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Nichtwissen lenken

Nanotechnologie in Europa und den Vereinigten Staaten
Autor:innen:
Verlag:
 2016

Zusammenfassung

Diese wissenssoziologische Diskursanalyse diskutiert am Fall der Nanotechnologie, wie Wissensgesellschaften mit Nichtwissen umgehen. Ausgehend von der These, dass Nichtwissen in aktuellen technowissenschaftlichen Diskursen eine neue und zentrale Aufmerksamkeit erhält und damit verknüpft eine wissenschafts- und politikübergreifende Notwendigkeit zum Eingreifen abgeleitet wird, zeigt diese empirische Untersuchung, dass eine Vielfalt an unterschiedlichsten gesellschaftlichen Akteuren in das Abschätzen und Regulieren neuer Technologien involviert ist. Damit wird Expertise in die Gesamtgesellschaft delegiert, entscheidungsrelevante Wissensformen verschmelzen und institutionenspezifische Handlungspraktiken lösen sich auf.

Dabei, so das Fazit dieser Studie, nimmt das Nichtwissen zu und bleibt trotz der intensiven gesamtgesellschaftlichen Bestrebungen weder lenkbar noch fassbar und es entsteht ein Zustand maximaler Gestaltungsoffenheit und minimaler Verbindlichkeit.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2016
ISBN-Print
978-3-8487-3636-2
ISBN-Online
978-3-8452-7969-5
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Wissenschafts- und Technikforschung
Band
18
Sprache
Deutsch
Seiten
404
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 22 Download Kapitel (PDF)
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. 1.1 Die wissenssoziologische Analyse von Nichtwissensdiskursen
    2. 1.2 Nichtwissen lenken
    3. 1.3 Lenkungskulturen
    4. 1.4 Die Nanotechnologie als technowissenschaftliches Phänomen
    5. 1.5 Thesen und Fragestellung
    6. 1.6 Gliederung des Bandes
  3. Download Kapitel (PDF)
    1. 2.1 Abschätzen in Nichtwissensdiskursen
    2. 2.2 Von Innovationen zu Implikationen, von der Technologie zum Material und von ELSI zu EHS
      1. 2.3.1 Eine neue ‚Frontier’
      2. 2.3.2 Bedeutungverlust der Technikfolgenabschätzung
      3. 2.3.3 Wissenbasierte Ökonomie und die NNI
      4. 2.3.4 Soziale Implikationen als Innovationen
      5. 2.3.5 Beratungsgremien zum Innovationsmanagement
      6. 2.3.6 Von Innovationen zu Implikationen und von der Technologie zum Material
      7. 2.3.7 Von ELSI zu EHS
      8. 2.3.8 Abschätzung durch Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutzbehörden
      9. 2.3.9 Regulierungsfragen und EHS-Forschungsbedarf
      10. 2.3.10 Regierungsexterne Abschätzungsinitiativen
      11. 2.3.11 Vereinigte Staaten: Innovationen und ausgewählte Implikationen
      1. 2.4.1 Integration von Implikationen in Strategie und Aktionsplan
      2. 2.4.2 Ethische Fragen und strategische Evaluation
      3. 2.4.3 Regulierungsfragen
      4. 2.4.4 Implikationsabschätzung in nicht-nanotechnologiespezifischen Gremien
      5. 2.4.5 Eine Technikfolgenabschätzung fürs Parlament
      6. 2.4.6 Europäische Union: Integration in die bestehenden Strukturen
      1. 2.5.1 Forschungsexzellenz ohne nationale Förderinitiative
      2. 2.5.2 Implikationen als zentraler Fokus
      3. 2.5.3 Die Festschreibung des Diskurses durch die Royal Society
      4. 2.5.4 Beratungsgremien für den Umgang mit Implikationen
      5. 2.5.5 Forschungslücken und Regulierungsfragen
      6. 2.5.6 Lebensmittel- und Kosmetika
      7. 2.5.7 Eine nationale Nanotechnologiestrategie
      8. 2.5.8 Großbritannien: Implikationsorientierter Abschätzungsdiskurs
      1. 2.6.1 Positionen und Aktionspläne des Forschungsministeriums
      2. 2.6.2 Technikfolgenabschätzung
      3. 2.6.3 Definitionen und von der Technologie zum Material
      4. 2.6.4 Lebensmittel und Verbraucherschutz
      5. 2.6.5 Umwelt- und Gesundheitsfragen
      6. 2.6.6 Regulatorische Implikationen
      7. 2.6.7 Kooperation der Vorsorgebehörden
      8. 2.6.8 ‚Hightech-Strategie’ und EHS Forschungsbedarf
      9. 2.6.9 Neuer Aktionsplan 2015
      10. 2.6.10 Deutschland: Hightech, EHS- und regulatorische Implikationen
