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Die verfassungskonforme Fortbildung verfassungswidriger Parlamentsgesetze
- Authors:
- Series:
- Schriften des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität zu Köln, Volume 142
- Publisher:
- 2026
Summary
Jakob Schneck answers the frequently examined question, how courts should deal with unconstitutional parliamentary statutes, in an unprecedented way: he underpins declarations of voidness and incompatibility by the German Federal Constitutional Court as well as constitution-conformant "reinterpretations" with a method for developing constitution-conformant judge-made law. By methodologically reformulating the previous case law, he is able to legitimize it in principle. Yet he also reveals how court rulings can be improved in detail. The author reaches his conclusions through a determinedly subjective-historical theory of legal interpretation that builds on Philipp Heck's jurisprudence of interests.
Keywords
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Bibliographic data
- Copyright year
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-7560-3589-2
- ISBN-Online
- 978-3-7489-6648-7
- Publisher
- Nomos, Baden-Baden
- Series
- Schriften des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität zu Köln
- Volume
- 142
- Language
- German
- Pages
- 434
- Product type
- Book Titles
Table of contents
ChapterPages
- Vorwort No access
- I. Ziel und Anspruch der Untersuchung: Eine funktionierende Methode der gerichtlichen Entscheidungsermittlung No access
- II. Die Pflicht zur systemkonformen Entscheidung und die drei Prinzipien der Normkonfliktlösung im Mehrebenensystem No access
- 1. Eingrenzung auf verfassungswidrige Parlamentsgesetze No access
- 2. Eingrenzung auf materiell verfassungswidrige Parlamentsgesetze No access
- IV. Ansatz und Gang der Untersuchung No access
- a) „Ersatzlosigkeit“ der Nichtigerklärung No access
- b) Teilnichtigerklärung No access
- c) Begrenzung der Rechtswirkungen gemäß § 79 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG No access
- d) Irrelevanz der Kontroverse um die Nichtigkeit bzw. Vernichtbarkeit verfassungswidriger Parlamentsgesetze No access
- 2. Beispiele aus der Entscheidungspraxis No access
- a) Rigide Wirkung der ersatzlosen Nichtigerklärung No access
- b) Regelmäßig keine „Heilung“ durch „Wiederaufleben“ einer Altregelung No access
- 1. Einführung: Eine „Palette“ diverser Entscheidungsvarianten No access
- a) Wesentliche Rechtswirkungen No access
- b) Beispiele aus der Entscheidungspraxis No access
- aa) Lediglich geringer Mehrwert für die Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers No access
- bb) Phänotypische Nähe zum référé législatif und einfachgesetzliche Anerkennung No access
- cc) Grundrechtliche Einwände: Rechtsunsicherheit und Rechtsschutzverzögerung No access
- dd) Erster staatsorganisationsrechtlicher Einwand: Fehlende Rechtsgrundlage und Durchsetzbarkeit der Verpflichtung zur Neuregelung No access
- ee) Zweiter staatsorganisationsrechtlicher Einwand: Auflösung von Regelungsdefiziten als Bestandteil der fachgerichtlichen Entscheidungsbefugnis und -pflicht No access
- d) Vorläufige Schlussfolgerungen No access
- a) Wesentliche Rechtswirkungen No access
- b) Beispiele aus der Entscheidungspraxis No access
- aa) Fehlende explizite gesetzliche Grundlage No access
- bb) Ein Topos verdeckter Rechtsfortbildung No access
- cc) Regelmäßig fachgerichtliche Zuständigkeit zur Fortbildung einfachgesetzlichen Rechts No access
- d) Vorläufige Schlussfolgerungen No access
- aa) Insbesondere: Konstitutive oder deklaratorische Wirkung? No access
