Hyperaktivität und Erregungsüberschüsse
Zum Nutzen der Triebtheorie für ein psychoanalytisches Verständnis von ADHS- Autor:innen:
- Reihe:
- Forschung Psychosozial
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Warum gelingt es Kindern mit ADHS nicht, ihre Erregung produktiv zu nutzen? Unter anderem dieser Frage geht Juliane Hummitzsch nach und macht sich für eine triebtheoretische Lesart von ADHS stark. Über ihre Lektüre von Sigmund Freud, Wilfred Bion und André Green trägt sie dazu bei, die motorisch und in ihrer Aufmerksamkeit unruhigen Kinder differenziert zu verstehen. Die Autorin betont dabei die Bedeutung der Sexualität, der Symbolisierung und des unbewussten Sinns psychischer Symptomatiken, auch für die sogenannten unrepräsentierten Zustände. Die Erregung der betroffenen Kinder kann so als leibliche Verankerung der Affekte betrachtet werden.
Juliane Hummitzsch bietet einen umfassenden Überblick über die psychoanalytische ADHS-Debatte im deutschen Sprachraum und regt dazu an, sich damit auseinanderzusetzen, was die Psychoanalyse als Lehre vom Unbewussten im Unterschied zu anderen Wissenschaften vom Menschen charakterisiert und überzeugend macht.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-8379-2937-9
- ISBN-Online
- 978-3-8379-7696-0
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Forschung Psychosozial
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 291
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 20
- 1 Zur Geschichte der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung Kein Zugriff
- 2.1 1993: Erste konfliktzentrierte Beiträge zum Hyperkinetischen Syndrom (HKS) Kein Zugriff
- 2.2.1 Nervöse Unruhe als Ausdruck der Angst vor dem Tod als Subjekt Kein Zugriff
- 2.2.2 Frühe Theorien zu Hyperkinese und gegenwärtige Theorien zu fehlendem Halt, Bindungs- und Abstimmungsproblemen zwischen Mutter und Kind Kein Zugriff
- 2.2.3 Zur Bedeutung des Geschlechts Kein Zugriff
- 2.3.1 ADHS als frühe Störung der Affektregulation und Mentalisierung Kein Zugriff
- 2.3.2 Jungen in der Krise – fehlende Triangulierung, Empathie und Grenzsetzung Kein Zugriff
- 2.4 Seit 2011: Zur Selbstbehauptung der Psychoanalyse Kein Zugriff
- 3 Was durch den veränderten Fokus auf ADHS für ein psychoanalytisches Verstehen verloren gehen kann Kein Zugriff
- 1.1 Konflikt, Verdrängung und neurotisches Symptom Kein Zugriff
- 1.2 Der Drang des Triebes Kein Zugriff
- 1.3 Zur Frage der Befriedigung durch das Symptom Kein Zugriff
- 1.4 Unbewusste Phantasien und die Geltung der psychischen Realität Kein Zugriff
- 1.5 Das Verhältnis von Wunscherfüllung und Triebbefriedigung Kein Zugriff
- 1.6 Das Liebesobjekt, äußere und innere Versagung Kein Zugriff
- 2.1 Wesentliches am Sexualtrieb: das Erleben von Lust und die Fortpflanzung Kein Zugriff
- 2.2 Die infantile Sexualität als polymorph-perverse und das Genitalprimat Kein Zugriff
- 2.3 Freuds Begriff von Sexualität: zwischen biologischer und psychologischer Sichtweise Kein Zugriff
- 2.4 Zusammenfassung: Sexualität als Psychosexualität Kein Zugriff
- 3.1 Freud: Die Zweizeitigkeit der Sexualität und der Ödipuskomplex Kein Zugriff
- 3.2 Löchel: Über das Umgehen mit der Geschlechterdifferenz zur Subjektwerdung Kein Zugriff
- 3.3 Freud: Seelische Strukturbildungen als Ergebnis des Ödipuskomplexes Kein Zugriff
- 3.4 Loewald: Der psychische Akt des Elternmordes als Entwicklungsnotwendigkeit Kein Zugriff
- 3.5 Gröller: Die konstitutive Intervention der Anderen und des Dritten Kein Zugriff
- 3.6 Zusammenfassung: Der Ödipuskomplex als Paradigma der Triangulierung und der Einführung von Differenz Kein Zugriff
- 1 Das Krankheitsbild der Psychose Kein Zugriff
- 2.1 Der Anfang des Psychischen als Bewältigungsversuch von Vernichtungsangst Kein Zugriff
- 2.2 Die Errungenschaften der depressiven Position Kein Zugriff
- 2.3 Schwäche und Stärke von Kleins Theorie Kein Zugriff
- 3.1 Projektive Identifizierung und Containment oder: Warum der Hass gehasst werden kann Kein Zugriff
- 3.2 Das Denken beweise sich an der Fähigkeit, Versagung zu ertragen Kein Zugriff
- 3.3 Alpha-Funktion und Beta-Elemente Kein Zugriff
- 3.4 Löchel: Symbolisierung als Fähigkeit, verneinen zu können, statt vernichten zu müssen Kein Zugriff
- 3.5 Bions Beitrag zu einer Psychoanalyse des Negativen Kein Zugriff
- 4 Das Denken mit dem Konzept des Todestriebs Kein Zugriff
- Zum Abschluss: Zum Nutzen der Triebtheorie für ein psychoanalytisches Verständnis von ADHS Kein Zugriff Seiten 255 - 274
- Literatur Kein Zugriff Seiten 275 - 291





