Cover des Buchs: Missbrauchsunabhängige Entflechtungskompetenzen von Wettbewerbsbehörden
Monographie Open Access Vollzugriff

Missbrauchsunabhängige Entflechtungskompetenzen von Wettbewerbsbehörden

Eine rechtsvergleichende Untersuchung des deutschen, britischen und schweizerischen Rechts de lege lata et ferenda unter besonderer Berücksichtigung von § 32f Abs. 4 GWB (D) und sec. 161 para. 3 EA02 (UK)
Autor:innen:
Verlag:
 2026

Zusammenfassung

Das Werk zeigt auf, welchen Nutzen missbrauchsunabhängige bzw. verstoßunabhängige Entflechtungskompetenzen für die Wettbewerbsdurchsetzung haben können: Sie ermöglichen strukturelle Abhilfe auch dort, wo Verbote nicht greifen oder Verstöße schwer nachweisbar sind. Rechtsvergleichend werden die bestehenden Regelungen in Deutschland und im Vereinigten Königreich im historischen und systematischen Kontext ausgewertet sowie anhand praktischer Anwendungsfälle bewertet. Darauf aufbauend analysiert ein Länderbericht die Rechtslage in der Schweiz und diskutiert Zulässigkeit und Zweckmäßigkeit einer entsprechenden Kompetenz. Den Abschluss bildet ein konkret ausformulierter Gesetzgebungsvorschlag für das schweizerische Kartellgesetz.

