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Das Irrtumsrisiko bei den Ausnahmen des völkerrechtlichen Gewaltverbotes
- Authors:
- Publisher:
- 2020
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Bibliographic data
- Copyright year
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-8487-7844-7
- ISBN-Online
- 978-3-7489-2254-4
- Publisher
- Nomos, Baden-Baden
- Series
- Kölner Schriften zum Friedenssicherungsrecht - Cologne Studies on International Peace and Security Law - Études colonaises sur le droit de la paix et de la sécurité internationale
- Volume
- 13
- Language
- German
- Pages
- 580
- Product type
- Book Titles
Table of contents
ChapterPages
- Titelei/InhaltsverzeichnisPages 1 - 24 Download chapter (PDF)
- EinleitungPages 25 - 28 Download chapter (PDF)
- a) Die Existenz materiell-rechtlicher Grenzen in Art. 39 UNC
- b) Negativer oder positiver Friedensbegriff
- c) Anforderungen an das Störerverhalten
- 2. Antizipiertes Selbstverteidigungsrecht
- 3. (Unilaterale) humanitäre Intervention
- 4. Rettung von Staatsangehörigen
- 1. Irrtum
- 2. Fehlverdacht
- 3. Fehlprognose
- 4. Terminologisches
- a) Vermeidbarkeit des Irrtums
- b) Hinreichende Wahrscheinlichkeit beim Fehlverdacht
- c) Mitzuständigkeit des Opferstaates für die Fehlvorstellung
- d) Die Fehlvorstellung über innere Tatsachen – ein Sonderfall?
- e) Schlussfolgerung: Die zu untersuchenden Konstellationen
- 2. Faktoren bei Gewaltanwendungen im kollektiven Sicherheitssystem
- a) Selbstverteidigungsrecht des Opferstaates
- b) Beteiligung von Drittstaaten
- c) Staatenverantwortlichkeit
- 2. Gewaltanwendungen im kollektiven Sicherheitssystem
- I. Fehlvorstellungen im ius in bello
- II. Fehlvorstellungen im Recht der Menschenrechte
- III. Fehlvorstellungen im Recht der Staatenverantwortlichkeit
- IV. Fehlvorstellungen im Umwelt- und Gesundheitsvölkerrecht
- V. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
- I. Ausgangspunkt: Das Verhältnis des nationalen Rechts zum Völkerrecht
- 1. Berücksichtigung nationalen Rechts als allgemeinen Rechtsgrundsatz
- 2. Berücksichtigung bei der Entstehung von Völkergewohnheitsrecht
- 3. Berücksichtigung als normatives Auslegungskriterium der UNC
- 4. Die Analogie als eigene Rechtsquelle
- I. Grundlagen der Unterscheidung im nationalen Recht
- II. Relevanz für Fehlvorstellungen
- III. Die kollektive Gewaltbefugnis als völkerrechtliches Amtsrecht
- a) Der Einwand der fehlenden gemeinsamen normativen Grundlage
- b) Der Einwand der Unvergleichbarkeit mit strafrechtlichen Erlaubnissätzen
- c) Der Einwand der Besonderheiten des ius contra bellum
- 2. Die humanitäre Intervention
- 3. Die Rettung eigener Staatsangehöriger
- I. Ex-post-Beurteilung
- II. Objektive ex-ante-Beurteilung
- III. Vollständig subjektive Beurteilung
- I. Die Relevanz des vor 1945 geltenden Gewohnheitsrechts
- 1. Vorrang der Charta bei Unvereinbarkeit mit früherem Gewohnheitsrecht
- a) Verdrängung anderer Erlaubnissätze als das Selbstverteidigungsrecht
- b) Fortbestand einiger Formen des individuellen Selbstverteidigungsrechts
- 1. Einfluss der späteren Praxis auf das speziellere Chartarecht
- 2. Einfluss der späteren Praxis auf das chartakonkretisierende Gewohnheitsrecht
- 3. Gewichtungsregeln
- I. Zur Auswahl und Bewertung der Staatenpraxis
- a) Der Marianna-Flora-Vorfall (1826)
- b) Der Dogger-Bank-Vorfall (1904)
- c) Die Durchsuchungen der Jessie, Thomas F. Bayard und Pescawha (1909)
- a) Der Waima-Vorfall (1893)
- b) Der Maziua-Vorfall (1914)
- c) Der Kling-Vorfall (1921)
- d) Der griechisch-bulgarische Grenzzwischenfall (1925)
- e) Der Mukden-Vorfall (1931)
- 3. Völkerrechtliche Verträge
- 4. Zwischenergebnis
- a) Der Sechstagekrieg (1967)
- b) Der israelische Luftangriff auf den Osirak-Reaktor (1981)
- c) Der Irakkrieg (2003)
- d) Zwischenergebnis
- (1) Enthält Art. 2 (4) UNC eine allgemeine Erheblichkeitsschwelle?
