Karl Böhm
Biografie, Wirken, Rezeption- Herausgeber:innen:
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
"Damit bin ich in die Geschichte eingegangen so daß wenigstens etwas von mir übrig bleibt." So kommentierte der Grazer Dirigent Karl Böhm (1894–1981) in seinem Tagebuch jene von ihm geleitete "Fidelio"-Aufführung am 5. November 1955, mit der die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Wiener Staatsoper wiedereröffnet wurde – und "150 Millionen hörten am Rundfunk zu", ergänzte er stolz. Mehr als vier Jahrzehnte nach seinem Tod scheint das, was von Karl Böhm "übrig geblieben" ist, in wenigen Leitmotiven und Positionen festgefahren. Dem von vielen verehrten Kapellmeister alten Schlags, der nach dem Zweiten Weltkrieg an den Pulten in Wien, Salzburg und Bayreuth zum kulturellen Wiederaufbau beigetragen hat und zeitweise als populärster Dirigent der deutsch-österreichischen Tradition neben Herbert von Karajan galt, schlagen von anderer Seite die Hinweise auf seine Haltung und Taten während der NS-Zeit entgegen. Und während die einen seine Mozart-, Wagner- und Strauss-Dirigate als maßstabsetzend betrachten, werden sie von anderen entschieden abgelehnt, häufig vor allem sein Mozart als "arg, teilweise schändlich routiniert" (Peter Gülke). Die 23 Beiträge des Bandes, die sich auf die Kapitel "Biografie & Karriere" sowie "Repertoire & Interpretation" verteilen, leisten zum ersten Mal eine umfassende kritische Auseinandersetzung mit diesem streitbaren Dirigenten, der – obgleich moralisch wie ästhetisch häufig unterschiedlich bewertet – unübersehbare Spuren in der Musikgeschichte hinterlassen hat. Mit Beiträgen von Julian Caskel, Andreas Domann, Martin Elek, Harald Haslmayr, Raymond Holden, Ursula Kramer, Michael Kraus, Hartmut Krones, Erik Levi, Helmut Loos, Laurenz Lütteken, Moritz Oczko, Richard Osborne, Arabella Pare, Ryan M. Prendergast, Oliver Rathkolb, Peter Revers, Paula Schlüter, Rainer Schwob, Arne Stollberg, Chanda VanderHart und Thomas Wozonig.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-96707-584-7
- ISBN-Online
- 978-3-96707-585-4
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 616
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 3 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 30 Thomas Wozonig
- Marginalien zum Verhältnis von Theorie und Empirie Kein Zugriff Seiten 33 - 50 Andreas Domann
- Einer aus Graz Kein Zugriff Seiten 51 - 66 Harald Haslmayr
- Karl Böhm – Liederkomponist? Kein Zugriff Seiten 67 - 92 Chanda VanderHart
- »Ich erinnere mich ganz genau«? Kein Zugriff Seiten 93 - 128 Ursula Kramer
- Karl Böhm und der Nationalsozialismus Kein Zugriff Seiten 129 - 148 Oliver Rathkolb
- Karl Böhm in Dresden Kein Zugriff Seiten 149 - 180 Moritz Oczko
- »[…] was Böhm einmal mit diesen Werken in Salzburg gewesen ist« Kein Zugriff Seiten 181 - 232 Thomas Wozonig
- Karl Böhm und die Wiener Staatsoper Kein Zugriff Seiten 233 - 250 Michael Kraus
- Karl Böhm und die Bayreuther Festspiele Kein Zugriff Seiten 251 - 272 Paula Schlüter
- Charm Offensive and Autumnal Love Affair Kein Zugriff Seiten 273 - 302 Erik Levi
- Böhm and Karajan Kein Zugriff Seiten 303 - 312 Richard Osborne
- The Straussian Colossus Kein Zugriff Seiten 313 - 330 Ryan M. Prendergast
- Ist Karl Böhms Mozart wirklich Wolfgang Amadeus Mozart? Kein Zugriff Seiten 333 - 346 Hartmut Krones
- Neutralität und Autorität Kein Zugriff Seiten 347 - 372 Julian Caskel
- Auf dem Weg zum »modernen Realismus« Kein Zugriff Seiten 373 - 380 Laurenz Lütteken
- Karl Böhm als Interpret Beethoven’scher Orchesterwerke Kein Zugriff Seiten 381 - 406 Helmut Loos
- Karl Böhm’s 1939 Recordings of the Beethoven Piano Concertos op. 37, op. 58, and op. 73 Kein Zugriff Seiten 407 - 442 Arabella Pare
- Durch Mozart geläutert? Kein Zugriff Seiten 443 - 468 Arne Stollberg
- Karl Böhm and the Finale of Brahms’s Fourth Symphony Kein Zugriff Seiten 469 - 488 Martin Elek
- A Hero’s Life Performed Kein Zugriff Seiten 489 - 508 Raymond Holden
- »[…] weithin sichtbar als Markstein in der neuesten Musik- und Opernentwicklung« Kein Zugriff Seiten 509 - 538 Peter Revers, Rainer Schwob
- »Dieser Komponist ist richtig zukunftsträchtig.« Kein Zugriff Seiten 539 - 578 Thomas Wozonig
- Zeittafel Kein Zugriff Seiten 579 - 588
- Kurzbiografien Kein Zugriff Seiten 589 - 596
- Register Namen & Werke Kein Zugriff Seiten 597 - 610
- Register Orte & Institutionen Kein Zugriff Seiten 611 - 616





