
Demokratie und Öffentlichkeit im 21. Jahrhundert – zur Macht des Digitalen
- Herausgeber:innen:
- | |
- Reihe:
- Frankfurter Studien zum Datenschutz, Band 64
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Freie, öffentlichen Meinungsbildung ist das Herzstück der Demokratie. Doch digitale Kommunikation und datengetriebene Kuratierung von Inhalten verändern das der Demokratie eigene Konzept von Öffentlichkeit und erfordern neue gesetzliche Rahmenbedingungen. In diesem Sammelband führen Expert:innen der Rechts- und Politikwissenschaften, der Soziologie und Datenwissenschaft in die Materie ein und weisen Wege zur Stärkung der Demokratie in der Digitalisierung.Mit Beiträgen vonMarco Almada, Dr. Ruben Bach, Dr. Stefan Brink, Prof. Dr. Johannes Buchheim, LL.M., Prof. Dr. Johannes Buchmann, Dr. Ricardo Campos, Prof. Dr. Christian Djeffal, Prof. Dr. Astrid Epiney, LL.M., Amaro Grassi, Dr. Julia Gurol, Prof. Ulrich Kelber, Prof. Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M., Prof. Dr. Frauke Kreuter, RA Nils Leopold, Ass.-Prof. Andrea Loreggia, Prof. Juliano Maranhao, PD Dr. Carsten Ochs, Prof. Dr. Alexander Peukert, Prof. Marco Aurélio Ruediger, Prof. Giovani Sartor, Prof. Dr. Indra Spiecker genannt Döhmann, LL.M., Prof. Dr. Gerald Spindler, Dr. Thorsten Thiel, Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Vesting, Kira Vogt LL.M., E.MA und Dr. Michael Westland, BA.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-8487-7483-8
- ISBN-Online
- 978-3-7489-3274-1
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Frankfurter Studien zum Datenschutz
- Band
- 64
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 374
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 14 Download Kapitel (PDF)
- Johannes Buchmann Download Kapitel (PDF)
- 1. Einleitung
- 2.1.1. Die Erweiterung der Infrastrukturen demokratischer Öffentlichkeiten
- 2.1.2. Koexistenz von Presse, Rundfunk und Plattformen
- 2.1.3. Die Macht von Plattformen
- 2.1.4. Gegenwärtiger Stand der Plattformregulierung
- 2.1.5. Herausforderungen
- 2.2.1. Chancen für die demokratische Öffentlichkeit
- 2.2.2. Informationsauswahl
- 2.2.3. Informationsbewertung
- 2.2.4. Pluralität
- 2.2.5. Zivilität
- 2.2.6. Herausforderungen
- 2.3.1. Vielstimmigkeit der Partizipationsmöglichkeiten
- 2.3.2. Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen und Bewegungen
- 2.3.3. Partizipationsmöglichkeiten durch Daten
- 2.3.4. Herausforderungen
- 2.4.1. Selbstbestimmte Entfaltung in digitalen Öffentlichkeiten
- 2.4.2. Beeinflussung in digitalen Öffentlichkeiten
- 2.4.3. Herausforderungen
- Kuratierungspraxis digitaler Informations- und Kommunikationsplattformen regulieren
- Internetangebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks stärken
- Forschung auf den Datenbeständen von Plattformen erleichtern
- Zivilität des Diskurses sicherstellen
- Demokratiefreundliches Design digitaler Technologien und Infrastrukturen fördern
- Entwicklung der Digital- und Medienkompetenz stärken
- Datenjournalismus fördern
- Digitale Beteiligung ausbauen
- Thorsten Thiel Download Kapitel (PDF)
- a) Kommunikation in der digitalen Öffentlichkeit
- b) Die Datafizierung digitaler Öffentlichkeit
- a) Demokratietheorie und digitale Öffentlichkeit
- b) Digitale Öffentlichkeit demokratisch gestalten
- Carsten Ochs Download Kapitel (PDF)
- 1. Einleitung
- 2. Deweys Problemöffentlichkeiten
- 3.1 Gegenstand der Demokratisierung: Soziotechnische Opazität
- 3.2 Verfahren der Demokratisierung: Formierung von Problemöffentlichkeiten der technoscience im Jenseits etablierter Institutionen
- 3.3 Trägergruppe der Demokratisierung: (Wie) Können aus Betroffenen Öffentlichkeiten werden?
