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Die extraterritoriale Anwendbarkeit des UN-Sozialpakts im Zeitalter der Globalisierung
Eine völkerrechtliche Untersuchung von Jurisdiktion, Umfang und Durchsetzung extraterritorialer Menschenrechtspflichten von Staaten aus dem UN-Sozialpakt- Authors:
- Series:
- Beiträge zum ausländischen öffentlichen Recht und Völkerrecht, Volume 306
- Publisher:
- 2024
Summary
This open access book examines if states are bound by the ICESCR in case of domestic measures with extraterritorial effects on economic and social human rights of individuals abroad. For states to meet the challenges posed by globalisation, it addresses the circumstances under which such effects can be considered human rights infringements. The book reveals that international law rules and jurisprudence are not sufficiently equipped to deal with questions of human rights and their extraterritorial application. It develops a new approach of ‘threshold criteria’ that may trigger extraterritorial obligations of states under the ICESCR and explores their substantive scope and enforcement on the basis of case studies.
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Bibliographic data
- Copyright year
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8487-8090-7
- ISBN-Online
- 978-3-7489-2508-8
- Publisher
- Nomos, Baden-Baden
- Series
- Beiträge zum ausländischen öffentlichen Recht und Völkerrecht
- Volume
- 306
- Language
- German
- Pages
- 388
- Product type
- Book Titles
Table of contents
ChapterPages
- Titelei/InhaltsverzeichnisPages 1 - 16 Download chapter (PDF)
- AbkürzungsverzeichnisPages 17 - 20 Download chapter (PDF)
- A. Forschungsanlass: Extraterritoriale Wirkungen innerstaatlicher Maßnahmen auf soziale Menschenrechte Pages 21 - 37 Download chapter (PDF)
- B. Forschungsfrage und MethodePages 38 - 42 Download chapter (PDF)
- I. Extraterritoriale Anwendung von Menschenrechtsverträgen
- II. Extraterritoriale Pflicht
- III. Kriterium zur Bestimmung der Extraterritorialität im Menschenrechtsbereich
- D. Praktische Relevanz der ForschungsfragePages 52 - 57 Download chapter (PDF)
- E. Gang der UntersuchungPages 58 - 60 Download chapter (PDF)
- I. Problemstellung
- 1. Zunahme von nicht-territorial gebundenem Staatshandeln im Ausland
- 2. Fallgruppen extraterritorialen Handelns
- a. Räumliche Reichweite staatlichen Handelns
- b. Handlungs- und Erfolgsort einer Menschenrechtsbeeinträchtigung
- c. Adressatenkreis
- III. Folgerungen: Die Notwendigkeit der Entkopplung extraterritorialer Pflichten von territorialbezogener Hoheitsrechtsausübung
- I. Beeinträchtigungen durch physische Anwesenheit im Ausland
- II. Beeinträchtigungen durch extraterritoriale Wirkungen innerstaatlicher Maßnahmen
- 1. Agrardumping in Ghana und Kamerun
- 2. Handelsliberalisierende Maßnahmen in Honduras
- 3. Privatisierung des Bildungswesens in Marokko
- 4. Politische Lobbyarbeit in China
- 5. Humanitäre Hilfe in Guinea, Liberia und Sierra Leone
- C. Fazit
- I. Problemstellung
- II. Abwesenheit einer Jurisdiktionsklausel im UN-Sozialpakt
- 1. Völkerrechtliche Auslegung von Art. 2 Abs. 1 UN-Sozialpakt
- 2. Dynamisch-evolutive Auslegung von Art. 2 Abs. 1 UN-Sozialpakt
- IV. Praxis des UN-Sozialausschusses zu extraterritorialen Menschenrechtspflichten
- V. Ergebnis der Auslegung von Art. 2 Abs. 1 UN-Sozialpakt
- I. Grundpflichten der Staaten aus Art. 2 Abs. 1 UN-Sozialpakt
- 1. Die Pflichtentrias: „Duty to respect, protect and fulfil“
- a. Extraterritoriale Achtungspflicht
- b. Extraterritoriale Schutzpflicht
- c. Extraterritoriale Gewährleistungspflicht
- 1. Pflicht zur progressiven Realisierung
- 2. Sofort umzusetzende Verpflichtungen
- 3. Kernverpflichtungen
- 4. Das Prinzip der Nicht-Regression
- 5. Verfahrenspflichten
- C. Fazit
- A. Problemstellung
- I. Die Jurisdiktion im allgemeinen Völkerrecht und die „menschenrechtliche“ Jurisdiktion
- II. Bedeutung des Trennungsprinzips
- III. Menschenrechtliche Jurisdiktion als Schwellenkriterium
- 1. Die Haltung des EGMR
- 2. Die Zurückhaltung des EGMR hinsichtlich extraterritorialer Wirkungen innerstaatlicher Maßnahmen
- 1. Gutachten 23/17 des IAGMR
- 2. Allgemeine Bemerkung Nr. 36 des UN-Menschenrechtsausschusses
- I. Implizite Übernahme des Konzepts der Jurisdiktion durch den UN-Sozialausschuss
- II. Jurisdiktion als dehnbares Schlüsselkonzept
- III. Erfordernis eines funktionalen Verständnisses von Jurisdiktion
- IV. Mindestanforderung: Verbindung zwischen handelndem Staat und betroffenem Individuum im Ausland
