Cover des Buchs: Sanierungsprivilegierung und Beihilfenrecht
Monographie Open Access Vollzugriff

Sanierungsprivilegierung und Beihilfenrecht

Ertragsteuerliche Behandlung von Schuldenrestrukturierungen in Deutschland und Frankreich
Autor:innen:
Verlag:
 2025

Zusammenfassung

Wie lässt sich die ertragssteuerliche Behandlung von sanierungsbedingten Schuldenrestrukturierungen sinnvoll regeln, ohne gegen die europäischen Behilfenregeln zu verstoßen? Dieser Kernfrage widmet sich der Autor und arbeitet die steuerliche Rechtslage in Deutschland und Frankreich umfassend auf. Insbesondere der Blick auf Schuldenrestrukturierungen zwischen gesellschaftsrechtlich verbundenen Parteien offenbart jeweils eigene steuerliche Probleme. Er appelliert an den deutschen Gesetzgeber, die Rechtslage insbesondere für restrukturierende Gesellschafter zu verbessern. Neben einer Portion französischem Pragmatismus erweist sich nur eine systematische Neuausrichtung der Verlustnutzung als beihilfenfest und wirtschaftlich sinnvoll.

Schlagworte


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2025
ISBN-Print
978-3-7560-2992-1
ISBN-Online
978-3-7489-5255-8
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Steuerwissenschaftliche Schriften
Band
93
Sprache
Deutsch
Seiten
239
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 14 Download Kapitel (PDF)
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. A. Einführung in die Thematik
    2. B. Methodik des Vergleichs
  3. Download Kapitel (PDF)
        1. 1. Steuerfreiheit des Sanierungsertrags
          1. a) Verlust und Verlustvorträge bestimmter Einkünfte im Sinne des § 15 Abs. 4 EStG (§ 3a Abs. 3 S. 2 Nr. 6, 7 EStG)
          2. b) Laufender Verlust des zu sanierenden Unternehmens (§ 3a Abs. 3 S. 2 Nr. 8 EStG)
          3. c) Ausgleichsfähige Verluste aus allen Einkunftsarten (§ 3a Abs. 3 S. 2 Nr. 9 EStG)
          4. d) Verlustvortrag nach § 10d Abs. 2 EStG ungeachtet der Mindestbesteuerung (§ 3a Abs. 3 S. 2 Nr. 10 EStG)
          5. e) Minderung des Zins- und EBITDA-Vortrages (§ 3a Abs. 3 S. 2 Nr. 13 EStG)
          1. a) Umfasste Wahlrechte
          2. b) Beschränkung der obligatorischen Wahlrechtsausübung auf Höhe des Sanierungsgewinns
      1. II. Persönlicher Anwendungsbereich
        1. 1. Sanierungsbedürftigkeit
        2. 2. Sanierungsfähigkeit und Sanierungseignung
        3. 3. Sanierungsabsicht
        4. 4. Betrieblich begründeter Schuldenerlass
        5. 5. Schuldenerlass im Sinne des § 3a EStG
      2. IV. Erfasste Sanierungsoperationen
        1. 1. Steuerfolge bei sanierter Kapitalgesellschaft
        2. 2. Steuerfolge bei sanierendem Gläubiger (Forderung im Betriebsvermögen)
          1. a) Abgrenzung zwischen betrieblicher und gesellschaftsrechtlicher Veranlassung
          2. b) Bewertung der verdeckten Einlage zum Teilwert, nicht zum Nennwert
          3. c) Veranlassung des Verzichts entscheidend
          4. d) Keine Teilung der Veranlassung in gesellschaftsrechtlich veranlassten werthaltigen und betrieblich veranlassten nicht werthaltigen Teil
            1. aa) Gesellschaftsrechtlich veranlasst und nicht werthaltig: Nachträgliche Anschaffungskosten auch ohne Wertsteigerung
              1. (1) Darlehen und wirtschaftlich vergleichbare Rechtshandlungen