- (2) Abgrenzung von Gewalt und Polizeimaßnahmen
- (3) Zwischenergebnis
- bb) Geringfügige Gewaltanwendungen und Art. 51 UNC
- aa) Abschuss von Cathay Pacific VR-HEU durch China (1954)
- bb) Abschuss von El Al Flight 402 durch Bulgarien (1955)
- cc) Abschuss von Libyan Arab Airlines Flight 114 durch Israel (1973)
- dd) Abschuss von Korean Air Lines Flight 902 durch die Sowjetunion (1978)
- ee) Abschuss von Korean Air Lines Flight 007 durch die Sowjetunion (1983)
- ff) Abschuss von Iran Air Flight 655 durch die USA (1988)
- gg) Abschuss von Malaysia Airlines Flight 17 über der Ukraine (2014)
- hh) Abschuss von Ukraine International Airline Flight 752 durch den Iran (2020)
- aa) Der Golf-von-Tonkin-Vorfall (1964)
- bb) Der Angriff auf die USS Liberty (1967)
- cc) Der Angriff auf die USS Stark (1987)
- dd) Maritime Interception Operations
- d) Gewaltanwendungen in der US-Iran-Krise 2019
- e) Zwischenergebnis
- a) Der Angriff auf die sudanesische Pharmafabrik Al-Schifa (1998)
- b) Weitere Fälle vermuteter Verantwortlichkeit für ein Attentat
- c) Das Abfangen eines libyschen Flugzeugs mit syrischen Offiziellen (1986)
- d) Zwischenergebnis
- 4. Fehlvorstellungen bei Cyberangriffen
- a) Nationale Sicherheitsstrategien
- b) Jüngere Stellungnahmen der USA, Großbritanniens und Australiens
- a) Der Mayaguez-Vorfall (1975)
- b) Die Operation Entebbe (1976)
- c) Zwischenergebnis
- 7. Fehlvorstellungen bei der humanitären Intervention
- 8. Ergebnis zur Staatenpraxis
- 1. Deutschland
- 2. Frankreich
- 3. USA
- 4. Vereinigtes Königreich
- 5. China
- 6. Russland
- 7. Völkerstrafrecht
- 8. Zwischenergebnis
- II. Schlussfolgerungen für die Fragestellung
- a) Wortlaut
- b) Systematik
- c) Telos
- d) Genetik
- e) IGH-Rechtsprechung
- f) Zwischenergebnis
- 2. Rettung von Staatsangehörigen
- 3. Humanitäre Intervention
- 1. Bedeutung
- 2. Wortlaut, Systematik und Telos
- 1. Animus aggressionis beim Aggressionsverbot
- 2. Handlungsunrecht beim bewaffneten Angriff
- a) Das Gewaltverbot als Verhaltensnorm: Auslegung und Konsequenz
- b) Weitere Indizien für ein Handlungsunrechtserfordernis
- c) Art des verlangten Handlungsunrechts: Vorsatz oder Sorgfaltswidrigkeit?