- E. Fazit
- A. Problemstellung
- I. „Faktische“ Verbindung zwischen Staat und Individuum im Ausland
- II. „Normative“ Verbindung zwischen Staat und Individuum im Ausland
- III. Bewertung
- I. Kontrolle
- II. Einflussnahme
- III. Kapazität
- D. Die Pflichtenverteilung zwischen Territorialstaat und extraterritorial verpflichtetem Staat
- E. Fazit
- A. Problemstellung
- B. Praxis des UN-Sozialausschusses zur extraterritorialen Achtungspflicht
- I. Die konzeptuelle Trennung negativer und positiver Pflichten hinsichtlich ihrer räumlichen Reichweite
- 1. Irrelevanz effektiver Kontrolle
- 2. Effektive wirtschaftliche Kontrolle
- a. Kontrolle der extraterritorialen Auswirkungen einer geplanten Maßnahme im innerstaatlichen Entscheidungsverfahren
- b. Voraussetzungen für die Bestimmung der Kontrolle im innerstaatlichen Entscheidungsverfahren
- D. Die Problematik des „extraterritorialen Eingriffs“ in soziale Menschenrechte
- I. Mögliche inhaltliche Dimensionen
- II. Extraterritoriale Unterlassungspflicht als Ausnahme
- III. Voraussetzungen einer extraterritorialen Unterlassungspflicht nach dem UN-Sozialpakt
- IV. Die inhaltliche Reichweite einer extraterritorialen Achtungspflicht bei nicht individualisierbaren Beeinträchtigungen
- 1. Die Rechtsnatur der Berücksichtigungspflicht
- 2. Teilelemente der Berücksichtigungspflicht
- 1. Prozedurale Pflichten, insbesondere Beteiligungsrechte der Betroffenen im Ausland
- 2. Die Bestimmung des extraterritorial betroffenen Individuums
- III. Die Berücksichtigungspflicht bei der Ermessensausübung
- G. Fazit
- A. Problemstellung
- I. Grenzüberschreitende Wirtschaftsaktivitäten
- II. Zugehörigkeit eines Unternehmens zum Heimatstaat nach nationalem Recht
- III. Regulierung
- I. Ausgangslage: „Weiche“ völkerrechtliche Vorgaben zur Regulierung von Wirtschaftsunternehmen
- II. Regulierungspflicht aus dem UN-Sozialpakt
- 1. Erlass rechtsverbindlicher Normen zur Erfüllung der Schutzpflicht?
- 2. Die Anwendung des Untermaßverbots zur Eingrenzung des Ermessensspielraums
- I. Berechtigung zur Regulierung von Auslandssachverhalten
- II. „Verstaatlichung“ einer Unternehmenshandlung durch Zurechnung
- 1. Keine menschenrechtliche Rechtspflicht nach den UN-Leitprinzipien
- a. Entwicklungstrends im Hinblick auf extraterritoriale Schutzpflichten
- b. Rechtspolitische Erwägungen in der Allgemeinen Bemerkung Nr. 24 zu Unternehmen
- 1. Erweiterte Flexibilität des Auslösekriteriums bei dreipoligen Verantwortungskonstellationen
- 2. „Entscheidende“ Einflussnahme
- II. „Faktische“ Einflussmöglichkeit auf Unternehmen mit „Staatszugehörigkeit“
- F. Staatenpraxis zur Regulierung unternehmerischer Auslandsaktivitäten
- G. Fazit
- A. Problemstellung
- B. De lege lata: „Corporate Responsibility“ zur Beachtung internationaler Menschenrechte
- I. Argumente für und gegen eine unmittelbare Bindung von Unternehmen an internationale Menschenrechtsverträge
- II. Mögliche unmittelbare Bindung von Unternehmen an den UN-Sozialpakt
- I. Völkerrechtsabkommen sui generis zu Unternehmen und Menschenrechten
- II. Internationale Investitionsschutzabkommen
- III. Wirtschaftsvölkerrechtliche Rechtsprechung zu unmittelbaren Menschenrechtspflichten von Unternehmen
- E. Auslösekriterium für potenzielle Menschenrechtspflichten von Unternehmen: „Sphere of Influence“
- F. Fazit
- A. Problemstellung
- B. Die Praxis des UN-Sozialausschusses
- C. Kapazität als Auslösekriterium für die extraterritoriale Gewährleistungspflicht
- I. Extraterritoriale Pflicht zur Hilfeleistung?
- II. Pflicht zur Annahme von Hilfeleistung?
- III. Zwischenstaatliche Kooperationspflichten
- E. Fazit
- A. Problemstellung
- I. Menschenrechtsverletzung aufgrund extraterritorialer Auswirkungen innerstaatlicher Maßnahmen?
- II. Nicht „individualisierbare“ Menschenrechtsbeeinträchtigungen
- C. Das Erfordernis eines Kausalzusammenhangs zur Feststellung einer extraterritorialen Menschenrechtsverletzung
- I. Individualbeschwerdeverfahren
- II. Staatenberichtsverfahren
- E. Fazit
- § 11: Folgerungen: Die extraterritoriale Anwendbarkeit des UN-SozialpaktsPages 339 - 346 Download chapter (PDF)
- Agrardumping in Ghana und Kamerun
- Handelsliberalisierende Maßnahmen in Honduras
- Privatisierung des Bildungswesens in Marokko
- Politische Lobbyarbeit in China
- Humanitäre Hilfe in Guinea, Liberia und Sierra Leone
- LiteraturverzeichnisPages 357 - 376 Download chapter (PDF)
- EntscheidungsverzeichnisPages 377 - 382 Download chapter (PDF)
- DokumentenverzeichnisPages 383 - 388 Download chapter (PDF)