- bb) Insbesondere: „Echte“ oder „unechte“ Weitergeltungsanordnung? No access
- b) Beispiele aus der Entscheidungspraxis No access
- aa) Zum Konflikt der „echten“ nichtmodifizierenden Weitergeltungsanordnung mit Art. 20 Abs. 3 Hs. 1 GG No access
- 1) Irrelevanz einer möglichen einfachgesetzlichen Anerkennung im BVerfGG No access
- (a) Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers No access
- (1) Topoi überwiegender Rechtsgüter in der Entscheidungspraxis No access
- (2) Unzutreffende Prämisse: Ersatzloser Entfall als einzige Alternative No access
- (3) Vorrangige Alternative: Verfassungskonforme Rechtsfortbildung No access
- (4) Tatsächliche und rechtliche Grenzen der gerichtlichen Ersatznormbildung No access
- (5) Keine Notwendigkeit für „echte“ Weitergeltungsanordnungen No access
- cc) Probleme einer „unechten“ nichtmodifizierenden Weitergeltungsanordnung No access
- d) Vorläufige Schlussfolgerungen No access
- a) Rechtswirkungen vergleichbar zur Umdeutung im Wege der Unvereinbarerklärung mit modifizierender Weitergeltungsanordnung (Variante 2b) No access
- aa) Keine qualitative Teilnichtigkeit infolge verfassungskonformer Auslegung No access
- 1) Wortlaut und Entstehungsgeschichte des Art. 100 Abs. 1 GG No access
- 2) Identische Bewertung bei fortentwickeltem methodologischem Verständnis No access
- 3) Unterbindung von Rechtszersplitterung durch die obersten Bundesgerichte No access
- 4) Konvergenz zwischen Zuständigkeit zur verfassungskonformen Auslegung und Reichweite der qualitativen Teilnichtigkeit No access
- cc) Schlussfolgerung: Vermeidung contra Auflösung eines Normkonflikts No access
- a) Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts No access
- b) Entscheidungen der Fachgerichte No access
- c) Insbesondere: Die Umdeutung der sog. Kleinbetriebsklausel No access
- aa) Insbesondere: Verfassungskonforme Reduktion als verdeckte Rechtsfortbildung No access
- bb) Insbesondere: Verfassungskonforme periphere Normkorrekturen als verdeckte Rechtsfortbildung No access
- 1) Negative Präzedenzwirkung der BVerfG-Rspr. zur Zulässigkeit konkreter Normenkontrollverfahren No access
- 2) Entscheidungsunerheblichkeit der Vorlage bei im Ergebnis dem Gesetzgeberwillen entsprechender verfassungskonformer Fortbildung No access
- 3) Verfassungsänderung zur Entlastung des Bundesverfassungsgerichts? No access
- bb) Verstoß des Bundesverfassungsgerichts gegen die fachgerichtliche Auslegungs- und Rechtsfortbildungshoheit No access
- 4. Vorläufige Schlussfolgerungen No access
- 1. Praxistaugliche Resultate No access
- 2. Verdeckte Normderogationen und Rechtsfortbildungen No access
- 3. Vermischung der Umdeutungsvarianten und innerjudikative Kompetenzüberschreitungen No access
- a) Einerseits: Renaissance der Methodenlehre nach der Jahrtausendwende No access
- b) Andererseits: Nach wie vor mangelnde methodologische Stabilität No access
- a) Zum Problem der methodischen Aporie No access
- b) Erstes Axiom: Normative Wirkkraft der Rechtsordnung unter dem Grundgesetz No access
- c) Zweites Axiom: Ausrichtung der Methode der Entscheidungsermittlung am Willen des Verfassunggebers No access
- 3. Zum Ziel der weiteren methodologischen Grundlegung No access
- 1. Rechtsprechung als historisch tradiertes Mittel zur Befriedung von Interessenkonflikten No access
- 2. Aufgabenzuweisung als Verpflichtung No access
- a) Zur Unterscheidung zwischen Justizgewährungsanspruch, Rechtsverweigerungsverbot und Gesetzesbindung No access
- aa) Das tatsächliche Element im Rechtsverweigerungsverbot No access
- bb) Das rechtliche Element im Rechtsverweigerungsverbot No access