- 4. Schluss
- Gerald Spindler Download Kapitel (PDF)
- I. Einleitung
- A. Funktionsweise und Arten von Plattformen
- B. Einfluss auf Meinungsbildung und demokratische Prozesse
- C. Verstärkung durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz
- A. Unterschiede gegenüber herkömmlichen Informations-Intermediären und Konvergenztendenzen
- B. Verantwortlichkeit der Informations-Intermediäre: Die (bisherige) Rolle der Haftungsfreistellungen nach Art. 12 ff. E-Commerce-RL
- a) Vertragsrecht und Grundrechtsbindung
- b) Persönlichkeitsrechtliche Ansprüche
- (a) Der Anwendungsbereich: Soziale Netzwerke - von der individuellen Kommunikation zur Massenkommunikation
- (b) Rechtswidrige Inhalte
- (c) Berichts- und Organisationspflichten, insbesondere Einrichtung eines Beschwerdemanagementsystems
- (d) Pflichten zur Löschung und Sperrungen
- (e) Verfassungsrechtliche Probleme
- (a) Rundfunk
- (b) Telemedien
- (1) AVMD-Richtlinie
- (a) Pflichten und Haftungsprivilegierungen für Host-Provider
- (i) Streitschlichtungssysteme
- (ii) Trusted flaggers
- (iii) Mitteilungs- und Publizitätspflichten
- (c) Vierte Stufe: Pflichten für besonders große Online-Plattformen
- (1) Der grundlegende Ansatz: Risikobasiert mit Regulierung für hoch-riskante KI
- (2) Anforderungen an hochriskante KI-Systeme
- B. Alternative: Soft Law und Selbstregulierungen?
- V. Vor- und Nachteile der verschiedenen Ansätze zur Regulierung
- VI. Fazit
- Ruben Bach, Frauke Kreuter Download Kapitel (PDF)
- 1. Einleitung
- 2. Politisches Microtargeting
- 3.1. Plattform-Online-Daten
- 3.2 Off-Plattform-Online-Daten
- 3.3 Offline-Daten
- 4. Zusammenfassung und Diskussion
- Ulrich Kelber, Nils Leopold Download Kapitel (PDF)
- 1. Einleitung
- a. Grundlagen
- b. Data Warehousing und Data Mining als Vorläufer von Big Data
- c. Konzepte des Scoring
- d. Big Data, Algorithmen und Künstliche Intelligenz
- e. Targeting und Microtargeting
- a. Beitrag zur Fragmentierung der Öffentlichkeit
- b. Addiction by Design – Engführung von Aufmerksamkeit auch per Oberflächengestaltung
- Die DSGVO als rechtlicher Rahmen
- a. EU-Vorschläge zur Regulierung des digitalen Sektors
- b. Privacy-by-Design als weiterhin möglicher Ausweg
- 6. Das Gutachten der Datenethikkommission
- 7. Ausblick
- Christian Djeffal Download Kapitel (PDF)
- A. Auf dem Weg zu sozialen Medien
- B. Bedeutung und Sinn der Kuratierung
- A. Technische Sphäre
- B. Sozio-technische Sphäre
- C. Governance-Sphäre
- III. Pfade von Regulierung und Verantwortlichkeit
- IV. Neue Pfade der Regulierung?
- V. Schlussbetrachtung
- Demokratie und Rechtsstaat im digitalen Zeitalter im Spiegel der verfassungsrechtlichen VorgabenSeiten 199 - 204 Astrid Epiney Download Kapitel (PDF)
- Thomas Vesting Download Kapitel (PDF)
- I. Einleitung
- II. Konrad Hesses Modell öffentlicher Meinungsbildung
- III. Der Organisationsmensch als Paradigma funktionaler Grundrechtsinterpretation
- IV. Die Garantie der Rundfunkfreiheit und die liberale Ordnung des Grundgesetzes
- V. Direkt zu den Leuten
- VI. Eine neuartige mediale Environmentalität
- VII. Was heißt das für das deutsche Medienrecht?
