Schatten des Schweigens, Notwendigkeit des Erinnerns
Kindheiten im Nationalsozialismus, im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit- Autor:innen:
- Reihe:
- Forschung Psychosozial
- Verlag:
- 2014
Zusammenfassung
Die deutsche Erinnerungskultur zum Nationalsozialismus und zum Zweiten Weltkrieg ist bis heute einem stetigen Veränderungsprozess unterworfen. Die komplexen und belasteten Erinnerungswelten der Kriegskinder sind Teil dieses Prozesses, der durch eine Kultur des Schweigens und Verdrängens geprägt ist. Knapp 70 Jahre nach Kriegsende besteht ein großes interdisziplinäres Interesse an den Erinnerungen der letzten lebenden Zeitzeugen.
Die Autorin stellt die Ergebnisse ihrer breit angelegten wissenschaftlichen Untersuchung zum Schicksal von Kriegskindern des Zweiten Weltkrieges vor. Auf der Grundlage von Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen skizziert Christa Müller komplexe Erinnerungswelten, deren vielschichtige Auswirkungen sich bis in die Gegenwart hinein als unverarbeitete innerpsychische Repräsentanzen aufzeigen lassen. Durch die Darstellung persönlicher Positionierungen wendet sich die Autorin gegen eine abstrahierende Herangehensweise an die nationalsozialistische Vergangenheit und vermeidet undifferenzierte Täter-Opfer-Dichotomien.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2014
- ISBN-Print
- 978-3-8379-2354-4
- ISBN-Online
- 978-3-8379-7310-5
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Forschung Psychosozial
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 385
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 10
- »Kriegskindheit« im historischen Kontext – Hintergründe und Fragestellungen Kein Zugriff Seiten 11 - 24
- Langzeitfolgen der Kriegskindheit Kein Zugriff
- Kriegskinder auf der Couch Kein Zugriff
- Die Generation der entfremdeten Eigenbeziehung Kein Zugriff
- Kinderschicksale der Kriegskinder des Zweiten Weltkriegs Kein Zugriff
- Die Gruppe der Flakhelfer Kein Zugriff
- Kriegskinder der Jahrgänge 1932 bis 1946 Kein Zugriff
- Forschungsweg und zeitlicher Ablauf Kein Zugriff
- Auswahl der Untersuchungspersonen nach dem Prinzip des »Theoretical Samplings« Kein Zugriff
- Soziodemografische Merkmale der Interviewteilnehmer Kein Zugriff
- Inhalte und Aufbau des narrativen halbstrukturierten Interviews Kein Zugriff
- Interviewdurchführung Kein Zugriff
- Erste Eindrücke aus den Interviews Kein Zugriff
- »Kriegskinder sehen sich erstmals in ihrem Schicksal wahrgenommen.« Kein Zugriff
- »Folgen der Kriegskindheit, die sich erstmals oder aber verstärkt im Ruhestand zeigen.« Kein Zugriff
- »Lebensbegleitende Beschwerden« Kein Zugriff
- »Belastungen der Kriegskindheit werden in der Gegenwart erstmals in Zusammenhang mit psychischen Beschwerden gebracht.« Kein Zugriff
- »Weitere belastende Gefühle und Erinnerungen, die sich auf die Kriegskindheit beziehen.« Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Erste Stufe: Erarbeitung relevanter Vergleichsdimensionen Kein Zugriff
- Vergleichsdimension »Vaterbild«: »Er war natürlich verändert durch den Krieg!« Kein Zugriff
- Vergleichsdimension »Mutterbild«: »Sie hat immer arg schauen müssen, wie mache ich das, krieg’ ich das wieder hin?« Kein Zugriff
- Vergleichsdimension »Selbstbild«: »Ich hatte eine ganz normale Kindheit! Das war schon ne schlimme Zeit!« Kein Zugriff
- Vergleichsdimension »NS-Themen/Holocaust«: »Gesprochen, erzählt hat er nie etwas darüber!« Kein Zugriff
- Vergleichsdimension »Kriegserfahrungen/Kriegserinnerungen«: »Die brennenden Häuser, die sterbenden Menschen! Ein Kind nimmt des ganz genau wahr, is’ bloß wehrlos!« Kein Zugriff
