordistische Ausgestaltung der bipolaren Interessenkonstellation im dualen System Deutschlands Kein Zugriff
- 2.2.4 Industrielle Beziehungen: Theoretische Begriffsbestimmung Kein Zugriff
- 2.2.5 „Industrielle Beziehungen“ in der Dienstleistungsgesellschaft? Kein Zugriff
- 2.3.1 Tertiarisierung: Begriffliche Annäherung Kein Zugriff
- 2.3.2 Uno-actu-Prinzip: Produktion und Konsum in Mensch-Mensch- Beziehungen Kein Zugriff
- 2.3.3 Dienstleistung als Koproduktion Kein Zugriff
- 2.3.4 Integration ausgegrenzter Regelungsfragen und Akteure Kein Zugriff
- 2.3.5 Reziprozität in Dienstleistungsbeziehungen Kein Zugriff
- 2.3.6 Zusammenfassung Kein Zugriff
- 2.4.1 Was sind Dienstleistungen? Definitionsansätze Kein Zugriff
- 2.4.2 Dienstleistung als Interaktion Kein Zugriff
- 2.4.3 Tätigkeitsbezogene Motivation Kein Zugriff
- 2.4.4 ‚Kunden’-Orientierung – ‚Nutzer/innen’-Orientierung Kein Zugriff
- 2.4.5 Systematisierung von personenbezogenen Dienstleistungen Kein Zugriff
- 2.5.1 Neue Arbeitsformen und -identitäten: Subjektivierung der Arbeit Kein Zugriff
- 2.5.2 Flexibilisierung der Arbeitszeiten Kein Zugriff
- 2.5.3 Zeitsouveränität: Zeitliche Selbstbestimmung der Arbeitszeit Kein Zugriff
- 2.5.4 Flexibilisierung und Zeitsouveränität: Re-Regulierungsperspektiven Kein Zugriff
- 2.6.1 Der Begriff Lebensqualität Kein Zugriff
- 2.6.2 Ansatz der ‚Verwirklichungschancen’ Kein Zugriff
- 2.6.3 Zeitsouveränität als Kategorie von Lebensqualität Kein Zugriff
- 2.7.1 Verschiebungen in Interessen- und Akteurskonstellationen Kein Zugriff
- 2.7.2 Eine neue historische Stufe der Zivilgesellschaft Kein Zugriff
- 2.7.3 Erweiterte Akteurskonstellation und ziviler Dialog Kein Zugriff
- 2.7.4 Sozialer Dialog und/oder Ziviler Dialog? Kein Zugriff
- 2.8.1 Lokale Zeitpolitik Kein Zugriff
- 2.8.2 Zeitwohlstand Kein Zugriff
- 2.8.3 Zeitpolitische Komponenten von Lebensqualität Kein Zugriff
- 3.1 Zielsetzung der Untersuchung Kein Zugriff
- 3.2.1 Dienstleistung und Lebensqualität Kein Zugriff
- 3.2.2 Regelungsverständnis Kein Zugriff
- 3.2.3 Beteiligung Kein Zugriff
- 3.2.4 Reziprozität Kein Zugriff
- 3.3.1 Operationalisierung von Zeitpolitik Kein Zugriff
- 3.3.2 Exploration/Felderkundung Kein Zugriff
- 3.3.3 Erhebung der Lebensqualitätseffekte Kein Zugriff
- 3.3.4 Auswertungsschema Kein Zugriff
- 3.3.5 Zur nachfolgenden Falldarstellung Kein Zugriff
- 4.1.1 Flexible Kinderbetreuung bei starren Arbeitszeitvorgaben Kein Zugriff
- 4.1.2 Eine um das Kind zentrierte und vertrauensgetragene Dienstleistungsbeziehung Kein Zugriff
- 4.1.3 Ausweitung der Öffnungszeiten zur Sicherung von Arbeitsplätzen Kein Zugriff
- 4.1.4 Informationen zur Maßnahme und Befragungen Kein Zugriff
- 4.1.5 Die Planungsphase ist durch ein autoritäres Regelungsverständis geprägt Kein Zugriff
- 4.1.6 Aushandlung unterschiedlicher Zeitinteressen der beteiligten Akteure in der Umsetzungsphase Kein Zugriff
- 4.1.7 Lebensqualitätsgewinne für Beschäftigte und Nutzer/innen Kein Zugriff
- 4.1.8 Resümee: Zeitpolitische Nutzerorientierung wegen oder gerade trotz hierarchischer Organisation? Kein Zugriff
- 4.2.1 ‚Spätdienstkita’ mit kontinuierlicher Betreuung der Kinder Kein Zugriff
- 4.2.2 Eine um das Kind zentrierte vertrauensgetragene Dienstleistungsbeziehung Kein Zugriff
- 4.2.3 Erweiterte Öffnungszeiten – realisiert mit kontinuierlichen Arbeitszeiten Kein Zugriff
- 4.2.4 Informationen zur Maßnahme und Befragungen Kein Zugriff
- 4.2.5 Planung der Erweiterung der Öffnungszeiten bei schwacher Mitwirkung der Beschäftigten, ohne Mitwirkung der Nutzer/innen Kein Zugriff
- 4.2.6 Partizipative Abstimmung flexibler Bring- und Holzeiten bei der Umsetzung Kein Zugriff
- 4.2.7 Verbesserte Lebensqualität für (‚Spätdienst’-)Eltern durch flexibilisierte Betreuung zum Nachteil der Lebensqualität einer Beschäftigten Kein Zugriff
