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Monographie Kein Zugriff

Richard Martin Honig (1890-1981) - Leben und Frühwerk eines deutschen Juristen jüdischer Herkunft

Zugleich ein Beitrag zur Entwicklung der modernen Lehre von der objektiven Zurechnung
Autor:innen:
Reihe:
Studien zum Strafrecht, Band 49
Verlag:
 18.02.2011

Zusammenfassung

Bedeutende Autoren wie Roxin sehen in Richard Honig einen Vorläufer der modernen Lehre von der objektiven Zurechnung. Demgegenüber erscheint bereits bei oberflächlicher Lektüre seines Beitrags zweifelhaft, ob Honig nicht vielmehr als Wegbereiter des Finalismus anzusehen ist. Eine intensive Auseinandersetzung mit Honig war allein aus diesem Grunde überfällig und dringend geboten.

Honigs persönlicher Werdegang stand unter einem denkbar ungünstigen Stern. Als politisch unliebsamer Wissenschaftler, der zudem noch jüdischer Herkunft war, verlor er als einer der ersten Göttinger Universitätslehrer nach der "Machtergreifung" Hitlers seine Professur. Das hatte nicht nur zur Folge, dass er zunächst im Exil Zuflucht suchen musste, sondern auch, dass sein wissenschaftliches Werk in Deutschland zunächst an Beachtung verlor und von ihm weder fortgeführt noch verteidigt werden konnte.

