@book{2026:zenkert:wert_und_u, title = {Wert und Urteil: Zur Grammatik moralischer Urteile}, year = {2026}, note = {Werte sind allgegenwärtig – in politischen Debatten, ethischen Standortbestimmungen und persönlichen Entscheidungen. Zugleich ist der Begriff des Wertes suspekt geworden: Wer sich auf Werte beruft, gerät in den Verdacht moralischer Überhöhung oder ideologischer Verklärung. Eine pauschale Kritik der Werte läuft jedoch Gefahr, genau jene Orientierung zu untergraben, auf die moderne Gesellschaften angewiesen sind. Gegen moralische Verabsolutierung und normative Indifferenz entwickelt Georg Zenkert die Grundzüge einer Grammatik ethischer Orientierung. Er zeigt, dass Werte weder bloße Präferenzen noch zeitlose Prinzipien sind. Sie gewinnen Gestalt in Praktiken des Urteilens, in denen Selbstdeutung, Handlungsentwürfe und Güter erwogen und im Verhältnis zueinander kalibriert werden. Die Untersuchung mündet in eine Hermeneutik der Werte: Werte müssen interpretiert und in ihrer praktischen Relevanz konkretisiert werden. Werturteile bieten keine neuen Gewissheiten, aber eine Sprache, in der Gemeinsamkeiten ermittelt und Konflikte ausgetragen werden können. Sie eröffnen diskursive Räume und ermöglichen eine Verständigung darüber, was im Horizont einer gemeinsamen Welt praktisch bedeutsam ist.}, edition = {1}, publisher = {Klostermann}, address = {Frankfurt am Main}, series = {Klostermann Rote Reihe}, volume = {176}, author = {Zenkert, Georg} }