    3. 2.7 Nichtwissen abschätzen: Gesellschaftlich distribuierte Expertise
  4. Download Kapitel (PDF)
    1. 3.1 Regulieren in Nichtwissensdiskursen
      1. 3.2.1 Nanomaterialien zwischen Vorsorge und Vermeidung
      2. 3.2.2 Innovation versus Regulierung – ein Mythos?
      3. 3.2.3 Verschwimmende Regulierungskulturen durch internationale Kooperation
      1. 3.3.1 Das koordinierte Regelwerk des Nanotechnology Research and Development Act
      2. 3.3.2 Nanomaterialien in der Umwelt- und Chemikalienregulierung
      3. 3.3.3 Private Initiativen: Das EDF – DuPont ‚Nano Risk Framework’
      4. 3.3.4 Zusammenfassung Vereinigte Staaten: Ein Regulierungsdefizit und eine regierungsexterne Initiative
      1. 3.4.1 Nanomaterialien und REACH
      2. 3.4.2 Freiwillige Maßnahmen: Empfehlungen der Kommission zu Forschung und Definition
      3. 3.4.3 Die gesetzliche Regulierung: Das sektorale Produktrecht
      4. 3.4.4 Zusammenfassung Europäische Union: Regulieren oder implementieren?
      1. 3.5.1 Nanomaterialien im Stoffrecht
      2. 3.5.2 Der Royal Society — Insight Investment Responsible Nano Code
      3. 3.5.3 Zusammenfassung Großbritannien: ein Regulierungsdefizit und eine Nichtregierungsinitiative
      1. 3.6.1 Nanomaterialien im Stoffrecht
      2. 3.6.2 Selbstregulierung durch Hersteller
      3. 3.6.3 Zusammenfassung Deutschland: Ein Regulierungsdefizit und selbstregulierende Hersteller
    2. 3.7 Nichtwissen Regulieren: Gesellschaftliche Distribution der Regulierungsverantwortung
  5. Download Kapitel (PDF)
    1. 4.1 Partizipation in Nichtwissensdiskursen
      1. 4.2.1 Partizipation im Nanotechnologiediskurs
      2. 4.2.2 Kritische Reflexion der zivilgesellschaftlichen Partizipation
      3. 4.2.3 Wachsende Bedeutung der Anspruchsgruppenpartizipation
      1. 4.3.1 Fehlende Einbindung von Anspruchsgruppen
      2. 4.3.2 Nichtregierungsinitiativen zur Anspruchsgruppenpartizipation
      3. 4.3.3 Information im Geiste von PUS statt Einbindung der Bevölkerung
      4. 4.3.4 Regierungsexterne zivilgesellschaftliche Partizipation: ASU und NISE
      5. 4.3.5 Zusammenfassung Vereinigte Staaten: Ein Partizipationsdefizit und Nichtregierungsinitiativen
      1. 4.4.1 Anspruchsgruppenpartizipation in Strategie und Aktionsplan
      2. 4.4.2 Anspruchsgruppenpartizipation als wissenschaftlicher Kongress und Forschungsprojekt
      3. 4.4.3 Zivilgesellschaftliche Partizipation: ‚Laborpartizipation’ und Einweg-Kommunikation
      4. 4.4.4 Zusammenfassung Europäische Union: Partizipation als Forschung und Strategie
      1. 4.5.1 Die Royal Society als Strategiebereiterin
      2. 4.5.2 Experten- und Steuerungsgremien für Anspruchsgruppenpartizipation
      3. 4.5.3 Regierungsexterne Initiativen der Anspruchsgruppenpartizipation
      4. 4.5.4 Zivilgesellschaftliche Partizipation als ‚upstream engagement’
      5. 4.5.5 Zusammenfassung Großbritannien: Expertengremien und zivilgesellschaftliche Partizipation als nationale Strategie
      1. 4.6.1 Anspruchsgruppenpartizipation als Regierungsaufgabe: die NanoKommission der Bundesregierung
      2. 4.6.2 Nichtregierungsinitiativen der Anspruchsgruppenpartizipation
      3. 4.6.3 Information der Zivilgesellschaft und Meinungserhebung statt Einbindung
      4. 4.6.4 Zusammenfassung Deutschland: Anspruchsgruppenpartizipation als Regierungsprogramm
    2. 4.7 Nichtwissen externalisieren: Partizipationsparadox in Nichtwissensdiskursen
  6. Download Kapitel (PDF)
    1. 5.1 Gesellschaftliche Phänomene in Nichtwissensdiskursen
      1. 5.2.1 Vereinigte Staaten: Innovation
      2. 5.2.2 Europäische Union: Integration
      3. 5.2.3 Großbritannien: Implikationen
      4. 5.2.4 Deutschland: Konsens
      5. 5.2.5 Vier Lenkungskulturen im Umgang mit Nichtwissen
    2. 5.3 Die Nicht-Lenkbarkeit von Nichtwissen
  7. 6 LiteraturSeiten 371 - 400 Download Kapitel (PDF)
  8. 7 Liste der Interviewpartner (anonymisiert)Seiten 401 - 404 Download Kapitel (PDF)

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