              2. (2) Qualifizierte Beteiligung des Darlehensgebers
              3. (3) Escape durch Fremdvergleich
            1. aa) Nachträgliche Anschaffungskosten bleiben steuerlich unberücksichtigt
            2. bb) Abzugsbeschränkung für Darlehnsverluste (§ 8b Abs. 3 S. 4 ff. KStG)
      1. I. Steuerfolge bei sanierter Kapitalgesellschaft.
      2. II. Steuerfolge beim sanierenden Gläubiger
      1. I. Steuerfolge bei zu sanierender Kapitalgesellschaft
      2. II. Steuerfolge beim Gläubiger
  4. Download Kapitel (PDF)
      1. I. Verluste und ihre steuerliche Behandlung
      2. II. Der acte anormal de gestion
      3. III. Beteiligung an Körperschaften aus steuerlicher Sicht
      4. IV. Abschreibungen
      1. I. Partielle Aufhebung der Mindestbesteuerung
        1. 1. Conciliation
        2. 2. Procédure de sauvegarde
        3. 3. Redressement judicaire
      2. III. Liquidation judicaire
    1. C. Art. 39-1, 8° CGI: Erleichterung für kommerziell veranlasste Forderungsverzichte?
      1. I. Nachweis der tatsächlichen Überschuldung durch Bilanz
      2. II. Zeitpunkt zur Beurteilung der Überschuldung
        1. 1. Steuerfolge bei sanierter Kapitalgesellschaft
          1. a) Forderungsverzicht als acte normal de gestion
          2. b) Kommerzielle Veranlassung des Forderungsverzichts schließt acte anormal de gestion aus
          3. c) Bedeutungslosigkeit der Sanierungsprivilegierung des Art. 39-1, 8° CGI
        1. 1. Steuerfolge bei sanierter Gesellschaft
            1. aa) Auslegung des acte anormal de gestion zwischen ökonomischer Gruppenrealität und steuerrechtlicher Einzelbetrachtung
            2. bb) Die steuerliche Relevanz der Abgrenzung zwischen kommerziell veranlasstem und finanzierendem Forderungsverzicht
            3. cc) Betrag des Forderungsverzichts als Anschaffungskosten
            4. dd) Sanierungsprivilegierung des Art. 39-13 CGI als Rückausnahme zur Missbrauchsvermeidung durch finanzierende Forderungsverzichte
            5. ee) Auswirkungen des Systems langfristiger Kapitalgewinne und Verluste auf steuerliche Nutzung nachträglicher Anschaffungskosten
          1. b) Körperschaftsteuer
        1. 1. Einbringungsvariante
        2. 2. Aufrechnungsvariante
          1. a) Einbringungsvariante
            1. aa) Übernahme der handelsrechtlichen Behandlung vs. eigenständige steuerliche Behandlung
            2. bb) Gesetzliches Abzugsverbot für Veräußerungsverluste in Höhe der Differenz zwischen Nennwert und beizulegendem Zeitwert der eingebrachten Anteile
          1. a) Auswirkungen der körperschaftsteuerlichen Änderungen des Systems der langfristigen Kapitalgewinne/-verluste
          2. b) Protektionistisch motivierte Rückausnahme in Art. 209-VII bis CGI
      1. I. Sanierungsfall/Forderungskäufer
      2. II. Sanierer/Forderungsverkäufer
  5. Download Kapitel (PDF)
    1. A. Die beihilfenrechtliche Perspektive auf steuerliche Sanierungsbegünstigungen
    2. B. Zwischen abstrakt-genereller und konkret-individueller Betrachtung von Beihilfenregelungen
        1. 1. Bestimmung der Normalbelastung
        2. 2. Abweichung von der Regelbesteuerung und Ungleichbehandlung mit vergleichbaren Gruppen von Steuerpflichtigen
        3. 3. Rechtfertigung durch Grund- und Leitprinzipien
        1. 1. Beihilfenrecht kein besonderes Diskriminierungsverbot (Kritik am Ansatz des Europäischen Gerichtshofs)