Schlagworte


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Auflage
1/2026
Copyrightjahr
2026
ISBN-Print
978-3-7560-4339-2
ISBN-Online
978-3-7489-7296-9
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Studien zum Internationalen Wirtschaftsrecht - Studies on International Economic Law
Band
50
Sprache
Deutsch
Seiten
477
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Download Kapitel (PDF)
    1. Danksagung
    2. Abkürzungsverzeichnis
  2. Download Kapitel (PDF)
      1. I. Forschungsfragen
      2. II. Methodik
      3. III. Gang der Untersuchung
        1. 1. Eigentumsrechtliche und organisatorische Entflechtungen
        2. 2. Horizontale, vertikale und diagonale Entflechtungen
        3. 3. Gesellschaftsrechtliche Gestaltung von Entflechtungen
          1. a) Entflechtungen im Zusammenhang mit Fusionskontrollverfahren
          2. b) Entflechtungen als Abhilfemaßnahmen bei Kartellrechtsverstößen
          3. c) Missbrauchsunabhängige Entflechtungen infolge einer Sektoruntersuchung
          1. a) Entflechtungen im Zusammenhang mit Fusionskontrollverfahren und infolge einer Marktuntersuchung
          2. b) Entflechtungen als Abhilfemaßnahmen bei Kartellrechtsverstößen?
          1. a) Entflechtungen im Zusammenhang mit Fusionskontrollverfahren
          2. b) Entflechtungen als Abhilfemaßnahmen bei Kartellrechtsverstößen?
        1. 4. Schlussfolgerungen
      1. III. Missbrauchsunabhängigkeit von Entflechtungen
      2. IV. Definition: Missbrauchsunabhängige Entflechtungskompetenz
          1. a) Grundannahmen
          2. b) Haltung zu Entflechtungen
          1. a) Grundannahmen
          2. b) Haltung zu Entflechtungen
          1. a) Grundannahmen
          2. b) Haltung zu Entflechtungen
          1. a) Grundannahmen
          2. b) Haltung zu Entflechtungen
          1. a) Grundannahmen
          2. b) Haltung zu Entflechtungen
        1. 6. Schlussfolgerungen
        1. 1. Ökonomische Auswirkungen von Machtkonzentrationen
          1. a) Ökonomische Auswirkungen des Bestehens einer missbrauchsunabhängigen Entflechtungskompetenz (Vorfeldwirkungen)
          2. b) Ökonomische Auswirkungen der Anwendung einer missbrauchsunabhängigen Entflechtungskompetenz (Entflechtungswirkungen)
            1. aa) Fehlende Vorhersehbarkeit des Wettbewerbs
            2. bb) Finden eines geeigneten Erwerbers
          1. b) Festlegung einer erwünschten Unternehmensstruktur
          2. c) Beteiligung des betroffenen Unternehmens
        2. 4. Schlussfolgerungen
        1. 1. Rechtfertigung und Zweck staatlicher Wettbewerbsgesetzgebung
        2. 2. Regelungsbereiche staatlicher Wettbewerbsgesetzgebung
        3. 3. Legitimität der Adressierung internen Unternehmenswachstums?
        4. 4. Schlussfolgerungen
    1. D. Fazit: Einführung und Grundlagen
  3. Download Kapitel (PDF)
        1. 1. Grundsätzliche Zulässigkeit von Kartellen
        2. 2. Kartellverordnung von 1923
        3. 3. Wettbewerbspolitik im „Dritten Reich“
        1. 1. Dezentralisierung durch Entflechtung
        2. 2. Entflechtung aufgrund der Allgemeinen Dekartellierungsgesetze
          1. a) Entflechtung der Montanindustrie
          2. b) Entflechtung der I.G. Farben
          3. c) Entflechtung des Bankwesens
          4. d) Entflechtung der Filmwirtschaft
        3. 4. Schlussfolgerungen
          1. a) Allgemeines zum Josten-Entwurf
          2. b) Entflechtungsvorschriften
          3. c) Scheitern des Josten-Entwurfs
          4. d) Schlussfolgerungen
        1. 2. Entstehung des GWB als Kompromiss
        1. 1. Entwicklung bis zur zweiten GWB-Novelle von 1973
        2. 2. Hauptgutachten 1973-1975 und 1978/1979 der Monopolkommission
        3. 3. Möschel-Entwurf von 1979
        4. 4. Weitere Entwicklungen bis 2007
        5. 5. Diskussion zur Einführung einer Entflechtungskompetenz ab 2007
          1. a) Allgemeines zum Brüderle-Entwurf
          2. b) Entflechtungsvorschriften
          3. c) Scheitern des Brüderle-Entwurfs
          4. d) Schlussfolgerungen
      1. V. Schlussfolgerungen
        1. 1. Andeutung im Koalitionsvertrag