- c) Schlussfolgerung: Verpflichtung zur Rechtsfortbildung, soweit es an einer gesetzlichen Regelung fehlt No access
- 1. Strenge Gesetzesbindung jedenfalls in der Normalsituation No access
- a) Der Kern der Gesetzesbindung: Maßstabsbindung No access
- aa) Das Postulat der möglichst effektiven und weitreichenden Rückbindung der Rechtsprechung an den Willen des Gesetzgebers No access
- 1) Das hermeneutische Problem: Unterscheidung zwischen „eingelegtem“ und „ausgelegtem“ Norminhalt No access
- 2) Der „Wille des Gesetzgebers“ als demokratiekonstitutive Fiktion No access
- 3) Keine geeigneten Alternativen No access
- 4) Schlussfolgerung: Unterscheidung zwischen potenziellem und mutmaßlichem Willen des Gesetzgebers No access
- aa) Keine Wortlautgrenze aus Art. 20 Abs. 3, Art. 97 Abs. 1 GG No access
- bb) Keine Wortlautgrenze aus Art. 82 Abs. 1 Satz 1 GG No access
- cc) Keine Wortlautgrenze aus Gründen der Vorhersehbarkeit No access
- dd) Schlussfolgerung: Die Wortlautgrenze als verfassungsrechtlich irrelevantes Störfeuer einer voluntaristischen Entscheidungsermittlung No access
- d) Schlussfolgerung: Auslegung als zweistufiger, wertender Prozess zur Ermittlung des mutmaßlichen Willens des Gesetzgebers No access
- a) Die Unterscheidung zwischen systemorientierter und systemkonformer Auslegung No access
- b) Tatbestand und Rechtsfolge der systemkonformen Auslegung No access
- c) Schlussfolgerung: Auslegung im Mehrebenensystem als dreistufiger Prozess zur Ermittlung des mutmaßlichen Willens des Gesetzgebers No access
- aa) Die gängige Lückendefinition: nicht mehr zeitgemäß und beliebig No access
- bb) Eigener Ansatz: Regelungslücke bei nicht vollständig gesetzlich determinierter Entscheidungssituation No access
- cc) Fallgruppen derartiger Regelungslücken No access
- 1) Zum Status quo ante der Lückendogmatik: keine spezifische Berücksichtigung der Normderogation No access
- (a) Insbesondere: Normative Regelungslücken infolge von derogierten „Ausnahmetatbeständen“ No access
- (b) Insbesondere: Normative Regelungslücken infolge von Grundrechtsverstößen No access
- (c) Insbesondere: Normative Regelungslücken infolge von Verstößen gegen die Grundrechtecharta? No access
- (d) Insbesondere: Keine normativen Regelungslücken bei vollständiger inhaltlicher Determination durch das höherrangige Recht und im Falle des Wiederauflebens der Altregelung No access
- 3) Konsequenz: Vereinfachte Lückenfeststellung, Befugnis und Pflicht zur verfassungskonformen Rechtsfortbildung und abwägungsmaßstabspräzisierende Wirkung No access
- aa) Maßstabsgebundene Rechtsfortbildung als Ausprägung der Gesetzesbindung No access
- bb) Parallelliegende Strukturen der Prozesse der Auslegung und Rechtsfortbildung No access
- 1) Keine immanenten Grenzen der Rechtsfortbildung No access
- 2) Keine Relativierung des Rechtsverweigerungsverbots No access
- 3) Keine Begrenzung der Rechtsfortbildung durch den Grundsatz der Gewaltenteilung aus Art. 20 Abs. 2 Satz 2 Hs. 2 GG No access
- 4) Vorbehalt des Gesetzes allenfalls als relative Grenze der Rechtsfortbildung No access
- 5) Schlussfolgerung: Potenziell unbegrenzte Zahl an Rechtsfortbildungsoptionen No access
- 1) Materiellrechtliche Grenzen der Rechtsfortbildung: Die Schumann’sche Formel und eine untersuchungsrelevante Ausnahme No access
- 2) Insbesondere: Umsetzungspflichten und Staatszielbestimmungen No access
- 3) Rechtsprechungsspezifische Grenzen der Rechtsfortbildung No access
- 1) Die Unterscheidung in gewollte und ungewollte Regelungslücken No access
- 2) Abwägungsmaßstäbe zur Ausfüllung gewollter Regelungslücken No access
- (a) Ausgangspunkt: Die Analogie als Mittel zur Verwirklichung des hypothetischen Willens des Gesetzgebers No access
