
Wert und Urteil
Zur Grammatik moralischer Urteile- Autor:innen:
- Reihe:
- Klostermann Rote Reihe, Band 176
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Werte sind allgegenwärtig – in politischen Debatten, ethischen Standortbestimmungen und persönlichen Entscheidungen. Zugleich ist der Begriff des Wertes suspekt geworden: Wer sich auf Werte beruft, gerät in den Verdacht moralischer Überhöhung oder ideologischer Verklärung. Eine pauschale Kritik der Werte läuft jedoch Gefahr, genau jene Orientierung zu untergraben, auf die moderne Gesellschaften angewiesen sind. Gegen moralische Verabsolutierung und normative Indifferenz entwickelt Georg Zenkert die Grundzüge einer Grammatik ethischer Orientierung. Er zeigt, dass Werte weder bloße Präferenzen noch zeitlose Prinzipien sind. Sie gewinnen Gestalt in Praktiken des Urteilens, in denen Selbstdeutung, Handlungsentwürfe und Güter erwogen und im Verhältnis zueinander kalibriert werden. Die Untersuchung mündet in eine Hermeneutik der Werte: Werte müssen interpretiert und in ihrer praktischen Relevanz konkretisiert werden. Werturteile bieten keine neuen Gewissheiten, aber eine Sprache, in der Gemeinsamkeiten ermittelt und Konflikte ausgetragen werden können. Sie eröffnen diskursive Räume und ermöglichen eine Verständigung darüber, was im Horizont einer gemeinsamen Welt praktisch bedeutsam ist.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-465-04765-0
- ISBN-Online
- 978-3-465-14765-7
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Klostermann Rote Reihe
- Band
- 176
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 195
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff
- Vorwort Kein Zugriff
- Geltungsanspruch und Diskreditierung der Werte Kein Zugriff
- Werte im Recht Kein Zugriff
- Die doppelte Historizität der Werte Kein Zugriff
- Vorbegriff und Aufbau Kein Zugriff
- Wünsche zweiter Ordnung Kein Zugriff
- Selbstdeutung Kein Zugriff
- Mensch, Person und Individuum als Deutungsmuster Kein Zugriff
- Werte als Bindung Kein Zugriff
- Topographie des Handlungsraums Kein Zugriff
- Die Attraktivität von Werten Kein Zugriff
- Zwischenbilanz Kein Zugriff Seiten 94 - 98
- Das dispositionale Urteil Kein Zugriff
- Das teleologische Urteil Kein Zugriff
- Die Funktion pragmatischer Urteile Kein Zugriff
- Das Verhältnis der drei Urteilsformen Kein Zugriff
- Die synthetisierende Leistung von Werten Kein Zugriff
- Werte als hybride Begriffe Kein Zugriff
- Echte Werte Kein Zugriff
- Praktische Sätze im Widerspruch Kein Zugriff
- Die Instanz der öffentlichen Meinung Kein Zugriff
- Ökonomie der Werte Kein Zugriff
- Dimensionen der Interpretation Kein Zugriff
- Axiologische Textur Kein Zugriff
- Würde als Regulativ Kein Zugriff
- Wertevermittlung Kein Zugriff
- Ausblick: Tyrannei der Werte oder Pluralismus Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 186 - 192
- Personenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 193 - 194





