Das Jahrhundert der Politik
Eine Geschichte des 20. Jahrhunderts im Licht ihrer Politikbegriffe- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Wie kein anderes Jahrhundert zuvor war das 20. durch Politik bzw. deren verbindliche Entscheidungen geprägt. Von der Politik der Tötung in den totalitären Regimen bis hin zur Politik des Sozialen in den demokratischen Wohlfahrtsstaaten der Moderne – all dies verdeutlicht die Entstehung eines spezifischen Gesellschaftstypus: den der „politischen Gesellschaft“. Aber im Verlauf des Jahrhunderts verändert sich deren Charakter grundlegend. Sie stellt von der ziel- und zukunftsorientierten Gestaltung der Gesellschaft auf zeitorientierte Reaktivität in der Gegenwart um. Die Politiken der Zuversicht weichen den Politiken der Skepsis. Reduziert sich die moderne Politik auf das situative Management des Unerwarteten, dann kann sie keine Macht mehr über die Verhältnisse, sondern nur noch in den Verhältnissen realisieren. Diesen Fragen geht das Buch nach und analysiert diese Dynamiken in allen wesentlichen Politikfeldern der modernen Gesellschaften.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-8487-6613-0
- ISBN-Online
- 978-3-7489-0748-0
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 682
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 22
- 1.1. Politische Semantiken als ‚Brille‘ – Was man durch sie sieht und was nicht Kein Zugriff
- 1.2. Mögliche Handlungsbereiche und Handlungsformen der Politik Kein Zugriff
- 2. Semantiken der Politik im 20. Jahrhundert: Eine Übersicht über das Buch Kein Zugriff
- 1.1. Zum Begriff des Politischen und der politischen Differenz. Das Politische als Politik Kein Zugriff
- 1.2. Die Grundstruktur der Differenz zwischen der Politik und dem Politischen Kein Zugriff
- 1.3. Die Politik und Differenzierungen im Politikbegriff: Über Politisieren, Politicking, Polarisieren und Paralysieren Kein Zugriff
- 1.4. Zusammenfassung: Die Spannbreite des Politikbegriffs und die Unspezifität ‚Des Politischen‘ Kein Zugriff
- 2.1. Politisches Handeln bei Albert E. F. Schäffle: Politik als Verflüssigung und des Zu-Ende-Schaffens Kein Zugriff
- 2.2. Karl Mannheims Verschärfung: Rationaler Staat und Politik als „irrationales Spiel“ Kein Zugriff
- 2.3. Max Webers Frage: Politik in der Massengesellschaft und als Kampf um Möglichkeitshorizonte Kein Zugriff
- 2.4. Politik als Spiel und Möglichkeitsbeschaffung: Über Rationalität und Irrationalität der Politik Kein Zugriff
- 3.1.1. Die Politik der Verfassunggebung in Russland im Jahr 1918 Kein Zugriff
- 3.1.2. Die Politik der Verfassunggebung zu Beginn der Weimarer Republik von 1918 Kein Zugriff
- 3.2. Das Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933: Der Übergang von der kommissarischen zur souveränen Diktatur Kein Zugriff
- 3.3.1. Die Politik der Verfassunggebung in der SBZ: Der Kampf um die Souveränität des Volkes Kein Zugriff
- 3.3.2. Die Politik der Verfassunggebung in den Westzonen bzw. der BRD Kein Zugriff
- 3.4.1. „Koordinierte Transformation“? Konzeptionelle Annäherung und verfassungstheoretische Überlegungen Kein Zugriff
- 3.4.2.1. Polen: Der Runde Tisch als Paradigma der Transformation Kein Zugriff
- 3.4.2.2. Ungarn Kein Zugriff
- 3.4.2.3. Die Transformationen in der Tschechoslowakei, Bulgarien und Rumänien Kein Zugriff
- 3.5. Die Politik der Verfassunggebung in Deutschland nach dem Ende der DDR Kein Zugriff
- 3.6. „1989“: Das Ende des „Zeitalters der Revolutionen“ oder der Wandel zum „post sovereign constitution-making“? Kein Zugriff
- 4.1.1. Die Eigenschaften der Masse und ihre politische Qualität Kein Zugriff
- 4.1.2. Die Massen und der Führer: Zum Amalgam von Herrschaft und Knechtschaft in der Massenpolitik Kein Zugriff
- 4.1.3. Das „automatische Denken“ der Masse: Von der Idee zur Tat Kein Zugriff
- 4.2. Die Politik der organisierten Massen: Die politischen Parteien als Massenorganisationen Kein Zugriff
- 4.3. Die (Ent-)Politisierung der Massen und deren Psychologie bei Sigmund Freud: Masse und Libido Kein Zugriff
- 4.4. Wilhelm Reichs Massenpsychologie des Faschismus Kein Zugriff
- 4.5. Massen und Revolution: Theodor Geigers Massen als destruktiv-revolutionäre Kraft Kein Zugriff
- 4.6. Vom Massesein zur Vermassung: Die Massen als „optische Täuschung“ (R. König) Kein Zugriff
- 4.7. Die Wiederauferstehung der Massen in den mittel- und osteuropäischen Transformationen Kein Zugriff
- 4.8.1. Die Verachtung der Massen und die neue Massenkultur Kein Zugriff
- 4.8.2. Von der Masse zur ‚Multitude‘: Die Neubestimmung des aufständischen Subjekts durch M. Hardt und A.Negri Kein Zugriff
- 4.9. Das Ende der Politik der Massen und ihre Verabschiedung aus der Geschichte? Kein Zugriff
- 5.1.1. Vom Risiko zum sozialen Risiko Kein Zugriff
- 5.2.1. Die Katholische Sozialehre und Subsidiarität als „Baugesetz“ der Gesellschaft Kein Zugriff
- 5.2.2. Der Primat der sozialistischen Revolution: Die historische Notwendigkeit des Sozialismus und die Gesetzmäßigkeit der Geschichte Kein Zugriff
- 5.3.1. Identität und Struktur der Sozialversicherung Kein Zugriff
- 5.3.2. Identität und Struktur des Staatsbürgerstatus Kein Zugriff
- 5.4.1. Die Politik des Sozialen und der Sozialismus: Eduard Heimanns Theorie der Sozialpolitik Kein Zugriff
- 5.4.2. Die Politik des Sozialen jenseits der Politik: Hugo Sinzheimer und das moderne Arbeitsrecht Kein Zugriff
- 5.5.1. Die Politik des Sozialen in totalitären Staaten: Das Beispiel des Nationalsozialismus Kein Zugriff
- 5.5.2. Die Politik des Sozialen im autoritären Staatssozialismus der DDR Kein Zugriff
- 5.6. Sozialpolitik und „gleicher sozialer Wert“: Die Idee der sozialen Staatsbürgerschaft bei Thomas H. Marshall Kein Zugriff
- 5.7.1. „Sozialpolitik als Gesellschaftspolitik“: Hans Achingers Idee der sozialen Institute Kein Zugriff
- 5.7.2. Die Politik des Sozialen als aktive Gesellschaftssteuerung Kein Zugriff
- 5.7.3. Die Entstehung und Auflösung von Typen von Wohlfahrtsstaaten Kein Zugriff
- 5.8.1. Selbststeuerung in der Sozialpolitik: Das Beispiel der Rentenreform 1989 in der Bundesrepublik und andere Beispiele Kein Zugriff
- 5.8.2. Die Auflösung von Typen von Wohlfahrtsstaaten und die Entstehung rekombinanter oder hybrider Typen Kein Zugriff
- 5.8.3. Vom modernen Wohlfahrtsstaat zum Wettbewerbsstaat Kein Zugriff
- 5.8.4. Exklusion: Die Umkehrung der wohlfahrtsstaatlichen Dynamik und die Überflüssigkeit von Menschen Kein Zugriff
- 5.9. Das Ende der (sozial)politischen Gestaltbarkeit von Gesellschaft? Kein Zugriff
- 6.1.1. Die Anwesenheit der Politik durch ihre Abwesenheit: Was ist C. Schmitts Verständnis von Politik? Kein Zugriff