- Vergleichsdimensionen »Nachkriegszeit/weitere Entwicklung«: »Die Nachkriegszeit war die schlimmste Zeit!« Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Prototyp LF: Lebenslange Folgen Kein Zugriff
- Prototyp VK: Gute Verarbeitung der belastenden Kindheitserlebnisse Kein Zugriff
- Prototyp VA: »Der abwesende Vater« bzw. »Vaterverlust« und die lebenslangen Folgen Kein Zugriff
- Prototyp VK/TH: Verarbeitung der belastenden Kindheitserlebnisse durch therapeutische Unterstützung im Erwachsenenalter Kein Zugriff
- Zusammenfassung der Prototypen Kein Zugriff
- Prototyp »Lebenslange Folgen« weniger stark ausgeprägt: Herr Hannsen Kein Zugriff
- Prototyp »Lebenslange Folgen« stark ausgeprägt: Herr Winter Kein Zugriff
- Prototyp »Lebenslange Folgen« stark ausgeprägt: Herr Sanders Kein Zugriff
- Prototyp »Verarbeitung durch Therapie«: Frau Jost Kein Zugriff
- Prototyp »Verarbeitung durch Therapie«: Frau Schwind Kein Zugriff
- Prototyp »Lebenslange Folgen Vaterverlust«: Herr Taube Kein Zugriff
- Prototyp »Keine belastenden Kindheitserlebnisse bzw. gute Verarbeitung« Kein Zugriff
- An die Person »Adolf Hitler« geknüpfte bedeutsame Erinnerungen Kein Zugriff
- Als »Pimpf« im Kriegsgeschehen Kein Zugriff
- Im »Jungvolk« und in der »Hiterjugend« Kein Zugriff
- Der Vater ist gefallen Kein Zugriff
- Psychische »Leerstellen« der NS-Zeit Kein Zugriff
- Verinnerlichung bedeutsamer Beziehungsstrukturen der NS-Zeit Kein Zugriff
- Begeisterung, Brot und Arbeit – Stolz, Tapferkeit und Begeisterung Kein Zugriff
- Das neue völkische Gefühl Kein Zugriff
- Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit: »Herrenmenschen« und »Untermenschen« Kein Zugriff
- Das verinnerlichte Gebot, keine Gefühle der »Schwäche« zu zeigen Kein Zugriff
- Meine Familie gehörte (eigentlich) nicht zu den »Nazis«! Kein Zugriff
- Meine Familie gehörte zu den »Nazis«! Kein Zugriff
- Die Thematik Holocaust und innerpsychische Abwehrprozesse Kein Zugriff
- Die Haltung der Täter-Opfer-Dichotomie Kein Zugriff
- Wie wurden die Erfahrungen aus der NS-Zeit verarbeitet und wie zeigen sich diese psychischen Repräsentanzen in der Gegenwart? Eine »Krypta im Ich«? Kein Zugriff
- Das veränderte Familienerleben: Der Vater ist im Krieg Kein Zugriff
- Kinder sehen sich als Bindeglied für die Eltern Kein Zugriff
- Formen verinnerlichter Ängste Kein Zugriff
- Todesängste und Gefühle der »Wehrlosigkeit« Kein Zugriff
- Sinneseindrücke aus der Kindheit im Krieg Kein Zugriff
- Erlebnisse im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt Kein Zugriff
- Zusammenfassende Darstellung der Repräsentanzen zur Kindheit im Krieg Kein Zugriff
- Ursachen der mangelnden Verarbeitung von Kriegserlebnissen Kein Zugriff
- Die zentrale Bedeutung hilfreicher Bezugspersonen Kein Zugriff
- »Heil Hitler« – »Guten Tag«! Kindheit im Übergang von der NS-Zeit zur Nachkriegszeit Kein Zugriff
- Zentrale Inhalte und Auswirkungen des Entwicklungshintergrundes »Nachkriegszeit« Kein Zugriff
- Unvergessliche Erinnerungen und Bilder Kein Zugriff
- Leerstellen der Kommunikation: Verschlossene Erinnerungs- und Erlebniswelten Kein Zugriff
- Abwesenheit oder Verlust des Vaters Kein Zugriff
- Belastende Mutterrepräsentanzen Kein Zugriff
- Selbstbild: Transgenerationale Identifikationskonflikte Kein Zugriff
- Bild der Kriegszeit: Der Einfluss des Zweiten Weltkriegs auf die Kindheitsentwicklung Kein Zugriff
- NS-Themen und Holocaust: »Die Krypta im Ich« Kein Zugriff
- Bild der Nachkriegszeit: Im subjektiven Erleben der Kriegskinder die schwierigste Zeit Kein Zugriff
- Resümee Kein Zugriff Seiten 365 - 368
- Literatur Kein Zugriff Seiten 369 - 385





