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Das Prognoseprinzip im vertraglichen Dauerschuldverhältnis
- Autor:innen:
- Verlag:
- 2023
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-7560-0547-5
- ISBN-Online
- 978-3-7489-3869-9
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Schriften des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität zu Köln
- Band
- 139
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 345
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
KapitelSeiten
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 14 Download Kapitel (PDF)
- A. EinführungSeiten 15 - 16 Download Kapitel (PDF)
- 1. Prognosen im allgemeinen Sprachgebrauch
- a) Begriff und Behandlung von Prognosen in anderen Fachwissenschaften
- b) Begriff und logische Struktur von Prognosen in der Wissenschaftstheorie
- aa) Begriff der Prognose im öffentlichen Recht
- bb) Prognosen im Staatsrecht: Legislativprognosen
- cc) Prognosen im Verwaltungsrecht: Exekutivprognosen (Administrativprognosen)
- b) Prognosen im Strafrecht
- aa) Unterschiede bei der Feststellung vergangener und zukünftiger Sachverhalte
- bb) Schwerpunkt der Problematik im materiellen Recht
- a) Ausgangspunkt: Allgemeiner rechtlicher Prognosebegriff
- b) Terminologie privatrechtlicher Prognosen
- aa) Wahrscheinlichkeit
- bb) Gefahr/Bedrohung/Besorgnis/Erwartung
- cc) Erforderlichkeit
- aa) Wortlaut/Systematik/Historie
- bb) Zweckorientierte Auslegung
- (1) Prävention im engeren Sinne/Gefahrenabwehr
- (2) Vorsorge
- bb) Anpassung
- a) Prognosenormen ohne Bezug zu vertraglichen Schuldverhältnissen
- aa) Schuldverhältnisse mit einmaligem Leistungsaustausch
- (1) Prognosen bei Vertragsbeendigung
- (2) Prognosen bei Vertragsdurchführung
- (3) Prognosen bei Vertragsschluss
- 2. Ziel der Untersuchung: Erarbeitung einer Prognosesystematik der Dauerschuldverhältnisse
- 3. Gang und Methodik der Untersuchung
- a) Formale (regulative) und materiale Prinzipien
- b) Offene und rechtssatzförmige Prinzipien
- a) Induktive Verfahren
- b) Deduktive Verfahren
- a) Außerordentliche und ordentliche Kündigung von Dauerschuldverhältnissen
- aa) Entwicklung
- (1) Wortlaut
- (2) Systematik
- (a) Personen- und betriebsbedingte Kündigung
- (b) Verhaltensbedingte Kündigung
- (4) Deduktive Argumente
- (1) Arbeitnehmerbegünstigende Prognosen
- (2) Arbeitgeberbegünstigende Prognosen
- dd) Zwischenergebnis: Prognoseprinzip bei der Kündigung von Arbeitsverhältnissen
- (1) Wortlaut
- (2) Systematik/Historie
- (3) Zweck vermieterseitiger Mietvertragskündigungen
- (4) Deduktive Argumente
- (1) Mieterbegünstigende Prognosen
- (2) Vermieterbegünstigende Prognosen
- cc) Zwischenergebnis: Prognoseprinzip bei der Kündigung von Wohnraummietverhältnissen
- d) Prognoseprinzip bei Beendigungstatbeständen im Personengesellschaftsrecht
- aa) Außerordentliche Kündigung
- (1) Unzulässiger Induktivschluss
- (a) Sittenwidrige Kündigungen, § 138 Abs. 1 BGB
- (b) Treuwidrige Kündigungen, § 242 BGB
- (c) Unbillige Kündigungen, § 315 BGB analog
- f) Zwischenergebnis: Prognoseprinzip in der sachgrundgebundenen Kündigungskontrolle
- aa) Interessentenkündigung
- bb) Opponentenkündigung
- aa) Besondere Anpassungserzwingungsrechte
- bb) Störung der Geschäftsgrundlage, § 313 BGB
- c) Zwischenergebnis: Prognoseprinzip bei der materiellen Anpassungskontrolle
- aa) Entwicklung der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung
- bb) Reichweite des Prognoseerfordernisses
- (1) Wortlaut geschriebener Sachgründe
- (2) Zweck der Sachgründe
- (3) Deduktive Argumente
- dd) Zwischenergebnis: Prognoseprinzip im arbeitsrechtlichen Befristungsrecht