- 6.1.2. Die Frage nach der Natur des Menschen: Gut oder Böse? Kein Zugriff
- 6.1.3. Der Dezisionismus C. Schmitts Kein Zugriff
- 6.1.4. Die Politik und „das Politische“: Zur Notwendigkeit und den Folgen einer Differenz Kein Zugriff
- 6.2. Vom politischen Mord zum Selbstmordattentat Kein Zugriff
- 6.3. Zur Psychodynamik der politischen Paranoia Kein Zugriff
- 6.4. Das Attentat von Sarajewo und der Ausbruch des Ersten Weltkrieges Kein Zugriff
- 6.5. Vom Attentat zum Selbstmordattentat, oder: Das Lächeln der Attentäter Kein Zugriff
- 6.6. „Die Protokolle der Weisen von Zion“: Über die blutige Wirksamkeit einer paranoiden Fiktion Kein Zugriff
- 6.7. Der paranoide politische Stil bei den politischen Machtträgern und seine blutigen Folgen Kein Zugriff
- 6.8. Politische Paranoia und die Zukunft der Politik in (post)modernen Gesellschaften Kein Zugriff
- 7.1. Der Politikbegriff der Ideologen des Nationalsozialismus und die Politik des Tötens Kein Zugriff
- 7.2. Lenin, Stalin und Trotzki: Die „permanente Revolution“ und die permanente Tötung als kommunistisches Ideal Kein Zugriff
- 7.3.1. Die Politik des Tötens und Typen von Lagern Kein Zugriff
- 7.3.2. Vernichtungslager als Orte des maschinellen Tötens Kein Zugriff
- 7.3.3. Der Staat als Lager: Kambodscha unter Pol Pot Kein Zugriff
- 7.3.4. Die kommunistische Revolution in China: Die Politik der Tötung auf dem Höhepunkt Kein Zugriff
- 7.3.5. Der GULag in der Sowjetunion Kein Zugriff
- 7.3.6. Das System Guantánamo Bay: Die Einführung der Käfighaltung von Menschen im Lager Kein Zugriff
- 7.4. Hannah Arendts Totalitarismus-Theorie und die Politik des Tötens Kein Zugriff
- 7.5. Das Jahrhundert der Politik des Tötens? Kein Zugriff
- 8.1.1. Der Schlieffenplan als Politik zum und als Politik im Krieg Kein Zugriff
- 8.1.2. Die Beendigung des Krieges: Die Rückeroberung des Primats der Politik gegenüber dem Militär Kein Zugriff
- 8.2.1. General Erich Ludendorff und das Konzept des totalen Krieges Kein Zugriff
- 8.2.2. Jenseits des Konzepts: Der totale Krieg in der Wirklichkeit des Zweiten Weltkrieges Kein Zugriff
- 8.3.1. Partisanen, (Sozial)Rebellen, Terroristen und Guerillas – Versuch einer Differenzierung der nicht-staatlichen Kriegsgewalt Kein Zugriff
- 8.3.2. Mao Tse-tung als Theoretiker und Praktiker des Partisanenkrieges Kein Zugriff
- 8.3.3. Che Guevara und die lateinamerikanische Variante des Partisanenkrieges Kein Zugriff
- 8.3.4. Der Partisan in der konservativ-kriegerischen Diskussion des 20. Jahrhunderts bei Rolf Schroers Kein Zugriff
- 8.3.5. Zusammenfassung: Die zentralen Merkmale des Partisanenkrieges und seine Zukunft im 21. Jahrhundert Kein Zugriff
- 8.4.1. Die Politik der Atombombe und die (Un)Schuld der Beteiligten Kein Zugriff
- 8.4.2. War der Abwurf der Atombomben ‚notwendig‘? Kein Zugriff
- 8.5. Die Politik der „neuen“ Kriege Kein Zugriff
- 8.6. Die Konturen des virtuellen Krieges: Die Politik der Drohne und der hybride Frieden bzw. der hybride Krieg Kein Zugriff
- 8.7. Gestaltwandel des Krieges im 20. Jahrhundert? Versuch einer Bilanz Kein Zugriff
- 9.1.1. Die Politik der Friedensverträge: Der Versailler Vertrag am Ende des Ersten und das Potsdamer Abkommen am Ende des Zweiten Weltkrieges Kein Zugriff
- 9.1.2. Die Friedensmissionen der UN nach dem Zweiten Weltkrieg Kein Zugriff