- VIII. Begünstigt Google eine Verstärkung gleichgerichteter Meinungen?
- IX. Regulierung von Medienintermediären – ohne Grundrechte?
- X. Schluss: Ein neue Medienverfassung für intelligente Computernetzwerke
- Alexander Peukert Download Kapitel (PDF)
- I. Entstehungsgeschichtlicher Kontext und Zweck des NetzDG 2017
- II. Inhalt des NetzDG 2017
- 1. Unmittelbare
- 2. Mittelbare
- IV. NetzDG 2021: Von der Durchsetzung des Strafrechts zur Plattformregulierung
- V. Ausblick: Vom NetzDG zum Digital Services Act
- Johannes Buchheim Download Kapitel (PDF)
- I. Einführung: Europäische Antwort auf systemische Risiken digitaler Vermittlungsdienste
- II. Grobüberblick
- 1. Fortschreibung bestehender Haftungsprivilegierungen
- 2. Verfahrensmäßige Abbildung mehrpoliger Konflikte um Nutzerinhalte
- 3. Gestaltung des digitalen Raums qua Verfahren
- 4. Selbstregulierung sehr großer Plattformen unter dem Auge der Öffentlichkeit
- 5. Durchsetzungsregime – nicht bereit für subjektive Rechte
- 1. Unterentwickelte Ansätze der Eindämmung von Fake News
- a) Kompetenzgerechte Beschränkung auf Verfahrensgestaltung
- b) Einheitlicher europäischer Verfahrensrahmen der Plattformregulierung
- c) Akzentverschiebungen: Einhegung der Plattformmacht statt effektiver Rechtsdurchsetzung
- d) Fortbestehen inhaltlicher Vorgaben der Mitgliedstaaten
- 3. Konfliktträchtiges Aufsichtsregime
- Stefan Brink, Kira Vogt Download Kapitel (PDF)
- Entwicklung des Datenschutzrechts in Europa
- Betroffenenrechte
- Verantwortlicher
- Fehlende Herstellerhaftung
- Modell DS-GVO
- Fazit
- Marco Ruediger, Amaro Grassi Download Kapitel (PDF)
- 1. Introduction,
- 2. Heading to election, the impact of “fake news”
- 3.1. The reach of fake news
- 3.2. Fact-checking
- 3.3. Suspicions and discussions about the electoral process
- 3.4. Bots and disinformation
- 3.5 The role of Youtube
- 3.6 Whatsapp, the “blind spot”
- 4. The after election
- 5. What to expect
- Ricardo Campos Download Kapitel (PDF)
- 1. Einführung
- 2. Die rechtliche Grundlage der Haftung der Intermediäre in Brasilien vor 2014
- 3. Die Veränderung der rechtlichen Grundlage der Haftung der Intermediäre in Brasilien durch das Marco Civil da Internet (2014)
- 4.1 Die neue Debatte um die Intermediäre Haftung in Brasilien: das brasilianische Gesetz für Freiheit, Verantwortung und Transparenz im Internet
- 4.2. Das Dekret („Medida Provisória“)
- 5. Fazit
- Marco Almada, Andrea Loreggia, Juliano Maranhão, Giovanni Sartor Download Kapitel (PDF)
- 1 Introduction
- 2 The European regulatory landscape
- 3 User-generated content and online harms
- 4 Content moderation and the challenges of automation
- 5 Concluding remarks
- Julia Gurol Download Kapitel (PDF)
- Einleitung: Chinas Digitaloffensive
- Internetregulierung als Mechanismus zur Wahrung autoritärer Stabilität
- Export eines autoritären Gegenmodells zum freien und offenen Internet als Mechanismus der Autokratieförderung
- „China goes global“: Chinesisch-Emiratische Verflechtungen im Bereich der Überwachungstechnologie
- Herausforderungen und Handlungsoptionen für liberale Demokratien
- Fazit und Ausblick
- Matthias C. Kettemann Download Kapitel (PDF)
- 1. Mehr Demokratie auf Plattformen
- 2. Neue Ansätze globaler KI-Regulierung
- 3. Schlussfolgerungen
- AutorenverzeichnisSeiten 373 - 374 Download Kapitel (PDF)