        2. 2. Konkreter Anlass für die Regelung
        3. 3. Referentenentwurf
        4. 4. Regierungsentwurf
        1. 1. Wettbewerbspolitisches Leitbild
            1. aa) Hintergrund
            2. bb) Abschlussbericht
            3. cc) Verfahrensdauer
            1. aa) Erlass einer Feststellungsverfügung
            2. bb) Subsidiaritätsfeststellung
            3. cc) Anhörung und mündliche Verhandlung
            4. dd) Stellungnahmemöglichkeit für Monopolkommission und Landesbehörden
            5. ee) Erlass einer Entflechtungsverfügung
            6. ff) Verfahrensdauer
          1. c) Rechtsschutz
            1. aa) Störung des Wettbewerbs
            2. bb) Erheblichkeit der Störung
            3. cc) Fortwähren der Störung
          1. b) Betroffene Märkte
          2. c) Betroffene Unternehmen
          3. d) Bestandsschutz von Fusionsfreigaben
          4. e) Beseitigung oder erhebliche Verringerung der Wettbewerbsstörung
          5. f) Kein milderes Mittel
          1. a) Veräußerung von Unternehmensanteilen oder von Vermögen
          2. b) Verkaufspflicht und Entschädigung
          3. c) Durchsetzung der Entflechtung
          4. d) Rückerwerbsverbot
        2. 5. Schlussfolgerungen
          1. a) Verfassungsrechtliche Grundlagen
            1. aa) Schutzbereich
            2. bb) Eingriff
              1. (1) Legitimes Ziel
              2. (2) Geeignetheit
              3. (3) Erforderlichkeit
              4. (4) Angemessenheit
            1. aa) Bestimmtheitsgrundsatz
            2. bb) Wesentlichkeitstheorie
            1. aa) Art. 3 Abs. 1 lit. b) AEUV i.V.m. Art. 3 Abs. 2 KartellVO
            2. bb) Wettbewerbspolitisches Leitbild des Art. 102 AEUV
              1. (1) Entflechtung nach Fusionsfreigabe
              2. (2) Fusionsfreigabe nach Entflechtung
            1. bb) Digital Markets Act
            2. cc) Regulierungsrichtlinien
          1. a) Anwendbarkeit des GWB auf internationale Sachverhalte
          2. b) Völkerrechtlicher Eigentumsschutz
          3. c) Interventionsverbot
        1. 4. Schlussfolgerungen
        1. 1. Grundsätzliche Erwartbarkeit von Anwendungsfällen
          1. a) Stillschweigende Kollusion
          2. b) Reine Marktmachtsachverhalte
          3. c) Schlussfolgerungen
          1. a) Raffinerie- und Großhandelsebene
          2. b) Tankstellenebene
        1. 2. Digitalunternehmen
        2. 3. Deutsche Bahn
        3. 4. Schlussfolgerungen
    1. D. Fazit: Missbrauchsunabhängige Entflechtung in Deutschland
  4. Download Kapitel (PDF)
        1. 1. Common law
            1. aa) Monopolies and Restrictive Practices (Inquiry and Control) Act 1948
            2. bb) Monopolies and Mergers Act 1965
            3. cc) Fair Trading Act 1973
          1. b) Gesetzgebung zu Wettbewerbsbeschränkungen und zur Preisbindung der zweiten Hand
            1. aa) Monopol- und Fusionsgesetzgebung
            2. bb) Gesetzgebung zu Wettbewerbsbeschränkungen und zur Preisbindung der zweiten Hand
            3. cc) Schlussfolgerungen
        2. 3. Europäisches Wettbewerbsrecht
        3. 4. Schlussfolgerungen
        1. 1. Competition Act 1998
        2. 2. Enterprise Act 2002
        3. 3. Enterprise and Regulatory Reform Act 2013
        4. 4. Digital Markets, Competition and Consumers Act 2024
        5. 5. Schlussfolgerungen
      1. I. Genese der Norm
        1. 1. Wettbewerbspolitisches Leitbild
          1. a) Marktstudie (Phase 1)
            1. aa) Market investigation reference
            2. bb) Subsidiaritätsfeststellung
            3. cc) Anhörung
            4. dd) Erlass einer Entflechtungsverfügung
            5. ee) Verfahrensdauer
          2. c) Rechtsschutz
          1. a) Adverse effect on competition (AEC)
          2. b) Betroffene Märkte
          3. c) Betroffene Unternehmen
          1. a) Umfassende Befugnisse
          2. b) Entflechtungspraxis: Verkaufslösungen
          3. c) Durchsetzung der Entflechtung
          4. d) Rückerwerbsverbot
        2. 5. Schlussfolgerungen
        1. 1. Verfassungsrecht
        2. 2. Unionsrecht
        3. 3. Völkerrecht
        4. 4. Schlussfolgerungen
        1. 1. Ausgangslage
        2. 2. Abhilfemaßnahme
        3. 3. Auswirkungen
        1. 1. Ausgangslage
        2. 2. Abhilfemaßnahme
        3. 3. Auswirkungen
        1. 1. Ausgangslage
        2. 2. Abhilfemaßnahme
        3. 3. Auswirkungen
        1. 1. Ausgangslage
        2. 2. Abhilfemaßnahme
        3. 3. Auswirkungen
        1. 1. Ausgangslage
        2. 2. Abhilfemaßnahme
        3. 3. Auswirkungen
        1. 1. Ausgangslage
        2. 2. Abhilfemaßnahme
        3. 3. Auswirkungen
        1. 1. Ausgangslage
        2. 2. Abhilfemaßnahme
        3. 3. Auswirkungen
      1. VIII. Schlussfolgerungen
    1. D. Fazit: Missbrauchsunabhängige Entflechtung im Vereinigten Königreich
  5. Download Kapitel (PDF)
    1. A. Wettbewerbspolitisches Leitbild
      1. I. Vorbemerkung
      2. II. Phase 1
        1. 1. Zuständigkeit
        2. 2. Subsidiarität
        3. 3. Beteiligung
      3. IV. Verfahrensdauer
      4. V. Rechtsschutz
      1. I. Eingriffsgrund
        1. 1. Markt- und Unternehmenseigenschaften
        2. 2. Regulierte Sektoren
      1. I. Entflechtungsanordnung
      2. II. Entschädigung
      3. III. Durchsetzung der Entflechtung
    2. E. Fazit: Vergleich der missbrauchsunabhängigen Entflechtung in Deutschland und im Vereinigten Königreich
  6. Download Kapitel (PDF)
      1. I. Entwicklung bis zum ersten Kartellgesetz von 1962
        1. 1. Kartellgesetz von 1962
        2. 2. Revision von 1985
          1. a) Wirtschaftlicher und politischer Kontext
          2. b) Schutzobjekt „Wirksamer Wettbewerb“
          3. c) Wettbewerbstheoretische Fundierung
          4. d) Konkrete Ausgestaltung des Kartellgesetzes
          5. e) Diskussion um Aufnahme von Entflechtungsvorschriften
          6. f) Schlussfolgerungen
        1. 2. Revision von 2003
        2. 3. Revisionen ab 2021
      2. IV. Schlussfolgerungen
          1. a) Art. 94 BV
          2. b) Art. 96 BV
          1. a) Art. 26 BV
          2. b) Art. 27 BV
            1. aa) Gesetzesvorbehalt
            2. bb) Öffentliches Interesse oder Grundrechte Dritter
            3. cc) Verhältnismäßigkeit
            4. dd) Kerngehalt
        1. 1. Bilaterale Abkommen
        2. 2. Autonomer Nachvollzug
        3. 3. Art. 9 Abs. 1bis KG-Entwurf
      1. III. Völkerrecht
      2. IV. Schlussfolgerungen
        1. 1. Bestehende Eingriffsbefugnisse unter dem Kartellgesetz
        2. 2. Bestehende Eingriffsbefugnisse unter dem Preisüberwachungsgesetz
        3. 3. Schlussfolgerungen
      1. II. Ausformulierung eines Vorschlags
            1. aa) Dauerhafte und signifikante Behinderung des Wettbewerbs
            2. bb) Betroffene Märkte
            3. cc) Betroffene Unternehmen
            1. aa) Reine Entflechtungskompetenz
            2. bb) Verselbständigung von Vermögensteilen
            3. cc) Durchsetzung der Entflechtung
            4. dd) Nebenbestimmungen
          1. a) Subsidiaritäts- und Verhältnismäßigkeitsklausel
          2. b) Herausnahme regulierter Sektoren
          3. c) Vertrauensschutz
        1. 3. Begründung zu Art. 11a Absatz 3
        2. 4. Begründung zu Art. 11b
          1. a) Verfahrensvorschriften
          2. b) Zuständigkeiten
          3. c) Fristen
    1. D. Fazit: Missbrauchsunabhängige Entflechtung in der Schweiz?
  7. Download Kapitel (PDF)
    1. A. Zusammenfassende Thesen
    2. B. Summarising theses
    3. C. Thèses récapitulatives
      1. I. Josten-Entwurf / Sondervotum von Curt Fischer (1949)
      2. II. Möschel-Entwurf (1979)
      3. III. Entwurf der Monopolkommission (1980)
      4. IV. Brüderle-Entwurf (2010)
      5. V. Referentenentwurf zu § 32f GWB (2022)
      6. VI. § 32f GWB (2023)
      7. VII. Sec. 56 FTA73
      8. VIII. Schedule 8 para. 14 FTA73
      9. IX. Sec. 138 EA02
      10. X. Sec. 161 EA02
      11. XI. Schedule 8 para. 13 EA02
  8. LiteraturverzeichnisSeiten 455 - 472 Download Kapitel (PDF)
  9. Amtliche DokumenteSeiten 473 - 476 Download Kapitel (PDF)

Ähnliche Veröffentlichungen

aus der Reihe "Studien zum Internationalen Wirtschaftsrecht - Studies on International Economic Law"