- 9.2.1. Dolf Sternbergers Begriff der Politik Kein Zugriff
- 9.2.2. Dolf Sternbergers Begriff des Friedens Kein Zugriff
- 9.2.3. Die „Drei Wurzeln der Politik“ Kein Zugriff
- 9.3. Die Politik des Friedenmachens: Das zivilisatorische Hexagon und die Probleme seiner Realisation Kein Zugriff
- 9.4. Der Friede als unvollendetes Projekt Kein Zugriff
- 10.1. Politische Macht und politisches Lernen: Karl W. Deutschs „Nerves of Government“ Kein Zugriff
- 10.2. Vom „Sich-Durchwursteln“ zum nur noch „Wursteln“. Charles E. Lindbloms Konzept des „muddling through“ und seine Grenzen Kein Zugriff
- 10.3. Warum man mit der Politik die Zukunft sehen kann und dennoch nicht zu Frauen kommt. Die Verabschiedung der Idee der politischen Steuerung durch die Systemtheorie Kein Zugriff
- 10.4.1. Politische Steuerung als politikwissenschaftliches Konzept Kein Zugriff
- 10.4.2. Der Instrumentenkasten der politischen Steuerung Kein Zugriff
- 10.5.1. Der Wandel des Staatsverständnisses in der Steuerungstheorie: Vom hoheitlichen zum kooperativen Staat Kein Zugriff
- 10.5.2. Vom kooperativen Staat zur staatslosen Governance Kein Zugriff
- 10.6. Die Logik der verspäteten Politik und das Ausmaß des Zuspätkommens Kein Zugriff
- 11.1.1. R. Michels Parteientheorie und sein „ehernes Gesetz der Oligarchie“ Kein Zugriff
- 11.1.2. W. I. Lenins „Partei neuen Typus“ und die russische Revolution Kein Zugriff
- 11.2. Die Volks- oder „Catch-all“-Partei Kein Zugriff
- 11.3. Die Kartellparteien oder die professionalisierten Medienkommunikationsparteien Kein Zugriff
- 11.4. Die Krise der repräsentativen Parteiendemokratie und das Problem der Delegation und der „Accountability“ Kein Zugriff
- 11.5. Von den Kartellparteien zu autoritär-populistischen (Staats)Parteien? Kein Zugriff
- 11.6. Die Gleichzeitigkeit verschiedener Parteitypen in den modernen Gesellschaften Kein Zugriff
- 12.1.1. Der Dämon als transmoralisches Wese. Zur Erinnerung an eine Denkfigur bei Dolf Sternberger Kein Zugriff
- 12.1.2. Der Demagoge: Von Webers Typus zu den heutigen Populisten: Das Spiel mit den Leidenschaften Kein Zugriff
- 12.1.3. Die Staatsfrau und der ‚Held des Rückzugs‘ Kein Zugriff
- 12.1.4. Der Amtsinhaber als Prototypus des Politikers in der ökonomischen Theorie der Politik Kein Zugriff
- 12.1.5. Der Hinterbänkler (in demokratischen und autokratischen Regimen) Kein Zugriff
- 12.2. Der Amtsinhaber als heute dominierender Politikertypus? Kein Zugriff
- Das (angebliche) Attentat von Sarajevo 1914 Kein Zugriff
- Der Nürnberger Reichsparteitag von 1935 Kein Zugriff
- Die Toten des Zweiten Weltkrieges und des Holocaust Kein Zugriff
- Der Kniefall des Deutschen Bundeskanzlers Willy Brandt Kein Zugriff
- Der Handschlag zwischen François Mitterand und Helmut Kohl Kein Zugriff
- 9/11 und der Anschlag auf das World Trade Center Kein Zugriff
- Die Zerstörung des Feliks-Dzierżyński-Denkmals auf dem Lubjanka-Platz Kein Zugriff
- Das Napalm-Mädchen von Vietnam Kein Zugriff
- Der Fall der Mauer im November 1989 Kein Zugriff
- Der Kapuzenmann von Abu Ghraib Kein Zugriff
- Die Mohammed-Karikaturen von 2005 Kein Zugriff
- 14. Das ‚Verschwinden‘ der Politik am Ende des 20. Jahrhunderts? Versuch einer Bilanz Kein Zugriff Seiten 626 - 636
- Literatur Kein Zugriff Seiten 637 - 682