- 4.2.8 Ausgeprägte Nutzerorientierung zu Lasten einer Beschäftigten Kein Zugriff
- 4.3.1 Kinderbetreuung zur Verbesserung der Lebensqualität berufstätiger Eltern Kein Zugriff
- 4.3.2 Eine Dienstleistung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie Kein Zugriff
- 4.3.3 Die gelungene Vereinbarkeit individueller Zeitinteressen Kein Zugriff
- 4.3.4 Die nachträgliche Aufnahme als Praxisfall Kein Zugriff
- 4.3.5 Ein partizipativer Ansatz in der Planungsphase Kein Zugriff
- 4.3.6 Ausgeprägte Beteiligung in der Durchführungsphase Kein Zugriff
- 4.3.7 Zeitpolitische Selbstbestimmung und Lebensqualität für alle Akteure Kein Zugriff
- 4.3.8 In dieser Einrichtung wird Zeitpolitik gelebt Kein Zugriff
- 4.4.1 Eine Warenhausfiliale in städtischer Peripherie Kein Zugriff
- 4.4.2 Eine zwar personenbezogene, aber diskontinuierliche und wenig intensive Dienstleistung Kein Zugriff
- 4.4.3 Beteiligungsorientierte traditionelle Arbeitsbeziehungen Kein Zugriff
- 4.4.4 Die Maßnahme Personaleinsatzplanung im Team Kein Zugriff
- 4.4.5 Informationen zur Maßnahme und Befragungen Kein Zugriff
- 4.4.6 Synthese von Leitungs- und Beschäftigteninteresse Kein Zugriff
- 4.4.7 Basisdemokratische Planung – aber ohne Nutzer/innen Kein Zugriff
- 4.4.8 Eine „lebende“ Betriebsvereinbarung Kein Zugriff
- 4.4.9 Ziel erreicht, Vereinbarkeit erhöht Kein Zugriff
- 4.4.10 Zeitliche Lebensqualität der Beschäftigten ist erhöht Kein Zugriff
- 4.4.11 Zeitsouveränität durch eigenverantwortliche Personaleinsatzplanung – exklusiv für Beschäftigte Kein Zugriff
- 4.5.1 Mehr Zeitautonomie und Eigenverantwortung für Beschäftigte Kein Zugriff
- 4.5.2 Gesundheitsorientierte und beratungsintensive Dienstleistungsbeziehung Kein Zugriff
- 4.5.3 Erweiterte zeitliche Selbstbestimmung mittels Vertrauensarbeitszeit Kein Zugriff
- 4.5.4 Informationen zur Maßnahme und Befragungen Kein Zugriff
- 4.5.5 Aushandlungsmechanismen traditioneller Sozialpartnerschaft Kein Zugriff
- 4.5.6 Vertrauensarbeitszeit wird als Faktum ohne Beteiligung implementiert Kein Zugriff
- 4.5.7 Zurück zu ‚Bewährtem’ – Zeiterfassung mit begrenzter Zeitautonomie Kein Zugriff
- 4.5.8 Hierarchisch gesteuerte Gemeinschaft mit begrenzter Binnenautonomie ohne Einbeziehung von Nutzer/inne/n der Dienstleistung Kein Zugriff
- 4.6.1 Bürgerservice unter Bedingungen urbaner Lebenslagen Kein Zugriff
- 4.6.2 Eine alltagssensible Beratungs- und Verwaltungsdienstleistung Kein Zugriff
- 4.6.3 Die umstrittene Samstagsöffnung Kein Zugriff
- 4.6.4 Die Methode der Begleitforschung Kein Zugriff
- 4.6.5 Ein partizipatives Regelungsverständnis in der Planungsphase Kein Zugriff
- 4.6.6 Flache Hierarchie und Reziprozität in der Durchführungsphase Kein Zugriff
- 4.6.7 Win-win-Konstellation zeitpolitischer Selbstbestimmung und Lebensqualität Kein Zugriff
- 4.6.8 Resümee: Zeitpolitik ist unter bestimmten Bedingungen möglich Kein Zugriff
- 5.1 Reziprozität als Motor von Lebensqualitäts-Gewinnen Kein Zugriff
- 5.2.1 Intensive und weniger intensive Dienstleistungskonstellation Kein Zugriff
- 5.2.2 Arbeitsmotivation und Reziprozität Kein Zugriff
- 5.2.3 Zusammenhang zwischen Initiative und Lebensqualitäts-Effekt? Kein Zugriff
- 5.2.4 Welche Arbeitsbeziehungskonstellation begünstigt Reziprozität? Kein Zugriff
- 5.2.5 Führen Beteiligungsmuster zu Reziprozität? Kein Zugriff
- 5.2.6 Lebensqualitätseffekte sind ermittelbar Kein Zugriff
- 5.2.7 Win-win-Konstellation – eine Illusion? Kein Zugriff
- 5.2.8 Was waren begünstigende, was hindernde Faktoren? Kein Zugriff
- 5.2.9 Plausibilität der Hintergrundannahmen? Kein Zugriff
- 5.3.1 Zeitpolitische Potentiale in den Fällen Kein Zugriff
- 5.3.2 Vorläufige Schlussfolgerungen Kein Zugriff
- 5.3.3 Ein neues multipolares Beteiligungsregime der Dienstleistungsgesellschaft Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 284 - 300