- 4. Das subjektive Element bezüglich des Fehlens rechtfertigender Umstände
- 5. Der Sonderfall des hinreichend wahrscheinlichen Fehlverdachts
- 1. Geltung des Clean-Hands-Prinzips
- 2. Inhalt und Anwendung des Clean-Hands-Prinzips auf Fehlvorstellungen
- V. Gesamtauslegungsergebnis
- 1. Die Pflicht zur Sachverhaltsaufklärung
- 2. Auswahl und Arten berücksichtigungsfähiger Indizien
- 1. Grundlagen
- 2. Die Rationalität der staatlichen Überzeugungsbildung als Mindestanforderung
- 3. Abgrenzung von Erfahrungssätzen und Vorurteilen
- III. Überschreitung der hinreichenden Wahrscheinlichkeitsschwelle
- IV. Reichweite der Subjektivierung bei Indizienermittlung und -würdigung
- 1. Beweislast
- 2. Beweismaß
- II. Nachprüfung der Indizienwürdigung
- III. Pflicht zur Offenlegung der Indizien und Geheimhaltungsinteressen
- I. Grundlagen zur Wissens- und Verschuldenszurechnung
- II. Die Relevanz des Entscheidungsträgers und weiterer Staatsorgane
- III. Abgrenzung zwischen Entscheidungsträgern und anderen Organen
- IV. Entscheidungen durch staatliche Kollektivorgane
- V. Zwischenergebnis: Präzisierungen zum unilateralen Irrtumsrisiko
- 13. Kapitel: Der Meinungsstand in der Literatur
- 1. Die Spanische Frage (1946)
- 2. Das Arbeitspapier des Generalsekretärs zur UN-Palästina-Kommission (1948)
- 3. Der Korea-Konflikt (1950–1951)
- 4. Der Südrhodesien-Konflikt (1965–1966)
- 5. Zwischenergebnis
- 1. Die Lockerbie-Resolutionen 731 und 748 (1992)
- 2. Die Mubarak-Resolutionen 1044 und 1054 (1996)
- 3. Die Resolution 1267 gegen die Taliban (1999)
- 4. Die Resolution 1530 nach den Anschlägen von Madrid (2004)
- 5. Die Hariri-Resolution 1636 (2005)
- a) Der gescheiterte Resolutionsentwurf S/2017/172 (Februar 2017)
- b) SR-Debatten zwischen Februar 2017 und Mai 2020
- 7. Zwischenergebnis
- a) Resolution 1441 zum Irak und anschließende Debatten (2002–2003)
- b) Reaktionen auf die Aufdeckung des Irrtums
- 2. Der Fall Iran (2006–2010)
- IV. Gezielte Sanktionen gegen Individuen
- V. Ergebnis zur Staatenpraxis
- 1. Die Beschlüsse und Sondervoten zum Erlass vorsorglicher Maßnahmen (1992)
- a) Die libysche Position
- b) Die britische Position
- c) Die amerikanische Position
- 3. Die Mehrheits- und Sondervoten zu den Preliminary Objections (1998)
- 4. Zusammenfassende Würdigung
- II. Weitere Fälle
- III. Zwischenergebnis
- 1. Deutschland
- 2. Frankreich
- 3. USA
- 4. Vereinigtes Königreich
- 5. China
- 6. Russland
- 7. Zwischenergebnis
- II. Schlussfolgerungen
- I. Die Irrelevanz der ex-post-Perspektive
- 1. Bezugspunkt des Einschätzungsspielraums
- a) Willkürverbot
- b) Verbot des Missbrauchs von Befugnissen
- c) Der SR als Kollektivorgan
- 3. Zwischenergebnis: Die Bedeutung des Einschätzungsspielraumes für Fehlvorstellungen
- 1. Die Verzahnung prozessualer mit materiell-rechtlichen Anforderungen
- 2. Relevante Rechtsquellen
- a) Das Vetorecht, Art. 27 (3) UNC
- b) Sorgfältige Sachverhaltsermittlung
- c) Rechtliches Gehör des betroffenen Staates
- d) „Unschuldsvermutung“?
- e) Transparenz des Entscheidungsprozesses und Geheimhaltungsinteressen
- f) Begründung der Entscheidung?
- g) Zwischenergebnis
- IV. Gesamtauslegungsergebnis
- Zusammenfassung und SchlussbemerkungPages 517 - 520 Download chapter (PDF)
- SummaryPages 521 - 526 Download chapter (PDF)
- LiteraturverzeichnisPages 527 - 580 Download chapter (PDF)




