
Das fühlende Gedächtnis
Wie unser Gehirn Erinnerungen überschreibt – und warum das lebenswichtig ist- Autor:innen:
- |
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Unter Gedächtnis verstehen wir für gewöhnlich die Erlebnisse und Eindrücke aus der Vergangenheit, die sich vollständig und intakt in uns einschreiben und irgendwo in unserem Gehirn aufbewahrt werden - als Erinnerungen. Tatsächlich funktioniert unser Gedächtnis aber ganz anders. Jedes Mal, wenn wir eine Erinnerung abrufen, rekonstruieren und konstruieren wir das Erinnerte neu und passen es an die Situation an, in der es gerade gebraucht wird. Wir lassen weg, fügen hinzu, ändern Details, blenden aus. Diese unbewussten Verformungen sind jedoch kein Defekt - sie sind nützlich, ja lebensnotwendig. Ciara Greene und Gillian Murphy nehmen den Leser mit in die neueste Forschung, räumen mit gängigen Mythen auf und erklären, wie unser Gedächtnis wirklich funktioniert. Die Forschung hat gezeigt, dass unser Gedächtnis kein perfektes Abbild unseres Lebens abspeichert. Das mag auf den ersten Blick enttäuschend klingen: Wozu soll das Gedächtnis denn sonst gut sein, wenn es nicht korrekt aufzeichnet, was wir erleben und tun? Wenn wir uns jedoch fragen, wozu das Gedächtnis dient, könnte sich die Sache etwas anders darstellen. Genau wie unser Körper hat sich unser Gehirn über Jahrmillionen hinweg entwickelt. Die Evolutionstheorie geht davon aus, dass Eigenschaften, die die natürliche Auslese überlebt haben, vermutlich eine Anpassung darstellen und damit eine Art Überlebens- oder Reproduktionsvorteil mit sich bringen... Unser Gedächtnisapparat birgt gewisse Herausforderungen, doch er hat auch viele Vorzüge, weil er uns zum Beispiel hilft, eine kohärente Identität aufrechtzuerhalten, soziale Beziehungen zu pflegen und uns mögliche Zukunftsszenarien bildhaft auszumalen. Die mentalen Fähigkeiten, die uns dies ermöglichen, haben sich in der fernen Vergangenheit entwickelt, doch sie helfen uns noch heute, uns an ganz neue Situationen anzupassen.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-406-84403-4
- ISBN-Online
- 978-3-406-84406-5
- ePub ISBN
- 978-3-406-84405-8
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 239
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Cover Kein Zugriff
- Titel Kein Zugriff
- Impressum Kein Zugriff
- Widmung Kein Zugriff
- Inhalt Kein Zugriff
- 1 Worum es in diesem Buch geht Kein Zugriff Seiten 9 - 18
- 2 Was ist das Gedächtnis? Kein Zugriff Seiten 19 - 38
- 3 Warum es gut ist, zu vergessen Kein Zugriff Seiten 39 - 53
- 4 Warum wir keine besseren Augenzeugen sind Kein Zugriff Seiten 54 - 80
- 5 Warum sich unsere Erinnerung durch neue Informationen verändert Kein Zugriff Seiten 81 - 97
- 6 Warum wir Erinnerungen erfinden Kein Zugriff Seiten 98 - 124
- 7 Warum niemand vor falschen Erinnerungen sicher ist Kein Zugriff Seiten 125 - 139
- 8 Was Emotionen mit unseren Erinnerungen machen Kein Zugriff Seiten 140 - 163
- 9 Wie Erinnerung in der digitalen Welt funktioniert Kein Zugriff Seiten 164 - 178
- 10 Was unser fehlerhaftes Gedächtnis für unser Verhalten bedeutet Kein Zugriff Seiten 179 - 194
- 11 Wie die Manipulation von Erinnerungen ethisch vertretbar werden kann Kein Zugriff Seiten 195 - 207
- 12 Was das alles für Sie bedeutet Kein Zugriff Seiten 208 - 214
- Dank Kein Zugriff Seiten 215 - 216
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Bildnachweis Kein Zugriff
- Register Kein Zugriff
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 238 - 238
- Vita Kein Zugriff Seiten 239 - 239

