Die Kindertransporte nach Großbritannien 1938/39
Sequenzielle Traumatisierungen und psychosoziale Langzeitfolgen- Autor:innen:
- Reihe:
- Haland & Wirth
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
1938/39: Zwischen den Novemberpogromen und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurden etwa 10.000 Kinder nach Großbritannien gebracht, um sie vor dem antisemitischen Terror zu retten. Wie erlebten sie diesen »Transport«, die Ausgrenzungserfahrungen zuvor, die wechselnden Pflegefamilien danach? Wie erinnern sie sich als häufig einzige Überlebende ihrer Familien daran? Maria Jäger zeigt, wie die Kinder von damals im Erzählen ihrer Lebensgeschichten aushandeln, Gerettete und möglicherweise Traumatisierte zugleich zu sein. Dabei brechen vielschichtige Erlebnisse im Detail wieder hervor. Mit ihrer kulturpsychologischen Studie öffnet die Autorin den eindimensionalen Blick auf Traumata als innerpsychische Verletzungen und verortet sie vielmehr an der Schnittstelle zwischen subjektivem Erleben und gesellschaftlichem Kontext. Es wird deutlich: Sequenzielle und von Menschen verursachte soziale Traumatisierungen bringen komplexe Anforderungen in Bezug auf ihre narrative Be- und Verarbeitung mit sich. Mithilfe autobiografischer Erzählungen können Wege gesucht und gefunden werden, diesen Herausforderungen zu begegnen, um Sinn herzustellen, Anerkennung für das erlebte Leid zu generieren und ein Gefühl von Subjektivität und Zugehörigkeit zurückzuerlangen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-8379-3425-0
- ISBN-Online
- 978-3-8379-6328-1
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Haland & Wirth
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 408
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Ein Leben lang Kind: Psychosoziale Langzeitfolgen gewaltvoller Geschichte/n Kein Zugriff Seiten 11 - 11
- Geleitwort Kein Zugriff Seiten 11 - 18
- 1 Einführung Kein Zugriff Seiten 19 - 28
- 2.1 Alltag in Nazi-Deutschland Kein Zugriff
- 2.2 Britische Flüchtlingspolitik Kein Zugriff
- 2.3 Historische Einordnung Kein Zugriff
- 3.1 Holocaustforschung und Child Survivors Kein Zugriff
- 3.2 Die Kindertransporte: Rettung vs. Traumatisierung Kein Zugriff
- 3.3 Desiderata Kein Zugriff
- 4 Formaltheoretische Grundbegriffe Kein Zugriff
- 5.1 Traumatheorien und ihre Entwicklung Kein Zugriff
- 5.2 Keilsons Studie sowie ihre Erweiterung und Würdigung Kein Zugriff
- 5.3 Ergänzende Perspektive auf kollektiv zugefügtes Leid: Das Soziale Trauma Kein Zugriff
- 6.1 Personale Identität Kein Zugriff
- 6.2 Gedächtnis, Erinnern, Geschichtsbewusstsein Kein Zugriff
- 6.3 Narrative Identität und historische Sinnbildung Kein Zugriff
- 7 Intergenerationalität Kein Zugriff
- 8 Zusammenführung: Die Kindertransporte als polyvalentes Erlebnis Kein Zugriff
- 9.1 Verstehen Kein Zugriff
- 9.2 Interpretieren Kein Zugriff
- 9.3 Gütekriterien Kein Zugriff
- 10.1 Erhebung Kein Zugriff
- 10.2 Aufbereitung und Auswertung Kein Zugriff
- 11.1.1 Elsa – »Well, to me the Kindertransports, looking back on it, it was an absolutely marvelous thing!« Kein Zugriff
- 11.1.2 Julia – »It was, it was awful. Most miserable time« Kein Zugriff
- 11.1.3 Beth – »And I think, while it’s sad to separate kids from families, I think it’s better to keep them alive« Kein Zugriff
- 11.2.1 Fallvignetten Kein Zugriff
- 11.2.2 Rekonstruktion der Erzählungen im Lichte der sequenziellen Traumatisierung Kein Zugriff
- 11.2.3 Ausgewählte Aspekte latenter Sinngehalte der Narrationen Kein Zugriff
- 11.3 Zusammenführung: Typologie der Erzählstrukturen – zwischen Kontinuität, Kontingenz und Ambivalenz Kein Zugriff
- 12.1 Rita, Kind eines Kindes Kein Zugriff
- 12.2 Unsagbares Leid der eigenen Mutter und Survivor’s Guilt Kein Zugriff
- 12.3 Stimmungen und Atmosphären im traumatisierten familiären Kontext Kein Zugriff
- 12.4 Das Schweigen brechen Kein Zugriff
- 12.5 Objekte, Artefakte und ihre bedeutungsvollen Symboliken Kein Zugriff
- 12.6 Zusammenführung: Narratives Umdeuten und Neu-Verhandeln Kein Zugriff
- 13.1 Zwischen öffentlichem Diskurs, erlebtem Leid und oktroyierter Dankbarkeit Kein Zugriff
- 13.2 Der Tod als ständiges, latentes Thema Kein Zugriff
- 14.1 Zum Potenzial einer kulturpsychologischen Erforschung (sequenziell) traumatisierender Erlebnisse Kein Zugriff
- 14.2 Trauma, Kultur und Bedeutung Kein Zugriff
- 15.1 Zum Potenzial einer heilsamen Wirkung des Erzählens Kein Zugriff
- 15.2 Zum Potenzial einer heilsamen Wirkung des Zuhörens Kein Zugriff
- 15.3 Über die, die nicht sprechen Kein Zugriff
- 16.1 Grenzen des narrativen Interviews Kein Zugriff
- 16.2 Forschungsethische Überlegungen Kein Zugriff
- 16.3 Reflexionen zur eigenen Standortgebundenheit Kein Zugriff
- 17 Fazit und Ausblick Kein Zugriff Seiten 383 - 386
- Literatur Kein Zugriff Seiten 387 - 402
- Anhang: Interviewleitfäden Kein Zugriff Seiten 403 - 406
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 407 - 408