- aa) Entwicklung der wohnraummietrechtlichen Befristungskontrolle
- (1) Wortlaut
- (2) Historie/Systematik/Telos
- cc) Zwischenergebnis: Prognoseprinzip im wohnraummietrechtlichen Befristungsrecht
- c) Verallgemeinerungsfähigkeit
- d) Zwischenergebnis: Prognoseprinzip bei der sachgrundgebundenen Befristung von Dauerschuldverhältnissen
- 4. Möglichkeiten der Generalisierung
- 5. Ergebnis zu II: Prognoseprinzip im vertraglichen Dauerschuldverhältnis
- III. Einordnung des Prognoseprinzips
- 1. Ambivalenz tatbestandlicher Unbestimmtheit von Prognosenormen
- 2. Typische Regelungskonflikte bei der Anwendung des Prognoseprinzips
- 3. Unsicherheit als Kernproblem rechtlicher Prognosen
- 1. Wahrscheinlichkeitsbegriffe außerhalb des Rechts
- 2. Wahrscheinlichkeit als Rechtsbegriff
- 1. Wahrscheinlichkeitsmaßstab als tatbestandliche Kernfrage
- 2. Verbalisierung von Wahrscheinlichkeitsaussagen
- 3. Fehlen kohärenter Systematik im Recht der vertraglichen Dauerschuldverhältnisse
- a) Öffentliches Recht
- b) Strafrecht
- a) Keine Ableitung aus dem Beweismaß
- b) Abwägungsgeleitete Bestimmung des Wahrscheinlichkeitsgrades
- (1) Abstrakte Ebene
- (2) Generell-konkrete Ebene
- (3) Konkret-individuelle Ebene
- bb) Struktur der vorzunehmenden Interessenabwägung
- (1) Berücksichtigungsfähigkeit des Ausmaßes potenzieller Beeinträchtigungen
- (2) Das Prognoseereignis als Referenzpunkt des potenziellen Schadensausmaßes
- (1) Berücksichtigungsfähigkeit gegenwärtiger und vergangener Umstände
- (2) Stabilitätsprognosen
- (3) Veränderungsprognosen
- (1) Bedeutung besonderer Bestandsschutzkonzepte
- (2) Intensität des Bestandsschutzes in unterschiedlichen Regelungskonstellationen
- (3) Rechtsfolgenorientierte Betrachtung
- (4) Reversibilität des Eingriffs
- dd) Sphäre des Prognosebedarfs
- ee) Verschulden einer Vertragspartei
- e) Leitlinien der Abwägung
- f) Einbettung der Wahrscheinlichkeit in umfassende Interessenabwägungen
- a) Keine rein subjektive Betrachtungsweise
- b) Kein Prognosespielraum
- c) Objektivierung des Prognosevorgangs
- 2. Implikationen des subjektiven Wahrscheinlichkeitsbegriffs
- aa) Keine Verengung der Prognosebasis auf Umstände innerhalb der konkreten Rechtsbeziehung
- (1) Subjektive Entscheidungen des Vertragspartners
- (2) Vertrauensverlust als Tatsache
- cc) Umfassender Kreis der berücksichtigungsfähigen Tatsachen
- b) Allgemeine Erfahrungssätze
- 4. Perspektivisch-personelle Dimension: Ideal-objektiver Beurteilungsmaßstab
- a) Bedeutung des Prognosezeitpunkts
- b) Betrachtung ex-ante und ex-post
- (1) Arbeitsrechtliche Diskussion
- (2) Wohnraummietrechtliche Diskussion
- (3) Verallgemeinerungsfähigkeit
- bb) Befristungsrecht
- cc) Anpassungsrecht
- d) Möglichkeiten und Grenzen der Verallgemeinerung
- 6. Ergebnis zu IV: Maßgeblicher Wissenshorizont
- a) Informationsbeschaffungspflicht
- b) Bedeutung der Abmahnung
- aa) Gegenstand des Beweises
- bb) Darlegungs- und Beweislast
- cc) Beweismaß
- dd) Ergebnis: In dubio pro conservatione
- aa) Anpassungen der Beweislastverteilung
- bb) Tatsächliche Vermutung
- (1) Bedeutung vergangener Fehlzeiten bei der krankheitsbedingten Kündigung
- (2) Bedeutung vergangener Pflichtverletzungen bei der verhaltensbedingten Kündigung
- (3) Bedeutung der tatsächlichen Entwicklung des Schuldverhältnisses
- dd) Modifizierungen der Darlegungslast
- c) Fehlen übergreifender prognosespezifischer Beweiserleichterungen
- 3. Fazit
- E. Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse in ThesenSeiten 309 - 312 Download Kapitel (PDF)
- LiteraturverzeichnisSeiten 313 - 345 Download Kapitel (PDF)