In wissenschaftlicher Hinsicht wird Honig nicht nur mit dem teleologischen Rechtsgutsbegriff, sondern auch mit dem Begriff der objektiven Zurechnung in Verbindung gebracht. Der Autor zeigt auf, welche seiner Gedanken zutreffend, welche aber auch inadäquat aufgegriffen wurden.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2011
Erscheinungsdatum
18.02.2011
ISBN-Print
978-3-8329-6010-0
ISBN-Online
978-3-8452-2924-9
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Studien zum Strafrecht
Band
49
Sprache
Deutsch
Seiten
202
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 14
  2. Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 15 - 16
  3. Einleitung Kein Zugriff Seiten 17 - 18
      1. Geburt, Kindheit und Jugend Kein Zugriff Seiten 19 - 19
      2. Studium, juristischer Vorbereitungsdienst und Promotion Kein Zugriff Seiten 19 - 20
      3. Habilitation und Ernennung zum außerordentlichen Professor Kein Zugriff Seiten 20 - 22
      4. Erste Publikationen und Ernennung zum ordentlichen Professor Kein Zugriff Seiten 22 - 25
        1. Türkei Kein Zugriff
          1. Turbulente Jahre Kein Zugriff
          2. Der Ruf an die Göttinger Universität nach Kriegsende Kein Zugriff
          3. Das zähe Rehabilitationsverfahren Kein Zugriff
          4. Neue Schaffensfreude und Forschungsaufenthalte in Deutschland Kein Zugriff
      5. Endgültige Rückkehr nach Deutschland Kein Zugriff Seiten 39 - 39
      1. Einführung Kein Zugriff Seiten 39 - 40
      2. Positivistischer Naturalismus und kausal-mechanisches Denken Kein Zugriff Seiten 40 - 41
      3. Gründe für das positivistische Weltbild Kein Zugriff Seiten 41 - 42
        1. Das Verbrechen als naturnotwendiger Krankheitsprozess Kein Zugriff
        2. Verlust der Sinndimension menschlichen Handelns und die Konsequenzen für den Verbrechensaufbau Kein Zugriff
        1. Wilhelm Windelband und Heinrich Rickert Kein Zugriff
        2. Das wertbeziehende Verfahren Kein Zugriff
        3. Der Methodendualismus: Wert- und Wirklichkeitsbetrachtung Kein Zugriff
          1. Lask Kein Zugriff
          2. Radbruch Kein Zugriff
        1. Neuralgische Punkte der südwestdeutschen Wertphilosophie Kein Zugriff
          1. Die Handlung Kein Zugriff
          2. Der Tatbestand Kein Zugriff
          3. Rechtswidrigkeit und Schuld Kein Zugriff
      4. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 59 - 60
      1. Der Vorentwurf von 1909 und der Gegenentwurf 1911 Kein Zugriff Seiten 61 - 62
      2. Der Kommisionsentwurf von 1913 und der Entwurf 1919 Kein Zugriff Seiten 62 - 63
      1. Kapitel 1: Rechtsvergleichend-historische Einführung Kein Zugriff Seiten 63 - 64
      2. Kapitel 2: Methodische Grundlegung Kein Zugriff Seiten 64 - 67
      3. Kapitel 3 – 7: Kritisch-historischer Teil Kein Zugriff Seiten 67 - 72
      4. Kapitel 8: Die teleologische Rechtsgutstheorie Kein Zugriff Seiten 72 - 77
      5. Kapitel 9: Die einwilligungsfähigen Delikte Kein Zugriff Seiten 77 - 79
      6. Kapitel 10: Die Anforderungen an eine wirksame Einwilligung Kein Zugriff Seiten 79 - 80
      1. Der teleologische Rechtsgutsbegriff unter der neukantianisch geprägten Strafrechtslehre Kein Zugriff Seiten 80 - 84
        1. Die Kritik der sog. „Kieler Schule“ Kein Zugriff
        2. Die Antwort der sog. „Marburger Richtung“ Kein Zugriff
        3. Das Einlenken der Kieler Schule Kein Zugriff
        1. Der teleologische Rechtsgutsbegriff als Sündenbock Kein Zugriff
          1. „Überdehnung“ Kein Zugriff
          2. „Vergeistigung“ Kein Zugriff
          3. „Positivierung“ Kein Zugriff
        2. Die Ansicht der heute herrschenden Lehre Kein Zugriff
          1. Lagodny und Appel Kein Zugriff
          2. Hörnle Kein Zugriff
          3. Weigend Kein Zugriff
      1. Die Wirkung der Schrift Kein Zugriff Seiten 102 - 103
      2. Der „Charakter“ der Schrift Kein Zugriff Seiten 103 - 104
        1. Die etatistische Rechts(guts-)auffassung Kein Zugriff
        2. Der neukantianische Methodendualismus Kein Zugriff
    1. Einführung Kein Zugriff Seiten 111 - 112
      1. Methodische Grundlegung Kein Zugriff Seiten 112 - 113
        1. Die Trennung von imputatio facti und imputatio juris Kein Zugriff
        2. Die Tat als teleologisches Ganzes Kein Zugriff
        3. Die Möglichkeit des Wissens Kein Zugriff
        4. Das Abstrahieren vom konkret Handelnden Kein Zugriff
          1. Rechtsverständnis und dialektische Methode Kein Zugriff
            1. Abstraktes Recht Kein Zugriff
            2. Moralität, Imputation und Differenzierung von Handlung und Tat Kein Zugriff
            3. Sittlichkeit Kein Zugriff
          2. Die empirisch-psychologisch geprägte Interpretation Larenz’ Kein Zugriff
            1. Das Verbrechen als gerichtliche Handlung Kein Zugriff
            2. Die Willensschuld als normativer Begriff Kein Zugriff
        1. Ergebnis Kein Zugriff
        1. Die praktische Legitimation Kein Zugriff
        2. Die normlogische Legitimation Kein Zugriff
        1. Die Unterlassungsdelikte Kein Zugriff
        2. Die Begehungsdelikte Kein Zugriff
        3. Die Teilnahme Kein Zugriff
      1. Überblick Kein Zugriff Seiten 141 - 144
        1. Die Werthaftigkeit des Seins und die „sachlogischen Strukturen“ Kein Zugriff
        2. Die Intentionalität des Denkens und die finale Handlungslehre Kein Zugriff
          1. Das Verhältnis von Tatbestand und Handlung Kein Zugriff
          2. Der Vorsatz und die personale Unrechtslehre Kein Zugriff
          3. Die Fahrlässigkeit Kein Zugriff
        1. Haftungsgrundlage und Haftungsvoraussetzung – oder: Das Objekt der Wertung und die Wertung des Objekts Kein Zugriff
        2. Das erste Adäquanzurteil Kein Zugriff
        3. Das zweite Adäquanzurteil Kein Zugriff
        1. Die Rolle des Handlungsbegriffs Kein Zugriff
        2. Die Integrierung der objektiven Bezweckbarkeit in das unerlaubte bzw. rechtlich missbilligte Risiko Kein Zugriff
        3. Die Realisierung des missbilligten Risikos im Erfolg Kein Zugriff
        4. Subjektives bei der objektiven Zurechnung – Das Problem des Sonderwissens als Symptom eines inter-systematischen Streits? Kein Zugriff
      2. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 180 - 182
        1. Der objektive Tatbestand Kein Zugriff
        2. Der subjektive Tatbestand Kein Zugriff
        3. Rechtswidrigkeit Kein Zugriff
        4. Schuld Kein Zugriff
        1. Der objektive Tatbestand Kein Zugriff
        2. Der subjektive Tatbestand Kein Zugriff
        3. Rechtswidrigkeit und Schuld Kein Zugriff
  4. Literatur Kein Zugriff Seiten 189 - 200
  5. Archivalien Kein Zugriff Seiten 201 - 202

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