
Antisemitismus und Ambivalenz
Walter Grundmann und die »Entjudung« des Christentums- Autor:innen:
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Die Autorin entwickelt in der Auseinandersetzung mit den Werken des Theologen Walter Grundmann eine neue Perspektive auf den Antisemitismus. Der Theologe Walter Grundmann (1906–1976) war einer der umstrittensten Charaktere der evangelischen Kirche im 20. Jahrhundert. Bereits 1936 zum Professor für Völkische Theologie an der Universität Jena ernannt, wurde er 1939 akademischer Direktor des »Instituts zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben« in Eisenach. Seine ab 1959 erschienenen Evangelien-Kommentare gehörten lange zur theologischen Standardliteratur in der DDR und und der Bundesrepublik. Anhand der Auseinandersetzung mit seinen Texten zeigt die Autorin, seine Enkelin, dass es für das Verständnis des Antisemitismus nicht nur unerlässlich ist, judenfeindliches Denken und Fühlen im frühen Christentum zu verorten, sondern auch, dass die Geschichte der kulturellen Transformation christlicher Konzepte und Begriffe erzählt werden muss. Denn das Christentum diente dem Nationalsozialismus als umfassendes ideelles Fundament. Der Antisemitismus wird damit auch als eine symbolische Form der Abwehr von Weiblichkeit und Generativität erklärbar. Die Autorin tastet sich mit dieser Perspektive an den Prozess der transgenerationalen Weitergabe von Ideen und Gefühlen bis in die Gegenwart heran.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5734-1
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8731-7
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 423
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Prolog: Nach dem 7. Oktober Kein Zugriff Seiten 9 - 12
- 1.1 Zur These vom Antisemitismus als Weiblichkeitsabwehr Kein Zugriff
- 2.1 Herkunft Kein Zugriff
- 2.2 Literarische Erziehung und erwanderte Bildung Kein Zugriff
- 2.3 Wegbegleiter des Denkens Kein Zugriff
- 2.4 Zwischen Kirche und Politik Kein Zugriff
- 2.5 Zusammenfassung Kein Zugriff
- 3.1 Die Entstehung der Psychoanalyse aus dem Geist des Christentums Kein Zugriff
- 3.2 Der Trieb als das Andere der Kraft Kein Zugriff
- 3.3 Christuskraft als Manneskraft Kein Zugriff
- 3.4 Zusammenfassung Kein Zugriff
- 4.1 ›Gott und Nation, Religion und Rasse, Totale Kirche im totalen Staat‹: Die heilige Dreifaltigkeit des Nationalsozialismus Kein Zugriff
- 4.2 Die politische Theologie des Christentums und die Bergpredigt Kein Zugriff
- 4.3 Der radikalisierte Jesus: Zur christlichen Semantik der nationalsozialistischen »Weltanschauung« Kein Zugriff
- 4.4 Die neutestamentlichen Grundlagen antisemitischer Argumentationsmuster Kein Zugriff
- 4.5 Juden und Frauen als »Figurationen« christlicher Hermeneutik Kein Zugriff
- 4.6 Das »dynamische Unbewusste« der Bergpredigt: Die Logik der Apokalypse Kein Zugriff
- 4.7 »Mein Kampf« mit Gott: Die Bergpredigt und ihre Interpretation durch Walter Grundmann Kein Zugriff
- 4.8 Der Antisemitismus als Abwehr von Weiblichkeit und Generativität Kein Zugriff
- 4.9 Zum Schluss Kein Zugriff
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 287 - 380
- Literatur Kein Zugriff Seiten 381 - 410
- Register Kein Zugriff Seiten 411 - 423