        2. 2. Eigenständigkeit der Vorteilsprüfung
          1. a) Doppelte Vergleichbarkeitsprüfung
          2. b) Ermittlung des Besteuerungsprinzips und der Normalbelastung
          1. a) Ökonomische Perspektive
          2. b) Kompetenzperspektive
        3. 5. Anknüpfung an die Sanierungsbedürftigkeit per se nicht selektivitätsbegründend
        4. 6. Sanierungsbedürftigkeit als de facto Selektivität
        1. 1. Art. 39-1, 8° CGI
        2. 2. Art. 39-13 alinéa 2 CGI
        3. 3. Art. 209-1 alinéa 4 CGI
          1. a) Steuerbefreiung als Vorteil
            1. aa) § 3a Abs. 3 S. 2 Nr. 1 EStG
            2. bb) § 3a Abs. 3 S. 2 Nr. 6, 7 EStG
            3. cc) § 3a Abs. 3 S. 2 Nr. 10 EStG
            4. dd) § 3a Abs. 3 S. 2 Nr. 11 EStG
            5. ee) § 3a Abs. 3 S. 2 Nr. 12 EStG
            6. ff) § 3a Abs. 3 S. 2 Nr. 13 EStG
            7. gg) § 3a Abs. 1 S. 2 EStG
          2. c) Selektivität
    3. D. Der marktwirtschaftlich handelnde Wirtschaftsbeteiligte im (Sanierungs-)Steuerrecht
      1. I. Kartellrechtliche Anleihen des Unternehmensbegriffs in der Rechtsprechung
      2. II. Eigenständiger beihilfenrechtlicher Unternehmensbegriff umfasst gesamte Beteiligungskette
        1. 1. Erfordernis des beihilfenrechtlichen Unternehmensbegriffs
        2. 2. Konnexitätserfordernis zwischen Vorteil und Nachteil
        3. 3. Konkrete Umsetzung
      3. IV. Deutschland: Vorteilsausgleich zwischen § 3a Abs. 1 S. 1 EStG und § 8b Abs. 3 S. 4 KStG/§ 3c Abs. 2 S. 2 EStG
  6. Download Kapitel (PDF)
      1. I. Rechtsfolgen: Steuerfreiheit oder Aufhebung der Mindestbesteuerung
      2. II. Persönlicher Anwendungsbereich
        1. 1. Eigenständiger vs. insolvenzrechtsakzessorischer Sanierungsbegriff
        2. 2. Bezugnahme zu Motiven des Gläubigers – Irrweg des deutschen Gesetzgebers
        3. 3. Begrenzung auf Schuldenerlasse
      1. I. Forderungsverzicht des unverbundenen Gläubigers: Gewinn für Schuldner – Verlust für Gläubiger
        1. 1. Abgrenzung der Veranlassung
        2. 2. Anschaffungskosten
          1. a) Nachträgliche Anschaffungskosten
          2. b) Abzugsfähigkeit von Verzichtsverlusten
          3. c) Steuerlicher Zusammenhang zwischen Schuldner- und Gläubigerebene
      1. I. Unterschiedliche gesellschaftsrechtliche Konzepte führen zu unterschiedlichen Steuerfolgen
      2. II. Irreguläre Unterschiede vor dem Hintergrund der Gesellschaftsrechte-Richtlinie
    1. D. Debt-Buy-Back
  7. Download Kapitel (PDF)
    1. A. Mindestbesteuerung reformieren
    2. B. Beteiligungsbesteuerung an wirtschaftlicher Logik ausrichten
  8. LiteraturverzeichnisSeiten 227 - 239 Download Kapitel (PDF)

Ähnliche Veröffentlichungen

aus dem Schwerpunkt "Recht allgemein, Übergreifende Werke und Sammlungen"
Cover des Buchs: Die Rolle des Gerichts im Rahmen des Prozessvergleichs
Monographie Kein Zugriff
Adomas Jankauskis
Die Rolle des Gerichts im Rahmen des Prozessvergleichs
Cover des Buchs: Kostenübersichtstabellen
Monographie Kein Zugriff
Manfred Schmeckenbecher, Karin Scheungrab
Kostenübersichtstabellen
Cover des Buchs: Taschen-Definitionen
Lehrbuch Kein Zugriff
Nomos Verlag
Taschen-Definitionen
Cover des Buchs: Das Afterpfandrecht
Monographie Kein Zugriff
Michael Moser
Das Afterpfandrecht