
Die Stadt und der Tod
Trauer- und Bestattungskultur in der »Hauptstadt der Bewegung«- Autor:innen:
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Der verwaltete Tod: Wandel der Trauer- und Begräbniskultur unter den Bedingungen von Ideologisierung, Politisierung und Massentod im Krieg. Im Tod, so der Philosoph Seneca, sind alle Menschen gleich. Nicht so im Nationalsozialismus, wie Lena Kelle am Beispiel der Stadt München zeigen kann. Hier herrschte ideologisch begründete Ungleichheit: zwischen jüdischen und »arischen« Verstorbenen, Soldaten und zivilen Luftkriegsopfern, »Gefallenen der Bewegung« und »Ehrenzeichenträgern« der NSDAP, Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen, Kriegsgefangenen aus West- und Osteuropa, hingerichteten politischen Gegnern und denen, die eines natürlichen Todes gestorben waren. Allzuständig für den unterschiedlichen Umgang mit dem Tod war das städtische Bestattungsamt, das – eine Münchner Besonderheit – das nahezu vollständige Monopol über das Bestattungswesen besaß. Das Massensterben im Luftkrieg verstärkte seine Präsenz. Das Gebot der Pietät begrenzte jedoch die Ungleichbehandlung. Vorstellungen von Pietät gestalten die Trauer- und Bestattungskultur jeder Gesellschaft und formulieren ungeschriebene Regeln für einen angemessenen Umgang mit dem Tod. Die Forderung, die Würde der Toten zu respektieren, war an tradierte Werte gebunden, die auch in der Trauer- und Begräbniskultur des nationalsozialistischen München fortwirkten.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-8353-6041-9
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8992-2
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- München im Nationalsozialismus. Kommunalverwaltung und Stadtgesellschaft
- Band
- 7
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 317
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 25
- Die Entstehung des Bestattungsamts und seine Aufgaben Kein Zugriff
- Personal und Betriebsklima Kein Zugriff
- Finanzieller Gewinn für den städtischen Haushalt? Kein Zugriff
- Kommunale Regiebetriebe und regionale Unterschiede Kein Zugriff
- Das Bestattungsgewerbe in der NS-Zeit Kein Zugriff
- Koordination im Deutschen Gemeindetag und im Hauptamt für Kommunalpolitik der NSDAP Kein Zugriff
- Leichentransporte und ein Streit mit privater Konkurrenz Kein Zugriff
- Konfliktfeld Feuerbestattung Kein Zugriff
- Trauerfeiern: visuell, musikalisch und rhetorisch Kein Zugriff
- Soziale Distinktionen: Ausstattungsklassen Kein Zugriff
- Grabmäler und Grabpflege Kein Zugriff
- Besondere Gräber für verdiente Parteiangehörige? Kein Zugriff
- Der Ausschluss der Münchner Jüdinnen und Juden Kein Zugriff
- Die Bestattung von Hingerichteten und KZ-Häftlingen Kein Zugriff
- Politische Überwachung auf den Friedhöfen Kein Zugriff
- Formen und Mittel des städtischen Gedenkens Kein Zugriff
- ›Säuberungen‹ des städtischen Gedächtnisses Kein Zugriff
- Städische Trauer in eigener Sache: Verstorbene Stadträte, Ratsherren und Bürgermeister Kein Zugriff
- Städtische Trauer um Münchner Ehrenbürger Kein Zugriff
- Die Stadt und der Totenkult der Partei Kein Zugriff
- Soldatengräber Kein Zugriff
- Ausländische Kriegsgefangene, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter Kein Zugriff
- Organisation und Konflikte bei der Bergung der Luftkriegsopfer Kein Zugriff
- Ehren- und Trauerfeiern für die Luftkriegsopfer Kein Zugriff
- Zerstörung und Mangel auf den Münchner Friedhöfen Kein Zugriff
- Einsatz von ausländischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern Kein Zugriff
- Der Wiederaufbau der städtischen Friedhöfe: Schatten der NS‑Vergangenheit, Ressourcenmangel und soziale Öffnung Kein Zugriff
- Der Wiederaufbau der Israelitischen Friedhöfe und die Rolle der Stadtverwaltung Kein Zugriff
- Entnazifizierung der Friedhöfe und die Spuren der NS-Zeit Kein Zugriff
- Der Umgang des Bestattungsamts mit den sterblichen Überresten von NS-Opfern Kein Zugriff
- Resümee Kein Zugriff Seiten 281 - 291
- Dank Kein Zugriff Seiten 292 - 293
- Abkürzungen Kein Zugriff
- Abbildungen, Grafiken und Tabellen Kein Zugriff
- Quellen und Literatur Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff
