Das Dilemma der unternehmerischen Universität
Hochschulen zwischen Wissensproduktion und Marktzwang- Autor:innen:
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- Reihe:
- Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung (HBS), Band 116
- Verlag:
- 2010
Zusammenfassung
In einer Phase beschleunigter Veränderungen ist die unternehmerische Universität zu einem zentralen Leitbild hochschulpolitischer Reformen avanciert. Die Steigerung der Innovationsfähigkeit gilt als fragloses Ziel neuer Steuerungskonzepte. Doch wird das Effizienzversprechen marktorientierter Steuerungsmodelle tatsächlich eingelöst? Die Autoren dieser Studie gelangen zu einem Befund, der skeptisch stimmt. Am Beispiel akademischer Ausgründungen zeigen sie, dass der Übergang zu einem »akademischen Kapitalismus« genau jene Freiräume einschränkt, die für kreative Arbeit und damit auch für die Generierung ökonomischer Innovationen unabdingbar sind. Die an die Hochschulen herangetragene Anforderung, wirtschaftlich effektive und für die Region relevante Innovationsprozesse anzustoßen, verlangt funktionierende Netzwerke von »sichtbaren Forschern« und »unsichtbaren Entrepreneurs« – Netzwerke, die per se nicht administrativ geplant und gelenkt werden können. Aus diesem Grund plädieren Dörre und Neis für einen Prioritätenwechsel bei den Steuerungskriterien: Innovationen lassen sich am besten fördern, indem die Bedingungen für kreative Arbeitsprozesse an den Universitäten verbessert werden.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2010
- ISBN-Print
- 978-3-8360-8716-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-6939-9
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung (HBS)
- Band
- 116
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 180
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 7
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 10
- 1.1 Problemkontext, Fragestellung Kein Zugriff
- 1.2 Forschungsleitende Thesen Kein Zugriff
- 1.3 Theoriebezüge und Begriffsbestimmungen Kein Zugriff
- 1.4 Methoden, Sample, Aufbau der Studie Kein Zugriff
- 2.1 Geschichte und Entwicklung der Hochschulen Kein Zugriff
- 2.2 Regionales Umfeld: Strukturwandel und Dominanz von kleinen und mittleren Unternehmen Kein Zugriff
- 3.1 Die unternehmerische Universität und ihr Steuerungsanspruch Kein Zugriff
- 3.2 Die Universitätsleitungen: Ein Versuch, die Pferde zum Wasser zu führen Kein Zugriff
- 3.3 Fachbereiche, Dekane und ihre Positionierung im universitären Machtfeld Kein Zugriff
- 3.4 Perpetuierung der Steuerungsproblematik? Kein Zugriff
- 4.1 Akademische Ausgründungen – Grundlinien eines Innovationsfalles Kein Zugriff
- 4.2 Mittelbau und Studierende: kapitalschwache Akteure und innovative Gründer Kein Zugriff
- 4.3 Die Rolle der Visible Scientists Kein Zugriff
- 4.4 Wissenschafts-Anwendungsnetzwerke Kein Zugriff
- 4.5 Alte und neue Barrieren – was Innovationen in Universitäten behindert Kein Zugriff
- 4.6 Resümee: Innovationen, kollektiver Arbeitsprozess und „organisierte Anarchie“ Kein Zugriff
- 5.1 Marktsteuerung und starke Organisation als Prinzipien Kein Zugriff
- 5.2 Der rechtliche Rahmen Kein Zugriff
- 5.3 Indikatorisierte Mittelvergabe und Zielvereinbarungen Kein Zugriff
- 5.4 Exzellenz und Differenzierung Kein Zugriff
- 5.5 Ein vorläufiges Fazit Kein Zugriff
- 6.1 Das Innovationsgeschehen als Arbeitsprozess Kein Zugriff
- 6.2 Noch einmal: Auf dem Weg in den akademischen Kapitalismus! Kein Zugriff
- 6.3 Die Landnahme der Universität als Innovationsbremse? Kein Zugriff
- 6.4 Einige arbeits- und hochschulpolitische Anregungen Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 167 - 177
- Verzeichnis der Abbildungen und Übersichten Kein Zugriff Seiten 178 - 180