- (b) Zur Unvereinbarkeit außergesetzlicher Maßstäbe mit der Gesetzesbindung – zugleich wider die sog. Wertungsjurisprudenz No access
- (1) Differenzierung zwischen Rechtssatz und Rechtsnorm No access
- (2) Fortwirkung unwirksamer Rechtssätze No access
- (3) Insbesondere: Kein Verbot der verfassungskonformen Reduktion No access
- (4) Schlussfolgerung: Der verfassungswidrige mutmaßliche Wille als zu berücksichtigendes Indiz für die Ermittlung des hypothetischen Willens No access
- (5) Beispiele aus der Entscheidungspraxis No access
- (d) Indizien zur Feststellung des hypothetischen Willens des Gesetzgebers No access
- (e) Parallelen zwischen mutmaßlichem und hypothetischem Willen des Gesetzgebers No access
- (f) Zwischenergebnis: Der hypothetische Wille des Gesetzgebers als Ausprägung interessengemäßen Gehorsams No access
- d) Zwischenergebnis: Allgemeiner Teil jeder maßstabsgebundenen Rechtsfortbildung No access
- 5. Zwischenergebnis: Ein Stufenmodell gerichtlicher Entscheidungsmaßstäbe No access
- a) Fokussierung auf entscheidungserhebliche, streitbare Rechtsfragen No access
- b) Beschränkung auf entscheidungserhebliche Elemente innerhalb des Stufenmodells zur Beantwortung einzelner Rechtsfragen No access
- aa) Die einzige i.e.S. vertretbare Auslegungsoption, wenn sie zugleich systemkonform ist No access
- bb) Die einzige systemkonforme Auslegungsoption, wenn sie zugleich i.e.S. vertretbar ist No access
- cc) Die Auslegungsoption, die dem mutmaßlichen Willen des Gesetzgebers entspricht, wenn sie zugleich systemkonform ist No access
- aa) Die einzige tatsächlich realisierbare Rechtsfortbildungsoption No access
- bb) Die einzige systemkonforme Rechtsfortbildungsoption, wenn sie zugleich tatsächlich realisierbar ist No access
- cc) Die unter allen tatsächlich realisierbaren Rechtsfortbildungsoptionen vorzugswürdige, wenn sie zugleich systemkonform ist No access
- aa) Das Beispiel des potenziell primärrechtswidrigen Urlaubsrechts No access
- bb) Einschränkung mit Blick auf Art. 100 Abs. 1 GG No access
- 3. Zwischenergebnis: Sieben Formeln zur effizienten Entscheidungsermittlung und -begründung No access
- V. Zwischenergebnis: Methodologische Grundlage für die verfassungskonforme Fortbildung materiell verfassungswidriger Parlamentsgesetze No access
- a) Der Regelfall: Nichtigerklärung und Feststellung der Verfassungswidrigkeit No access
- aa) Zur Auswahl zwischen Nichtigerklärung mit sich anschließender Fortbildung und Unvereinbarerklärung mit Verfahrenssperre No access
- bb) Zu den Rechtsfolgen der Unvereinbarerklärung mit Verfahrenssperre No access
- a) Zu den Maßstäben der verfassungskonformen Fortbildung No access
- b) Zur Kombination mit der Verpflichtung des Gesetzgebers zur Neuregelung gemäß Art. 20 Abs. 3 Hs. 1 GG No access
- c) Innerjudikative Kompetenzverteilung zwischen Bundesverfassungsgericht und Fachgerichten No access
- 1. Die ersatzlose Normderogation als verfassungskonforme Fortbildung No access
- 2. Die Unvereinbarerklärung mit modifizierender Weitergeltungsanordnung als verfassungskonforme Fortbildung No access
- 3. Die Unvereinbarerklärung mit nichtmodifizierender Weitergeltungsanordnung als verfassungskonforme Fortbildung No access
- 4. Die verfassungskonforme Umdeutung als verfassungskonforme Fortbildung No access
- 1. Zu knappe Begründung des Verbots einer verfassungskonformen Fortbildung No access
- 2. Nochmals: Befugnis und Pflicht zur verfassungskonformen Fortbildung materiell verfassungswidriger Parlamentsgesetze No access
- Zusammenfassung der Ergebnisse No access Pages 393 - 396
- Literaturverzeichnis No access Pages 397 - 434





